Susanne Haun

Doreen Trittel in der Ausstellung Healing in der Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 11. Mai 2018

 

Pünktlich zum Galerie Weekend startete die Ausstellung Healing in der Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS, Gartenstr. 114, 10115 Berlin-Mitte mit den Öffnungszeiten: Mo-Sa, 12-19 Uhr. Die Ausstellung kann noch bis zum 30.06.2018 besucht werden.

 

Susanne Haun besucht Doreen Trittel in der Ausstellung Healing (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun besucht Doreen Trittel in der Ausstellung Healing (c) Foto von M.Fanke

Die Ausstellung wurde von Paulina Tsvetanova, der Besitzerin der Galerie, kuratiert. In der Pressemitteilung ist zu lesen:

„Die Galerie PAULINA’S FRIENDS in Berlin-Mitte hat 29 internationale Künstler und Designer durch einen Wettbewerb ausgewählt. Sie bekommen Raum, um ihre besonderen Werke in der Ausstellung „Healing“ zu präsentieren. Die Kreativen erzählen mit Bildern, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Keramikobjekten, Multimedia oder Mode persönliche Geschichten von Stärke, Hoffnung, Liebe und persönlicher Erlösung, die beflügeln und wichtige Lebensfragen beantworten.

Alle 29 internationalen Künstler und Designer, die in der Galerie PAULINA’S FRIENDS im Rahmen der Kunstaustellung „Healing“ zu erleben sind, werden auf folgender Internetseite mit ihren Werken vorgestellt: www.paulinasfriends.com/h-e-a-l-i-n-g  “

Auch Doreens Statement zu ihren Arbeiten bereichert die Pressemitteilung:

„Eine der vertretenen Künstlerinnen ist Doreen Trittel. Sie stellt mehrere Zielscheiben aus, die normalerweise für Gewalt und Krieg stehen. Von ihr wurden sie in neue Symbole für Liebe und Frieden verwandelt (siehe Foto oben). Ihre Werke mit dem Titel „SCHIESSEN FÜR DEN FRIEDEN!“ sind auch eine Anspielung auf die momentane globale Situation mit zahlreichen kriegerischen Konflikten. Doreen Trittel meint: „Situationen, die ausweglos erscheinen, können durch Mut und Kreativität verändert werden. Es gibt immer mehr als eine Option. Ich hoffe, dass dies auch für komplexe Konstellationen, wie zum Beispiel den Krieg um Syrien, gilt.“ “

Ich mag Doreens Werk sehr, es regt zum Nachdenken an und von der Künstlerin selber weiss ich, dass die Idee, bzw. das Konzept oft vor den einzelnen Elementen des Werks steht. Ich bin fasziniert davon, wie symbolträchtig Doreen arbeitet und wie sie ihre Ideen visualisiert.

Die Reihe „SCHIESSEN FÜR DEN FRIEDEN!“ zeigt sehr eindrücklich, wie Doreen kriegerische Symbole augenzwinkernd in friedliche Symbole überführt.

Am 2. Juni wird Doreen einen Workshop zum Thema Collage in der Galerie anbieten:

Collagen-Workshop: Die Schönheit der Kunst und ihre Fähigkeiten, Sa, 2.06, 14-18 Uhr, Teilnahme kostenlos, Spenden erbeten. 

Lasst uns das Leben im gemeinsamen Kreativsein feiern und dies in in einer selbst gefertigten Collage ausdrücken. Erfahre in netter und lockerer Runde, wie aus der Zerstörung durch Reißen und Schneiden etwas wundervoll Neues durch Gestalten und Kleben entstehen kann – ganz intuitiv und nach Herzenslust, allein durch Dein Tun. Wenn Du magst, kannst Du gern persönliche Materialien, wie zum Beispiel Fotos, Papier oder Stoffreste, mitbringen. Zeitschriften, Schere und Kleber sind herzlich willkommen. Es sind keine künstlerischen oder handwerklichen Vorkenntnisse erforderlich. Eine spontane Teilnahme ist leider nur bei einem freien Platz möglich. Daher sichere Dir einen von 8 Plätzen besser unter kontakt@hehocra.de.

Gerne hätte ich am Workshop teilgenommen, jedoch sind wir genau an diesem Wochenende verhindert. Vielleicht hat die eine oder andere von euch Zeit, den Workshop zu besuchen.

Zur Ausstellung selber: Ich persönlich finde 29 Künstler*innen einfach zu viel für eine Ausstellung. Während der Vernissage konnten die Werke, die sowieso schon auf engsten Raum präsentiert sind, durch die Fülle der Vernissagegäste fast gar nicht betrachtet werden. Ich vermute, dass im alltäglichen Ausstellungsbetrieb mehr Ruhe zum geniessen der Werke vorhanden ist.

Weitere Infos aus der Pressemitteilung:

Teilnehmende Künstler/innen:
Adi Davidoff (BG), Andreas Brunolupo (DE), Beate Flierl (DE), Britta Schwalm (DE), Claudia Hartwig (DE), Dagmar Gester (DE), Donat Fritschy (CH), Doreen Trittel (DE), Dr. Klaus Chmillon (ES/DL), Elisabeth Schneller (CH), Eva Lippert (DE), Evelyne M. Fricker (AU), Graf Seibert (DE), Gret Beth (DE), Hannes Albert (DE), Julia Antonia (DE), Jutta Imelda Kanneberger (DE), Lucy Libre (DE/MEX), Lukas & Robertson (CZ), Pasquale Aleardi (CH, IT, GRC), Peter Schlangenbader (DE), Philippe Ségalard (FR), Simone Birk (CH), Tatawa (Wei Tan) (MYS), Ulrike Hofmann-Schüll (DE), Uwe Schwarz (DE), Valentina Pisarra (DE/IT), w e i s s über den tod hinaus (DE), Dr. Yoanna Planchette (BG/FR)

Parallel zu Ausstellung „Healing“ findet ein gleichnamiges Festival statt. Es bietet interaktive Workshops & Kurse zu Themen wie Bodywork, Selbsterkenntnis und -management, Mindfulness, Work-Life-Balance und vieles mehr: www.paulinasfriends.com/healing-festival
Zur Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS:

Der Schwerpunkt der Galerie liegt auf der Schnittstelle/Interaktion von Kunst & Design. Alle Kunstgattungen und kreativen Disziplinen sind vertreten. Angeboten werden Kunst, Design und Mode – zeitlos, universal, einzigartig  (es werden nur Unikate verkauft).

 

Letzte Möglichkeit für die Besichtigung der Installation „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“

 

Susanne Haun dokumentiert die Installation Kuenstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Foto von Doreen Trittel

Susanne Haun dokumentiert die Installation Kuenstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Foto von Doreen Trittel

 

Die Ausstellung „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen“mit der gleichnamigen Installation von Doreen Trittel und mir kann nur noch heute Donnerstag, den 3. Mai, 15 – 18 Uhr, und Freitag, den. 4. Mai 10 – 13 Uhr besichtigt werden.

Beim Salon und Auftakt zur Ausstellung im März fragten Doreen und ich uns mit unseren Gästen, wie beständig Installationen sind. Bleibt von dieser Art von Werken noch in 100 Jahren etwas übrig? Wie wird die Kunstwissenschaft mit diesem Thema umgehen?

Am Montag bauen Doreen und ich die Ausstellung ab. Da Installationen am Ort gebunden sind, wird sie in dieser Art nicht mehr zu besichtigen sein. Wir werden nun ein Portfolio erstellen und erhoffen uns, neue Orte für unser Werk zu finden.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

 

Künstlerischer Umgang mit Erinnerung – Bericht vom 16. Kunstsalon am Dienstag – Gast Doreen Trittel

Posted in Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 21. März 2018

Ich freue mich sehr, dass immer mehr Interessierte den Weg in mein Atelier zum Kunstsalon am Dienstag finden.

Impressionen vom 16. Kunstsalon bei (c) Susanne Haun

Impressionen vom 16. Kunstsalon bei (c) Susanne Haun

Nun sitze ich etwas ratlos vor der leeren Blogfläche und überlege, wie ich am besten die inspirierende Stimmung von gestern beschreiben kann.  Selten hatten wir nach dem Programm eine so angeregte Diskussion geführt. Erinnerungen sind etwas, das alle beitzen und das alle interessiert. Doreen hatte einen sehr guten Vortrag ausgearbeitet, in dem sie sowohl auf die Definition von Collage und Installation einging als auch ihre persönliche Sicht auf beide Medien beschrieb. Herzlichen Dank dafür, liebe Doreen.

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau “Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen” (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Ich ergänzte ihren Vortrag mit den marktwirtschaftlichen, sowie sammlungstechnischen Aspekten von Installationen. Als Beispiel kann dafür die K21 Düsseldorf (Kunstsammlung NRW)genannt werden: Über drei Etagen hinweg halten 22 fortlaufend wechselnde Räume intensive Begegnungen mit raumbezogener Kunst bereit. Ausgewählte zeitgenössische Künstler sind eingeladen, ihre Arbeiten für die Dauer von einem Jahr zu zeigen und dabei in einen Dialog mit der Architektur und den Positionen aus der Sammlung zu treten.“² heißt es auf der Homepage der Sammlun. Vor einigen Jahren lief ich durch die Räume und war begeistert, wie unterschiedlich die Künstler*innen ihren Raum des Jahres gestalteten. Es muss für die Künstler*innen ein Erlebnis sein, ihre Kunst in einer solchen Institution für ein Jahr zu installieren.

Beeindruckt hat mich auch die teilweise so nüchterne und praktische Sicht der Sammlerin Ingvild Goetz: „Die mediale Vielfalt der heutigen Kunst und die Komplexität der unterschiedlichen Ansprüche für Lagerung und Erhalt machten früh die Etablierung eigener Lagersituationen mit jeweils anderen klimatischen Parametern und Lagermöglichkeiten unter spezieller kuratorischer Betreuung für die verschiedenen Medien notwendig.“³

Meines Erachtens ist die Lagerung und Präsentation sowie kunsthistorische Aufzuarbeitung ein eigenes wirtschaftliches Unternehmen!

Aufbau Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Wie haben Doreen und ich uns kennengelernt?

Doreen und meine Zusammenarbeit hat sich langsam entwickelt, Doreen bloggt seit 11 Jahren und so ist es nicht verwunderlich, dass wir uns zuerst online kennenlernten. Unser erstes „real life“ Kennenlernen fand bei der Einweihung meiner Räumlichkeiten im Dezember 2013 statt. Doreen kam zu meinem ersten ersten Salon am 25.2.2014 wieder zu mir ins Atelier. Durch unsere regelmäßigen Treffen vor dem gestriken Salon sind wir uns noch näher gekommen.

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²https://www.kunstsammlung.de/startseite.html, 21.3.2018, 10.00 Uhr

³https://www.sammlung-goetz.de/de/Sammlung.htm#panel_sammlerin, 21.3.2018, 10.00 Uhr

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen – Susanne Haun und Doreen Trittel

Posted in Ausstellung, Künstlerischer Umgang mit Erinnerung, Zeichnung by Susanne Haun on 16. März 2018

 

Doreen war schon um 9 Uhr heute morgen bei mir. Heute war der große Tage, auf den wir solange hingearbeitet haben: wir haben unsere Installation mit dem Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen aufgebaut.

 

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Ich hatte schon die ganze Woche Erinnerungsstücke für die Installation herausgelegt und war erst sehr erschrocken, wie wenig sie auf dem Haufen gelegt aussahen. Lies sich damit mein großer Galerieraum füllen? Auch die Collagen rahmte ich im Laufe der Woche, ich hatte für die beiden neuen Collagen extra dickere Passepartoutkartons gekauft. Es hat sich gelohnt, die Wirkung gefällt mir sehr gut. Sollte ich auf diese zwar teurere jedoch exlusive Passeparoutart umsteigen?

Mit ihrem Beitrag Die Geburtsstunde naht hat sich auch Doreen mit unserem Salon auseinandergesetzt.

 

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

 

Es war sehr aufregend, unsere Ideen umzusätzen. Neben der Installation zeigen wir alte und neue Collagen. Meine Collagen könnt ihr hier auf meinem Blog in der Kategorie Collage (siehe hier) betrachten, ihr solltet auch nicht versäumen, Doreens Blog (siehe hier) zu erforschen, es lohnt sich! Wir haben tatsächlich bis eben ( es ist kurz vor 18 Uhr) gebraucht, alles aufzubauen. Unsere Zusammenarbeit funktionierte hervorragend. Wir brauchten dem anderen keine Handgriffe erklären, es lief Hand in Hand und wer welche Vorlieben für welche Arbeiten hatte, kristallisierte sich auch schnell heraus.

Ausgesprochen zufrieden legten wir den Hammer und die Nägel am Ende des Tages zusammen.

Während des Salons werden ich vor unseren Gästen einen kurzen kunsthistorischen Abriss zur Installation referieren und im Anschluss folgende Fragen zur Diskussion stellen:

Wie beständig sind Installationen (sind sie noch in 100 Jahren zu betrachten?) und welche Art von Sammlern nehmen sie in ihre Kollektionen auf? Können Teile von Installationen als Tafelbilder verkauft werden? Wie wichtig ist die Dokumentation von Installationen? Ist die Dokumentation der Installation das Werk?

Ich bin schon sehr aufgeregt! Wie werden unsere Gäste mit unserer Kunst agieren?

 

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

Aufbau der Installation Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen von (c) Susanne Haun und Doreen Trittel

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Wir hoffen, dass die gezeigten Fotos eure Neugier geweckt haben und ihr Lust habt, am Dienstag zum Salon zu kommen:

Dienstag um 18 Uhr findet der Salon statt (siehe hier).

Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Wir freuen uns, Euch im Kunstsalon mit der verbundenen Ausstellung der gemeinsamen Arbeit Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung ist nach Vereinbarung vom 21.3. – 4.5.2018 zu besichtigen.

Sonderöffnungszeiten:

Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

20. März 2018 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

 

Forever Young – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Eindrucksvolle Worte, Erinnerung by Susanne Haun on 14. Februar 2018

 

Bei unserem letzten Treffen zur Vorbereitung des Salons Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen (siehe Einladung) haben Doreen und ich kurz über das Private und das Persönliche gesprochen.

Selbstbildnis im Gespräch mit Doreen (c) Foto von Susanne Haun

Selbstbildnis im Gespräch mit Doreen (c) Foto von Susanne Haun

 

Unsere Arbeiten sind immer persönlich und damit authentisch aber nicht privat. Was aber sind die Unterschiede zwischen privat und persönlich?

Laut Duden stammt privat von lateinisch privatus = (der Herrschaft) beraubt; gesondert, für sich stehend; nicht öffentlich, adjektivisches 2. Partizip von: privare = berauben; befreien, (ab)sondern, zu: privus = für sich stehend, einzeln.

zur Bedeutung von privat: Nur die eigene Person angehend, betreffend; jemandes private Sphäre; ihr privates Glück; er sprach über seine privatesten Gefühle, über private Dinge; die Gründe sind rein privat. Durch vertraute Atmosphäre geprägt; familiären, zwanglosen Charakter aufweisend; ungezwungen, vertraut; eine Feier in privatem Kreis; es herrschte ein privater Ton.

Laut Duden ist die Verwendung von persönlich nicht ganz so einfach wie man sich das vielleicht vorstellt. Das Wort ist rechtschreiblich schwierig und gehört zum Wortschatz des Zertifikats Deutsch. Eine interessante Thematik, mit der ich nicht vertraut war.
Persönlich steht für jemandes Person kennzeichnend, charakteristisch, in der Art einer Person [existierend] (Philosophie, Religion), in der ersten, zweiten, dritten Person vorkommend (Sprachwissenschaft) ,zwischen einzelnen Personen selbst, unmittelbar zustande kommend, von der einzelnen Person ausgehend und durch ihr Erleben, [Mit]fühlen, ihre Interessen usw. bestimmt; menschlich, gegen eine einzelne Person gerichtet,in [eigener] Person, selbst,eigen, die eigene Person betreffend.

Ich kann die Bedeutungen des Wortes persönlich auf meine Collage Forever Young beziehen. Die Collage ist folglich persönlich aber nicht privat!

 

Forever Young - 30 x 40 cm - 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Forever Young – 30 x 40 cm – 2018 (c) Collage von Susanne Haun

 

Vorstellung der Künstlerin Doreen Trittel – herocra, Atelier für Erinnerung und Veränderung

Posted in Atelier, Ausstellung by Susanne Haun on 5. Februar 2018

 

Ich habe Doreen im Netz durch ihren Blog wortmeer kennengelernt. Damals agierte sie noch anonym und so freute ich mich besonders, Doreen bei meinem ersten Kunstsalon zu begrüßen. Hier könnt ihr sie in trauter Runde sehen (Klick). Wenn es in ihren Terminkalender passt, ist Doreen auch zu den folgenden Salons Gast gewesen.

Selbstporträt 2015 von (c) Doreen Trittel

Selbstporträt 2015 von (c) Doreen Trittel

 

Inzwischen agiert Doreen unter ihrem Namen auf ihrem Blog hehocra, Atelier für Erinnerung und Veränderung (siehe hier) im Netz. Auf ihrer Internetpräsenz erfahrt ihr auf intensiver Weise mehr über Doreen.

Doreen verarbeitet ihre Erinnerungen und Veränderungen in Collagen und Installationen. So ist es nicht verwunderlich, dass unser gemeinsames Salon- und Ausstellungsthema der künstlerische Umgang mit Erinnerungen ist. Der Salon bzw. die Ausstellungseröffnung findet am 20. März 2018 um 18 Uhr in meinem Atelier in Berlin Wedding, in der Groninger Str. 22 statt. Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Unsere ersten Gespräche führten Doreen und ich unter dem Motto, wie wir aufwuchsen, Doreen in Ost-Berlin, ich in West-Berlin. Zu unserem großen Erstaunen waren die Unterschiede längst nicht so groß, wie wir uns das vorstellten. Wie wir künstlerisch mit unseren Erinnerungen umgehen, davon könnt ihr mehr im Salon am 20. März erfahren. Doreen und ich treffen uns seit einem halben Jahr regelmäßig einmal im Monat Freitag früh im kleinen Glück (ein Weddinger Café) auf ein bis zwei Stündchen und bereiten Salon und Ausstellung vor. Im Dezember brachte mir Doreen einen Kalender mit Collagen von sich mir.

 

Doreen Trittel und Susanne Haun beim Vorbereitungstreffen im kleinen Glück für den Salon (c) Foto von Doreen Trittel

Doreen Trittel und Susanne Haun beim Vorbereitungstreffen im kleinen Glück für den Salon (c) Foto von Doreen Trittel

 

Insgesamt ist der Kalender sehr weiblich geprägt, kein Mann bevölkert die Landkarten, die Doreen als Untergrund für ihre Collagen benutzte.

Auf dem Februar Kalenderblatt stehen die Britischen Inseln auf Doreen Trittels Collage „Fisch unterm Arm“ Kopf. Dadurch werden die Linien, die die Insel umschreiben uneindeutig und sind durch bloßes Hinschauen nicht mehr sofort erkennbar. Der Betrachter*in muss nachdenken, die auf dem Kopf stehenden Ortsbezeichnungen lesen, um das United Kingdom zu identifizieren. Sie/er fährt die Collage nach erkennbaren Orten mit den Augen ab, begibt sich auf Reisen, vielleicht werden Erinnerungen an Orte wach, die man schon besucht hat. Die auf den Kopf gestellte Karte wird von Frauen und Fischen bevölkert. England – das Land des Fish and Chips – liegt damit sprichwörtlich in der Hand von Frauen, denken wir hier an Victoria, Thatcher und May? Die dunkel gekleidete Frau im Vordergrund trägt einen der Fische und verstärkt diesen Eindruck. Zwei andere Damen sind nur als Beine dargestellt. Durchwandern sie England? Geben sie ein Hinweis auf die landschaftliche Schönheit der Insel. Erst beim genauen Hinschauen entdeckt der Betrachter*in die Regenwolke, die im gleichen Ton wie das Meer der Landkarte am rechten oberen Rand der Collage geklebt ist und leise vor sich hinnieselt. Was könnte England eindeutiger beschreiben als das Wetter?

 

Fisch unterm Arm (c) Collage von Doreen Trittel

Fisch unterm Arm (c) Collage von Doreen Trittel

 

Wenn ihr lesen möchtet, was Doreen auf ihrem Blog zu den Kalender-Collagen sagt, könnt ihr hier und hierher verzweigen.

 

Zitat am Sonntag – Wolfgang Hildesheimer – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 4. Februar 2018

 

… das Schreiben zwingt permanent zum Nachdenken über unser Leben, über unsere Vergangenheit, vor allem aber über unsere Zukunft, in der die Rezeption stattfinden soll.

Die Collage dagegen zwingt zum Nachdenken über Farbtöne, Schnittflächen, Papierstärke und ein sehr allmählich entstehendes Gebilde reiner aktiver Phantasie. Das heißt, daß Zeit und reale Welt ausgeschaltet bleiben …

Wolfgang Hildesheimer

 

Blatt 34 - Zum Andenken an Eure Ingeborg - 25 x 25 cm - Collage von Susanne Haun

Blatt 34 – Zum Andenken an Eure Ingeborg – 25 x 25 cm – Collage von Susanne Haun

 

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Hildesheimer, Wolfgang, Hildesheimer in Erwartung der Nacht, Collagen, Mit einer Einführung des Künstlers: Zu meinen neuen Collagen, Frankfurt am Main 1987, S. 2.

 

Einladung zum 16. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Künstlerischer Umgang mit Erinnerung – Gast Doreen Trittel

Posted in Atelier, Ausstellung, Salon by Susanne Haun on 26. Januar 2018

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines KunstSalons!

Der nächste KunstSalon am Dienstag findet am 20. März 2018 um 18 Uhr statt. Insgesamt diskutieren wir nun schon das 16. Mal ausgewählte Themen in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin.

Als Gast freue ich mich, Doreen Trittel (siehe hier), hehocra – Atelier für Erinnerung & Veränderung, in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

 

Einladung 16. Kunstsalon Susanne Haun - Gast Doreen Trittel

 

Gemeinsam werden wir uns dem Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen zuwenden:

In Installationen, Collagen und Fotografien setzt sich die Künstlerin Doreen Trittel immer wieder mit den Themen Erinnerung und Veränderung auseinander. Dabei mixt sie die Materialien und Ausdrucksformen. Oft fügt sie ihren Werken Worte oder textile Elemente hinzu, um neue Perspektiven zu schaffen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeiten begründet sich auf ihre ostdeutsche Herkunft und in ihren Erfahrungen als Stasikind. Kunst ist für Doreen Trittel die Chance zu Veränderung und innerem Wachstum. Damit möchte sie die Menschen erreichen und ihnen Mut machen.

Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

Manche Kunstwerke erschließen sich heute nicht mehr durch den sinnlichen ersten Eindruck, sondern ergeben sich aus der Geschichte hinter dem Werk. So ist das „WER WIE WAS WARUM“ zu erarbeiten und ermöglicht dem Betrachter eine andere Tiefe der Wahrnehmung, nimmt ihn mit auf die Reise und vervollständigt das Werk mit den Geschichten des Rezipienten.

Doreen Trittel und Susanne Haun legen dar, welche Arbeiten notwendig sind, um die Leichtigkeit der gezeigten Installation zu erzeugen.

 

 

 

Damit ihr wisst, was euch erwartet:

Programm

KunstSalon am Dienstag, 20.3.2018, Thema „Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

Doreen Trittel https://hehocra.de/
Susanne Haun http://www.susannehaun.com

Susanne

Grußwort
Vorstellung von Doreen Trittel
Vorstellung Susanne Haun

Doreen
Kurze Einführung, wie Doreen zu ihrer Art der künstlerischen Arbeit fand.
Was sind Installationen und Collagen und welche Anziehungskraft üben sie auf uns aus?
 

Susanne
Wie beständig sind Installationen (sind sie noch in 100 Jahren zu betrachten?) und welche Art von Sammlern nehmen sie in ihre Kollektionen auf? Können Teile von Installationen als Tafelbilder verkauft werden? Wie wichtig ist die Dokumentation von Installationen? Ist die Dokumentation der Installation das Werk?

Doreen
Liegt der Reiz von Collagen nur im Original oder können sie auch anders wie z.B. in der Reproduktion ihre Wirkung entfalten?

Susanne
Ist die Idee der Installation und Collage in der von uns gezeigten Arbeit sichtbar?
Schlusswort und freie Diskussion

 

Hier könnt ihr die Einladung inklusive Programm im pdf Format herunterladen.

Wir freuen uns, Euch im Kunstsalon mit der verbundenen Ausstellung der gemeinsamen Arbeit Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen begrüßen zu dürfen.

Die Ausstellung ist nach Vereinbarung vom 21.3. – 4.5.2018 zu besichtigen.

Sonderöffnungszeiten:

Fr. 23. März 10 – 13 Uhr, Do. 5. April 15 – 18 Uhr, Mo. 9. April 15 – 18 Uhr, Fr. 20. April 10 – 13 Uhr, Do 26. April 15 – 18 Uhr, Do 3. Mai, 15 – 18 Uhr, Fr. 4. Mai 10 – 13 Uhr

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

20. März 2018 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72, M: 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Geborgenheit und Freiheit – Collage von Susanne Haun

Posted in Atelier, Ausstellung, Collage, Erinnerung, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Januar 2018

 

Natürlich sind meine Zeichnungen immer persönlich aber in der Regel  nicht privat.  Meine Persönlichkeit liegt in der Kunst selber verborgen und kann vom Betrachter entdeckt werden.

Die Collage Geborgenheit und Freiheit, die ich für Ausstellung innerhalb des Salons mit Doreen (siehe hier eine Collage von Doreen) erstellt habe, führt mich in die Tiefen meiner Erinnerungen, vielleicht sogar meines Seins. Diese Collage ist zutiefst privat, ich empfinde sie im Augenblick privater als jedes gezeichnete Selbstportrait von mir.

 

Geborgenheit und Freiheit - 30 x 40 cm - 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Geborgenheit und Freiheit – 30 x 40 cm – 2018 (c) Collage von Susanne Haun

Ich habe mit dieser Collage intensiv wahrgenommen, dass meine Mutter mir seit meiner Geburt Geborgenheit und Freiheit gab. In der Collage Geborgenheit und Freiheit habe ich Fotos verarbeitet, die mich zeigen, wie ich am Rathaus Wedding in Berlin laufen lerne. An den Fotos ist zu erkennen, dass meine Mutter mich auf der Wiese laufen lies, sie gab mir die Möglichkeit zu fallen und wieder aufzustehen. Und ich bin gefallen und wieder aufgestanden, mein ganzes bisheriges Leben lang. Ich bin neugierig, probiere vieles aus, falle, stehe wieder auf, probiere Neues, falle… Es ist ein ewiger Kreislauf.

Meine schicke Mama, die mit Pfennigabsatzschuhen, Kostüm und Jacky Kennedy Frisur, die ihrer Tochter im Kleidchen laufenbeibrachte. Es ist verrückt. Das Rathaus, an dem ich fast täglich vorbeikomme, veranlasst mich, uns dort zu sehen, Mutter und Tochter. Meine Mutter, deren letzte Worte an mich bekundeten, wie stolz mein Vater und sie auf mich wären.

Im Salon (Einladung und Informationen erhaltet ihr in den nächsten Tagen) werden Doreen und ich unsere Erinnerungen zu einer Installation verweben. Die heute gezeigte Collage wird auf jeden Fall dabei sein.

 

 

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun
inklusive Ausstellungseröffnung Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen

20. März 2018 um 18 Uhr, Groninger Str. 22, 13347 Berlin, info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72 M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

Aneignung von Jürgens Foto – Assemblage von Susanne Haun und Übersicht des Übermalungsprojekts

Posted in Übermalungen, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Januar 2018

 

Letzte Woche trudelte Jürgens Foto bei mir ein. Boa — dachte ich — das wird schwierig. Aber nachdem ich Samstag zwei Beanbags nähte und die Garnreste sah, war mir klar, wie ich Jürgens Foto bearbeiten werde.

Zuerst fungierte das Foto als Maske, dazu schnitt ich den schreienden Mund auf. Danach benutze ich die Schnitte, die ich auch an den Ohren zufügte für die Garnreste. Die Garnreste sind mir die Linien, die ich auf das dunkle Foto nicht zeichnen kann.

 

 

Aus den Resten, die Jürgen mir schon vor ewigen Zeiten gesendet hatte, schnitt ich die Teile heraus, die ich als Collagen Elemente für das Foto benötigte – die Vorderseite reichte mir dabei nicht und ich nahm mich auch der Rückseite an.

 

 

Ich dachte, das Papier wäre dick genug die Marker, die ich nun für die Rückseite verwendete, auszuhalten. Da irrte ich mich und die Linien schlugen auf die Vorderseite durch. Interessant, besonders, wenn das Foto gegen das Fenster gehalten fotografiert wird. Vorder- und Rückseite vermischen sich.

Ich habe nun alle Portraits bearbeitet, die ich hier hatte und werde nun im laufe der Woche jeweils eine Arbeit für Jürgen und Heike erstellen und dann alles (fertige – angefangene – neue) auf die Reise senden.

Ich zeige euch heute nun endlich die schon lange angekündigte Übersicht unseres Porträt Übermalungsprojekts.

Heike, Jürgen und ich waren sehr fleißig. Ich habe unsere Arbeit in einem pdf gegenübergestellt. Das pdf in reduzierter Größe könnt ihr hier herunterladen: Stand der Dinge Übermalungen (c) Haun, Küster, Schnittker – Klick

Jürgen und Heike, was meint ihr? Sollten wir unsere Arbeit am Ende des Projekts als Künstlerbuch veröffentlichen?

Von issuu möchte ich jedoch Abstand nehmen, ich habe den Eindruck, dass es da nicht so wirklich gewürdigt wird. Ich erkundige mich mal, was der Druck in einer der vielen Onlinedruckerein kosten würde. Vielleicht ist das preiswerter als eine Ausstellung (mit den damit verbundenen Reisekosten) ? Was meint ihr dazu?

UPDATE: Bei Druckdiscount24 würden 16 Seiten bei 500 Exemplaren knapp 350 Euro kosten. Was sollen wir mit 500 Exemplaren? Ich bin weiter dran, ich denke, eine Auflage von 90 Stück (für jeden 30) wäre ja auch erstrebenswert. Vielleicht mit ISBN? Vielleicht können wir ja auch Marlene Obermayer vom Blog „Das Kunstbuch“ (siehe hier) ansprechen. Vielleicht hat sie eine Idee.

 

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