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Südafrika – Vom Green Point zum Cape Point – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

 

Es war schon immer mein Wunsch zum Kap der guten Hoffnung zu gelangen. Leider hat die Zeit dafür nicht gereicht aber immerhin war ich beim Cape Point und habe meinen Wunsch nur knapp verfehlt. Ich bin nicht böse darum, denn ich möchte unbedingt nochmals nach Südafrika reisen. Wir haben von dem Land viel zu wenig gesehen.

 

Immerhin haben wir es bis zum Cape Point geschafft. Das liegt nur 60 m nördlicher aber die 60 m haben es in sich. Wir sind von Green Point über Clifton Bay, Chapemans Peak Drive, Simon Town und Boulders Beach zum Cape Point gefahren und haben festgestellt, dass wir getrödelt haben, immer wieder hielten wir unterwegs an, fotografierten, quatschten mit Südafrikanern und fragten sie über ihr Land aus und stellten dann fest, dass wir vor dem dunkel werden kaum noch Zeit an unserem „Ziel“ hatten. Aber der Weg ist das Ziel und keinen der einzelnen Wegpunkte möchte ich missen.

 

 

Es fährt sich gut in Südafrika, auch wenn das Linksfahren eine Eingewöhnungszeit benötigt. Parken wir, dann lassen wir die Abdeckung des Kofferraums und das Handschuhfach offen, beides ist leer und geben den zum größten Teil selbsternannten Parkwächtern 20 Rand (1,36€), damit sie auf unser Auto aufpassen. Wir hatten nirgendwo Probleme mit unserem Leihwagen.

 

 

Die Landschaft ist atemberaubend, das Wetter war um die 27 Grad herum und der Fisch in Simon Town sehr lecker. Zu den Pinguinen, die wir an der Boudlers Beach besuchten, habe ich ein Memo auf meinem Handy verfasst, dass ich abgetippt habe:

Irgendwo in Namibia, den 13. Februar 2018

Leider habe ich es aus Zeitgründen verpasst, gleich nach unserer Tour vom Green Point zum Cape Point meine Eindrücke zu schildern und versuche nun in diesem Memo auf meinem Handy meine Eindrücke solange sie noch einigermaßen frisch sind, festzuhalten.

Wir haben uns an der Clifton Bay mit einer Besucherin des Strands unterhalten, die uns berichtete, wie schlecht es Südafrika unter Zuma ginge (Inzwischen bekleidet Cyril Ramaphosa das Amt.). Ich muss gestehen, dass ich mich vor unserer Reise zu wenig mit der derzeitigen politischen Situation Südafrikas auseinandergesetzt habe. Schande über mein Haupt.

Das tolle am Auto fahren ist, dass man anhalten kann, wo man möchte. Eines der Highlights waren für mich die Pinguine Boulders Beach. Die Pinguine waren wirklich süß. Wir haben zuerst eine Bucht vor Boulders Beach angehalten und konnten die Pinguine so von ganz nahem betrachten. Im Naturschutzgebiet selber kommt man als Besucher*in dem einzelnen Tier nicht mehr so nahe. Ich bin durch das Wasser gewatet und nahm so Kontakt mit zwei kleinen Pinguinen, die auf einem Stein lag, auf. Das war toll, nachdem ich die beiden „fragte“ ob sie nicht aufstehen wollen, damit ich sie besser zeichnen kann, flatterte der eine mit seinen Flügeln und der andere stand tatsächlich auf. Ich hätte gerne mein Gesicht dazu gesehen, vor allem, als dann noch ein neugierer dritter Pinguin zu uns stoß. Später, im Naturschutzgebiet selber gab es sehr viel mehr Pinguine aber auch sehr viel mehr Menschen. Das war auch interessant. Im Naturschutzgebiet sind Nester aus Plastikcontainer installiert. Von dort stammt auch das Foto von dem kleinen Kerl mit dem Ei. 

 

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

17 Kommentare zu „Südafrika – Vom Green Point zum Cape Point – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

  1. Ich fühle mich echt privilegiert, liebe Susanne, auf diese weite Reise mitgenommen zu werden. Deine lebendig-genauen Schilderungen, die Zeichnungen, die Landschaft im milden, ein wenig gedämpften südafrikanischen Licht, – es ist wunderbar, dir zu folgen. Danke von Herzen für deine Mühe, all dies so schön aufzubereiten. Gerda

    1. Liebe Gerda,
      mein Blog sind auch meine Erinnerungen und ich freue mich, wenn du Spaß daran hast, sie mit mir zu teilen.
      Viele erlebte Dinge geraten durch den Alltag in Vergessenheit, ich erhoffe mir mit meinem Blog Gedanken und Erlebnisse festzuhalten. Mein Blog fungiert als Erinnerung, als Auslagerung meines Gehirns 😉
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag von Susanne

      1. das hast du gut gesagt, Susanne! Auslagerung, Erinnerungsspeicher. Und zwar einer, der für alle zugänglich ist. Ich bin froh teilnehmen zu können. Das ist das schöne am Bloggen – es nutzt einem selbst und es ist gelegentlich auch eine Bereicherung für andere.

    1. Ja, wir dachten auch beim Betrachten der ausgewählten Fotos, dass sie wie Postkarten scheinen. Es macht mir Freude, die Fotos aus der Vielzahl der gemachten Fotos zusammenzustellen.

  2. Liebe Susanne, ich genieße deinen Reisebericht sehr, musste auch lachen bei der Geschichte mit den kleinen Pinguinen, da sag doch noch mal jemand, dass die Tiere einen nicht verstehen würden 🙂
    Was nun das Informatiertsein anbelangt, so finde ich zwar auch immer wieder, dass ich mich mehr informieren könnte/müsste/sollte, aber letztlich finde ich Gespräche mit Einheimischen auch schon immer erhellend und es ist ja auch immer die Frage welche Informationen man bekommt und wie sie eingefärbt sind…
    Ich wünsche dir ein schönes und erholsames Wochenende, herzliche Grüße, Ulli

    1. Ja, Ulli, ich war sehr nachdenklich bezüglich der Informationen, die wir vor dem Urlaub von den afrikanischen Ländern hatten, die wir besuchten. Wenn Trump oder Kim einen Furz lassen, dann wissen wir alle Bescheid, was in Afrika passiert, davon hören wir nur leidlich.

  3. Was für ein schöner Reisebericht, Susanne! Das glaube ich, dass Du nochmal hin willst, das geht mir auch bei jeder schönen Reise so 😀 Deine Brillenpinguine finde ich bezaubernd, habe letztens auch wieder welche skizziert… aber nur im Zoo… Es muss großartig sein, sie wie Du in freier Natur bestaunen zu können.

    Liebe Grüße
    Alex 🙂

    1. Danke, Alex, es ist wirklich noch einmal etwas anderes, die Tiere im freien zu sehen. In Punkto Tiere haben mich die Elefanten sehr fasziniert, ich werde später im Urlaubsverlauf darüber berichten.
      Aber nicht die Tiere, sondern die Natur allgemein hat mich am meisten beeindruckt!
      Liebe Grüße von Susanne

  4. Ich wußte gar nicht dass du Pinguinisch kannst. 😉 Schöner Bericht. ich war vor 15 Jahren in SA, aber nur im Norden. Gut, dass du mir den Süden zeigst. Weiter gute Reise euch.

    1. Wir sind seid einer Woche wieder zuhause. Ich resümiere unseren 4 wöchigen Afrika Urlaub. Die Vorarbeiten zum Salon helfen mir zusammen mit den Berichten wieder anzukommen.

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