Susanne Haun

Projekt ohne Namen – Die Gegenwart des Anderen spüren – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Marker, Projekt ohne Namen, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Juli 2020

 

Der Transformator, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Der Transformator, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Zwei Halbsätze sendete Jürgen mir zu (-> Klick).

Das ist eine neue Dimension des Projekts, bisher gab es immer nur einen Satz. Da muss ich mich tatsächlich erstmal sortieren.;-)

#53

J: “Ich glaube an Dich, mein Engel…“

S: „… weswegen ich im Hof meinen Transformator aufstelle und eine Verbindung zu deinen herstelle.“

#54

J:„Wenn ich über das Wasser der Förde sah, konnte ich dich zwar nicht sehen, …“

S: „… aber wir wussten beide, dass der andere da war.“

Juergen schrieb, dass er nun sehr gespannt sei, ob Susanne nur einen Halbsatz aufgreife und beantwortet, oder ob beide Sätze etwas in Gang setzen können.

Selbstverständlich beantworte ich beide Sätze, lieber Jürgen. 🙂

 

Die Fjorde von Kiel, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Fjorde von Kiel, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Auch neu waren zwei Halbsätze zur Vollendung meines Einen!

#52 (-> siehe hier)

S: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, …”

J: Variante 1: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, in die Gartenlaube zu gehen und den Transformator anzuwerfen.“

J: Variante 2: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, nackt auf einem Bein zu stehen und uns frei zu fühlen.“

Nun aber der neue Satzanfang für Jürgen!

#55: „Ein Dorf ohne Baum, …“

 

 

 

Auf Instagram kann man dem Projekt ohne Name auch hier verfolgen: >>> xxx<<<<

Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

__________________________________________________________

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

Projekt ohne Namen – Mächtige Worte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juni 2020

 

#51

J: „Die Zecke, die Strecke, die Macht, …“

S: „…sind mächtige Worte, die das gesamte menschliche Emotionsspektrum beinhalten und als Schlachtruf gelten“.

 

 

Die Zecke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Zecke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Nach unserem 50. Jubelsatz, den Jürgen so eindrucksvoll drucktechnisch festgehalten hat (-> klick) gibt er mir einen „Schlachtruf“ als Wortanfang.

#50 (siehe hier)
S: „Der Jubel-Satz ist auch nur ein Satz, …“
J: „… der wie das Halali im Wald am Ende der Strecke verhallen wird.“

Der die Welt scheinbar leicht nehmende Jürgen ist ein guter Gegenpart zu der die Welt scheinbar schwer nehmenden Susanne. Gegensätze inspirieren und lassen unsere Kunst zur Höchstform auflaufen.

Zur Zeit bin ich sehr beunruhigt. Alle gesellschaftlichen Probleme, die auch vor Corona schon im Hintergrund schwelten, treten mit Macht an die Oberfläche. Es ist gut, dass über Gleichberechtigung der Menschen auf der Welt, Tierhaltung, Ausbeutung der Menschen bei der Arbeit, Gewalt bei Partys, Macht der Worte, das Klima nicht vergessen usw. endlich laut gesprochen wird aber es ist für uns Einzelne doch auch sehr bedrohlich.

Und immer die Frage, wo wir uns einbringen.

Deshalb für den armen Jürgen wieder ein schwermütiger Satzanfang:

#52

S: „Endlich werden wir EINZELNE aufgefordert, …“

 

 

 

 

 

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Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Projekt ohne Namen – Maria spielt mit Mama Rummy Cup – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juni 2020

 

#49

„Den „Garten Eden“ findet man dort,  wo …“

„… Maria mit Mama Rummy Cup spielt.“

 

 

Maria im Hortus Conclusus, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria im Hortus Conclusus, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Als meine Mama kaum zwei Monate tot war, reisten Micha und ich nach Venedig (–> Klick) und besuchten auch die Kirche Santa Maria della Salute. Im Inneren waren entsprechend dem Namen der Kirche viele Gemälde von Maria. Auf einem Gemälde thront sie in ihrem Paradiesgärtlein (Hortus conclusus). Als ich das Gemälde betrachtete, hatte ich den Gedanken, dass meine Mutter dort bei Maria sitzt und mit ihr Rummy Cup spielt. Es mag verrückt klingen, dieser Gedanken tröstete mich damals und auch heute noch. Als ich Jürgens Satzanfang las, fühlte ich mich sofort zurückversetzt in die der Maria geweihten Kirche in Venedig.

 

Maria im Hortus Conclusus, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria im Hortus Conclusus, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Realisierung dieses Bildes dauert etwas länger, wie ihr euch denken könnt. Aber das ist ein anderes Projekt und so mache ich hier an dieser Stelle weiter, mit meinen Übermalungen und zeige auch meine ersten spontanen Ideen zum Skizzenbuch.

Die Krone und den Mantel der Maria verknüpfte ich dabei auch mit Jürgens Vollendung des letzten Satzes (#48).

#48 (siehe hier)

S: „Ich hülle mich in einen Vorhang…“
J: „… setze mir die Krone auf und bin ein König, von was auch immer!“

 

 

Nun gebe ich Jürgen den 50. Satzanfang, wir haben sozusagen Jubiläum.

#50: „Der Jubel-Satz ist auch nur …“

Ich gratuliere uns zu unserer Kontinuität, Jürgen!

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Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

 

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

 

Projekt ohne Namen – Er spuckt durch den Kreis – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Mai 2020

 

#47

„Wenn, ja wenn ich dich anspucken würde, …

„…wäre ich sehr verdutzt!“

 

Spucke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Spucke, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Ich möchte kurz auf den Satz #46 eingehen. Ich fragte Jürgen nach einem besonderen Symbol, Jürgen beantwortete es sehr gelungen mit dem Kreis.

#46 (siehe hier)
S: „Ein besonderes Symbol …“
J: … ist der Kreis: it goes around and around and around!“

Vorher machte sich Jürgen Gedanken um die Bedeutung des Symbols:

  • Ein besonderes Symbol steht für alles.
  • Ein besonderes Symbol geht immer.
  • Symbol gleich Bedeutungsträger
  • Besondere Symbole sind Alpha und Omega, weil es nur das ist, was wir wirklich wissen.
  • Symbol gleich Zeichen
  • Die Seele ist etwas Besonderes, weil es danach weitergehen könnte.
  • Gaunerzinken

Ich dachte beim Symbol eher an die kunsthistorisch / ästhetische Bedeutung.

Trotz der zahlreichen Möglichkeiten im Internet zu recherchieren bin ich ein Fan vom guten alten Lexikon. Zu Weihnachten habe ich mir die 6 Bändige Studienausgabe des Lexikons der Ästhetischen Grundbegriffe geschenkt und lese darin je nach Interessenslage. Der Artikel zum Symbol ist 19 Seiten lang, alleine die Einleitung geht über 3 Seiten.
Nur kurz dazu geschrieben, im Alltag wird das Wort Symbol heute als bildhaftes Zeichen mit einer Zusatzbedeutung bezogen. Der Artikel ist von Heinz Hamm geschrieben und besonders schön fand ich den Satz, das ein Symbol im realen Leben wie in der Kunst alles werden kann, was auf der Welt sinnlich wahrnehmbar ist. Im folgenden Artikel geht Hamm auf die verschiedenen Bedeutungen durch die Epochen und Philosophen ein.

Ich persönlich sehe in einem Symbol tatsächlich ein bildhaftes Zeichen. Das spannende ist, das jeder diese Zeichen anders liest. Deshalb freue ich mich auch immer, wenn die Betrachterinnen und Betrachter mir erzählen, was sie auf meinen Bildern sehen. Ich mochte jedoch die Aufzählung Jürgens zum Symbol sehr.

Ihr erkennt daran, wie unterschiedlich Jürgen und ich an die Welt herangehen 🙂

Nichtsdestotrotz gefiel mir der Kreis sehr und ich habe ihn zeichnerisch mit in die #47 herübergenommen.

Als neuen Satzanfang gebe ich Jürgen einen weniger „verkopften“ Satzanfang mit auf den Weg.

Wollen wir sehen, was daraus wird!

#48 „Ich hülle mich in einen Vorhang…“

 

Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick). Ich werde die Seite regelmäßig aktualisieren.

 

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Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Was ist das Potential für heutiges Denken an Kunst?

Posted in Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 16. Oktober 2015

Das Semester hat wieder angefangen und ich besuche meine ersten Masterseminare. Die Bachelorarbeit will noch geschrieben werden, ich bin mal mehr und mal weniger fleißig dabei. Meine Zeit für die Bachelorarbeit ist begrenzt durch meine Arbeit als Künstlerin. Und doch befruchten sich meine Leidenschaften der Kunst und der Kunsttherorie.

Ich besuchte gestern das Seminar „Hegel: Vorlesungen über die Ästhetik“ und es war genauso inspirierend wie ich es mir vorstellte!

Georg Wilhelm Friedrich Hegel lebte von 1770 – 1831 und hat viele Strömungen der heutigen Kunst nicht erlebt. In wie weit können wir Hegels Gedanken auch für die heutigen Kunst denken?

Was ist das Potential für heutiges Denken an Kunst?

Was sind Kriterien, die etwas zu Kunst machen?

Wie artikuliert sich Geist in den menschlichen Praktiken?

Das Seminar wird von zwei Professoren geleitet, einen Kunsthistoriker, Dr. Geimer und einen Philosophen, Dr. Bertram.

In der ersten Stunde, in der der kommende Inhalt des Seminars vorgestellt wird, haben beide Dozenten bekundet, was genau ihr Interesse an dem Seminar ist.

Dr. Geimer formulierte sein Interesse dahingehend, dass nach dem Ende der Kunst die Kunst erst interessant wird.

Dr. Bertram interessiert der ständige Kampf der Kunst um sich selbst.

Das ist eine sehr grobe Zusammenfassung. 80 Studenten pressten sich in einen kleinen Raum und saßen wie die Ölsardienen auf Stühlen und dem Boden. Es musste ein Gang freigemacht werden, damit die Dozenten nach vorne kamen. 60 wollen sie unterrichten. 20 sollen freiwillig gehen. Ich gehe ganz sicher nicht!

Heute hängen wir in Roddahn meine Ausstellung in der historischen Kirche. Ich habe auch die große Leinwand „Altersturm“, die ich in der Klosterkirche Grimma (siehe hier) zeigte, mitgenommen, in der Hoffnung, dass wir sie hängen können. Ich bin mir da noch nicht so sicher, ob ihr dort in der Kirche nicht doch der Raum fehlt. Hier ein Foto von der Ausstellung meiner Leinwand in Grimma voriges Jahr.

Impressionen bei der Ausstellungseröffnung Artenvielfalt in der Klosterkirche Grimma (c) Foto von M.Fanke

„Altersturm“, 450 x 250 cm, Tusche und Acryl auf Leinwand, 2014, Susanne Haun,   Ausstellungseröffnung 2014: Artenvielfalt in der Klosterkirche Grimma (c) Foto von M.Fanke

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