Susanne Haun

Toskana 2019 – Bagni di Lucca – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, St.Andrea di Compito, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 16. August 2019

 

Toskana, Bagni di Lucca, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019 2280

Toskana, Bagni di Lucca, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Es ist schon fast ein Vierteljahr her, dass wir unsere Zeit in den Pisaner Bergen der Toskana verbrachten und ich habe meine Skizzenbücher und mein Tagebuch zwar eingescant aber kaum geblogt.

Jedoch findet sich immer wieder eine Gelegenheit, die Fotos zu sortieren und die Skizzen zu scannen. Ob ich den Urlaub vor unserem nächsten Urlaub wohl aufgearbeitet habe? Ich weiss es nicht.

Da ich in drei Skizzenbücher arbeitete, fiel es mir schwer, die Skizzen trotz der sporadischen Ortsbezeichnungen zuzuordenen. Ich nehme mir zum wiederholten male vor, meine Skizzen ordentlicher zu bezeichnen.

 

 

 

Unter diesem Link (Klick) findet ihr alle Beiträge der Toskanareise, der neuste Beitrag, also dieser, erfolgt dabei an erster Stelle, so dass ihr viel zum scrollen habt.

 

Hier mein im Urlaub geschriebener Tagebucheintrag:

 

27.5.2019

Bagni di Lucca besitzt neunzehn 40 – 47 Grad heiße Quellen, die schon im Mittelalter bekannt waren.

Beim Lesen der Geschichte des Ortes dachte ich sofort an Birgit von Sätze&Schätze, die in Abständen literarische Orte bloggt. So ein Ort liegt tatsächlich auch mit dem Kurort Bagni di Lucca vor und wir wandelten auf den Spuren von Monteigne, Lord Byron, Mary Shelley, Heine und vielen mehr. Bekannt wurde der Ort durch Napoleons Mutter Laetizia und ihre beiden Töchter Pauline und Elisa, die regelmäßig hier verkehrten. Von Elisa hörten wir schon im Zusammenhang mit der Renaissancevilla gestern.

Heinrich Heine schrieb in seinem Reisebild:

„Ich habe nie ein reizenderes Tal gesehen, besonders wenn man von der Terrasse des oberen Bades, wo die ernstgrünen Zypressen stehen, ins Dorf hinabschaut. Man sieht dort die Brücke, die über ein Flüsschen führt, welches Lima heißt, und, das Dorf in zwei Teile durchschneidend, an beiden Enden in mäßigen Wasserfällen, über Felsenstücke dahinstürzt und ein Geräusch hervorbringt, als wolle es die angenehmsten Dinge sagen und könne vor dem allseitig plaudernden Echo nicht zu Worten kommen.“

Ich mochte am liebsten die Brücken über den Lima, den Fluß, der durch Bagni di Lucca fließt. Vom ehemaligem Casino, die Lizenz hierfür wurde vor gut 50 Jahren nach Venedig verkauft, bis zum Rundtempel des Dimidoff zu den Brücken besitzt alles ein morbider Charme. Es scheint als ob mit dem Casino auch das Geld für die Pflege der Architekturen verloren ging.

Der morbide Charme beflügelte meine Phantasie und ich sah vor meinem geistigen Auge die Damen in ihren langen Kleidern und Herren in Frack des ausgehenden 19. Jahrhunderts zum Casino wandeln, sich über die neusten Literaten unterhalten und die Schönheit des Ortes geniessen.

 

 

 

Toskana 2019 – Wanderung rund um Villa Baldini – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, St.Andrea di Compito, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Juli 2019

 

 

Impressionen von der Wanderung rund um Villa Baldini , Susanne Haun beim Zeichnen (c) Foto von M.Fanke

Impressionen von der Wanderung rund um Villa Baldini , Susanne Haun beim Zeichnen (c) Foto von M.Fanke

 

Wie gut, dass ich im Urlaub Tagebuch führte und wie erschreckend schnell verblassen die Eindrücke.

Ich muss mir angewöhnen, meine Zeichnungen in den Skizzenbücher besser zu verorten. Manchmal fällt es mir schwer, sie den richtigen Orten zuzuordnen. Nicht nur Ulli (siehe hier) denkt bei Ortsmarken an Jürgen Küster alias Buchlov (siehe hier). Danke für den Hinweis auf deine Ortmarken, Jürgen.

In der Regel sind mir trotz allem die Zeichnungen und Fotos wichtiger als der Text, jedoch dient der Text dann doch oft als wichtige Ergänzung.

Alle drei Medien dienen als Index, um Erinnerungen wieder an die Oberfläche zu holen.

 

 

 

26.5.2019

Heute haben wir uns die Renaissancevilla des Farbenherstellers Baldini angeschaut. Sie liegt versteckt in den Bergen und beherbergte 1814 – 15 die Schwester Napoleons und Herrscherin über Lucca. Elisa Baciocchi wurde während ihr Bruder auf Elba weilte in der Villa gefangen gehalten. Der noch im Reiseführer von 2001 als schön bezeichnete Garten war verwildert, wir umrundeten die Villa auf einem schönen, von der Natur umgebenen Weg und spähten wo er möglich war auf den abgeschlossenen Garten.

Am erstauntesten waren wir von einen erstaunlich großen Bambushain, der asiatisch anmutend unseren Weg umsäumte.

Unterhalb der Villa verläuft die Frankenstraße – via Francigena – über die im Mittelalter nach Rom gereist wurde. Für mich war es ein erhebendes Gefühl auf den Spuren der vielen Romreisenden zu wandeln. Mit welchen Hoffnungen und Wünschen sowie Geschäftsinteressen der Weg nach Rom wohl zurückgelegt wurde?

Bei zwei Korkeichen angelangt ging ein Stück des Weges auf der Straße, auf der wir auch mit dem Auto kamen, entlang. Viele Autos sahen wir nicht, die Aussichten konnten wir aufgrund des schlechten Wetters leider nicht bewundern.

 

 

 

 

Toskana 2019 – Lucca – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, St.Andrea di Compito, Toskana by Susanne Haun on 12. Juli 2019

 

 

Lucca habe ich als beschauliche Stadt, die wir dieses Jahr zweimal besuchten, in Erinnerung. Ich bin immer wieder erstaunt, was ich vor Ort in mein Tagebuch schreibe.

 

 

Es ist auch erstaunlich, welche Verknüpfungen ich beim neuerlichen Lesen meiner Tagebucheintragungen herstelle. Heute morgen wurde in den Nachrichten
berichtet, dass in Berlin die Friedrichstraße für den Autoverkehr gesperrt werden soll. Das hat Freude bei mir ausgelöst und ich dachte an Lucca! Ich denke, die Städte und die Läden profitieren von der Verkehrsberuhigung. Besonders am Checkpoint Charly wird es die Situation entschärfen, wo man als Fußgänger ob der Fülle kaum Platz zum laufen hat.

 

25.5.2019

St. Andrea di Compito ist ein entzückendes, kleines, sauberes Dorf.

Es fällt uns auf, dass alles viel gepflegter ist als im südlichen Italien, wie Sizilien oder Neapel. Überall ist eine wunderschöne Blütenpracht in den Gärten zu sehen, mir gefallen besonders die alten Rosenstöcke die große, volle Blüten tragen. Je nördlicher man Italien bereist, umso ärmer wird das Land. Blumen und restaurierte Häuser sind kostenintensiv. Natürlich ist es auch noch früh im Jahr und so ist alles noch grün, noch nicht von der sengenden Sonne des Sommers verbrannt. Die Menschen sind wie überall in Italien sehr freundlich und hilfsbereit, sprechen aber kaum Englisch.

Von meiner italienischen Freundin Cris weiss ich, dass in Italien vorwiegend das klassische Abitur mit Altgriechisch und Latein abgelegt wird. Auch Cris hatte am Anfang Schwierigkeiten, Englisch zu sprechen, sie hat zusätzlich zu ihrem Abitur ein Businessenglisch – Schein gemacht, um auch den englischen Seminaren folgen und die englische Fachliteratur lesen zu können.

Luccas Innenstadt ist von einem Burgwall umgeben, auf dem die Besucherinnen und Besucher lustwandeln können, immer den historischen Ortskern im Blick. Weitestgehend ist die historische Altstadt vom Autoverkehr ausgeschlossen, was die Radfahrer so vermehrt hat, dass man als Fußgänger kaum unbeschadet die Stadt genießen und sich die Fassaden der Kirchen anschauen kann, ohne umgefahren zu werden. Manche Radfahrerinnen und Radfahrer sind tatsächlich schneller als die vorsichtigen motorisierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Straßenverkehrs, die mit Sondergenehmigung durch die Stadt fahren. NEIN – ich finde Radfahrern toll, ich Berichte nur, was ich beobachtet habe. Diese Beobachtung macht mich ein wenig ratlos.

In Amsterdam gibt es für die vielen Radfahrer Radfahrwege, was in Italiens engen Innenstädte kaum vorstellbar ist. Hier fährt und läuft jeder nach Lust Und Laune und die Verkehrszeichen sind eher Vorschläge denn regeln.

 

 

Ich zeige hier wieder ein Graffiti des Strassenkünstlers „Blub“. Er malt Prominente mit Masken und Schnorchel auf die Mauern Florenz. Vielleicht hat er in Neapel (siehe hier) und auch hier in Lucca Urlaub gemacht? Sein Motto lautet, dass „Kunst weiß, wie man schwimmt“, also so hoch das Wasser auch steht, durch die Brille der Kunst kann Schönheit gesehen werden.² Im Gegensatz zum Graffiti in Neapel war in Lucca schon die Hälfte des Bildes zerstört. Trotzdem fand ich es faszinierend, wieder Blub zu entdecken. Es hat ein wenig etwas von einem Suchspiel, in dem man italienische Städte nach dieser Art Bilder mit den Augen durchforstet.

 

Impressionen aus Lucca, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Impressionen aus Lucca vom Künstler Blub, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

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²Falz, Hansjörg (Hrsg.), Merian Florenz, Florenz und die Toskana, Hamburg 2017, Seite 10.

 

Toskana 2019 – SantʼAndrea di Compito – Susanne Haun

Posted in Reiseberichte, Skizzen, Skizzenbuch, St.Andrea di Compito, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Juli 2019

 

 

Im letzten Monat waren wir für knapp drei Wochen in der Toskana in St. Andrea die Compito, das kleine Dorf in den Pisaner Bergen liegt nahe Lucca. Ich führte Tagebuch und stelle in der nächsten Zeit in meinem Blog Text, Zeichnungen und Fotos zusammen.

Ich nahm dabei drei meiner „Rest-Skizzenbücher“ mit: ein halbes Latium, ein halbes Neapel und ein halbes Berlin. Nun muss ich die Zeichnungen sortieren. Gut, dass ich wenigstens einige mit einem Datum versehen habe.

Die Zeichnungen, die auf der langen Fahrt nach Italien entstanden, habe ich den heutigen Zeichnungen zugefügt.

 

 

24.5.2019

Heute ist unser erster Morgen in St. Andrea di Compito, ein niedliches kleines Dorf in der Toskana.

Wir werden die nächsten zwei Wochen hier verbringen und es gibt wirklich überhaupt gar kein bißchen Empfang am Handy, weder Telefon noch Internet, nicht einmal der Router des Ferienhauses, der WLAN verspricht, sendet ein Signal. Alle Geräte zeigen: „Kein Netz“.

Ich spüre, dass dieser Urlaub entschleunigend wirken wird, hier kann ich mich gut auf mein Fachgespräch mit Thema des Frauen-Profilbilds im Quattrocento in Florenz, der finale Abschluss meines Masters am 17. Juni, vorbereiten.

Nachtrag am 26.5.: Was ich nicht bedacht habe: alle unsere Reiseführer sind e-Books und beinhalten die Karten und Öffnungszeiten mittels Link, so dass unsere Tourenplanung nicht einfach ist. Auch an das täglich aktuelle Wetter habe ich mich als Smartphone Besitzerin gewöhnt. Zu wissen, wie das Wetter wird, ist nicht unerheblich gerade, wenn es in die apuanischen Alpen gehen soll.

 

Die Bibliothek vom Dom in Siena – Susanne

Posted in Foto, Toskana, Vinci by Susanne Haun on 28. Januar 2015

Die Bibliothek im Dom von Siena wurde von Papst Pius III.  zur Aufbewahrung der Handschriften seines Onkels Papst Pius‘ II. errichtet.

In der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von Susanne Haun

In der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von Susanne Haun

Die Handchriften Papst Pius II. sind jedoch in der vatikanischen Bibliothek zu finden und heute werden Chorbücher des Doms dort aufbewahrt.

Die Bibliothek ist sehr beeindruckend und die Fotos können das nur in geringen Maße wiedergeben. Mir haben die drei Grazien genauso gut gefallen, wie die Fresken und Bücher.

Die drei Grazien in der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von M.Fanke

Die drei Grazien in der Bibliothek des Siener Doms (c) Foto von M.Fanke

 

 

 

 

 

Siena ist immer eine Reise wert – Susanne Haun

Posted in Architektur, Foto, Kunstgeschichte, Toskana, Vinci by Susanne Haun on 27. Januar 2015

Gestern sprach ich von der Reizüberflutung, die mich in Siena überkam:

Im Herbst letzten Jahres waren wir in Siena und hatten das Glück, den Mosaikfußboden im dortigen Dom (Baubeginn 1229) zu sehen. Er ist die meiste Zeit des Jahres mit Spanplatten abgedeckt, damit er von den Touristenmassen so wenig Schaden wie möglich nimmt.

 

Dom von Siena (c) Foto von Susanne Haun

Dom von Siena (c) Foto von Susanne Haun

 

Heute zeige ich einen kleinen Teil der Fotos als Beleg dafür. Wir konnten uns an unserem einen Aufenthaltstag in Siena nur einen groben Überblick über die Schätze der Stadt machen. Besonders der Dom hatte es uns angetan. Wir verbrachten fast den gesamten Tag darin und ich konnte mich an den Mosaiken auf dem Fußboden, der Decke, den Säulen und Skulpturen nicht satt sehen.

 

 

Bodenmosaik Dom von Siena (c) Foto von M.Fanke

Bodenmosaik Dom von Siena (c) Foto von M.Fanke

 

Über jedes Bild könnte ich Seiten schreiben. Das ist auch der Grund, warum ich erst vier Monate nach unserem Besuch in Siena etwas dazu schreibe. Ich konnte mich nicht entscheiden, was ich hervorheben möchte und was ich weglasse. Zur Bibliothek im Dom zeige ich morgen noch ein paar Fotos.

Campo Siena (c) Foto von M.Fanke

Campo Siena (c) Foto von M.Fanke

Neben dem Dom haben wir eine Runde auf dem Piazza del Campo gedreht und schon war der Tag vorbei.

Erstaunlich ist, dass es auch Reisen mit dem Titel „Toskana an einem Tag“ gibt. Eine solche Gruppe sahen wir: sie kamen durch die eine Tür des Doms, umrundeten den Chor im Stechschritt, und gingen aus der einen Tür wieder hinaus. Der erste war schon wieder draußen wo der letzte noch nicht mal drin war. Und alle hielten natürlich die Kameras, Handys und iPads vor den Augen.

Niccolò Pisano – Bildhauer und Architekt in Siena und Pisa – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Foto, Kunstgeschichte, Toskana, Vinci, Zeichnung by Susanne Haun on 31. Oktober 2014

Ich mag es, wenn sich Kreise schließen.

Als wir den Dom in Pisa und den in Siena besuchten, fielen uns besonders die figurenlastigen Kanzeln auf. Ich skizzierte einen der Löwen und einige Figuren der Kanzel in Siena.

 

Kanzel von Pisano (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kanzel von Pisano (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Letzten Mittwoch sprachen wir in der Vorlesung „Skulpturen im Mittelalter“ genau über diese beiden Kanzeln. Inzwischen habe ich mir ein kleines 10“ notebook gekauft, das ich mit zur Uni nehme und schreibe nicht mehr wie herkömlich meine Mitschriften mit Füller auf Papier sondern tippe sehr schnell das gesagte mit! Darüber freue ich mich sehr, denn nun habe ich endlich wohl strukturierte Mitschriften – jedenfalls so strukturiert wie der jeweilige DozentIn redet.

 

 

Niccolò Pisano – Bildhauer und Architekt in Siena und Pisa

Pisa Kanzel:
oktonale Form – Mitte des 13. Jahrhunderts, 100 Jahre nachdem der Bau begonnen wurde, fertiggestellt.
Vollendungsdatum im Brüstungsrelief: 1259
Der gelehrter Künstler / Doktor
Weißer Carara Marmor
Ästhetik des Materials – verschiedene Marmorarten
Partiell Vergoldet – Glas in den Reliefs

 

Kanzel im Dom von Siena von Nicola Pisano (c) Foto von M.Fanke

Kanzel im Dom von Siena von Nicola Pisano (c) Foto von M.Fanke

 

Aufgabe der Kanzel
– seit frühchristliche, islamische Zeit
– Lesungen wurden von den Kanzeln (keine Predigten) gesprochen
– Waren zuerst mobile Holzkanzeln (in der Hagia Sofia stand auch eine Kanzel)
– Ambo in Rom
– Kanzeln hatten zuerst einen rechteckigen Grundriss
– In Zisterzienserklöster haben Kanzeln von der Art Pisanis keine Rolle gespielt
– Pistoia Kanzel ist vorab nennenswert
– Bei der Findung von Teilen von Kanzeln ist es schwierig eine Zuordnung zu machen, da die Teile auch zu Sarkophagen gehören könnten
– Sechseckiger Grundriss: Warum polygonal? Frage ob Pisani es dem Raum und dem achteckigen Taufbecken von Guido Bigareli da Como (1246) angepasst hat.
– Es gibt keine leere Flächen
– Elemente: Säulen, Deckplatten, Löwen – symbolische Bedeutung ist noch nicht deutlich geworden.
– Johannes ist der Adler, (aus dem Wort wart Fleisch) “Im Anfang war das Wort …. ”
– In den Zwickeln der Bögen sitzen Propheten auch König David (Attribut Krone)
– Eckstatuetten Erzengel Michael …
– Fides – Tugenden in den Ecke ….
– Fortitudo: Antike spielt eine große Rolle . Ausgearbeiteter Körper, das ist ein Bruch mit der Formensprache von Antelami, hier bricht Pisani mit der Formentradition – großes Minenspiel
– Reliefs (Beispiele): Verkündigung, Geburt Christie, Waschung , Anbetung der Könige, Darbietung der Geschenke der Könige, Kreuzigung, Christus als Weltenrichter, das Jüngste Gericht — Bei den Figuren des jüngsten Gerichts konnten die damaligen Künstler ihre Fantasie zeigen, das Böse hatte keine traditionelle Formensprache – Pisani stellt die Hölle schon um 1250 dar…..
– Pisano legt einen enormen Wert auf die Gesichter (Teil der neuen Formsprache)
– Es wurde nach Anzahl der Figuren bezahlt … also ist Pisa eine besonders reiche Stiftung
– Der Salamander im Jüngsten Gericht Relief: Wie kommt ein Salamander in die Hölle? Es ist ein Untier lt. Aristoteles, der in die Hölle kommt, die Eidechse ist wie ein Wurm oder eine Schlange ….
– Physiologus für die Tiere schauen (Sonneneidechse)

 

Dom von Siena (c) Foto von M.Fanke

Dom von Siena (c) Foto von M.Fanke

 

Ein kleiner Käfer in der Weite der Toskana – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Tiere, Toskana, Vergänglichkeit, Vinci, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Oktober 2014

Die Toskana besitzt eine große Weite, in der sich das Auge verlieren und auch erholen kann.

Nichtsdestotrotz fällt mir das Kleine auf: die grünen hilflos wirkenden, schwerfälligen Käfer. Sie scheinen völlig koordinationslos zu Fliegen und geben das typische Insektenfluggeräusch dabei von sich. Ihre Zeit scheint während unseres Aufenthalts zu ende zu gehen. Sie liegen morgens leblos auf der Terasse.

Die Zeichnungen sind Morgens nach dem Frühstück entstanden.
Gut ist es, wenn man eine Lupe zur Hand hat, um die Tiere wirklich sehen zu können.

Käfer in der Toskana - Aquarellbuch - Blattgröße 33 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käfer in der Toskana – Aquarellbuch – Blattgröße 33 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käfer in der Toskana - Aquarellbuch - Blattgröße 33 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käfer in der Toskana – Aquarellbuch – Blattgröße 33 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käfer in der Toskana - Aquarellbuch - Blattgröße 33 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Käfer in der Toskana – Aquarellbuch – Blattgröße 33 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Florenz – Basilica di San Miniato al Monte – Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Disegno, Kunstgeschichte, Toskana, Vinci, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Oktober 2014

Das Wintersemester 14/15 hat am Montag an der FU Berlin begonnen.

Ich finde die erste Woche eines Semesters jedes mal wieder erregend. Vorweg kann ich mich bei dem gransiosen Angebot im Vorlesungsverzeichnis schwer entscheiden, welche Seminare und Vorlesungen ich besuchen werde. Die erforderlichen Module für Kunstgeschichte habe ich bis auf das Vertiefungsmodul abgeschlossen. Dieses letzte Modul dient der Vorbereitung für die Bachelor Arbeit. Es liegt natürlich nahe, dass mein Bachelorthema von der Zeichnung bestimmt sein wird und ich belegte deshalb die Seminare „Zeichnung und Musterbuch im Mittelalter“ und „Das graphische Portrait in der Neuzeit“. Die Literaturliste des Musterbuch-Seminars hat mir schon viele Anregungen zum Lesen offenbart.

Ausblick vom Piazzale Michelangelo, Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Ausblick vom Piazzale Michelangelo, Florenz (c) Foto von Susanne Haun

So vertiefe ich mich gerade in den Artikel „Wandmalerei und Zeichnung in Italien und ihre monumentale Vorstufen“ von Robert Oertel, erschienen in den Mitteilungen des Kunsthistorischen InstiIch gtutes in Florenz.²

Und hier verzahnt sich mein Toskana Urlaub mit dem Studium.
Wir besuchten in Florenz unter anderem den Piazzale Michelangelo und die Basilica di San Miniato al Monte. Der Piazzale ist ein Aussichtsplatz in Florenz, der von Besuchern überfüllt ist. Irgendwann las ich in einem Geo Special zu Florenz, dass es ein romantischer Platz sei. Wer Autos und Andenkenstände für romantisch befindet, wird seine Erwartungen erfüllt sehen.

Die Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

Die Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

So strebten wir weg vom Trubel und zogen uns zur oberhalb gelegenden romanischen Basilica di San Miniato al Monte, deren Bau schon um 1018 begann. Besonders fiel mir auf der hinteren rechten Seite des Langhauses eine Entwurszeichnung für ein Fresko auf. Es ist eine Seltenheit, noch den Entwurf zu sehen. Die Entwurszeichnung auf der unteren groben Putzschicht bleibt in der Regel durch die darüber liegenden Malerei nicht mehr sichtbar, wird damit sogar zerstört.

Die Entwurfzeichnung konnte zu einem früheren Zeitpunkt als das tatsächliche Fresko entstehen. Mißlang sie, konnte sie durch übertünchen getilgt und neu gestaltet werden. Sie diente der Komposition.

Entwurfzeichnung neben Teile des fertigen Freskos in der Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

Entwurfzeichnung neben Teile des fertigen Freskos in der Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

Hier können wir uns fragen, ob es für Fresken ursprünglich überhaupt Vorzeichnungen gab, oder ob die Zeichnungen gleich auf dem Putz entstanden? Gab es vor der Hochrenaissance überhaupt Vorzeichnungen, in denen das Ingenium des Künstlers sichtbar wurde?

Ich werde mich in irgendeiner Art dieser Fragen in meiner Bachelorarbeit nähern und merke mir für heute meine Anfänge zur Fragestellung, die ich sicher noch verändern werde. Eine Frage muß sich entwickeln.

Für mich war diese Entwurfzeichnung spannender als die Krypta, die Fassade, der Friedhof und auch der fantastische Ausblick.

___________________________
²Oertel, Robert: Wandmalerei und Zeichnung in Italien; die Anfänge der Entwurfszeichnung und ihre monumentale Vorstufen, in: Mitteilungen des kunstgeschichtlichen Instituts in Florenz, 5/1940, 217-314

Olivenbäume – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Foto, Toskana, Vinci, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Oktober 2014

Ich bin wieder aus der Toskana nach Hause zurück gekehrt, jedoch in Gedanken bin ich noch sehr weit weg!

Susanne Haun zeichnet die Toskana (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun zeichnet die Toskana (c) Foto von M.Fanke

 

Viel möchte ich mir über die Toskana und ihre wunderschönen Städte merken, jedoch holt mich das aktuelle Geschehen, der Alltag, wieder ein und so werde ich in den nächsten Tagen in einem kunterbunten Durcheinander meinen Blog füllen.

Wir wohnten in mitten einem Olivenhain, der mich sehr zum Zeichnen angregte. Drei Skizzenbücher habe ich dieses mal mit in den Urlaub genommen. Am Urlaubsort selber zeichnete ich gerne in einem großen, ledergebundenen Buch gefüllt mit Aquarellpapier.

Susanne Haun zeichnet die Toskana (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun zeichnet die Toskana (c) Foto von M.Fanke

 

An dem Buch mag ich den ledergebundenen Umschlag, der mir als fester Untergrund beim Zeichnen dient und das 240 g/m² matte Aquarellpapier von Hahnemühle. Dieses Buch hat keinen Skizzencharakter mehr, es ist für wohlüberlegte Zeichnungen gemacht.

Für die Stadt ist das Buch zu groß, es eignet sich bestens dafür, die unmittelbare Umgebung des Urlaubsortes festzuhalten. Ich benutze dort stattdessen sehr gerne das leichte Sketch Diary von Hahnemühle in der Größe A5, es ist hier in diesem Beitrag zu sehen. Es ist leicht und ich zeichne nicht nur hinein sondern schreibe auch alles was mir auffällt oder was ich mir merken möchte in das Buch.
Dieses Mal wollte ich aber auch ein Skizzenbuch nur für Zeichnungen, die ich in Kirchen erstellte, im Gepäck haben. Es sollte ein wenig schicker aussehen und ich suchte mir ein A5 quer Buch aus.

Susanne Haun zeichnet die Toskana (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun zeichnet die Toskana (c) Foto von M.Fanke

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