Susanne Haun

Südafrika – von Kapstadt über Cederberg zum Orange River – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Cederland Orange River, Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 14. März 2018

 

Von Kapstadt zu Cederland - Blick auf den Tafelberg (c) Foto von M. Fanke

Von Kapstadt zu Cederland – Blick auf den Tafelberg (c) Foto von M. Fanke

 

Am 8. Februar schlossen wir uns in Kapstadt der Truck Tour von Cape Town to Victoria Falls von Nomad Adventure Tours (siehe hier) an. 20 Tage würde der Truck und ein Zelt unsere Heimat sein. 5627 km liessen wir uns auf den Straßen Afrikas durchrütteln. Es war die eindrucksvollste Reise, die ich je gemacht habe. Es war eine Reise mit allen Sinnen und Erlebnisse, die ich in den nächsten Tagen festhalten werde.

 

 

M. und ich hätten in unserem Reisetempo mindestens ein Vierteljahr für diese Strecke benötigt. Wir merkten schon in den ersten Tagen, dass unsere intensiven Zeichen- und Fotopausen etwas hinten herunterfallen würden. Nichtsdestotrotz haben wir schöne Eindrücke festgehalten. Erst am 12.2. begann ich wieder, Memos auf meinem Handy festzuhalten. Alles war neu, der Truck, die Mitreisenden, die Crew und das Land. Wir lernten am 1. Tag, wie einfach die Zelte aufzubauen sind, wie Frühstück, Lunch und Dinner ablaufen. An Bord war eine dreiköpfige Crew: Laurine (Chefin, Reiseleiterin und Köchen), Amon (Fahrer, der den Bus nie unbewacht lies und sogar in ihm schlief) und Tatenda, die Deutsch in Simbabwe studierte und als Mädchen für alles und manchmal auch als Deutschübersetzerin mitfuhr. Wie ich schon schrieb, aufgrund der bunten Mischung der Mitreisenden*innen ( Schweizerinnen, 3 Brasilianer*in, 2 Südkoreaner*in, 1 Holländerin, 2 ½ Italiener*in, 1 Kanadierin, 1 US-Amerikaner, 8 ½ Deutsche) sprachen wir meistens Englisch.

 

 

Gegen 12 des ersten Tages hielten wir in den Weinbergen an und probierten Wein in den Cederbergen. So lief das erste beschnuppern gleich doppelt so gut.

 

 

Schon in der ersten Nacht schlief ich sehr gut im Zelt. Der Boden war warm von der Sonne des Tages, die Toiletten waren in der Nähe und das Frühstück schmeckte. Es konnte weiter zum Orange River gehen. Der Orange River liegt schon an der Grenze zu Namibia. Es war angenehm, dort zu baden. Am Abend zündeten wir ein Lagerfeuer an. Einige haben am nächsten Morgen eine Kanufahrt unternommen, wir sind am Flußufer geblieben, um zu fotografieren und zu zeichnen.

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 01:

Leaving Cape Town this morning we make a last stop for a look back at Table Mountain from across Table Bay, picture taken we travel to the famous winelands region of the Western Cape and enjoy a wine tasting at one of the local wine farms. We will also make a stop at the well-known Spice Route, bordering the town of Paarl. The Spice Route is an estate that brings together a collection of flavours unique to the Cape Culture – including a beer garden, artworks studio, chocolate makers and coffee makers – to name just a few. No road trip is complete without a stop at a traditional “Padstal”, these small farm stalls dot the byways of South Africa and offer a variety of homemade treats and bakes. The Cedarberg region not only boasts spectacular mountains and orange farms, but it is also the home of the Rooibos bush. Indigenous to the mountain slopes of the Cedarberg, this herbal beverage has earned an international reputation as a healthy and refreshing alternative to regular tea. A dinner at our overnight stop, offers an opportunity for us to get acquainted while enjoying some South African hospitality.

Day 01:

Namaqualand presents us with our first experience of the Desert vistas that will accompany us in the days ahead. We continue our journey north and after a short stop for supplies in Springbok, travel to our camp on the banks of the Orange River. If you are fortunate enough to be travelling in the spring months (July to September) you may encounter the wild flowers that have made this region famous. No matter the time of year though, the strange desert vistas offer a unique backdrop to this days travel.

Quelle: Nomad Africa Adventure Tour https://nomadtours.co.za/this-year/cape-town-to-victoria-falls/#itinerary,2018

Südafrika – Kapstadt – Tafelberg und Downtown – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 12. März 2018

 

„Passt bloß auf, gerade neulich ist ein guter Freund von uns am Tafelberg abgezogen worden.“ hallten mir noch die Worte einer guten Freundin ins Ohr als wir auf dem Parkplatz des Tafelbergs ankamen. Alles sah jedoch ruhig und freundlich aus. Die Sonne schien warm auf unsere Körper und vom Parkplatz fährt ein Shuttle zur Gondel.

 

Südafrika - Kapstadt - Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

Südafrika – Kapstadt – Parkplatz zum Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

 

Vom Parkplatz aus kann man auch, wenn man mehr Zeit mitbringt als wir, zum Plateau hochlaufen. Wir waren spät dran und wollten auch noch nach Downtown und so entschieden wir uns, hochzugondeln. Wir fühlten uns sicher und beherzigten alle Sicherheitsregeln, die wir in anderen Städten und auch zuhause in Berlin beachten. Jedenfalls manchmal, vor zwei Jahren wurde M. sein Portmonai auf der Domplatte in Köln (im September) geklaut. Welch ein Ärger und welch eine Rennerei!

Am besten kauft man die Tickets für die Gondel online (siehe hier), da man sonst doch recht lange an der Kasse anstehen muss. Wer schon in den Alpen war, wird das Gondeln selber als „unspektakulär“ empfinden. Ein Schmankerl ist die Drehung der Gondel um 360 Grad während der Fahrt, so sieht jeder mal den unglaublichen Blick über Kapstadt und bekommt etwas vom Fahrtwind ab.

 

Südafrika - Kapstadt - Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

Südafrika – Kapstadt – Tafelberg – Panorama Gondel (c) Foto von M.Fanke

 

Das Plateau selber ist viel größer als man annimmt und es ist wunderschön. Die Steine, Blumen und der Blick sind spektakulär und unser Besuch nahm mehr Zeit in Anspuch als ich vermutete. Das Zeichnen machte Spaß, leider holte ich mir einen anständigen Sonnenbrand, besonders auf der Kopfhaut. Das war eine neue Erfahrung für mich, bisher schützte  mich mein dickes Haar vor derartigen Sonnenbränden.

Ganz so leer, wie manche Fotos es vermuten lassen war es nicht auf dem Plateau. Wir haben extra auch ein paar Fotos mit Menschen gemacht, damit ihr euch vorstellen könnt, wie voll es oben auf dem Tafelberg war.

 

 

Interessant fand ich, dass unter anderem dem Wassermangel mit Pappgeschirr begegnet wurde. Für uns war der Wassermangel weitaus weniger spürbar als leztes Jahr im September der Wassermangel in Sizilien. Dort mussen wir zwei Tage mit 50 Liter pro Person auskommen. Außer den Hinweisschildern mit der Bitte um sparsamen Umgang mit Wasser waren im Hostel keine Wassereinschränkungen. In den Restaurants der Stadt waren die Handwasserhähne abgestellt, die Toilettenspülung funktionierte. Wir hatten Feuchttücher dabei, die halfen in allen Lagen. Ein wenig ärgerte ich mich, dass den Touristen ein so uneingeschränkter Wasserverbrauch gestattet war. Muss das denn sein, besonders wo die Einheimischen unter dem Wassermangel leiden? Während der Tour fragten wir uns, warum die Südafrikaner keine Entsalzungsanlagen gebaut haben, denn es war absehbar, dass die Stunde Null kommen würde.

 

 

Downtown Kapstadt unterscheidet sich nicht unbedingt von anderen Großstädten. Es gibt hohe und niedrige sowie historische Bauten, wir haben sogar ein H&M gesehen (grausig) 😉 . Bei Edgars kaufte ich mir mein nächstes Vernissagekleid, diese Kette habe ich zumindestens noch nicht in Europa gesehen.

Bei der Gelegenheit gaben wir auch unseren Mietwagen wieder ab. Ich bewundere M. immer wieder, wie leicht er sich in den Linksverkehr einfügt. Ich fand es gut, dass wir den Wagen am Flughafen gleich bei Ankunft mieten konnten und ihn Downtown (in längerer Laufentfernung unseres Hostels) wieder abgeben konnten.

 

 

 

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Südafrika – Vom Green Point zum Cape Point – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 9. März 2018

 

Es war schon immer mein Wunsch zum Kap der guten Hoffnung zu gelangen. Leider hat die Zeit dafür nicht gereicht aber immerhin war ich beim Cape Point und habe meinen Wunsch nur knapp verfehlt. Ich bin nicht böse darum, denn ich möchte unbedingt nochmals nach Südafrika reisen. Wir haben von dem Land viel zu wenig gesehen.

 

Immerhin haben wir es bis zum Cape Point geschafft. Das liegt nur 60 m nördlicher aber die 60 m haben es in sich. Wir sind von Green Point über Clifton Bay, Chapemans Peak Drive, Simon Town und Boulders Beach zum Cape Point gefahren und haben festgestellt, dass wir getrödelt haben, immer wieder hielten wir unterwegs an, fotografierten, quatschten mit Südafrikanern und fragten sie über ihr Land aus und stellten dann fest, dass wir vor dem dunkel werden kaum noch Zeit an unserem „Ziel“ hatten. Aber der Weg ist das Ziel und keinen der einzelnen Wegpunkte möchte ich missen.

 

 

Es fährt sich gut in Südafrika, auch wenn das Linksfahren eine Eingewöhnungszeit benötigt. Parken wir, dann lassen wir die Abdeckung des Kofferraums und das Handschuhfach offen, beides ist leer und geben den zum größten Teil selbsternannten Parkwächtern 20 Rand (1,36€), damit sie auf unser Auto aufpassen. Wir hatten nirgendwo Probleme mit unserem Leihwagen.

 

 

Die Landschaft ist atemberaubend, das Wetter war um die 27 Grad herum und der Fisch in Simon Town sehr lecker. Zu den Pinguinen, die wir an der Boudlers Beach besuchten, habe ich ein Memo auf meinem Handy verfasst, dass ich abgetippt habe:

Irgendwo in Namibia, den 13. Februar 2018

Leider habe ich es aus Zeitgründen verpasst, gleich nach unserer Tour vom Green Point zum Cape Point meine Eindrücke zu schildern und versuche nun in diesem Memo auf meinem Handy meine Eindrücke solange sie noch einigermaßen frisch sind, festzuhalten.

Wir haben uns an der Clifton Bay mit einer Besucherin des Strands unterhalten, die uns berichtete, wie schlecht es Südafrika unter Zuma ginge (Inzwischen bekleidet Cyril Ramaphosa das Amt.). Ich muss gestehen, dass ich mich vor unserer Reise zu wenig mit der derzeitigen politischen Situation Südafrikas auseinandergesetzt habe. Schande über mein Haupt.

Das tolle am Auto fahren ist, dass man anhalten kann, wo man möchte. Eines der Highlights waren für mich die Pinguine Boulders Beach. Die Pinguine waren wirklich süß. Wir haben zuerst eine Bucht vor Boulders Beach angehalten und konnten die Pinguine so von ganz nahem betrachten. Im Naturschutzgebiet selber kommt man als Besucher*in dem einzelnen Tier nicht mehr so nahe. Ich bin durch das Wasser gewatet und nahm so Kontakt mit zwei kleinen Pinguinen, die auf einem Stein lag, auf. Das war toll, nachdem ich die beiden „fragte“ ob sie nicht aufstehen wollen, damit ich sie besser zeichnen kann, flatterte der eine mit seinen Flügeln und der andere stand tatsächlich auf. Ich hätte gerne mein Gesicht dazu gesehen, vor allem, als dann noch ein neugierer dritter Pinguin zu uns stoß. Später, im Naturschutzgebiet selber gab es sehr viel mehr Pinguine aber auch sehr viel mehr Menschen. Das war auch interessant. Im Naturschutzgebiet sind Nester aus Plastikcontainer installiert. Von dort stammt auch das Foto von dem kleinen Kerl mit dem Ei. 

 

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

Das südliche Afrika – Beginn und Ende einer Reise – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Foto, Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 7. März 2018

Victoria Falls, 1.3.2018

Ich sitze fassungslos auf dem Flughafen Victoria Falls in Simbabwe und frage mich, wo die 4 Wochen Urlaub in Afrika geblieben sind. Ich bin traurig, es geht zurück ins kalte Berlin, 30 Grad Temperaturunterschied liegen zwischen meinem jetzigen Ausgangspunkt und Berlin. Der Urlaub ist vorbei. Viel Arbeit wartet in Berlin auf mich und gerade in den ersten Wochen jagt ein Termin den anderen: Händlerfrühstück, Salon, Vorbereitungstreffen für die Ausstellung Querbrüche Wedding, Uni usw. Werde ich genug Zeit haben, den Urlaub zu verarbeiten, die schönen Eindrücke in Zeichnungen einzufangen?

Der Flughafen Victoria Falls ist fast leer, sind wir die einzigen, die heute hier abfliegen? Zuerst geht es nach Johannesburg, nach sechs Stunden Aufenthalt in Südafrika geht es weiter nach London und schließlich nach Berlin.

In der nächsten Zeit werde ich von unserem Urlaub im südlichen Afrika berichten – 4 Länder haben wir mit dem Truck durchquert, ca. 5.700 km sind wir auf Afrikas Pisten durchgerüttelt worden. Welch ein Erlebnis!

 

 

Ich möchte jedoch von vorne berichten. Die ersten Tage haben wir in Kapstadt verbracht, wir mieteten uns ein kleines Auto und erkundeten die Stadt alleine. Danach haben wir von Nomad Adventure (siehe hier) eine 20-tägige Truck Tour gebucht, die Übernachtung erfolgte in Zelten, die wir jeden Abend auf- und jeden Morgen abbauten. Die Crew bestand aus Amon, dem Fahrer, Laurine als Guide und Tatenda als Hilfe und als deutschsprachige Unterstützung Laurines.

Es waren mehr Mitreisende als erwartet an Bord, am Anfang waren wir 19 Reisende, wechselnd von der Zusammensetzung, bis zum Schluss 18 übrigblieben, davon 3 Schweizerinnen, 3 Brasilianer*in, 2 Südkoreaner*in, 1 Holländerin, 2 ½ Italiener*in, 1 Kanadierin, 1 US-Amerikaner, 8 ½ Deutsche. Eine inspirierende Mischung, wir einigten uns darauf, englisch miteinander zu sprechen und brauchten Tatenda als Übersetzerin nicht. Ich habe mich so gefreut, dass ich Englisch sprechen konnte, schon nach zwei Wochen begann ich bruchstückhaft in Englisch zu denken.

Die Alterszusammensetzung war interessant, die meisten waren zwischen 20 und 30 Jahre alt, 5 waren über 50 die Älteste 76 Jahre alt, auch sie baute mit ihrer 72jährigen Freundin jeden Tag das Zelt auf und ab.

Gut haben wir in den Zelten geschlafen, ein Fach im Truck beherbergte ca. 5 cm hohe Matratzen, auf denen man besser geschlafen hat als in manchem Hotelbett. Um nach der Tour nicht gleich wieder nachhause zu hetzen, sind wir noch zwei Tage in einem Hotel in Simbabwe an den Victoria Fällen geblieben. Dabei trockneten wir unsere vom Camping nass gewordenen Sachen und erholten uns von der Fahrt durch Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

 

 

 

Ich hatte 12 Skizzenbücher aus Berlin mitgebracht, benötigte aber nur 4. Die Reise war vollgepackt mit Aktivitäten und im Truck ruckelte es so, dass ich kaum zeichnen, bzw. schreiben konnte. Ich habe mit dem Handy Sprachmemos aufgenommen, die ich beim Schreiben der Beiträge zur Hilfe nehmen werde, um meine Stimmung wiederzugeben. Den ruckelnden Truck bezeichnete Laurine als „African Massage“, die offenen Fenster als „African Aircondition“.

 

Berlin, den 4.3.2018

Nun sitze ich wieder am heimischen Arbeitstisch, mein verlorenes Gepäck ist wieder aufgetaucht und zu mir nach Hause gebracht worden und die Magenverstimmung, von der ich in Afrika verschont blieb, die mich jedoch nach dem ersten Essen in Deutschland ereilte, ist abgeklungen. Ich habe tatsächlich Schwierigkeiten, mental in Berlin anzukommen.

Bevor ich weiter berichte, möchte ich Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com herzlich danken. Wir haben sie letztes Jahr bei der ITB entdeckt und sie hat uns mit Rat und Tat bei der Planung und Durchführung unseres Urlaubs perfekt betreut.

Vier Wochen bereisten wir das südliche Afrika, ich werde nicht von allen Tagen im einzelnen berichten, sondern zusammenfassen, damit ich auch meine aktuellen Sachen zeitnah erfassen kann. Die ersten vier Tage haben wir in einem Hostel mit einem Mietwagen in Kapstadt verbracht. Zu zweit konnten wir die Gegend in unserem beschaulichen Rhythmus erkunden. Das ging bei der späteren Truck-Tour nicht mehr, jedoch haben wir in den 20 Tagen Truck-Tour soviel gesehen, das hätten wir zu zweit in unserem Tempo nie geschafft. Die letzten drei Tage an den Victoria Fällen in Simbabwe waren wir wieder alleine.

Heute beginne ich den Bericht mit Kapstadt und lasse Fotos und Zeichnungen wirken. Kapstadt ist eine europäisch orientierte Stadt, die sich zwischen der See und den Bergen gut in das Landschaftsbild einfügt. Was mich bedrückte waren die Mauern und Stacheldrahte, die um die Grundstücke gezogen sind. Wir sind trotzdem viel zu Fuß unterwegs gewesen, haben aber auch einige Regeln beachtet. Dazu gehörte, dass wir keine Uhr und keinen Schmuck umhatten. Mein iPhone habe ich nicht aus der Tasche genommen, wir hatten ein altes Handy mit, für das wir schon am Flughafen eine südafrikanische Sim-Karte kauften. Mit diesem Handy routeten wir unsere Wege und gingen ins Internet, um das eine oder andere über unsere Besichtigungen zu googeln.

Eben habe ich die Fotos sortiert und bin auf einen Text mit meinen Eindrücken vom ersten Tag gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Kapstadt, den 5.2.2018

Es ist nicht einfach, Papier im Skizzenbuch zu sparen. Noch bin ich mit der Aufteilung der Seiten nicht zufrieden. Aber sicher werde ich im laufe unseres Afrikaurlaubs versierter werden.

Kapstadt ist sehr amerikanisch / europäisch orientiert, heute sind wir von unserem Hostel am Stadion vorbei über den Green Point zur Victoria und Albert Wharf gelaufen. Ein schöner Spaziergang voller neuer Eindrücke. Wir erschließen uns sehr gerne unsere Urlaubsorte zu Fuß, so kann ich zeichnen und M. fotografieren.

Aus irgendwelchen Gründen hatte ich mir den Tafelberg von der Ansicht her höher vorgestellt. Das Plateau ist nicht immer hinter den Häusern auszumachen. Natürlich wäre mir diese „Enttäuschung“ erspart geblieben, wenn ich vorher die Kerndaten des Tafelbergs gegoogelt hätte: das Wahrzeichen Kapstadts ist nämlich nur 1087 m hoch!

Ein besonderes Highlight war für mich der Besuch des ZEITZ MOCAA Museums (siehe hier), was die Sammlung des ehemaligen Puma Managers …. beherbergt. Besonders beeindruckten mich die Skulpturen aus Fell von Nandipha Mntambo (siehe hier) und das Gebäude selber. Das ehemalige Silo ist durch Schnitte interessant in die Museums-Architektur eingebunden. Ein wenig musste ich bei den Schnitten an Gordon Matta-Clark (siehe hier). Er schnitt in Abrisshäusern Kreise (siehe hier).

 

 

Natürlich sollte auch darauf hingewiesen werden, dass dieses Museum für zeitgenössische Kunst Afrikas von einem weißen europäischen Kunstsammler, einem weißen europäischen Architekten und einem weißen Südafrikaner initiiert wurde – da sollten laut dem Kunstforum international (07/2017, Museumsboom, S. 108) die Alarmglocken läuten und auch ich möchte mich dieser Kritik anschließen. Ist hier nicht der Konflikt vorprogrammiert?

Nach einem ausgiebigen Fischlunch an der Wharf machten wir uns auf den Heimweg und sammelten am Strand Muscheln, die durch sehr interessante Löcher auffielen.

Der schöne Tag ging viel zu schnell zu Ende.

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

 

 

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