Susanne Haun

Südafrika – Kapstadt – Tafelberg und Downtown – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 12. März 2018

 

„Passt bloß auf, gerade neulich ist ein guter Freund von uns am Tafelberg abgezogen worden.“ hallten mir noch die Worte einer guten Freundin ins Ohr als wir auf dem Parkplatz des Tafelbergs ankamen. Alles sah jedoch ruhig und freundlich aus. Die Sonne schien warm auf unsere Körper und vom Parkplatz fährt ein Shuttle zur Gondel.

 

Südafrika - Kapstadt - Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

Südafrika – Kapstadt – Parkplatz zum Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

 

Vom Parkplatz aus kann man auch, wenn man mehr Zeit mitbringt als wir, zum Plateau hochlaufen. Wir waren spät dran und wollten auch noch nach Downtown und so entschieden wir uns, hochzugondeln. Wir fühlten uns sicher und beherzigten alle Sicherheitsregeln, die wir in anderen Städten und auch zuhause in Berlin beachten. Jedenfalls manchmal, vor zwei Jahren wurde M. sein Portmonai auf der Domplatte in Köln (im September) geklaut. Welch ein Ärger und welch eine Rennerei!

Am besten kauft man die Tickets für die Gondel online (siehe hier), da man sonst doch recht lange an der Kasse anstehen muss. Wer schon in den Alpen war, wird das Gondeln selber als „unspektakulär“ empfinden. Ein Schmankerl ist die Drehung der Gondel um 360 Grad während der Fahrt, so sieht jeder mal den unglaublichen Blick über Kapstadt und bekommt etwas vom Fahrtwind ab.

 

Südafrika - Kapstadt - Tafelberg (c) Foto von M.Fanke

Südafrika – Kapstadt – Tafelberg – Panorama Gondel (c) Foto von M.Fanke

 

Das Plateau selber ist viel größer als man annimmt und es ist wunderschön. Die Steine, Blumen und der Blick sind spektakulär und unser Besuch nahm mehr Zeit in Anspuch als ich vermutete. Das Zeichnen machte Spaß, leider holte ich mir einen anständigen Sonnenbrand, besonders auf der Kopfhaut. Das war eine neue Erfahrung für mich, bisher schützte  mich mein dickes Haar vor derartigen Sonnenbränden.

Ganz so leer, wie manche Fotos es vermuten lassen war es nicht auf dem Plateau. Wir haben extra auch ein paar Fotos mit Menschen gemacht, damit ihr euch vorstellen könnt, wie voll es oben auf dem Tafelberg war.

 

 

Interessant fand ich, dass unter anderem dem Wassermangel mit Pappgeschirr begegnet wurde. Für uns war der Wassermangel weitaus weniger spürbar als leztes Jahr im September der Wassermangel in Sizilien. Dort mussen wir zwei Tage mit 50 Liter pro Person auskommen. Außer den Hinweisschildern mit der Bitte um sparsamen Umgang mit Wasser waren im Hostel keine Wassereinschränkungen. In den Restaurants der Stadt waren die Handwasserhähne abgestellt, die Toilettenspülung funktionierte. Wir hatten Feuchttücher dabei, die halfen in allen Lagen. Ein wenig ärgerte ich mich, dass den Touristen ein so uneingeschränkter Wasserverbrauch gestattet war. Muss das denn sein, besonders wo die Einheimischen unter dem Wassermangel leiden? Während der Tour fragten wir uns, warum die Südafrikaner keine Entsalzungsanlagen gebaut haben, denn es war absehbar, dass die Stunde Null kommen würde.

 

 

Downtown Kapstadt unterscheidet sich nicht unbedingt von anderen Großstädten. Es gibt hohe und niedrige sowie historische Bauten, wir haben sogar ein H&M gesehen (grausig) 😉 . Bei Edgars kaufte ich mir mein nächstes Vernissagekleid, diese Kette habe ich zumindestens noch nicht in Europa gesehen.

Bei der Gelegenheit gaben wir auch unseren Mietwagen wieder ab. Ich bewundere M. immer wieder, wie leicht er sich in den Linksverkehr einfügt. Ich fand es gut, dass wir den Wagen am Flughafen gleich bei Ankunft mieten konnten und ihn Downtown (in längerer Laufentfernung unseres Hostels) wieder abgeben konnten.

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

 

18 Antworten

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  1. gkazakou said, on 12. März 2018 at 18:54

    So schön, Susanne! Besonders großartig finde ich natürlich die Fotos vom Gestein auf dem Tafelberg, den Pflanzen und der Echse, die anscheinend prima stillgehalten hat. Na, und auch von dir: man sieht den Sonnenbrand entstehen 😉 Und immer wieder dieses besondere endlose Blau.

    • kopfundgestalt said, on 12. März 2018 at 20:32

      14 und 30 finde ich sehr gut. Die Echse im aufwärtsgewandter Haltung…

      • Susanne Haun said, on 13. März 2018 at 13:12

        Danke. Die Echsen hatten schon eine anständige Größe und Farbe. Bei weniger betrieb auf dem Tafelberg hätten wir sicher noch mehr Echsen gesehen.

    • Susanne Haun said, on 13. März 2018 at 13:09

      Gerade habe ich begonnen, die Fotos und Skizzen für den nächsten Beitrag zu sortieren. Ach, warum ist es nur so kalt in Deutschland!

      • gkazakou said, on 13. März 2018 at 14:22

        … weil Deutschland im nördlichen Teil Europas liegt, liebe Susanne. da muss es jetzt noch kalt sein 😉

        • Susanne Haun said, on 14. März 2018 at 12:08

          Da hast du recht…. so wissen wir hier im kalten Norden die Wärme mehr zu schätzen 😃

  2. Arno von Rosen said, on 12. März 2018 at 19:49

    Danke für deine Reiseleitung, die schönen Zeichnungen und meinen Respekt für den Fotografen. Hat er klasse gemacht!

    • Susanne Haun said, on 13. März 2018 at 13:11

      Der Fotograf hat sich über dein Lob gefreut. M. nimmt sich immer viel Zeit für seine Fotos.

  3. Ulli said, on 13. März 2018 at 12:45

    Das sind wieder wunderbare Bilder, der Ausblick vom Tafelberg atemberaubend, allerdings für mich auch der steile Aufstieg der Gondel, da müsste ich gaaanz tiiief atmen! Toll sind auch die Blumenaufnahmen und die Echsenbilder! Gerne bin ich auch mit euch durch downtwon geschlendert.
    Wasser wird in vielen Ländern ein immer größeres Problem, eine Freundin, die lange in Portugal lebte, erzählte mir, dass die Golfplätze für die wohlhabenden Touristen gewässert werden, während die Bevölkerung zusehen muss, wie ihre Gärten vertrocknen … dazu kommen die unsäglichen Bemühungen von Großkonzernen Wasser weltweit zu privatisieren, da gilt es für mich laut zu werden und dem Unmut ene Stimme zu geben!
    Hab Dank, liebe Susanne, auch heute für das Ganze – ihr seid ein tolles Team!
    herzliche Grüße, Ulli

    • Susanne Haun said, on 13. März 2018 at 13:20

      Ja, ich habe die Befürchtung, dass es im nächste Krieg eher um Wasser als um macht, Land Gold geht. Es macht mir Angst.
      Vielleicht werden wir davon verschont aber was ist mit unseren Kindern und Enkelkindern?

      • Ulli said, on 13. März 2018 at 16:40

        Darüber grübele ich auch oft! Es gibt sooo viel Empörung, aber es geschieht dann eben doch und das macht mich dann wütend, aber auch hilflos!

        • Susanne Haun said, on 14. März 2018 at 12:20

          Ja, diese Hilflosigkeit macht zu schaffen, gerade in Zeiten der vielen größenwahnsinnigen Politiker.

  4. hehocra said, on 13. März 2018 at 23:23

    Sehr spannend und interessant, Deine differenzierten und ehrlichen Berichte. Vielen Dank dafür. Das mit dem Wasser ist wirklich sehr erschreckend und beängstigend.

  5. ernstblumenstein said, on 14. März 2018 at 10:12

    Grossartige Zeichnungen und Bilder von der Bergwelt des Tafelberges inkl. dazugehörender Flora und von Down Town, Susanne. Wassermangel wird im Süden immer aktueller. Es ist halt bezeichnend, dass den Touristen keine Beschränkung auferlegt wird, sie bringen denen, die schon haben, schliesslich Geld. Der schnöde Mammon lässt grüssen. Hab eine gute Zeit.

  6. entdeckeengland said, on 15. März 2018 at 10:04

    Ein eindrucksvoller Reisebericht, liebe Susanne, der mich an unseren eigenen kurzen Aufenthalt in Kapstadt erinnert. Nach wieder einmal etwas längerer Blogabstinenz, werde ich mich in den nächsten Tagen mal durch Deine anderen Beiträge klicken. Habt Ihr eigentlich gar keine Dassies gesehen, diese seltsamen Nagetiere, die auf dem Tafelberg wohnen? Lieben Gruß, Peggy

    • Susanne Haun said, on 15. März 2018 at 15:17

      Schön von dir zu lesen, Peggy, Nein, wir haben keine Dassies gesehen. Es war aber auch sehr voll an diesem sonnigen Tag. Vielleicht haben sich die Tierchen verzogen und abgewartet bis es leerer wird. Ich hoffe, es geht dir im fernen Dubai gut und du findest in den Alltag. Ich denke oft an deinen Bericht über die Gründung Dubais, irgendwie hat mich die Geschichte beeindruckt. Vielleicht deshalb, weil er zeigt, dass ein Frieden und ein gemeinsames Vorwärtskommen unterschiedlicher Stämme (Länder) möglich ist.
      Liebe Grüße von Susanne


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