Susanne Haun

Afrika – Botswana – Nata – Chobe National Park und es regnete und regnete – Reisebericht von Susanne Haun

Posted in Botswana, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Juni 2018

 

Ich hätte nicht gedacht, dass es in Afrika so viel und so ausdauernd regnen kann. Die Straßen haben sich in eine Schlammwüste mit kleinen Seen verwandelt. Die Ranger tun ihr Bestes, um uns vor dem Regen zu schützen, wir sitzen bei unserem „Gamedrive“, was soviel wie Safari oder Pirschfahrt heisst, durch den Chobe Nationalpark in einem Wagen mit Zeltdach und tragen riesige Regencapes. Trotzdem werden gerade die von uns so richtig nass, die dort sitzen, wo zwei Zeltbahnen zusammenstossen.

 

 

Das Nasswerden lohnt sich jedoch. Botswana verfügt über die größte Elefantenpopulation Afrikas. Die Elefanten beachten uns kaum und so können wir ihnen beim Baden zusehen. Als es dem großen Elefantenbullen zu viel wird, scheucht er seine „Schäfchen“ über die Straße an unseren Autos vorbei über die Straße. Wie gut hat Walt Disney im Dschungelbuch das Wesen der Elefanten erfasst! Dieses eindrückliche Erlebnis ist inzwischen schon wieder ein Vierteljahr her, aber die im Wasser spielenden Elefanten werden mir eindrücklich in Erinnerung bleiben.

 

 

 

Um Hippos zu sehen, steigen wir auf ein Boot um. Was soll ich schreiben, es regnete und regnete und regnete. Wir nehmen unsere Weinvorräte mit auf das Boot, damit die Nässe erträglicher wird. Die beiden Ausflüge im Chobenationalpark waren neben dem Okawangodelta die teuersten Ausflüge, die wir uns gönnten, die wollten also auch genossen werden. Die Flußpferde bedankten sich für unser Durchhaltevermögen mit ihrer Anwesenheit, wir fuhren mit gebührend Abstand vorbei, den Flußpferde sind nicht ungefährlich, sie sind schnell und schwer und können den Booten gefährlich werden.

 

 

Nach dem anstrengenden Tag sind wir vollständig geschafft aber glücklich zum Campingplatz gefahren worden und sind von der Chefin überrascht worden: Lorine hatte in einer kleinen Regenpause unsere gesamten Zelte aufgebaut, so dass wir uns in unserem vertrauten Heim trockene Kleidung anziehen konnten.

 

 

 

 

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen.
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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 17:

Our journey today takes us across the northern reaches of the Makgadigadi Pans, the road to Nata is lined with majestic examples of the iconic Baobab tree. While we will pause to experience a finger of the pan on our journey from Maun, those who would like to can join an optional excursion to the Pans this afternoon.

Day 18:

We rise early this morning as we continue north to our camp on the banks of the Chobe River. This afternoon is set aside for exploring the Chobe National Park. We begin our exploration in 4×4 vehicles, which allows us an up close and personal experience with the many elephants that frequent the river in the afternoons. The afternoon ends with a leisurely boat cruise and a meal served around the campfire.

 

Afrika – Botswana – Okavango Delta – Maun – Reisebericht von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Botswana, Landschaft, Reiseberichte, Südliches Afrika, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Juni 2018

 

 

Okavango Delta Botswana (c) Foto von M.Fanke

Okavango Delta Botswana (c) Foto von M.Fanke

 

Das Okavango Delta gilt als ein „muss“ auf einer Reise durch Botswana. Seit 2014 gehört das Okavangodelta zum UNESCO-Welterbe.

Die Anreise ist abenteuerlich. Wir werden mit unserem Gepäck für eine Nacht auf einen LKW mit anmontierten Sitzen verladen und in das Delta gefahren. Neben unserem Gepäck hat jeder 5 Liter Wasser dabei. „Es hat sehr, sehr, sehr viel geregnet.“ höre ich auf meiner Tonaufnahme. Das ist fast noch untertrieben. Alles ist grün und alles ist voller Matsch. So werden wir das Wasser nicht austrinken und die vollen Flaschen auf der Rückfahrt wieder mit zum Truck nehmen.

Im Delta schlafen wir in einem schon aufgebautem Zelt mit Liegen. Unsere Schlafsäcke haben wir mitgebracht. Ich mag dieses Zelt nicht, die Liegen quietschen, und ich vermisse „mein“ gutes Zelt aus dem Truck, es hat für mich in den letzten Tagen etwas von Heimat bekommen.

 

 

 

Das Delta haben wir in verschiedene Arten von Booten erforscht. Am abenteuerlichsten war die Fahrt in einem Einbaum, heute aus Glasfieber hergestellt. Wie in einer Gondol in Venedig wurden wir vom „Fährmann“ auf dem Okavango gestakst, überall wächst Papyrus, es schwimmt auf dem Wasser, die Kanäle für die Boote werden von den Parkrangers frei geschnitten. Viele Krokodile liegen faul im Wasser, wir passieren sie, ohne dass sie uns eines Blickes gewürdigt hätten.

Wir haben viel über Vegetation und Vogelwelt gelernt, haben Hippoexremente ohne die dazugehörigen Hippos gesehen

Im Camp erklärt uns die Küchinchefin: „When it’s raining in Botswana, it rains and when there ist the sun, then there is the sun!“. Es regnet weiter ununterbrochen. Ich wünschte mir meine Jake Wolfskin Funktionsjacke nach Afrika aber ich habe nur eine 5 Euro Regenjacke mitgenommen, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, dass es in Afrika so viel regnet. Ich schwitze in der blauen Plastikhülle und den Regen hält die Plastehülle 🙂 auch nicht ab.

Unsere Fotos hätten auch etwas mehr Sonnenschein vertragen können, aber was soll’s? Wer hat schon Dschungel Regenwald Fotos? Ich habe beide Tage so gut wie gar nicht fotografiert, der Regen, die wackelige Situation auf den Booten, das war mir nichts. Dafür habe ich viel gezeichnet, auch wenn ich einem Teil der Zeichnungen wieder die Anstrengung der Tage ansehe!

 

 

Gerne erinnere ich mich an die Phyton, die wir sahen. Der Guide zeigte in Richtung eines blühenden Baumes und die ersten schauten durch den Fotoapparat um die Blüten zu fotografieren. „Be careful!“ rief der Guide und zeigte uns die gut getarnte Phyton.

Auch, wenn es in Strömen regnete, ich fand das Okavango Delta sehr sehenswert.

In Maun sind keine Fotos entstanden. Durch den vielen Regen hatten sich die Straßen in Schlammpisten verwandelt, der Truck setzte auf, der Wassertank für unser Trinkwasser setzte sich in einem Schlagloch fest, der Ausflug in die Stadt viel aus. Amon, unser Fahrer mobilisierte einige Freiwillige, die mit im den Tank abmontierten. Der Wassertank fuhr dann für die weitere Reise im Fahrgastraum mit uns. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie so ein Tank, der eigentlich unten am Auto hängt, stinken kann. Ich hatte das Gefühl, unsere gesamte Kleidung nahm den Geruch an.

Einige von uns nahmen ein Taxi, um Maun zu besichtigen. Ich fand schon die Fahrt durch Maun nicht sehr attraktiv. So bin ich lieber auf dem Campingplatz geblieben und habe die Ruhe und den schweren aber sehr leckeren Kuchen der örtlichen Caféteria genossen.

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 14:

This morning we rise early, heading towards Maun and the Okavango Delta. On arrival in Maun this afternoon, we transfer by 4×4 to our waterside camp where we spend the next 2 nights in these tranquil surrounds. This unique and unusual ecosystem sees the annual flood waters of the Okavango River fan out into the sands of the Kalahari Basin. The seasonality of the flood waters lends the Delta its ever changing character. While water levels may fluctuate the tranquillity of this wilderness area remains constant.

Day 15:

While the programme of activities is flexible to accommodate the seasonal changes, today you will have the opportunity to enjoy a traditional mokoro ride and natures walks. The Okavango Delta is not only a natural wonder, but represents one of the last great wilderness areas in the world today.

Day 16:

Leaving the Delta behind us this morning we make our way to the outback town of Maun where we will spend the night. This afternoon you may have the opportunity to participate in an optional scenic flight over the Okavango Delta (weather permitting).

Von Namibia – Windhoek nach Botswana – Ghanzi – Bericht von Susanne Haun

Posted in Botswana, Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Mai 2018

 

 Flagge von Namibia (c) Foto von M.Fanke

Flagge von Namibia (c) Foto von M.Fanke

 

Die Stadtführung durch Windhoek war eines der Erlebnisse der Afrikareise, die ich noch verdauen muss und die ich nicht unbedingt gebraucht hätte. Wir erfuhren, wieviele Abgeordnete die Regierung hat, sind durch die von Deutschen erbaute Kirche geschleust worden und lernten das von den Nordkoreanern erbaute Unabhängigkeits-Gedenkmuseum von außen bei über 40 Grad Hitze kennen.

Sehr gut und wissenswert fand ich jedoch, dass „endlich“ das Reiterstandbild zu ehren der gefallenen deutschen Soldaten im Krieg gegen die Hereros und Namas 2009 abgebaut wurde. Eine sehr weise Entscheidung, der ich auch als Deutsche voll zustimme. Es ist eine Schande, dass das Denkmal noch bis 2009 dort stand und die Namibier an die Kolonialherrschafft erinnerte.

Ich hätte die Zeit in Namibias Hauptstadt lieber anders genutzt und wäre sehr gerne in die Nationalgalerie von Namibia oder in das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum HINEIN gegangen, statt es von außen bei sengender Hitze zu betrachten, leider mussten wir nach der Stadtführung sofort wieder in den Truck „on the road again“, um unsere 5.627 km „zu schaffen“. Auf eines der Fotos ist „T“ mit dem Tour-Shirt von 2017 zu sehen.

 

 

Nach unserer Nacht auf dem Campingplatz vor den weiten Toren von Windhoek überquerten wir die zweite Grenze der Reise von Namibia nach Botswana und waren dann den gesamten Tag unterwegs. Es entstanden an diesem Tag kaum Fotos, einzig vom Campingplatz. Ich merkte auch langsam die Anstrengung der Reise, ich kann es sogar an meinen Zeichnungen sehen. Es fiel mir nicht mehr so einfach, mein Skizzenbuch täglich zur Hand zu nehmen und ich ging früh zu Bett. Wie sagte Lorine, die Chefin so schön: „This is no holiday, this is adventure!“.

 

 

Da mich immer wieder Leute ansprechen, wie wir die Zelte aufbauten und ob das auch alleine möglich war, zeige ich auch noch ein paar Fotos vom geschäftigen Treiben beim Zeltaufbauen. Der Grundpreis für die Reise ist für ein Zelt mit doppelter Belegung gedacht. Für einen geringen Aufpreis konnte man ein Zelt alleine bewohnen. Beim Aufbau wurde sich gegenseitig geholfen. Elke vermisste zum Beispiel eines Tages ihr iPhone und war ganz verzweifelt. Micha, G.P. und Angelo fanden es schliesslich intakt wieder, sie hatte es in ihr Zelt beim abbauen eingerollt. In der Gruppe halfen sich alle gegenseitig. Allerdings war es eine sehr gute Gruppe, was sich auch in den folgenden Tagen noch zeigte!

Auf dem Campingplatz in Ghanzi konnte man auch kleine runde Hütten mieten, die innen ein unbequem aussehendes Bett besaßen. Wir blieben bei unseren wohlvertrauten Zelten, die schon etwas von Heimat besaßen. Gerne habe ich auch meinen Tascheninhalt sortiert. 4 Wochen aus einem 90 Liter Taschenrucksack zu leben ist nicht einfach 🙂 .

 

 

 

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen.
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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Day 12:

We rise early and take aim for Windhoek, the capital city of Namibia. Today we make a brief stop at the craft markets of Okahandja before arriving in Windhoek in the afternoon. We will take a short walk through the city centre and have the opportunity to view some its better-known landmarks.

Day 13:

Today we travel east and make our way to neighbouring Botswana and the Kalahari Desert. Starkly different to the Namib Desert after which Namibia is named, the Kalahari is no less dramatic and covers over 900 000 square kilometres. This afternoon there is an option of a guided walk with your San hosts, this is an opportunity to learn more about the San culture and interaction with their Desert environment. The San people have long been associated with this harsh environment and tonight we enjoy a dance evening that provides an insight into their culture of song, dance and story-telling.

 

Das südliche Afrika – Beginn und Ende einer Reise – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Foto, Kapstadt, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 7. März 2018

Victoria Falls, 1.3.2018

Ich sitze fassungslos auf dem Flughafen Victoria Falls in Simbabwe und frage mich, wo die 4 Wochen Urlaub in Afrika geblieben sind. Ich bin traurig, es geht zurück ins kalte Berlin, 30 Grad Temperaturunterschied liegen zwischen meinem jetzigen Ausgangspunkt und Berlin. Der Urlaub ist vorbei. Viel Arbeit wartet in Berlin auf mich und gerade in den ersten Wochen jagt ein Termin den anderen: Händlerfrühstück, Salon, Vorbereitungstreffen für die Ausstellung Querbrüche Wedding, Uni usw. Werde ich genug Zeit haben, den Urlaub zu verarbeiten, die schönen Eindrücke in Zeichnungen einzufangen?

Der Flughafen Victoria Falls ist fast leer, sind wir die einzigen, die heute hier abfliegen? Zuerst geht es nach Johannesburg, nach sechs Stunden Aufenthalt in Südafrika geht es weiter nach London und schließlich nach Berlin.

In der nächsten Zeit werde ich von unserem Urlaub im südlichen Afrika berichten – 4 Länder haben wir mit dem Truck durchquert, ca. 5.700 km sind wir auf Afrikas Pisten durchgerüttelt worden. Welch ein Erlebnis!

 

 

Ich möchte jedoch von vorne berichten. Die ersten Tage haben wir in Kapstadt verbracht, wir mieteten uns ein kleines Auto und erkundeten die Stadt alleine. Danach haben wir von Nomad Adventure (siehe hier) eine 20-tägige Truck Tour gebucht, die Übernachtung erfolgte in Zelten, die wir jeden Abend auf- und jeden Morgen abbauten. Die Crew bestand aus Amon, dem Fahrer, Laurine als Guide und Tatenda als Hilfe und als deutschsprachige Unterstützung Laurines.

Es waren mehr Mitreisende als erwartet an Bord, am Anfang waren wir 19 Reisende, wechselnd von der Zusammensetzung, bis zum Schluss 18 übrigblieben, davon 3 Schweizerinnen, 3 Brasilianer*in, 2 Südkoreaner*in, 1 Holländerin, 2 ½ Italiener*in, 1 Kanadierin, 1 US-Amerikaner, 8 ½ Deutsche. Eine inspirierende Mischung, wir einigten uns darauf, englisch miteinander zu sprechen und brauchten Tatenda als Übersetzerin nicht. Ich habe mich so gefreut, dass ich Englisch sprechen konnte, schon nach zwei Wochen begann ich bruchstückhaft in Englisch zu denken.

Die Alterszusammensetzung war interessant, die meisten waren zwischen 20 und 30 Jahre alt, 5 waren über 50 die Älteste 76 Jahre alt, auch sie baute mit ihrer 72jährigen Freundin jeden Tag das Zelt auf und ab.

Gut haben wir in den Zelten geschlafen, ein Fach im Truck beherbergte ca. 5 cm hohe Matratzen, auf denen man besser geschlafen hat als in manchem Hotelbett. Um nach der Tour nicht gleich wieder nachhause zu hetzen, sind wir noch zwei Tage in einem Hotel in Simbabwe an den Victoria Fällen geblieben. Dabei trockneten wir unsere vom Camping nass gewordenen Sachen und erholten uns von der Fahrt durch Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

 

 

 

Ich hatte 12 Skizzenbücher aus Berlin mitgebracht, benötigte aber nur 4. Die Reise war vollgepackt mit Aktivitäten und im Truck ruckelte es so, dass ich kaum zeichnen, bzw. schreiben konnte. Ich habe mit dem Handy Sprachmemos aufgenommen, die ich beim Schreiben der Beiträge zur Hilfe nehmen werde, um meine Stimmung wiederzugeben. Den ruckelnden Truck bezeichnete Laurine als „African Massage“, die offenen Fenster als „African Aircondition“.

 

Berlin, den 4.3.2018

Nun sitze ich wieder am heimischen Arbeitstisch, mein verlorenes Gepäck ist wieder aufgetaucht und zu mir nach Hause gebracht worden und die Magenverstimmung, von der ich in Afrika verschont blieb, die mich jedoch nach dem ersten Essen in Deutschland ereilte, ist abgeklungen. Ich habe tatsächlich Schwierigkeiten, mental in Berlin anzukommen.

Bevor ich weiter berichte, möchte ich Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com herzlich danken. Wir haben sie letztes Jahr bei der ITB entdeckt und sie hat uns mit Rat und Tat bei der Planung und Durchführung unseres Urlaubs perfekt betreut.

Vier Wochen bereisten wir das südliche Afrika, ich werde nicht von allen Tagen im einzelnen berichten, sondern zusammenfassen, damit ich auch meine aktuellen Sachen zeitnah erfassen kann. Die ersten vier Tage haben wir in einem Hostel mit einem Mietwagen in Kapstadt verbracht. Zu zweit konnten wir die Gegend in unserem beschaulichen Rhythmus erkunden. Das ging bei der späteren Truck-Tour nicht mehr, jedoch haben wir in den 20 Tagen Truck-Tour soviel gesehen, das hätten wir zu zweit in unserem Tempo nie geschafft. Die letzten drei Tage an den Victoria Fällen in Simbabwe waren wir wieder alleine.

Heute beginne ich den Bericht mit Kapstadt und lasse Fotos und Zeichnungen wirken. Kapstadt ist eine europäisch orientierte Stadt, die sich zwischen der See und den Bergen gut in das Landschaftsbild einfügt. Was mich bedrückte waren die Mauern und Stacheldrahte, die um die Grundstücke gezogen sind. Wir sind trotzdem viel zu Fuß unterwegs gewesen, haben aber auch einige Regeln beachtet. Dazu gehörte, dass wir keine Uhr und keinen Schmuck umhatten. Mein iPhone habe ich nicht aus der Tasche genommen, wir hatten ein altes Handy mit, für das wir schon am Flughafen eine südafrikanische Sim-Karte kauften. Mit diesem Handy routeten wir unsere Wege und gingen ins Internet, um das eine oder andere über unsere Besichtigungen zu googeln.

Eben habe ich die Fotos sortiert und bin auf einen Text mit meinen Eindrücken vom ersten Tag gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

Kapstadt, den 5.2.2018

Es ist nicht einfach, Papier im Skizzenbuch zu sparen. Noch bin ich mit der Aufteilung der Seiten nicht zufrieden. Aber sicher werde ich im laufe unseres Afrikaurlaubs versierter werden.

Kapstadt ist sehr amerikanisch / europäisch orientiert, heute sind wir von unserem Hostel am Stadion vorbei über den Green Point zur Victoria und Albert Wharf gelaufen. Ein schöner Spaziergang voller neuer Eindrücke. Wir erschließen uns sehr gerne unsere Urlaubsorte zu Fuß, so kann ich zeichnen und M. fotografieren.

Aus irgendwelchen Gründen hatte ich mir den Tafelberg von der Ansicht her höher vorgestellt. Das Plateau ist nicht immer hinter den Häusern auszumachen. Natürlich wäre mir diese „Enttäuschung“ erspart geblieben, wenn ich vorher die Kerndaten des Tafelbergs gegoogelt hätte: das Wahrzeichen Kapstadts ist nämlich nur 1087 m hoch!

Ein besonderes Highlight war für mich der Besuch des ZEITZ MOCAA Museums (siehe hier), was die Sammlung des ehemaligen Puma Managers …. beherbergt. Besonders beeindruckten mich die Skulpturen aus Fell von Nandipha Mntambo (siehe hier) und das Gebäude selber. Das ehemalige Silo ist durch Schnitte interessant in die Museums-Architektur eingebunden. Ein wenig musste ich bei den Schnitten an Gordon Matta-Clark (siehe hier). Er schnitt in Abrisshäusern Kreise (siehe hier).

 

 

Natürlich sollte auch darauf hingewiesen werden, dass dieses Museum für zeitgenössische Kunst Afrikas von einem weißen europäischen Kunstsammler, einem weißen europäischen Architekten und einem weißen Südafrikaner initiiert wurde – da sollten laut dem Kunstforum international (07/2017, Museumsboom, S. 108) die Alarmglocken läuten und auch ich möchte mich dieser Kritik anschließen. Ist hier nicht der Konflikt vorprogrammiert?

Nach einem ausgiebigen Fischlunch an der Wharf machten wir uns auf den Heimweg und sammelten am Strand Muscheln, die durch sehr interessante Löcher auffielen.

Der schöne Tag ging viel zu schnell zu Ende.

 

 

 

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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter.

 

 

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