Susanne Haun

Impressionen vom Linolschnitt Workshop in der Graphothek Berlin – Dozentin Susanne Haun

Posted in Graphothek Berlin, Linolschnitt, Workshop by Susanne Haun on 23. Mai 2019

 

Am Montag fand der Workshop Linolschitt in der Graphothek Berlin im Fontane Haus statt.

Acht Schülerinnen und Schüler fanden sich ein, um sich von mir in die Kunst des Linolschnitts einweihen zu lassen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich sehr über die Ergebnisse gefreut. Ihr seht im folgenden ausschließlich Arbeiten von Schülerinnen und Schüler.

 

Mehr Informationen zum Veranstalter erhaltet ihr hier Graphothek Berlin (klick) .

Ich nenne sie Maggie – Objekt von Susanne Haun

Posted in Ojekt, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Juni 2015

Der Arbeitstitel für mein Objekt ist „Maggie“.

Meine Dinge in meinem zweiten Atelier im Wedding - Foto von Susanne Haun

Die gute alte Maggie in meinem damaligen Atelier in der Martin-Opitz Strasse  – Foto von Susanne Haun

 

Vor einigen Jahren hatte ich eine Schaufenster-Hut-Puppe bei ebay ersteigert. Ich nannte sie Maggie. Bei einen meiner vielen Atelierumzüge verkaufte ich sie wieder bei ebay und habe sie seither jeden Tag vermisst. Ich verkleinerte mich damals räumlich und meinte, keinen Platz mehr für meine Maggie zu haben. Das stimmte auch. Aber trotzdem …. vielleicht hätte ich sie irgendwo zwischenlagern können….

Von den Proportionen sieht meine „neue Maggie“ fast so aus wie die Alte.

 

Entstehung von Maggie - Objekt Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung von Maggie – Objekt Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist nicht einfach, den Torso zu bezeichnen. Heute habe ich auf der linken Torsohälfte einen Vogel gezeichnet und war stark am überlegen, wie ich den Kopf gestalten werden. Das Gesicht ist mir zu schön.

Die Schäden bezeichne ich deutlich sichtbar. Sie wirken für sich betrachtet abstrakt. Mehr als eine Abstrakte Vorstellung von unserem Gehirn besitzen wir leider auch nicht.

 

Entstehung von Maggie - Objekt Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung von Maggie – Objekt Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung von Maggie - Objekt Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung von Maggie – Objekt Zeichnung von Susanne Haun

 

Der Schaden ist sichtbar – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Objekt, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Juni 2015

Kontinuierlich arbeite ich am Torso.

Die Schäden, die meine Schaufensterpuppe genommen hat, sind sichtbar. Wichtig ist es für mich, sie bewusst in mein Werk einfliessen zu lassen. Die Schäden sind vor der Kunst entstanden und bestimmen sie mit und nicht umgekehrt. Sie sind ein wichtiges Element der Arbeit.

Zerstörung Torso mit Kopf - Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun

Zerstörung Torso mit Kopf – Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun

Ein weiteres Element ist der Titel des Werks.

Sie ist nun keine Schaufensterpuppe mehr, sie wird zu Kunst alleine deshalb, weil ich es sage und weil ich Künstler bin. Ich bräuchte sie im Sinne Duchamps nicht bearbeiten und sie wäre schon Kunst. Aber in dem Fall war mir das alleinige Erheben zur Kunst zu wenig. Das Schwarz des Torsos war so mächtig, dass alle Linien verloren gingen. So war für mich das Weiß ein Muß.

Torso mit Kopf - Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun

Torso mit Kopf – Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun

Der Kopf auf dem Torso ist zerschmettert. Das Gehirn des Menschen ist sein höchstes Gut, sein Heiligtum. Dort sitzt der Mensch in seiner Ausprägung selber. Im zeitgenössischen Film wird dieses Thema oft ausgeschlachtet, ich denke da an „Source Code“ oder den Klassiker „Die Matrix“. So möchte ich den Titel in diese Richtung denken:

„Das höchste Gut des Menschen“ (Das Wort Gut ist mir philosophisch zu stark anders bewertet)

„Das Heiligtum des inneren Menschen“ (Das Wort Heiligtum ist mir zu religiös.)

Ich bin am Überlegen und Sammeln.

Große Hundeaugen für Dina – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Vom Bloggen an sich, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Februar 2013

Seit einigen Wochen durchstöbert Hanne, die Betreiberin des Blogs „The world according to Dina“ meine Zeichnungen, um einen Artikel über mein Werk auf ihrem Blog zu veröffentlichen.

Es ist schön, an den „gefällt mir“ zu sehen, wo sie gerade stöbert und wie sie meine Kunst zusammenstellt.

Vielen lieben Dank, Hanne. Bei uns am Rande der Stadt gibt es viele Hundebesitzer, mit denen ich schwatze und deren Hunde ich beobachten kann. So habe ich heute für dich, die so große Hundeaugen mag, zwei Huskies gezeichnet. Ich war erstaunt, dass die beiden braune Augen haben, ich dachte immer Huskies haben grundsätzlich blaue Augen.

Portrait Husky Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Portrait Husky Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Natürlich sind die Huskies hier aus unserer Siedlung nicht zu vergleichen mit denen der Arktis, aber ich habe mir trotzdem im WDR einen Film über die Arktis angeschaut und die Bewegung der Hunde verfolgt.

Zuerst erstelle ich Rhythmusbilder der Hunde, in denen ich mit meinem Tuschwasser die Bewegung festhalte. Diese Rhythmusbilder fülle ich dann mit Linien.

Wer meine Werkzusammenstellung anschauen möchte, der kann hier zu „The world according to Susanne – a passionate life“ gelangen.

For my English-speaking readers:

A few weeks ago Hanne browsed my drawings. Hanne, the operator of the blog „The world according to Dina“ want to publish an article about my work on her blog.

It’s nice to see, „like“ where she are looking on my blog and how she put together my art.

Ein Husky aus Berlin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Husky aus Berlin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Thank you so much, Hanne. On the edge of town I’am living, there are many dog owners with whom I small talk and watch their dogs as I can. So I have for you today, because you like the dog’s eyes, drawn two Huskies. I was amazed that the two have brown eyes, I always thought Huskies basically have blue eyes.

Of course, the Huskies are here not to compare with those of our settlement of the Arctic, but I’ve watched on WDR a movie about the Arctic and tracks the movement of the dog.

First, I create rhythm pictures of the dogs in which I hold movement with my ink water. This rhythm pictures I fill it with lines.

Who wants to see my work compilation that can go here to „The world according to Susanne – a passionate life“

Der zweite Tag auf der documenta 13 – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, documenta 13 by Susanne Haun on 3. September 2012

Als ich mir gerade meine Fotos zum zweiten Tag der documenta 13 anschaute, war ich enttäuscht. Keines kann wiedergeben, was ich gesehen habe.

Es war ein Tag für die Sinne und Reize und zum Nachdenken und ich bin einfach nur begeistert. Es ist kein Wunder, dass die Werke und die Stimmung nicht eingefangen werden können. Schon vor der Öffnung der Häuser spazierten wir in der Karlsraue; ein herrlicher Startpunkt ist dabei das Werk von der documenta 6 aus dem Haus-Rucker-Co (siehe Foto). Das Haus-Rucker-Co ist eine österreicheische Architekten und Künstlergruppe. Ich empfinde es als Bilderrahmen der Natur. Die Stimmung so früh ist noch voller Erwartung und es ist noch relativ leer und ruhig.

Die Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost gefallen mir, der „Turm“ oder die „Säule“ mit Rhabarber, Pflücksalat und Kohlrabi verleitet mich zu den Gedanken, ob ich eine kleinere Version nächstes Jahr auf meinem Balkon versuche zu pflanzen.

Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost

Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost

In der Orangerie kann ich wieder in die Sterne schauen und mir sowohl die gemalten Bilder als auch die Computer von Konrad Zuse anschauen. Ich bin so oder so der Meinung, dass Kunst und Mathematik ganz nahe beieinander liegen und höchste Kreativität erfordern. Gefallen haben mir auch die „Love Letters“ von David Link und seine Röhren mit den klassischen Grünen Computer Binär Werten dazu. Ich finde es amüsant, Liebesbriefe von einem Computer generieren zu lassen. Das ist bestimmt „menschlicher“ als manch einer das hinbekommt. Aber wir sollten nie vergessen, der Computer ist immer nur so intelligent wie sein Entwickler/Programmierer!

Röhrenobjekte von David Link

Röhrenobjekte von David Link

In der Documenta Halle ist es inzwischen brechend voll. Nun geht das Anstehen los. Es erinnert mich ein wenig an Disney World, wo sich vor jeder Attraktion dieselben Kringelschlangen bilden. Auf der documenta sind die Wartezeiten nur nicht ganz so lang. Die Kunst ist vor lauter Menschen kaum zu sehen.

Nalini Melani mag ich besonders, das Video Schattenspiel ist eine erweiterte Kinderlampe nur größer und kunstvoller und natürlich mit einem anderen Thema, hier ist u.a. die Kassandra ein Element. Ein wenig dachte ich an den Film „Meerjungfrauen küssen besser“, der mir wegen Deni DeVitos Schattenlampe und Chers ausgestochenen Sandwiches in so guter Erinnerung ist. Ich mag es sehr, wenn durch Kunst meine Erinnerungen angeregt und ganze Erinnerungsketten erzeugt werden. Wunderschön (obwohl das Thema ernst) und eindrucksvoll ist diese Arbeit. Hier seht ihr auf youtube einen Video zu In Search of Vanished Blood, um eine bessere Vorstellung zu bekommen.

Nalini Melanis Schattenspiel

Nalini Melanis Schattenspiel

In der Neuen Galerie mischt sich klassisches mit neuem. Ich erfreue mich am einem Raum mit Arbeiten von Corinth genauso wie an dem schon jetzt durch die Berichte über die documenta sehr berühmten Werk „Leaves of Gras“ von Geoffrey Farmer. Die Kontraste gefallen mir und regen mich an.

Auf dem einen Foto seht ihr einen Gang mit den Skulpturen der Länder der Kunst von Carl Friedrich Echtermeier (1845 -1910), er liegt leer vor mir und die Schattenspiele erzeugt durch die lichtdurchfluteten Fenster sind klassisch aus der Architektur hervorgegangen. Dagegen dauert es 30 Minuten „Anstehzeit“ für den Gang mit dem Werk „Leaves of Gras“ von Farmer. Es ist erstaunlich welche plastische Wirkung die Aufschichtung der vielen ausgeschnittenen Fotos aus den Life Magazinen hervor ruft und wie aus den zweidimensionalen Bildern gebaute Dreidimensionalitäten werden.

Nach einer Pause geht es weiter zum Hauptbahnhof. Das Gelände selber ist schon eindrucksvoll; die Halle wirken selbst leer für sich alleine wie Kunst. Ich mag die Strukturen der Wände, das Weiß der Farben und der Backsteine. Die Leere zwischendurch erlaubt den Rezipient sich von den vielen Eindrücken zu erholen.

Zwei Aussteller und ihre Werke beeindrucken mich hier besonders: der Südafrikaner William Kendrige und die Italienerin Lala Favaretto.

Beim Anstehen nach Kendridge kann man in Ruhe die räumliche Auseinandersetzung von Haegue Yang betrachten

Beim Anstehen nach Kendridge kann man in Ruhe die räumliche Auseinandersetzung von Haegue Yang betrachten

Ich habe von Kentridges „The refusal of time“ kein einziges Foto, diese Arbeit konnte ich einfach nur wahrnehmen (hier ein youtube Link zum Automatic Writing von Kentridge). In Kentridge Raum sind 5 Projektoren mit Filmen, die riesig an die Wand geworfen werden und der Rezipient sitzt auf dem Boden (oder Stuhl) in der Mitte und versucht alles auf einmal zu betrachten. Alles stimmt, Ton, Bewegung und Mischung der Inhalte. Die 25 Minütige Projektion ist im Nu vorbei.

Von Favarettos Projekt hatte ich vorher auch schon einiges gehört und gelesen, es handelt sich, um es umgangssprachlich auszusprechen, um das Metallmaterial von den Recycling-Betrieben. Ich hatte das Projekt nicht einmal auf meiner Liste der Dinge, die ich unbedingt sehen wollte. Umso mehr erstaunte es mich wie eindringlich das Werke ist. Stundenlang kann ich darauf schauen, neues entdecken und Farben, Zement und Metall selektieren, Gedanken gleiten lassen. Die Künstlerin will allerdings ein „unbehagliches Gleichgewicht zwischen ihrer Zerstörung und ihrem Wiederaufbau“ halten.

Von 9:30 bis 20 Uhr Kunst mit zwei Stunden Pause, ich bin fix und fertig am Ende des Tages. Es wird eine 10 Stunden Besichtigungstour angeboten, die untersucht gleichzeitig die Wahrnehmung des Rezipienten mit steigender Betrachtungsstundenzahl. Mir war um 19 Uhr schon fast alles egal, obwohl das Filmprojekt von Clemens von Wedemeyer noch lockte aber mehr als ein kurzer Eindruck von den gleichzeitig gespielten drei Filmakten war einfach nicht mehr möglich.

For my english reader:
It was a day of senses and attractions and of thinking about the world. I reflect the day and I’am excided of the documenta. It isn’t a wonder that the photos can not show the real feeling to go through the attractions of documenta.

Der zweite Tag auf der documenta 13 – Bericht von Susanne Haun

Kassel – die 13. documenta – Bericht und Skizzen von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, documenta 13 by Susanne Haun on 2. September 2012

Ich war am WE das allererste Mal in meinem Leben auf der documenta in Kassel – ein Erlebnis!

Es war schon aufregend, die 2 von 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz zu sehen. Beinahe hätte ich erwartet, auch noch die 7.000 Basaltsteine auf dem Platz zu sehen, aber das liegt ja schon 25 Jahre zurück, das Foto, das den Platz mit den Steinen zeigt (siehe hier dazu mein Beitrag zu Beuys). Heute steht dort eine Protest Zeltstadt, von der ich noch nicht weiß, was ich davon halten soll.

Zwei der 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz (c) Foto von Susanne Haun

Zwei der 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz (c) Foto von Susanne Haun

Der Nachmittag des ersten Tages reichte nur für 4 Stunden Fridericianum und das ist schon eine gewisse Reizüberflutung.

Die 13. documenta ist für mich eine Interaktion zwischen Rezipienten und Werken. Aber das ist Kunst ja immer. Wobei ich im Fridericianum den Eindruck hatte, dass der Mensch in die Werke mit einbezogen ja, sogar selbst zum Kunstwerk wird. Es fällt mir besonders beim Werk von Goshka Macugas auf, wo sich von meinem Sitzplatz aus die Menschen auf dem Wandteppich mit den Besucher vermengen (siehe Foto).

Im ersten Raum im Fridericinum werden die Menschen selber zu den Werken (c) Foto von Susanne Haun

Im ersten Raum im Fridericinum werden die Menschen selber zu den Werken (c) Foto von Susanne Haun

Fotografieren darf man überall auf dem Gelände, es gibt wenige Ausnahmen, die mit „Nicht Fotografieren“ – Schilder gekennzeichnet sind. Es ist erstaunlich! Aber durch die Technik heute ist es wohl auch nicht mehr zu verhindern und so kann ich euch einen Bericht mit einem fotografischen Einblick in den nächsten drei Tagen präsentieren und vielleicht den einen oder anderen motivieren, auch noch auf den letzten Tagen schauen zu gehen.

Meine Skizzen und Zeichnungen von den vielen Menschen sammel ich in meinem Scetchbook, um sie euch am Ende meines documenter 13 Besuches gesammelt zu präsentieren.

For my english reader:
On this weekend I’am on the documenta in Kassel. I like the atmosphere there, hundreds of people walking throught the art of the world. Perhaps once of you want to go to the documenta and have a look too.

Kassel – die 13. documenta – Bericht und Skizzen von Susanne Haun

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