Susanne Haun

Verblühte Tulpe – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 14. April 2018

 

Nun sind Doreens Tulpen (siehe hier) verblüht. Ich mag die Linien und Formen, die beim Trocknungsprozeß entstehen.

 

Verbluehte Tulpe in rot gelb - 23 x 31 cm - Tusche auf Burgung Hahnemuehle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Verbluehte Tulpe in rot gelb – 23 x 31 cm – Tusche auf Burgung Hahnemuehle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Narzissen, Kunst und die Geisteswissenschaft – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Januar 2013

Narzissen sind gelb, meine habe ich aber mit Tusche der Farbe Caput mortuum gezeichnet.

Es ist eine meiner Lieblingstuschen und wer mich kennt weiß, ich benutze sie oft und gerne. Nicht nur, weil ich das warme Rotbraun mag, sondern auch, weil ich die Bezeichnung der Tusche atmosphärisch finde. Die Tusche soll die gleiche Farbe besitzen wie das Blut, das aus den abgeschlagenen Köpfen von der Guillotine der Französischen Revolution tropfte.

Narzissen 18 x 26 cm Tusche auf Hahnemühle Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun Vers. 2

Narzissen 18 x 26 cm Tusche auf Hahnemühle Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun Vers. 2

Bei den Zeichnungen von heute kam es mir darauf an, die Narzisse ganz nah heranzuholen und ihre Linien, Helligkeit und Dunkelheit auf das Papier zu bringen. Damit ich die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die einzelnen Elemente der Narzisse lenken kann und sie Die Narzisse nicht als ganzes wahrnehmen lasse, habe ich sie in Teilen gezeichnet. Ich werde sie aber für die Ausstellung „Der Sommer trägt weiss“ in der Bahnhofshalle Friedenau (siehe hier) in einem Rahmen präsentieren.

Die Narzissen sind auf Hahnemühle Burgund Papier gezeichnet. Ich benutze sehr gerne verschiedene Arten Hahnemühle Papier, wie Leonardo, Callygraphie oder Zeichenpapier. Auf der Paperworld in Frankfurt präsentiert sich die Hahnemühle auf einen der Messestände. Schade das Frankfurt so weit weg ist und ich schon mehr Termine angenommen habe als ich eigentlich bewältigen kann, sonst würde ich die Paperworld nicht verpassen. Es gibt hier auf dem Blog der Hahnemühle Eintrittskarten zur Paperworld zu gewinnen.

Narzissen 18 x 26 cm Tusche auf Hahnemühle Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun Vers. 3

Narzissen 18 x 26 cm Tusche auf Hahnemühle Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun Vers. 3

Mich beschäftigt gerade das Buch „Sinn und Deutung in der bildenden Kunst“ von Erwin Panofsky. Das Buch ist ein Klassiker und ich habe mich gefreut, es in unserer Bücherei zu bekommen. Die Seiten sind vom vielen Lesen schon ganz lose, das Buch ist von 1978. Panofsky war einer der bekanntesten Kunsthistoriker des 20. Jahrhunderts und begründete die Ikonologie.

Panofsky entwickelte die drei Phasen der Untersuchung eines Kunstwerkes.
Die erste Phase (Vor-Ikonographische Beschreibung) beruht auf praktische Erfahrung.
Die zweite Phase (Ikonographische Analyse) auf die Kenntnis literarischer Quellen und Vertrautheit mit der Zeit, in der das Kunstwerk entstand.
Die dritte Phase (Ikonologische Interpretation) beruht auf die Vertrautheit mit den wesentlichen Tendenzen des menschlichen Geistes, geprägt durch persönliche Psychologie und Weltanschauung.

Ich finde diese Herangehensweise an Bildanalysen sehr interessant und ich wundere mich immer wieder, was es nach der ersten Phase, die ich ein Bild betrachte, noch alles zu entdecken gibt. Es mach mit großen Spaß, zu versuchen, den Bildern ihre Geheimnisse zu entlocken!

Eigentlich wollte ich heute zu einem ganz anderen Thema schreiben, denn schon die Einleitung des Buches von Panofsky hat mich inspiriert und angeregt. Aber nun gut, morgen ist auch noch ein Tag!

Narzissen auf dem Ceranfeld (c) Foto von Susanne Haun

Narzissen auf dem Ceranfeld (c) Foto von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
Daffodils are yellow, but I choised my the color Caput mortuum.
It is one of my favorite ink and who knows me well, know I use them quite often. Not only because I like the warm reddish brown, but also because I think the name of the ink has atmosphere. The ink should have the same color as the blood that dripped from the severed heads of the guillotine of the French Revolution.
By the drawings of today it was important for me to zoom in on the daffodil close and get their lines, sanctities and darks on the paper. I cut the paper in 4 sheets, so I can get the viewer’s attention on the individual elements of the daffodil and narcissus.

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Panofsky, Erwin. Sinn und Deutung in der bildenden Kunst (Meaning in the Visual Arts). Köln 1978.

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