In Situ Chronos, 100 x 100 cm, Tusche und Acryl auf Leinwand (c) Gemälde von Susanne Haun, VG Bild-Kunst Bonn 2024

Chronos – Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun

Ein beliebtes Thema von mir: Das Vergehen der Zeit
Das Modell vom Chronos stand im Saarland auf dem Friedhof. Nicht nur vom Thema morbide, der Stein ist auch schon von der Zeit strapaziert.

Die Gedanken zum Schreiben fließen nicht
Detail Chronos, 100 x 100 cm, Tusche und Acryl auf Leinwand (c) Gemälde von Susanne Haun, VG Bild-Kunst Bonn 2024
So richtig motiviert zu schreiben bin ich gerade nicht. Ich bin gedanklich in ganz anderen Gefilden unterwegs. Ich möchte den bisherigen Text meiner Diss anders strukturieren und am Ende eines jeden Kapitels mehr auf meine Forschungsfrage eingehen.

Es ist schon einige Zeit her
Den Chronos habe ich schon am 29.1.2024 signiert und obwohl das erst knapp drei Wochen her ist, habe ich mich mental schon von der Leinwand entfernt. Innerhalb 3 Wochen kann man soviel denken!

Aus den weissen Woken ein Januskopf, 70 x 50 cm, Tusche auf Leinwandplatte (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Aus den weissen Wolken ein Januskopf – Gemälde auf Malplatte von Susanne Haun

Malplatten

Auch Canvasboard wird eine Malplatte genannt. Die englische Bezeichnung hört sich doch gleich nach “viel mehr” an, oder täusche ich mich da? Die von mir verwendeten Malplatte wird wie folgt beschrieben: “Stabile, ca. 4 mm starke HDF-Platte, kaschiert mit grundiertem Baumwollgewebe (280 g/m²)”.

Eine mit Leinwand bespannte Malplatte federt weniger als Leinwand auf Keilrahmen. Deshalb einigt sie sich gut zum Zeichnen mit Feder und Tusche.

Freude am Weiss und an den Farben

Ich hatte erstaunlicher Weise keinen Plan, als ich mit der Malerei und Zeichnung auf der Malplatte begann. So entstand das Gemälde auch in zwei Stufen. Die abstrakt anmutenden Farben und Linien und das Vogelmotiv in der oberen Hälfte entstanden spontan.

Das Bild wirken lassen

Der Januskopf brauchte jedoch Zeit. Ich glaube, zwei Monate betrachtete ich das Bild bis ich wusste, was ich im unteren Teil zeichnen wollte. Aber vor einer knappen Woche, am Freitag war es soweit: Der Januskopf nahm als Idee Gestalt an.

Schimaere - Loewe und Schlange, 70 x 100 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand (c) Gemaelde von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (5)

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (5)

Singulart

Nach der Singnatur ist der letzte Schritt die Präsentation der Schimäre im Internet. Im Fall der Schimäre erfolgte diese zuerst über Singulart ehe ich hier auf dem Blog die einzelnen Schritte dokumentierte.

Titel des Gemäldes

Als Arbeitstitel nannte ich hier auf dem Blog mein Gemälde „Schimäre“. Als endgültigen Titel entschied ich mich für „Schimäre und Schlange, Bündnisse werden geschlossen“. Unter diesem Titel kann mein Kunstwerk bei Singulart entdeckt werden.

Schimäre und Schlange, Bündnisse werden geschlossen, Susanne Haun, Deutschland, 2023, Acryl, Tusche auf Leinwand, 70x100cm.

Beim Malen der Schimäre (c) Film von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (4)

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (4)

Alles wird neu

Nachdem ich die ursprüngliche Schimäre mit Weiß lasierend übermalt habe, drehe ich die Leinwand um, lege sie auf meinen Arbeitstisch und beginne von Vorne.

Ein guter Ausgangspunkt

Nun liegt die Leinwand erst einmal wieder und ich habe überlegt, wie es weitergeht.

Zustand Schimaere - Loewe und Schlange, 70 x 100 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand (c) Gemaelde von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (3)

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (3)

Alles muss weg

Was bisher geschah erfahrt ihr, wenn ihr diesen Link drückt (-> Klick). Ich habe in der Kategorie Leinwand -> Schimäre auf meinem Blog alle Beiträge das Thema betreffend gebündelt.

Im Mai ruhte die Schimäre, wir waren in München, am Ammersee und in Mittersill Österreich und haben das Leben genossen.

Voller Tatendrang wieder in Berlin war mir klar, diese Schimäre muss weg. Was ich erst zaghaft mit dem Weiß um die Schimäre begonnen habe, setzte ich am nächsten Tag fort.

Zustand Schimaere - Loewe und Schlange, 70 x 100 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand (c) Gemaelde von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2023

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (2)

Die Qual einer Schimäre – Entstehungsgeschichte eines Gemäldes von Susanne Haun (2)

Erst am 7. Juni 2023 male ich weiter

Der Mann meines Herzen schenkte mir ein sehr gut konzipiertes Stativ für meinen Fotoapparat mit Telefonfunktion 😉 . So war ich versucht, die einzelnen Schritte meiner Arbeit auch per Video zu dokumentieren. Wozu ich absolut keine Lust hatte war die Videos danach langwidrig zu schneiden und mit Titel oder ähnliches zu versehen. Wenn ein Video besonders lang war, habe ich das Tempo erhöht. Bei Sprache ist das natürlich nicht möglich. So zeige ich hier die Video Fragmente mit den Geräuschen, so wie es an diesen Tagen in meinem Atelier zuging.

Willkommen im Atelier von Susanne Haun

Es ist selbst für mich schwierig, nach einem Monat meine Gedanken nachzuvollziehen. Die kleinen Filme helfen da enorm, sie sind so hautnah, so sehr am Puls der Zeit, als das Gemälde entstand.

1 2 3 13