Publikationen · Zeichnung

Die Veröffentlichung meiner Werkschau verspätet sich – Susanne Haun

Die ca. 52 Seiten starke Broschüre „SUSANNE HAUN | Werkschau 2013 – 2020“ erscheint nicht wie angekündigt im Herbst 2020 sondern vor Weihnachten diesen Jahres.

Quarantäne der Verlegerin und Grafikerin nebst ihren Kindern

Sowohl die Verlegerin Nina Alice Schuchardt mit ihrer Tochter als auch die Grafikerin Antje Rother mit ihren 7jährigen Zwillingen waren in Quarantäne. Die Schule von Antjes Kindern war sogar vollständig geschlossen. Da blieben schon einmal einige Dinge liegen! Ein Glück hatte es keinen von Ihnen erwischt, aber es ist besser, vorsichtig zu sein und keinen weiteren zu gefährden. Schön war, dass ich mich mit den Beiden per Zoom treffen konnte. Nina und Antje hatten ihr Kinder dabei auf dem Schoss, so dass ich sie auch kennenlernen konnte.

Welches Papier verwenden wir für die Werkschau?

Im Fokus unseres Gesprächs stand das Papier, welches für den Druck der Werkschau verwendet wird. Mir schwebte ein Papier vor, was bei der Leserin / dem Leser ein sinnliches Erlebnis beim Anfassen hervorruft. Der Verlag und die Druckerei waren meiner Idee sehr aufgeschlossen und wir versuchten auf Aquarellkarton und Naturpapier zu drucken. Die Ergebnisse waren sehr unterschiedlich, kaum zu glauben, dass ihnen dieselbe Druckdatei zugrunde lag. Letztdendlich sieht es so aus als ob wir das Bilddruckpapier verwenden, ohne sinnlichem Erlebniszwar aber klar vom Druck der Farben und Linien und darauf kommt es schliesslich an!

Neuerlicher Zoom Call von Verlegerin, Grafikerin und Künstlerin von Nöten!

Am Dienstag treffen wir uns erneut digital. Ich beginne Zoom zu schätzen und ich denke, dass wir auch nach der Pandemie dieses digitale Möglichkeit des Treffens weiter nutzen werden. So können Nina aus dem Kreis Neustadt (Dosse), Antje aus dem Kreis Cottbus und ich aus Berlin unkompliziert Dinge besprechen, ohne Zeit und Geld in die Bahnfahrt zu investieren. Ich freue mich schon darauf und bin gespannt, ob Antje schon einige Seiten gesetzt hat, die Nina und ich anschauen können.

Die Werkschau von Susanne Haun kann vorbestellt werden

Für 8 Euro inklusive Porto innerhalb Deutschlands könnt das Buch entweder unter diesem Link  (einfach dem Link zum Verlag zu meinem Buch folgen -> klick) im Eichhörnchenverlag vorbestellen und bekommt es dann im Herbst automatisch geliefert oder ihr bestellt es bei mir vor (info@susannehaun.de) und ich sende es euch mit Widmung zu. Ihr bezahlt bei Lieferung, die Kontodaten findet ihr auf der mit der Publikation gesendeten Rechnung.

Hier gelangt ihr zur Vorstellung meiner Werkschau im Blog des Eichhörnchenverlags (-> Klick).

bbk Bildungswerk Berlin · Workshop

Ein Werkverzeichnis anlegen, Seminar des bbk Berlins, Dozentin: Susanne Haun

 

 

Atelier am Sonntag, den 27.8.2017
Atelier am Sonntag, den 27.8.2017

 

Kennt ihr das, liebe Künstlerinnen und Künstler?

 

Die Sorge nach dem Verbleib des eigenen Werks nach dem Tod?

 

Ein schweres Thema!

 
 

Der bbk bietet mit mir als Dozentin am Montag, 27.07.2020 von 12-18 Uhr für nur 40 Euro pro Person ein Seminar zum Thema Werkverzeichnis an.

Es sind noch Plätze frei.

Auf der Seite des berufsverband bildender künstler*innen berlin e.V. könnt ihr euch, wenn ihr dem Link zur Seite des Verbands folgt, anmelden:
 

Montag, 27. Juli.2020 von 12-18 Uhr

Ein Werkverzeichnis anlegen
bildungswerk des bbk berlin (Bund Bildener Künstler Berlin), Köthener Str. 44, 10963 Berlin (Seminarraum, 3. Etage, Fahrstuhl)

Wie baue ich ein Werkverzeichnis auf und bei welchen Anbietern kann ich so kostengünstig wie möglich meine Daten ablegen? Wie sollten Künstler*innen vorgehen, um ihr Werk übersichtlich zu erfassen?

Im ersten Teil des Seminars sprechen wir über die Informationen, die ein Werkverzeichnis enthalten sollte und im zweiten Teil über verschiedene Software, die es auf dem Markt gibt, um Daten in ein Werkverzeichnis aufzunehmen.

Als Beispiel werden verschiedene Lösungen mit unterschiedlichsten Aufwand und Kosten vorgestellt, u.a. die kostenlose EXCEL- Alternative in OpenOffice 2019 sowie das Datenbanksystem Ninox.

In diesem Seminar können die Teilnehmerin und Teilnehmer ihren eigenen Laptop mitbringen. Der bbk stellt bei Bedarf Leihgeräte zur Verfügung.

Gemeinsam installieren wir die kostenlosen Open Source Programme, die dem Microsoft Office Paket entsprechen und legen eine Tabelle für unser Werkverzeichnis mit Hilfe des Programms Calc an. Calc entspricht in den Funktionen Excel.

Am Ende des Workshops unternehmen wir einen kleinen Diskurs und schauen uns an, welche Vorteile / Nachteile ein Datenbanksystem (Beispiel Ninox) bringen würde. Gemeinsam legen wir ein Test-Account beim Datenbank Anbieter Ninox an und erstellen Felder für eine Tabelle für unser Werkverzeichnis.

In beiden Systemen erfassen wir Beispieldaten und schauen uns an, welche Optionen wir im jeweiligen System zum Druck unseres Werkverzeichnisses haben und diskutieren Vor- und Nachteile.

Der Kurs findet ab 4 Anmeldungen statt, maximale Teilnehmerzahl 5 Anmeldungen, Kursgebühr 40 Euro.
Bitte über das Bildungswerk des bbk hier (KLICK) anmelden.

 

Seminar Werkverzeichnis anlegen, Sozentin Susanne Haun beim Bildungdswerk des bbk Berlin

 

 

Graphothek Berlin · Workshop

Linolschnitt-Workshops in der Graphothek Berlin mit Susanne Haun

 

Schon seit 2005 befinden sich drei Arbeiten von mir im Bestand der Graphothek Berlin, die ausgeliehen werden können (->Klick).

Im September und Oktober ist es möglich wieder Linolschnittworkshops von mir, veranstaltet von der Graphothek Berlin zu besuchen.

Die Teilnahme nur mit Mund-Nase-Schutz. Da der Kreativraum der Graphothek für Workshops unter den neuen Hygienevorschriften zu klein ist, unterrichte ich in der Bibliothek im Fontane-Haus , Wilhelmsruher Damm 142c, 13439 Berlin. Die Hinweise zu den öffentlichen Verkehrsmittel findet ihr am Ende des Beitrags.

Bitte meldet euch bei der Veranstalterin mit einer Mail graphothek@reinickendorf.berlin.de oder telefonisch (030) 90 294-3860 an.

Hier (-> Klick) könnt ihr Impressionen vom letzten Linolschnitt-Workshop unter meiner Leitung in der Graphothek sehen:

 

Bild 1 - Zwischen Straupitz und Laasow - Version 1 - Linolschnitt von Susanne Haun - 15 x 21 cm - 1 von 12
Bild 1 – Landschaft – Linolschnitt von Susanne Haun – 15 x 21 cm – 1 von 12

 

Linolschnitt-Workshop „Das Tegeler Fließ“

mit der Künstlerin Susanne Haun

21.09.2020, 11-13 Uhr

Das Tegeler Fließ bietet mit seiner landschaftlichen Vielfalt und seiner umfangreichen Tierwelt ideale Motive für künstlerische Umsetzungen. In diesem Workshop lassen wir uns von interessanten Originalen der Graphothek inspirieren und erschaffen Linolschnitte nach fotografischer oder zeichnerischer Vorlage.

Es werden die Grundlagen der Linolschnitt-Technik sowie des mehrfarbigen Drucks mit der verlorenen Form erläutert.

Der Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Anmeldung erforderlich: graphothek@reinickendorf.berlin.de

Kosten: 3 € (inkl. Material)

Teilnahme nur mit Mund-Nase-Schutz.

Ort: Bibliothek im Fontane-Haus (Märkisches Viertel)

 

2003 Lippenstift 70 x 50 cm Holzschnitt (c) vonSusanne Haun
2003 Lippenstift 70 x 50 cm Holzschnitt (c) von Susanne Haun

 

Linolschnitt-Workshop „Expressive Portraits“

mit der Künstlerin Susanne Haun

12.10.2020, 11-13 Uhr

Ausdrucksstarke Portraits können auf unterschiedliche Weise entstehen. Ungewöhnliche Kompositionen, eine dynamische Strichführung oder ausgefallene Farbkonzepte können diesen Effekt erzielen. In diesem Workshop lassen wir uns von interessanten Originalen der Graphothek inspirieren und erschaffen Portraits oder Selbsportraits nach fotografischer oder zeichnerischer Vorlage.

Es werden die Grundlagen der Linolschnitt-Technik sowie des mehrfarbigen Drucks mit der verlorenen Form erläutert.

Der Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Anmeldung erforderlich: graphothek@reinickendorf.berlin.de

Kosten: 3 € (inkl. Material)

Teilnahme nur mit Mund-Nase-Schutz.

Ort: Räume der Bibliothek im Fontane-Haus

 

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Öffentliche Verkehrsmittel zur Bibliothek im Fontane-Haus:

 

U-Bahn und S-Bahn

Wer gut zu Fuß ist kann bis U8 Bahnhof Wittenau

oder

S1 oder S26 Bahnhof Wittenau fahren.

Von dort sind es 1,1 km zur Bibliothek im Fontane-Haus.

 

Bus

 

 

Graphothek Berlin · Linolschnitt · Workshop

Impressionen vom Linolschnitt Workshop in der Graphothek Berlin – Dozentin Susanne Haun

 

Am Montag fand der Workshop Linolschitt in der Graphothek Berlin im Fontane Haus statt.

Acht Schülerinnen und Schüler fanden sich ein, um sich von mir in die Kunst des Linolschnitts einweihen zu lassen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe mich sehr über die Ergebnisse gefreut. Ihr seht im folgenden ausschließlich Arbeiten von Schülerinnen und Schüler.

 

Mehr Informationen zum Veranstalter erhaltet ihr hier Graphothek Berlin (klick) .

Ojekt · Zeichnung

Ich nenne sie Maggie – Objekt von Susanne Haun

Der Arbeitstitel für mein Objekt ist „Maggie“.

Meine Dinge in meinem zweiten Atelier im Wedding - Foto von Susanne Haun
Die gute alte Maggie in meinem damaligen Atelier in der Martin-Opitz Strasse  – Foto von Susanne Haun

 

Vor einigen Jahren hatte ich eine Schaufenster-Hut-Puppe bei ebay ersteigert. Ich nannte sie Maggie. Bei einen meiner vielen Atelierumzüge verkaufte ich sie wieder bei ebay und habe sie seither jeden Tag vermisst. Ich verkleinerte mich damals räumlich und meinte, keinen Platz mehr für meine Maggie zu haben. Das stimmte auch. Aber trotzdem …. vielleicht hätte ich sie irgendwo zwischenlagern können….

Von den Proportionen sieht meine „neue Maggie“ fast so aus wie die Alte.

 

Entstehung von Maggie - Objekt Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung von Maggie – Objekt Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist nicht einfach, den Torso zu bezeichnen. Heute habe ich auf der linken Torsohälfte einen Vogel gezeichnet und war stark am überlegen, wie ich den Kopf gestalten werden. Das Gesicht ist mir zu schön.

Die Schäden bezeichne ich deutlich sichtbar. Sie wirken für sich betrachtet abstrakt. Mehr als eine Abstrakte Vorstellung von unserem Gehirn besitzen wir leider auch nicht.

 

Entstehung von Maggie - Objekt Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung von Maggie – Objekt Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung von Maggie - Objekt Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung von Maggie – Objekt Zeichnung von Susanne Haun

 

Betrachtungen zur Kunst · Objekt · Zeichnung

Der Schaden ist sichtbar – Zeichnung von Susanne Haun

Kontinuierlich arbeite ich am Torso.

Die Schäden, die meine Schaufensterpuppe genommen hat, sind sichtbar. Wichtig ist es für mich, sie bewusst in mein Werk einfliessen zu lassen. Die Schäden sind vor der Kunst entstanden und bestimmen sie mit und nicht umgekehrt. Sie sind ein wichtiges Element der Arbeit.

Zerstörung Torso mit Kopf - Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun
Zerstörung Torso mit Kopf – Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun

Ein weiteres Element ist der Titel des Werks.

Sie ist nun keine Schaufensterpuppe mehr, sie wird zu Kunst alleine deshalb, weil ich es sage und weil ich Künstler bin. Ich bräuchte sie im Sinne Duchamps nicht bearbeiten und sie wäre schon Kunst. Aber in dem Fall war mir das alleinige Erheben zur Kunst zu wenig. Das Schwarz des Torsos war so mächtig, dass alle Linien verloren gingen. So war für mich das Weiß ein Muß.

Torso mit Kopf - Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun
Torso mit Kopf – Zeichnung auf Objekt von Susanne Haun

Der Kopf auf dem Torso ist zerschmettert. Das Gehirn des Menschen ist sein höchstes Gut, sein Heiligtum. Dort sitzt der Mensch in seiner Ausprägung selber. Im zeitgenössischen Film wird dieses Thema oft ausgeschlachtet, ich denke da an „Source Code“ oder den Klassiker „Die Matrix“. So möchte ich den Titel in diese Richtung denken:

„Das höchste Gut des Menschen“ (Das Wort Gut ist mir philosophisch zu stark anders bewertet)

„Das Heiligtum des inneren Menschen“ (Das Wort Heiligtum ist mir zu religiös.)

Ich bin am Überlegen und Sammeln.

Tiere · Vom Bloggen an sich · Zeichnung

Große Hundeaugen für Dina – Zeichnung von Susanne Haun

Seit einigen Wochen durchstöbert Hanne, die Betreiberin des Blogs „The world according to Dina“ meine Zeichnungen, um einen Artikel über mein Werk auf ihrem Blog zu veröffentlichen.

Es ist schön, an den „gefällt mir“ zu sehen, wo sie gerade stöbert und wie sie meine Kunst zusammenstellt.

Vielen lieben Dank, Hanne. Bei uns am Rande der Stadt gibt es viele Hundebesitzer, mit denen ich schwatze und deren Hunde ich beobachten kann. So habe ich heute für dich, die so große Hundeaugen mag, zwei Huskies gezeichnet. Ich war erstaunt, dass die beiden braune Augen haben, ich dachte immer Huskies haben grundsätzlich blaue Augen.

Portrait Husky Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun
Portrait Husky Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Natürlich sind die Huskies hier aus unserer Siedlung nicht zu vergleichen mit denen der Arktis, aber ich habe mir trotzdem im WDR einen Film über die Arktis angeschaut und die Bewegung der Hunde verfolgt.

Zuerst erstelle ich Rhythmusbilder der Hunde, in denen ich mit meinem Tuschwasser die Bewegung festhalte. Diese Rhythmusbilder fülle ich dann mit Linien.

Wer meine Werkzusammenstellung anschauen möchte, der kann hier zu „The world according to Susanne – a passionate life“ gelangen.

For my English-speaking readers:

A few weeks ago Hanne browsed my drawings. Hanne, the operator of the blog „The world according to Dina“ want to publish an article about my work on her blog.

It’s nice to see, „like“ where she are looking on my blog and how she put together my art.

Ein Husky aus Berlin (c) Zeichnung von Susanne Haun
Ein Husky aus Berlin (c) Zeichnung von Susanne Haun

Thank you so much, Hanne. On the edge of town I’am living, there are many dog owners with whom I small talk and watch their dogs as I can. So I have for you today, because you like the dog’s eyes, drawn two Huskies. I was amazed that the two have brown eyes, I always thought Huskies basically have blue eyes.

Of course, the Huskies are here not to compare with those of our settlement of the Arctic, but I’ve watched on WDR a movie about the Arctic and tracks the movement of the dog.

First, I create rhythm pictures of the dogs in which I hold movement with my ink water. This rhythm pictures I fill it with lines.

Who wants to see my work compilation that can go here to „The world according to Susanne – a passionate life“

Ausstellung · Betrachtungen zur Kunst · documenta 13

Der zweite Tag auf der documenta 13 – Bericht von Susanne Haun

Als ich mir gerade meine Fotos zum zweiten Tag der documenta 13 anschaute, war ich enttäuscht. Keines kann wiedergeben, was ich gesehen habe.

Es war ein Tag für die Sinne und Reize und zum Nachdenken und ich bin einfach nur begeistert. Es ist kein Wunder, dass die Werke und die Stimmung nicht eingefangen werden können. Schon vor der Öffnung der Häuser spazierten wir in der Karlsraue; ein herrlicher Startpunkt ist dabei das Werk von der documenta 6 aus dem Haus-Rucker-Co (siehe Foto). Das Haus-Rucker-Co ist eine österreicheische Architekten und Künstlergruppe. Ich empfinde es als Bilderrahmen der Natur. Die Stimmung so früh ist noch voller Erwartung und es ist noch relativ leer und ruhig.

Die Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost gefallen mir, der „Turm“ oder die „Säule“ mit Rhabarber, Pflücksalat und Kohlrabi verleitet mich zu den Gedanken, ob ich eine kleinere Version nächstes Jahr auf meinem Balkon versuche zu pflanzen.

Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost
Projekte nachhaltiger Landwirtschaft von Claire Pentecost

In der Orangerie kann ich wieder in die Sterne schauen und mir sowohl die gemalten Bilder als auch die Computer von Konrad Zuse anschauen. Ich bin so oder so der Meinung, dass Kunst und Mathematik ganz nahe beieinander liegen und höchste Kreativität erfordern. Gefallen haben mir auch die „Love Letters“ von David Link und seine Röhren mit den klassischen Grünen Computer Binär Werten dazu. Ich finde es amüsant, Liebesbriefe von einem Computer generieren zu lassen. Das ist bestimmt „menschlicher“ als manch einer das hinbekommt. Aber wir sollten nie vergessen, der Computer ist immer nur so intelligent wie sein Entwickler/Programmierer!

Röhrenobjekte von David Link
Röhrenobjekte von David Link

In der Documenta Halle ist es inzwischen brechend voll. Nun geht das Anstehen los. Es erinnert mich ein wenig an Disney World, wo sich vor jeder Attraktion dieselben Kringelschlangen bilden. Auf der documenta sind die Wartezeiten nur nicht ganz so lang. Die Kunst ist vor lauter Menschen kaum zu sehen.

Nalini Melani mag ich besonders, das Video Schattenspiel ist eine erweiterte Kinderlampe nur größer und kunstvoller und natürlich mit einem anderen Thema, hier ist u.a. die Kassandra ein Element. Ein wenig dachte ich an den Film „Meerjungfrauen küssen besser“, der mir wegen Deni DeVitos Schattenlampe und Chers ausgestochenen Sandwiches in so guter Erinnerung ist. Ich mag es sehr, wenn durch Kunst meine Erinnerungen angeregt und ganze Erinnerungsketten erzeugt werden. Wunderschön (obwohl das Thema ernst) und eindrucksvoll ist diese Arbeit. Hier seht ihr auf youtube einen Video zu In Search of Vanished Blood, um eine bessere Vorstellung zu bekommen.

Nalini Melanis Schattenspiel
Nalini Melanis Schattenspiel

In der Neuen Galerie mischt sich klassisches mit neuem. Ich erfreue mich am einem Raum mit Arbeiten von Corinth genauso wie an dem schon jetzt durch die Berichte über die documenta sehr berühmten Werk „Leaves of Gras“ von Geoffrey Farmer. Die Kontraste gefallen mir und regen mich an.

Auf dem einen Foto seht ihr einen Gang mit den Skulpturen der Länder der Kunst von Carl Friedrich Echtermeier (1845 -1910), er liegt leer vor mir und die Schattenspiele erzeugt durch die lichtdurchfluteten Fenster sind klassisch aus der Architektur hervorgegangen. Dagegen dauert es 30 Minuten „Anstehzeit“ für den Gang mit dem Werk „Leaves of Gras“ von Farmer. Es ist erstaunlich welche plastische Wirkung die Aufschichtung der vielen ausgeschnittenen Fotos aus den Life Magazinen hervor ruft und wie aus den zweidimensionalen Bildern gebaute Dreidimensionalitäten werden.

Nach einer Pause geht es weiter zum Hauptbahnhof. Das Gelände selber ist schon eindrucksvoll; die Halle wirken selbst leer für sich alleine wie Kunst. Ich mag die Strukturen der Wände, das Weiß der Farben und der Backsteine. Die Leere zwischendurch erlaubt den Rezipient sich von den vielen Eindrücken zu erholen.

Zwei Aussteller und ihre Werke beeindrucken mich hier besonders: der Südafrikaner William Kendrige und die Italienerin Lala Favaretto.

Beim Anstehen nach Kendridge kann man in Ruhe die räumliche Auseinandersetzung von Haegue Yang betrachten
Beim Anstehen nach Kendridge kann man in Ruhe die räumliche Auseinandersetzung von Haegue Yang betrachten

Ich habe von Kentridges „The refusal of time“ kein einziges Foto, diese Arbeit konnte ich einfach nur wahrnehmen (hier ein youtube Link zum Automatic Writing von Kentridge). In Kentridge Raum sind 5 Projektoren mit Filmen, die riesig an die Wand geworfen werden und der Rezipient sitzt auf dem Boden (oder Stuhl) in der Mitte und versucht alles auf einmal zu betrachten. Alles stimmt, Ton, Bewegung und Mischung der Inhalte. Die 25 Minütige Projektion ist im Nu vorbei.

Von Favarettos Projekt hatte ich vorher auch schon einiges gehört und gelesen, es handelt sich, um es umgangssprachlich auszusprechen, um das Metallmaterial von den Recycling-Betrieben. Ich hatte das Projekt nicht einmal auf meiner Liste der Dinge, die ich unbedingt sehen wollte. Umso mehr erstaunte es mich wie eindringlich das Werke ist. Stundenlang kann ich darauf schauen, neues entdecken und Farben, Zement und Metall selektieren, Gedanken gleiten lassen. Die Künstlerin will allerdings ein „unbehagliches Gleichgewicht zwischen ihrer Zerstörung und ihrem Wiederaufbau“ halten.

Von 9:30 bis 20 Uhr Kunst mit zwei Stunden Pause, ich bin fix und fertig am Ende des Tages. Es wird eine 10 Stunden Besichtigungstour angeboten, die untersucht gleichzeitig die Wahrnehmung des Rezipienten mit steigender Betrachtungsstundenzahl. Mir war um 19 Uhr schon fast alles egal, obwohl das Filmprojekt von Clemens von Wedemeyer noch lockte aber mehr als ein kurzer Eindruck von den gleichzeitig gespielten drei Filmakten war einfach nicht mehr möglich.

For my english reader:
It was a day of senses and attractions and of thinking about the world. I reflect the day and I’am excided of the documenta. It isn’t a wonder that the photos can not show the real feeling to go through the attractions of documenta.

Der zweite Tag auf der documenta 13 – Bericht von Susanne Haun

Ausstellung · Betrachtungen zur Kunst · documenta 13

Kassel – die 13. documenta – Bericht und Skizzen von Susanne Haun

Ich war am WE das allererste Mal in meinem Leben auf der documenta in Kassel – ein Erlebnis!

Es war schon aufregend, die 2 von 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz zu sehen. Beinahe hätte ich erwartet, auch noch die 7.000 Basaltsteine auf dem Platz zu sehen, aber das liegt ja schon 25 Jahre zurück, das Foto, das den Platz mit den Steinen zeigt (siehe hier dazu mein Beitrag zu Beuys). Heute steht dort eine Protest Zeltstadt, von der ich noch nicht weiß, was ich davon halten soll.

Zwei der 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz (c) Foto von Susanne Haun
Zwei der 7.000 Eichen von Beuys auf dem Friedrichplatz (c) Foto von Susanne Haun

Der Nachmittag des ersten Tages reichte nur für 4 Stunden Fridericianum und das ist schon eine gewisse Reizüberflutung.

Die 13. documenta ist für mich eine Interaktion zwischen Rezipienten und Werken. Aber das ist Kunst ja immer. Wobei ich im Fridericianum den Eindruck hatte, dass der Mensch in die Werke mit einbezogen ja, sogar selbst zum Kunstwerk wird. Es fällt mir besonders beim Werk von Goshka Macugas auf, wo sich von meinem Sitzplatz aus die Menschen auf dem Wandteppich mit den Besucher vermengen (siehe Foto).

Im ersten Raum im Fridericinum werden die Menschen selber zu den Werken (c) Foto von Susanne Haun
Im ersten Raum im Fridericinum werden die Menschen selber zu den Werken (c) Foto von Susanne Haun

Fotografieren darf man überall auf dem Gelände, es gibt wenige Ausnahmen, die mit „Nicht Fotografieren“ – Schilder gekennzeichnet sind. Es ist erstaunlich! Aber durch die Technik heute ist es wohl auch nicht mehr zu verhindern und so kann ich euch einen Bericht mit einem fotografischen Einblick in den nächsten drei Tagen präsentieren und vielleicht den einen oder anderen motivieren, auch noch auf den letzten Tagen schauen zu gehen.

Meine Skizzen und Zeichnungen von den vielen Menschen sammel ich in meinem Scetchbook, um sie euch am Ende meines documenter 13 Besuches gesammelt zu präsentieren.

For my english reader:
On this weekend I’am on the documenta in Kassel. I like the atmosphere there, hundreds of people walking throught the art of the world. Perhaps once of you want to go to the documenta and have a look too.

Kassel – die 13. documenta – Bericht und Skizzen von Susanne Haun