Susanne Haun

Bleistift und Marker – eine wilde Kombination – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Marker, Portraitmalerei, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juli 2019

 

 

Bleistift und Markerstifte hören sich nach einer wilden Kombination an, ich war selber ganz erstaunt, wie gut die beiden harmonieren.

Letzte Woche war ich mit Meike in der Abgusssamlung zum Zeichnen. Nicht nur die Abgüsse, nein auch die klimatisierten Räume lockten uns nach Charlottenburg.

Zum Einzeichnen haben wir uns gemütlich zwischen Antiken Portraitbüsten gesetzt. Ich hatte zuhause schon eine Farbskala von allen Markerstiften, die ich mitnahm, erstellt. So war es ein leichtes, die Farben für die gezeichneten Büsten in meinem Skizzenbuch zu wählen.

Meike zeichnete mit Bleistift und Polychromes Farbstiften.

Übrigens waren dieses Mal überall (inflationär) Aufsteller, dass in der Sammlung nicht fotografiert werden darf. So habe ich nur Fotos von uns und unseren Werken in der Abgusssammlung fotografiert. Ich hoffe, das hängt mir der aktuellen Ausstellung zusammen und man darf danach wieder fotografieren.

 

 

Die Figurengruppe der Farnesische Stier oder auch die Bestrafung der Dirke genannt (Neapel, Archäologisches Museum) gehört neben dem Laokoon (Florenz, Uffizien) zu den bekanntesten Skulpturengruppen der Antike. In der Skulptur ist der Augenblick festgehalten, in dem die Zwillinge Dirke an den Stier binden, um sie danach von diesem zu Tode schleifen zu lassen, da sie ihre Mutter Antiope als Sklavin in ihrem Haushalt integriert hatte. Die Sage kann hier bei google books nachgelesen werden.

Schon oft habe ich die in Originalgröße stehenden Skulpturengruppe in der Abgusssammlung gezeichnet. Jedesmal bin ich beeindruckt von dem Spektakel und der Größe der Darstellung. Das Original der Figurengruppe (siehe hier) ist aus Marmor, 370 × 295 × 300 cm und ich habe es verpasst, sie mir in Neapel anzuschauen, da die Menschenschlangen vor dem Archäologischen Museum einfach viel zu lang zum Anstehen waren.

Um den Rhythmus der Gruppe festzuhalten, habe ich zuerst einen sehr weichen Bleistift verwendet. Da neben dem Bleistift die Marker lagen, war die Kombination der Stifte fast wie ein Reflex. Der Anfang ist gemacht, ich werde sehen, wie ich weiter mit den Materialien arbeite. Die doch so starren Marker bekommen so Schattierungen, die ich beim Mischen der Marker unter sich nicht erhalte.

 

 

Die Öffnungszeit der Abgusssammlung war schnell vorbei und Meike und ich waren nach 3 Stunden konzentriertem Zeichnen auch rechtschaffend geschafft.

 

 

Ein Blick auf den Kudamm von der Hintertür aus gesehen – Foto von Susanne Haun

Posted in Berlin, Reiseberichte, Was es sonst so gibt! by Susanne Haun on 22. Mai 2018

 

Am Samstag haben M. und ich einen Ausflug in den Apple Store unternommen. Ich überlege ernsthaft, mich von der Windows Welt zu verabschieden. Dabei sind wir durch die Hintertür über den Hof gelaufen.

Für mein iPad und iPhone habe ich mir einen Adapter für den nächsten Workshop gekauft. Nun kann ich mein Handy / Tablet direkt an den Beamer über die HDMI Schnittstelle anschliessen. Ein perfekter Zusatznutzen: Der Adapter funktioniert auch am Fernseher.

 

Ein Blick auf den Kudamm von der Hintertür aus gesehen (c) Foto von Susanne Haun

Ein Blick auf den Kudamm von der Hintertür aus gesehen (c) Foto von Susanne Haun

 

Von Gesche, weißer Keramik und vielen einzelnen Blüten – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Dezember 2011

Ich bin immer wieder erstaunt, wie ein paar kleine virtuelle Zeilen im Facebook einen realen Samstag gestalten können.

Amaryllis 1 - Zeichnung von Susanne Haun - 7,5 x 10,5 cm - Tusche auf Bütten

Amaryllis 1 - Zeichnung von Susanne Haun - 7,5 x 10,5 cm - Tusche auf Bütten

Eveline Armenat schrieb mir, sie mag meine Bilder und ob ich sie nicht in ihrer Töpferwerkstatt im Herzen Berlins, Charlottenburgs zeigen möchte. Auf Evelins Homepage steht

„Bei ArmenatKeramik finden Sie handgefertigte Gebrauchskeramik mit individuellen Formen, Designs und Glasuren.“

Dieser Satz sprach mich an und so wollte ich mir Evelins Laden anschauen und war von den dünnen zarten weißen Keramiken auch sofort begeistert. Eveline arbeitet viel mit „Lochmustern“ – ich weiss nicht, wie ich es anders beschreiben soll, im Licht werfen diese Löcher interessante Schatten.

So wurden wir uns schnell einig, dass ich eine Auswahl an Zeichnungen nächsten Samstag bei ArmenatKeramik, Witzlebenstr. 39, 14057 Berlin  hänge und wir am 18.12.2011 zwischen 12 und 18 Uhr  Kaffee, Kuchen & Prosecco anbieten und unsere Arbeiten präsentieren.

Einladung ArmenatKeramik

Einladung ArmenatKeramik

Bis Mitte Februar werden die Zeichnungen weiterhin in Charlottenburg zu sehen sein.

Auf dem Rückweg entdeckte ich in einem der zahlreichen Charlottenburger Antiquariaten das Buch „Ach , Liebste, flieg mir nicht weg“ Briefe an  Gesche Tietjens von Horst Janssens.

Das Buch beginnt mit einem Zitat von Martin Opitz „… es schadet das Verweilen / Uns beiderseit.“

Gesche schreibt in dem Buch: „wir redeten einfach da weiter, wo wir noch gar nicht angefangen hatten.“

Zu seinen Texten schrieb Gesche

„Ungeduldig pickte er sich aus dem Angebot, die ihm kurios oder glänzend erscheinenden Partikel heraus, um sie zu annektieren. (…)“Eines bestürzenden Tages“ (von Günter Eich) adaptierte er, und es kommt, variiert, in mehreren seinen Texten vor.“

So ging also Janssen mit seinen Texten um, ich finde es sehr interessant und gut und es paßt zu meinem Beitrag Schrift im Bild gestern (siehe hier).

Orchidee - Zeichnung von Susanne Haun - 7,5 x 10,5 cm - Tusche auf Bütten

Orchidee - Zeichnung von Susanne Haun - 7,5 x 10,5 cm - Tusche auf Bütten

Wer nochmehr zu Schriften hören möchte, kann in typisch Deutsch auf youtube das Interview mit Erik Spiekermann hier schauen. Erik Spikermann ist Designer und Typograph .

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