Susanne Haun

Frohe Ostern mit bunten Markern – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Architektur, Berlin, Marker, Zeichnung by Susanne Haun on 15. April 2017

 

Mit meinem Buch „Die Farbe in der Zeichnung“ im Edition Michael Fischer Verlag (siehe hier) habe ich  Marker für meine Kunst entdeckt.

 

Exrotaprint - 30 x 20 cm - Marker auf Layoutpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Exrotaprint – 30 x 20 cm – Marker auf Layoutpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich mag die leuchtenden Farben, es ist gar nicht so einfach die doch sehr flächigen Stifte sinnvoll einzusetzen.  Ich habe schon einige Experimente mit dem Marker gemacht (siehe hier).

Mein Sohn hat das Experiment schlichtweg abgelehnt und findet, mein Leopoldplatz sowie Exrotaprint sähen aus wie von einem Kind in der Vorklasse gezeichnet. Naja, das Kind, das in der Vorklasse diese Zeichnungen fabriziert muss er mir schon zeigen. 🙂

Nina (siehe hier) konnte sich nicht mit meiner Illustration zur Küchenuhr (siehe hier) anfreunden. Marker gehören ins Büro und nicht ins Künstleratelier, waren ihre Worte. Einer meiner Sammler aber war ganz begeistert von der Kühenuhr – besonders das mittlere Blatt mit der Parkband entfachte seine Begeisterung!

Ich lasse mich nicht beirren – ich mag die Marker von mal zu mal mehr. Es ist zu schön, mit Neuem zu experimentieren, dabei entdeckt man oft Möglichkeiten, die auch für die bisherige Arbeitsweise gelten.

Ich wünsche euch ein frohes Osterfest ob mit oder ohne Marker und freue mich, wenn ich in den Kommentaren eure Reaktion auf den Marker lesen würde.

 

Leopoldplatz - 30 x 20 cm - Marker auf Layoutpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Leopoldplatz – 30 x 20 cm – Marker auf Layoutpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Weihnachtsliches Zeichnen in der Nazarethkirche – Susanne Haun

Posted in Berlin, Foto, Weddingmarkt, Weddingmarkt, Workshop Zeichnungen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Dezember 2016

 

Gestern fand der weihnachtliche Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz rund um die Schinkel Nazarethkirche statt.

 

Workshop Zeichnen in der Nazarethkirche (c) Foto von M.Fanke

Workshop Zeichnen in der Nazarethkirche (c) Foto von M.Fanke

 

In der Kirche wurden auch Worshops angeboten, darunter auch mein Kurs Aquarellieren und Zeichnen mit Tusche. Es war ein besonderer Ort für den Unterricht, gleich unter der Rosette auf der Empore sahen wir das Geschehen im Überblick! Nach der Hälfte der Zeit begann ein Gitarrenspieler vor der Absis in leisen Klängen zu spielen, begleitete unseren Workshop bis zum Schluss und beflügelte die Fantasie Zeichnerinnen². Ich habe mich über die Vielfalt der Engelzeichnungen gefreut und möchte euch deshalb eine Auswahl an Arbeiten hier zeigen:

 

 

Vor der Kirche waren Buden aufgebaut und die Weddinger Kunsthandwerkerinnen, Künstlerinnen und Gastronominnen zeigten ihr Können. Micha streifte durch die Gänge und hielt die Atmosphäre fest.

 

 

Um am Workshop teilnehmen zu können, mussten sich die Schülerinnen anmelden. Auf der Empore unter der Rosette der Nazarethkirche war nur für 10 Zeichnerinnen Platz. Die Organisatorin des Weddingmarkts schloss die Anmeldung daher nach 15 Anmeldungen und setze 5 Teilnehmerinnen auf die Warteliste. Von den 10 angemeldeten Teilnehmerinnen kamen nur 8 und von der Warteliste war nur 1 Teilnehmerin vor Ort. Schade! Die eine oder andere Zeichnerin hätte sicher gerne daran teilgenommen.

 
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²Um eine bessere Lesbarkeit des Textes zu gewährleisten, habe ich die weibliche Form von Berufsbezeichnungen gewählt, die die männliche Form einschließt.
 

Weihnachtlicher Weddingmarkt am Leopoldplatz Berlin Wedding – Susanne Haun

Posted in Weddingmarkt, Weddingmarkt, Workshop Zeichnungen, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Dezember 2016

 

Diesen Sonntag ist schon der 4. Advent und Weihnachten steht schon vor der Tür.

Auf dem Leopoldplatz und in der alten Nazarethkirche findet der weihnachtliche Weddingmarkt von 13 – 21 Uhr statt. Ich werde in der alten Nazarethkirche / Schinkelkirche einen Workshop veranstalten (siehe hier). Eine Anmeldung zum Workshop ist nicht mehr möglich, alle 10 Plätze sind vergeben und 5 weitere Schülerinnen/Schüler stehen schon auf der Warteliste.

Wenn euch noch ein Geschenk unter dem Weihnachtsbaum fehlt, könnt ihr gerne auf meiner Seite mit Weihnachtsangeboten stöbern (klick hier).

 

4 Der Weihnachtsmann 15 x 10 cm Tusche auf Hahnemühle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Weihnachtsmann 15 x 10 cm Tusche auf Hahnemühle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Nur am Sonntag, den 18.12.16 von 13-21 Uhr auf dem Leopoldplatz
Markt mit handgemachter Kunst & Design, Workshops, Musik & Lagerfeuer

„Am 4. Adventssonntag erstrahlt der Weddingmarkt zum ersten Mal im weihnachtlichen Glanz am 18.12.16 von 13-21 Uhr – mitten im Stadtteil Wedding auf dem Leopoldplatz und in der angrenzenden historischen Schinkel-Kirche (Alte Nazarethkirche). Dieses Jahr können ganz besondere Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt werden, denn der Besuch beim weihnachtlichen Weddingmarkt verspricht außergewöhnliche Kunst, Design und echte Handwerksliebe. Die Besucher erwarten rund 70 Stände mit Kunst und Design, verschiedene Workshops zum Geschenke machen, zudem Streetfood von lokalen Gastronomen, ein Lagerfeuer mit „Stockbrot-Station“ für die kleinen Besucher und ein kulturelles Programm mit Lesung, Fotografie und Musik in der Schinkel-Kirche.“²

plakat_weihnachtlicher_weddingmarkt

 

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² https://wedding-markt.de/2016/12/06/weddingmarkt-so-3-juli/ , 13.12.16, 9:00 Uhr

Die Schinkelkirche am Leopoldplatz, Berlin Wedding – Susanne Haun

Posted in Architektur, Berlin, Foto by Susanne Haun on 20. November 2015

Mein Leben lang laufe ich von zuhause an der alten Schinkelkirche vorbei zum U-Bahnhof Leopoldplatz.

Leopoldplatz, Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

Leopoldplatz, Berlin Wedding (c) Foto von Susanne Haun

 

Erst spät wurde mir klar, welch‘ ein Prunkstück die alte Kirche im Wedding ist. Die Kirche wurde 1835 nach Plänen von Schinkel gebaut. Sie war eine der vier Vorstadtkirchen Berlins. Heute liegt sie im Herzen der Stadt. Auf dem Foto ist der Kirchturm der neuen Nazarethkirche zu sehen, die aufgrund des raschen Bevölkerungsanstiegs 1891 gebaut.

Im Weddingweiser, den schönen Seiten von Berlin-Wedding, ist die Alte Nazarethkirche und der Leopoldplatz oft Thema für Berichte. Letzte Woche (siehe hier) wurden Konzerte in der Kirche angekündigt. Ich hoffe, ich schaffe es, wenigstens eines zu besuchen. Obwohl ich nun seit 50 Jahren mit kurzer Unterbrechung in Berlin Wedding lebe, war ich noch nie in der Schinkelkirche und bin sehr neugierig.

 

Blauer Himmel über dem Kulturforum – Bericht von Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellung, Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Januar 2013

Fast hätte ich die Schinkel Ausstellung im Kupferstichkabinett verpasst.

Schon am 6.1.13 ist der letzte Ausstellungstag. Durch den Hinweis: „Schinkels Werke Online“ im Berliner Tagesspiegel habe ich gerade noch rechtzeitig einen Fingerzeig erhalten!

Schinkel im Kulturforum (c) Foto von Susanne Haun

Schinkel im Kulturforum (c) Foto von Susanne Haun

Wer noch Zeit bis zum 6.1.13 findet und in Berlin weilt, dem kann ich diese Ausstellung nur ans Herz legen. Wer nicht in Berlin weilt hat die Möglichkeit unter diesem Link www.smb.museum/schinkel die Werke Schinkels im Online Katalog zu betrachten. Ich bin sehr begeistert vom Online Katalog, denn nun kann ich nach dem Betrachten der Originale auch noch digital die Zeichnungen zoomen, um auch den letzten Strich aufzunehmen.

Das die Ausstellung voll war und das es für den Eintritt Zeitfenster gibt, das muss ich sicher nicht erwähnen.
Ich interessierte mich am meisten für „Die Zeichnung – Labor der Kunst, Labor der Wissenschaft„. Diese Sektion der Ausstellung ist im eigentlichen Kupferstichkabinett, dem Raum 3. Ich war schon sehr früh im Museum (um 10 Uhr öffnet die Ausstellung) und habe dann auch mit Raum 3 begonnen und konnte so diesen Raum wirklich genießen, da die Massen alle bei Raum 1 begannen.

Eingang Kurlturforum (c) Foto von Susanne Haun

Eingang Kurlturforum (c) Foto von Susanne Haun

In Raum 3 wird auf Schinkels Arbeitsmittel eingegangen und wie er Neuerungen ausprobiert hat. Er zeichnete zuerst mit Rohrfeder und Federkiel. Von seiner Italienreise brachte er die in Deutschland noch unbekannte Stahlfeder mit und nutze sie auch gleich. Interessant sind auch die Ausführungen zum Papier, das Schinkel benutze. Es wurde in einer Papiermühle in Eberswalde hergestellt. Für seine Architekturzeichnungen war es vom Nachteil, das Büttens Sieb auf dem Papier zu sehen. So war das glatte Papier für ihn eine geniale Neuerung. Gerne hat Schinkel auch das handgeschöpftes Papier (vergé) blau verwendet. Die Zeichnungen auf diesem Papier mag ich besonders.

Die Mühle in Eberswalde gibt es nicht mehr. In der Hahnemühle in Dassel wird heute noch traditionell das Papier in Manufaktur hergestellt. Seht hier dazu meinen Artikel.

Die Ausstellung ist auch in Sonderräumen (c) Foto von Susanne Haun

Die Ausstellung ist auch in Sonderräumen (c) Foto von Susanne Haun

Schon 1981 wurde Schinkel anlässlich seines 200 Geburtstag in der damals noch geteilten Stadt geehrt.Es ist interessant, wie unterschiedlich die Fragestellung der Präsentation und des Werkes ist und so habe ich in dem Katalog von damals nicht das gefunden, was ich mir erhofft habe. Seine Zeichnungen werden kaum gezeigt, der Schwerpunkt liegt auf die Architektur.²

Potsdamer Platz Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Potsdamer Platz Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Nichtsdestotrotz habe ich viel Interessantes im Kapitel „Karl Friedrich Schinkel – Gedanken zur Kunst“ gefunden. Unter dem Stichwort „Schönheit und Moral“ findet sich folgendes Schinkel Zitat²:

„Die bildende, die schöne Kunst hat die Aufgabe, den Abdruck des Zustandes einer Seele, das Bild des Zustandes einer schönen Seele darzustellen. Geschieht dies in Tönen, so können Bewegungen, Leidenschaften, Beschwichtigungen, das ruhige Wohlbehagen, Beängstigungen, Erschütterungen des Gemüts in reiner Folge dieser Seelenzustände erscheinen; es ist dann Musik die Kunst im allgemeinsten Sinne, die Kunst, die in allen übrigen Kunstformen wieder enthalten und ihren Hauptbestandteil ausmachen muss.“³

Interessant, nicht wahr? Schinkel stellt die Musik über die bildende Kunst! Erinnert ihr euch? Ich berichtete über Da Vince und die Paragone. Da Vince verglich in einem Traktat die Musik mit der Malerei. Da Vince aber führt in seinem Traktat aus, dass die bildende Kunst der Musik weit überlegen ist!

Als ich von der S-Bahn Potsdamer Platz zum Kulturforum bei schönsten blauem Himmel lief, habe ich mich wieder sehr gefreut, Berlinerin zu sein!
Die Fotografien der Architektur des für mich immer noch neu gestalteten Postdamer Platzes finde ich sehr passend im Kontrast zu Schinkels Architektur.

Das Wetter schenkt mir eine Skyline vom Potsdamer Platz (c) Foto von Susanne Haun

Das Wetter schenkt mir eine Skyline vom Potsdamer Platz (c) Foto von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I almost missed the Schinkel exhibition at the Kupferstichkabinett, Berlin.
The last show day is already on 06/01/13. By the statement: “Schinkel’s works online” in the newspaper “Tagesspiegel” I was just in time to make my visit.
If anyone have time to find 6.1.13 and is in Berlin, I can put this issue only to the heart. Who is not in Berlin http://www.smb.museum the opportunity at this link / schinkel Schinkel’s works in the online catalog viewing. I am very excited about this catalog, because now I can after viewing the originals even see digital drawings to include also the last stroke.

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²Börsch-Supan, Helmut. Griesebach, Lusius. Hrsg. Karl Friedrich Schinkel – Architektur Malerei Kunstgewerbe. Berlin 1981.
³Freiherr von Wolzogen, Alfred. Aus Schinkels Nachlass, Bd. 1, Berlin 1862.

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