Susanne Haun

Projekt ohne Name – Tante Lenis Damenbart – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 28. März 2020

 

#41:

J: „Tante Lenis Damenbart war stets …“

S: „… wirr, obwohl er in langen Stränen mit Perlen geflochten von ihrem Kinn hing.“

 

Tante Lenis Damenbart, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tante Lenis Damenbart, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Hier kommt für Jürgen (klick) die #42:

Die Sonne schien, der Mond war helle …

 

Ich überlege, ob ich alle meine Arbeiten des Projekts in meinem Galerieraum hänge. Galeriebesucher kommen Covid19 bedingt zur Zeit nicht, aber es wäre ein fantastischer Überblick für mich selber. Spannend ist es schon, die Arbeiten herauszusuchen. Ich werde Dekorationsstecknadeln zum Hängen verwenden.

Hier die Links zu den bisherigen Beiträge zu Jürgen und mein Projekt ohne Name.

#40 (siehe hier)

S: „Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“
J:  … ewigen Loches.“(Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“, 2.Korinther 4:18)

#39 (siehe hier)

J: „Junge, komm bald wieder …“
S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Projekt ohne Name – Die Nummer #1 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. März 2020

 

Im Projekt ohne Namen (siehe hier) vollenden Jürgen und ich wortreich und zeichnerisch die angefangenen Sätze des anderen.

Weil ich im Moment soviel Spaß an dem Projekt habe, habe ich die Sätze #1 und #2 nochmals interpretiert.

 

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Earth, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Earth, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

 

Heute ist Morgen, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Heute ist Morgen, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

Maria und der Erbsenbaum – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Leinwand, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 23. März 2020
Maria und der Erbsenbaum, 148 x 50 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria und der Erbsenbaum, 148 x 50 cm, Acryl und Tusche auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Kennt ihr Wimmelbilder?

Anfang des Jahres beschloss ich eine Leinwand von 2005 zu übermalen. Von meinem Verständnis entsprach sie nicht mehr meinem Standard und so verschwand Truffaut II unter dem Gemälde Maria und der Erbsenbaum.

Ich habe das Bild heute bei singulart eingestellt:

„Von diesem Gemälde spricht Haun als ein Wimmelbild. Die einzelnen Szenen des Gemäldes „Maria und der Erbsenbaum“ entfalten sich beim genauen Hinsehen. Das Bild entstand auf einer selbstbespannten und grundierten Leinwand in zwei Schichten. In der ersten Schicht verwendete Haun Acrylfarbe und schwarze Tusche um in der zweiten Schicht eine fast weiße Fläche für ihre zeichnerische Komposition zu schaffen. Das Geschehen windet sich um ein florales Gewächs von unten nach oben.“

For my english speaken readers:

Haun speaks of this painting as a hidden object. The individual scenes of the painting „Maria and the Pea Tree“ unfold upon closer inspection. The picture was created on a self-covered and primed canvas in two layers. Haun used acrylic paint and black ink in the first layer and create an almost white surface for her drawing composition in the second layer. The action winds around a floral plant from bottom to top.

Pour mes lecteurs francophones:

Haun parle de cette peinture comme d’un objet caché. Les scènes individuelles de la peinture „Maria et le pois“ se déroulent en y regardant de plus près. L’image a été créée sur une toile recouverte et apprêtée en deux couches. Haun a utilisé de la peinture acrylique et de l’encre noire dans la première couche pour créer une surface presque blanche pour sa composition de dessin dans la deuxième couche. L’action s’enroule de bas en haut autour d’une plante florale.

 

 

Zitat am Sonntag – Norbert Lammert

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 22. März 2020

 

Die sicherste Methode mit einer Meinungsäußerung nicht zur Kenntnis genommen zu werden,

ist etwas vernünftiges zu sagen.

 

Norbert Lammert, Ex-Bundestagspräsident, in der Süddeutschen über Kommunikation in den sozialen Medien

 

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien - Zeichnung von Susanne Haun - 70 x 50 cm

Horatio: Die Gräber leer, verhüllte Tote schrien – Zeichnung von Susanne Haun – 70 x 50 cm

 

Ich fand es sehr schwer, für dieses Zitat eine passende Zeichnung von mir zu finden. Ich entschied mich für Hamlet. Wenn ihr mehr von meinen Hamlet Illustrationen/Zeichnungen sehen möchtet, so könnte ihr dem Link innerhalb meines privaten Blogs folgen.

_______________________

Zitiert nach Tagesspiegel, Sonntag, der 8. März 2020, Seite 7

Selbstbildnisstagebuch 8.2. bis 17.3.2020 – Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Selbstbildnisstagebuch 2020 by Susanne Haun on 20. März 2020

 

Selbstbildnisstagebuch 08.02.2020 – 17.03.2020, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Selbstbildnisstagebuch 08.02.2020 – 17.03.2020, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Anfang des Jahres habe ich mein 3. Selbstbildnisstagebuch begonnen.

Das erste Tagebuch von 2013 könnt ihr unter dem diesem privaten Link (klick) auf meinem Blog finden.

Mein Tagebuch vom letzten Jahr 2019 findet ihr unter diesem privaten Link (klick).

Für das neue Jahr 2020 (siehe hier privater Link) kaufte ich für meine Selbstportraits ein Kalender mit zwei Seiten pro Woche. Leider ist das Papier so dünn, dass die Tinte meines Füllers auf die Rückseite durchschlägt. Ich werde wohl noch einen zweiten Wochenkalender mit besseren Papier beginnen. Nächstes Jahr lasse ich mir einen Kalender mit sehr guten Papier von den BUCHmachern binden, das weiss ich schon!

 

 

 

Habt ihr Langeweile? – Dann macht mit!

Posted in Ausschreibung, Ausstellung, „Mein Wedding“, Zeichnung by Susanne Haun on 18. März 2020

 

SO 65 - Eine kleine Karte vom Wedding (c) Susanne Haun

SO 65 – Eine kleine Karte von Berlin Wedding inklusive Gesundbrunnen (c) Susanne Haun

 

Dieses Jahr organisiere ich ehrenamtlich mit Rolf Fischer (überzeugter Weddinger), Renate Straetling (Autorin) und Meike Lander (Kunsthistorikerin) die Freiluftgalerie „Mein Wedding“.

Gestern hat Micha für mich 2.500 Flyer „Mein Wedding aus der Druckerei abgeholt. Die wiegen übrigens etwas mehr als 26,51 Kilo! Papier ist schwer! Sie sind wirklich sehr schön geworden und um so trauriger bin ich, dass wir zur Zeit keine Möglichkeit haben, die Flyer angemessen zu verteilen.

 

Da das öffentliche Leben der Berlinerinnen und Berliner zur Zeit lahmliegt, ist es vielleicht eine gute Gelegenheit, kreativ zu werden und ein Plakat für die Müllerstrasse zu gestalten.

Es gibt sogar ein Preisgeld!

Ich weiss, lange Spaziergänge durch den Wedding sind zur Zeit nicht ratsam aber im Netz der Netze findet ihr viele Berichte über den Wedding, die eure Fantasie anregen können.

Wir freuen uns sehr über eure Beteiligung. Da die Ausschreibung auch im Weddingweiser, der lokalen Kiezzeitung, veröffentlicht wurde (siehe hier), haben wir sogar schon die ersten beiden Einsendungen. Herzlichen Dank! Sowohl an den Weddingweiser als auch an die ersten beiden Einsender.

Wie ihr euch beteiligen könnt?

Im folgenden findet ihr die Ausschreibung Mein Wedding 2020:
Das pdf des Flyers könnt ihr hier (klick) von meinem privaten Blog herunterladen.

Der Mittelstreifen der Müllerstraße in Berlin Wedding / Mitte soll sich vom 15. August bis zum 4. Oktober 2020 durch 12 Kunstwerke in eine Freiluftgalerie verwandeln.
Grundlage der Ausstellung ist ein Kunstwettbewerb. Künstlerinnen und Künstler, Kitas, Schulen oder interessierte Hobbymalerinnen- und Fotografen werden aufgerufen, Kunstwerke zu gestalten, die sich mit dem Berliner Stadtteil Wedding auseinandersetzen oder Typisches aus dem Wedding aufgreifen. Dabei geht es darum, die ganze heutige Vielfalt des Stadtteils rund um die Müllerstraße abzubilden, aber auch historische Bezüge können thematisiert werden. Wichtig ist, dass in den Werken ein deutlicher Bezug zum Wedding erkennbar wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen nicht im Wedding wohnen, sollten aber ihren Wohnsitz in Berlin haben.
12 Motive, die von einer Jury ausgewählt werden, werden in die Ausstellung aufgenommen. Für die drei besten Beiträge wird ein Preisgeld von 200, 100 und 50 Euro ausgelobt.
Die 12 ausgewählten Motive werden im Anschluss an die Vernissage als Plakate auf dem Grünstreifen der Müllerstraße ab Leopoldplatz stadtauswärts für sieben Wochen aufgestellt werden.
Gleichzeitig werden die Werke auf Postkarten veröffentlicht und in den Räumen der etwa 20 Unterstützer (Stadtteilbibliotheken, City Kino Wedding u.a.) kostenlos ausgelegt.

Wer kann sich bewerben?
Jede Berlinerin und jeder Berliner, es gibt keine Altersbeschränkung nach oben oder nach unten.

Preisgeld
1. Platz 200 Euro und als Standort vor der Schiller-Bibliothek
2. Platz 100 Euro und als Standort vor dem Rathaus Wedding
3. Platz 50 Euro und als Standort vor dem Cineplex Alhambra

Jede der 12 Preisträgerinnen / Preisträger bekommt von den ausgewählten Werken eine Kassette mit jeweils 10 Postkarten pro Motiv ausgehändigt.

Gibt es ein Thema?
Es muss ein deutlicher Bezug zum Berliner Bezirk Wedding erkennbar sein. Wo der Wedding beginnt und endet? Die Veranstalter beziehen sich auf die alte Bezirksgrenze Wedding, PLZ 65, d.h. der Gesundbrunnen gehört mit zum darzustellenden Bezirk. Die kleine Karte soll Aufschluss darüber geben.

Welche künstlerischen Techniken sind erlaubt?
Die Art der Gestaltung bleibt den Teilnehmenden überlassen. Ob fotografierte Street-Art, Bemalung mit Pinsel oder Stift, Collagentechnik oder Fotografie – alles ist möglich.

Wie groß muss die Arbeit sein?
Die tatsächliche Größe des Originals ist unerheblich.
Es kann eine kleinste Zeichnung oder ein Aquarell sein. Die Vergrößerung als Plakat wird von den Veranstaltern vorgenommen. Dazu ist es wichtig, dass ein hochaufgelöstes, scharfes digitales Foto des Kunstwerks (300dpi) eingereicht wird. Das Foto sollte Kleinbildformat besitzen. Das entspricht dem Verhältnis 2 zu 3 (Beispiel 24 x 36 cm). Es gibt in der Freiluftgalerie neun Quer- und drei Hochformate.

Jury
Dominique Hensel, Autorin der Weddinger Allgemeinen Zeitung
1 Person der internationalen Begegnungsstätte CFB
1 Meike Lander aus dem Kreis der ehrenamtlichen Unterstützer
1 Person Büro Jahn Mack und Partner (Gebietsbeauftragte der Senatsverwaltung für das Programm „Aktive Zentren Berlin“ in der Müllerstraße)
1 Person vom Bezirksamt Mitte

Form der Bewerbung
Die Bewerbung ist ausschließlich per E-Mail an die Projektgruppe Mein Wedding 2020 unter der E-Mail Adresse MeinWedding_2020@gmx.de möglich.
Als Betreff der E-Mail bitte „Mein Wedding 2020 Name Vorname“ angeben. Die Bilder bitte mit Name_Vorname_01 und Name_Vorname_02 benennen. Ersetzten Sie bitte Name und Vorname mit Ihren Daten.

Wie viele Arbeiten können eingereicht werden?
Es können maximal zwei Arbeiten pro Person eingereicht werden.

Wann ist der Abgabetermin?
Bis zum 15. Juni 2020 können die Arbeiten eingereicht werden.

Wer beantwortet weitere Fragen?
Fragen werden gerne per E-Mail unter MeinWedding_2020@gmx.de beantwortet.

Wichtig! Die Bildrechte an den ausgewählten Motiven müssen für die Dauer der Ausstellung und den Druck der Postkarten von den jeweiligen Künstlerinnen und Künstlern auf das Bezirksamt Mitte übertragen werden. Die Arbeiten dürfen unter Nennung der Verfasser, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Aktiven Zentrum und Sarnierungsbebiet Müllerstrasse durch das Bezirksamt Mitte bzw. die Gebietsbeauftragte verwendet und veröffentlicht werden.

Hier seht ihr die Unterstützer des Projekts. Das Projekt wird im Auftrag des Bezirks Mitte realisiert.

Auf der Homepage von Mein Wedding 2020 findet ihr aktuelle Informationen https://meinwedding2020.home.blog/ .

 

Last but not least, das sind WIR, wir vom Organisationsteam:

 

v.l. Susanne Haun, Rolf Fischer, Renate Straetlin, Meike Lander

v.l. Susanne Haun, Rolf Fischer, Renate Straetlin, Meike Lander

 

Einladung zum 24. Kunstsalon im Atelier Susanne Haun – mit Katrin Merle

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 16. März 2020

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Auch wenn wir im Moment in schweren Zeiten leben, möchte ich, in der Hoffnung, dass sich bis Ende Mai vieles wieder normalisiert, den nächsten Salon ankündigen. Hoffen wir das Beste und bleibt gesund!

Der 24. KunstSalon am Dienstag findet am 26. Mai 2020 um 18 Uhr in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin statt.

Als Gast freue ich mich auf Katrin Merle (siehe hier), sie absolvierte ihre Ausbildung in der Fachrichtung Modedesign am Lette Verein und war danach als Modezeichnerin und später als Grafikerin in einer Werbeagentur tätig. Seit 1995 arbeitet sie freiberufliche Illustratorin und ist seit 2012 bei den Urban Sketchers. In ihrem Atelier im Kunstzentrum Tegel Süd widmet sie sich der freien Malerei.

 

Einladung KunstSalon bei Susanne Haun - Gast Katrin Merle

Foto Katrin Merle von (c) Christian Schindler

 

Die vielseitige Künstlerin Katrin Merle will sich nicht auf eine Richtung festlegen lassen. Ihr Geld verdient sie mit Kinderbuchillustrationen und Urban-Sketching-Workshops, sie füllt ihre Skizzenbücher draußen vor Ort und malt im Atelier auf Leinwand. Daneben lässt sie in einem Postkartenaustausch mit einem Zeichnerkollegen ihrer Phantasie freien Lauf oder illustriert gefundene Einkaufszettel. Dabei entstehen extrem unterschiedliche Werke, denn die Richtungen haben erst einmal nicht viel gemeinsam. Und doch sind es Facetten einer einzelnen Person.

 

Ich will mich nicht beschränken, Illustration, urban sketching, Gemaelde (c) Werke von Katrin Merle

Ich will mich nicht beschränken, Illustration, urban sketching, Gemaelde (c) Werke von Katrin Merle

 

Katrin wird beim Salon von ihrer Gratwanderung erzählen, die ihre unterschiedlichen Tätigkeitsfelder mit sich bringen:

Sie wird uns das Manifest der Urban Sketchers erläutern und ihre Begeisterung für dieses Konzept mit uns teilen. (Instagram: @katrin_Merle). Beim Zeichnen in der Stadt wirkt das äußere Umfeld auf ihre Arbeit ein, während die Kunst auf Leinwand von innen aus ihrer Seele (Instagram @katrin_merle_art) heraus entsteht.

Im Buchhandel erkennen die Interessierten, mit welchem breiten Spektrum Katrin Merle im Illustrationsbereich (https://katrinmerle.de) aufgestellt ist.

Unsinn aller Art findet ihr auf Katrins Blog https://berlindoodleblog.blogspot.com/.

Im lockeren Gespräch unter Einbeziehung unserer Gäste werden Katrin und ich durch den Salon führen.

Im Galerieraum werden die verschiedenen Arbeiten der Welten von Katrin zu sehen sein.

 

Wir freuen uns, Euch begrüßen zu dürfen.

24. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

26. Mai 2019 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

www.susannehaun.com

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

Zitat am Sonntag – Daniel 7,19 f – Altes Testament

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 15. März 2020

 

 

Corona - ein Tier ganz furchtbar mit 10 Hoernern auf dem Kopf (c) Susanne Haun

Corona – ein Tier ganz furchtbar mit 10 Hoernern auf dem Kopf (c) Susanne Haun

 

Das vierte Tier war ganz anders als alle anderen,
ganz furchtbar, mit eisernen Zähnen und ehernen Klauen,
das um sich fraß und zermalmte und mit seinen Füßen zertrat, was übrig blieb. […]
Und es hatte zehn Hörner auf seinem Haupt.

Daniel 7,19 f

 

Daniel, (hebräisch דָּנִיּאֵל), ist die Hauptfigur des nach ihm benannten Buchs im Tanach. Danach war er ein jüdischer Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil, dem JHWH, Israels Gott, das Ende der Judäa beherrschenden Weltreiche und das folgende ewige Reich Gottes offenbarte. (…) Das Buch gehört zur biblischen Apokalyptik und wurde als eines der letzten Bücher in den jüdischen Bibelkanon aufgenommen.“ (Wikipedia)

Am Mittwoch schrieb Achim Spengler auf seinem Blog A READMILL OF MIND (siehe hier) seine Gedanken zum Coronavirus nieder und begann mit einem Zitat aus der Bibel.

Dieses Zitat verwandelte ich schon beim Lesen in meinen Gedanken in ein Bild und ich setzte mich und zeichnete.

Ich kann noch nicht realisieren, wie der Virus unser Leben einschränkt und auf was für dünnen Beinen Selbstverständlichkeiten wie Toilettenpapier ( 😉 ), Reisen, Bildung, Globalität und das gesellschaftliche Leben stehen.

Aufgrund der Aktualität meines Bildes habe ich meine Zeichnung auch sofort bei singulart eingestellt (Klick zu meiner Präsenz bei der Pariser Galerie singulart) Gerne könnt ihr euch die technischen Daten zum Bild dort anschauen.

Fotos, die während der Arbeit an der Zeichnung entstanden:

 

 

For my english speaking readers:

Under the impact of the news of March 12, 2020, Haun sat down at her desk and drew her perspective on the Corona Virus.

The quarantines imposed are just as bad for artists whose profession largely consists of communication as they are for restaurants, theaters and museums. In addition to the virus, Susanne Haun also had a biblical quote in her head that she discovered on the web:

„The fourth animal was very different from all the others, very terrible, with iron teeth and brazen claws, which ate up and crushed itself and with his feet crushed what was left. (…) And it had ten horns on its head. “ Daniel 7.19 f.

 

Weitere Seiten des Künstlerinnen Unikatbuch – Susanne Haun

Posted in Künstlerinnen Unikatbuch, Künstlerunikatbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 14. März 2020

 

Das Künstlerinnen Unikatbuch ist einmalig.

Dieses Original gehört meiner Sammlerin Itha Bonitz.

Die Zitate, die als Text neben den Bildern stehen, enthalten zum Teil auf der Rückseite Erinnerungsspuren von Worten, die für immer auf den Buchseiten montiert und nicht mehr gelesen werden können.

Fleißige Leserinnen und Leser meines Blogs kennen die Zitate schon als Weisheiten vom Sonntag. 🙂 Ich habe den Zitaten neue Zeichnungen zugeordnet.

Am Mittwoch habe ich die einzelnen Seiten bei den BUCHmachern abgegeben und warte gespannt auf das Original. Wer die BUCHmacher sind und wie ich alle Seiten des Buches sortiert habe, könnt ihr hier (klick auf meinen privaten Blog) nachlesen.

Mehr zum Ex-Libris des Buches erfahrt ihr hier (klick auf meinen privaten Blog).

 

1 Deckblatt Künstlerinnen 1 Unikatbuch für Itha Bonitz (c) Susanne Haun

Seite 1 Künstlerinnen  Unikatbuch für Itha Bonitz (c) Susanne Haun

 

2 Deckblatt Künstlerinnen Unikatbuch für Itha Bonitz (c) Susanne Haun

Seite 2 Künstlerinnen Unikatbuch für Itha Bonitz (c) Susanne Haun

 

For my English-speaking readers:

The artist’s unique book is unique.

This original belongs to my collector Itha Bonitz.

The quotations, which are placed as text next to the pictures, partly contain memory traces of words on the back, which are forever mounted on the book pages and can no longer be read.

Hardworking readers of my blog already know the quotations as wisdoms from Sunday. 🙂 I have assigned new drawings to the quotes.

On Wednesday I handed in the individual pages to the bookmakers and am eagerly waiting for the original. Who the bookmakers are and how I have sorted all pages of the book, you can read here (click on my private blog).

You can read more about the ex-libris of the book here (click on my private blog).

 

Projekt ohne Name – zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 13. März 2020

 

#39

J: „Junge, komm bald wieder …“

S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

 

Amtlich anerkannter Kuenstler, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020Amtlich anerkannter Kuenstler, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Ewigkeit über die Jürgen und ich gerade diskutieren, ist nicht einfach.

Wenn wir nicht dafür arbeiten, können wir dann nicht gleich unsere Arbeit vom Tisch in den Papierkorb schmeißen? Ein wenig wie Gerdas Prinzip der Puzzleteile aus ihren vergangenen Arbeiten aus denen Legebilder (siehe hier) entstehen. Zerschneiden, neu formen und zerstören sind hier die Maxime.

Nimmst du Arbeiten, die du vor 40 Jahren erstellt hast aus deinem Schrank hervor und erfreust dich an Ihnen?

Ich erfreue mich gerade meiner Arbeiten, die ich vor 15 Jahren erstellt habe, nehme sie in mein Werkverzeichnis auf, erinnere mich an die Ausstellungen, in denen die Werke zu sehen waren. Oder ich denke an meine Verkäufe, sehe die Bilder und die Sammler vor mir und denke an den Augenblick der Übergabe, die glänzenden Augen, der Freude, die die Bilder hervorrufen.

Es täte mir in der Seele weh, wenn ich wüsste, meine Arbeiten würden mit mir zerstört.

So resultiert mein neuerlicher Satzanfang genau aus diesen Überlegungen (und bin gespannt, welche wahrscheinlich flapsige Fortsetzung du für diesen Satzanfang findest:

#40

„Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“

 

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

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