Susanne Haun

Berge zeichnen im Stil der chinesischen Tuschemalerei – Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Oktober 2016

 

Das chinesische Zeichen für Landschaft – shanshui – bedeutet wörtlich „Berg/Wasser“.

 

Chinesische Berge - 24 x 32 cm sumi - e Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun

Chinesische Berge – 24 x 32 cm sumi – e Papier (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die chinesische Landschaftsmalerei besteht auch im wesentlichen aus den Elementen Berg und Wasser, als Schmuck werden die Bäume hinzugefügt. Es geht in der chinesischen Malerei nicht primär um die Darstellung der Natur sondern die Beziehung zwischen Mensch und Natur zeigen.

Chinesische Studenten skizzieren in der Natur und fügen im Atelier die Elemente zusammen, die dem Werk größtmöglichen Nachdruck verleihen. Genau das gefällt mir an der chinesischen Tuschemalerei und ich habe es nicht nur in dieser Art der Malerei praktiziert sondern auch in meine Zeichnungen übernommen.

Bei der Arbeit habe ich festgestellt, dass die gezeichneten Alpen nicht richtig aussehen. Zur chinesischen Tuschemalerei gehören auch chinesische Berge. Die Alpen zeichne ich doch lieber in meiner Art zu zeichnen. Auch der große Stempel passt nicht zu den Bergen, das Format 24 x 32 cm ist dafür einfach zu klein.

 

 

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Quelle: Wang Jia Nan, Cai Xiaoli, Dawn Young, Die Fernöstliche Tuschemalerei, Kapitel Die Bedeutung der Tusche, München 1998, S. 104.

Sehnsuchtsorte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 7. August 2011

Einer meiner Lieblingsorte dieser Welt sind die Alpen, sie beflügeln meine Fantasie immer wieder aufs Neue.

Lange war ich nicht mehr dort, das letzte mal zu meiner Ausstellungseröffnung in Imst bei Innsbruck letztes Jahr im November. So habe ich mich sehr gefreut, dass ich als Urlaubsmitbringsel den Katalog „Alpen“ aus der Residenzgalerie Salzburg erhalten habe.

Erika Oehring schreibt im Katalog: „In der Malerei dienen Gebirgs- und Felsenformationen wie etwa jene bekannenten Zeugnisse von Leonardo da Vinci, Albrecht Dürer oder Albrecht Altdorfer zunächst als Hintergrund für religiöse und historische Themen.“ Das kann ich gut verstehen, fühlt sich der Betrachter der Alpen doch klein und nichtig, wenn er im Tal hochschaut.

Ausschnitt Trauminsel III Zeichnung von Susanne Haun - Berg!

Ausschnitt Trauminsel III Zeichnung von Susanne Haun - Berg!

Erst im 16. und 17. Jahrhundert mit der Aufklärung entwickelt sich eine anderer Sehweise der Natur. Als Schöpfer der „heroischen Alpenlandschaft“ gilt Joseph Anton Koch  von dem auch folgendes Zitat ist:

„Ohne Ideen ist bei mir die Kunst nichts Sonderliches, blosse Nachahmung der Natur gibt noch kein Kunstwerk, bleibt tief unter der Natur, ist Nachäffung. Nur mit Ideen aufgefasst, das gibt eine Welt, wobei man mit Vergnügen verweilt.“

Da ich „solange“ nicht mehr in den Alpen war, mischen sich in meinen Zeichnungen meine Vorstellungen von den Bergen mit dem Meer und meinen Blumen zu einer Traumlandschaft. Habe ich richtig mitgezählt, ist das die Traumlandschaft Nr. 3, die ich heute begann.

Ausschnitt Trauminsel III Zeichnung von Susanne Haun - von den Alpen zur Küste

Ausschnitt Trauminsel III Zeichnung von Susanne Haun - von den Alpen zur Küste

Ich finde es erstaunlich, wie die Ausschnitte uns einen bestimmten Landstrich suggerieren und wie die Zusammensetzung der Ausschnitte etwas Neues hervorbringt. Ich habe schon im Kopf, wie ich die Landschaft weiter entwickele … natürlich zeichne ich als nächstes Stockrosen in das Bild, denn das ist ja mein Thema im Moment und mein Thema ist sehr dominant in meinem Kopf.

Der Traum von Berge – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Dezember 2009

Zwischen den Jahren ist die beste Zeit ans Reisen zu denken.

Ich mag die Berge, die majestätisch am Himmel stehen, genauso wie die Küste. Ende Januar werde ich für eine Woche nach Garmisch fahren – nicht zum Skifahren, nein, zum Erholen und Berge anschauen und zeichnen. Es ist schon knapp 10 Jahre her, dass ich die Alpspitze bestieg. Beim Klettern bleibt wenig Zeit für genaue Beobachtungen sondern es heißt jeden Schritt genaustens zu überlegen. So freue ich mich auf das Zeichnen der Berge Ende Januar.

In Irland sind die Berge viel niedriger (so um die 1.000 m) aber ich stelle sie mir trotzdem sehr steil und windzerklüftet vor. Ich war noch nie in Irland und kann deshalb nur die Vorstellung der Berge dort zeichnen.
Aber irgendwann möchte ich nach Irland und schauen, ob sich meine Vorstellung mit der Realität übereinstimmt.

Ein Traum von Irland - Zeichnung von Susanne Haun - 33 x 24 cm - Tusche und Aquarell auf Bütten

Ein Traum von Irland - Zeichnung von Susanne Haun - 33 x 24 cm - Tusche und Aquarell auf Bütten

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