Susanne Haun

Meine Schnipsel in Gerdas Händen – Susanne Haun

Posted in Collage, Schnitt- / Legearbeiten, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Januar 2018

 

Liebe Gerda!

Unglaublich!

Tag um Tag sehe ich, wie „meine“ Schnipsel immer neue Gestalten annehmen. Ich habe deine gesamten Legearbeiten mit „meinen“ Schnipseln in einem Ordner gespeichert und bin nur am Staunen.

Nur ein einziges Bild habe ich gelegt, das ich dir nun heute endlich zeigen möchte. Es entstand, bevor ich dir die Schnipsel sendete (logisch 🙂 ).

Hier könnt ihr meinen Beitrag zu der Erstellung der Schnipsel sehen (Klick).

 

Zirkus im Sonnenschein (c) Collage von Susanne Haun

Zirkus im Sonnenschein (c) Collage von Susanne Haun

 

Vielen, vielen Dank für deine Analyse und Arbeit mit meinen Schnipseln.
Die Form dominiert — ja, ich sehe es jetzt auch. Die Größe ist relativ einheitlich, ja… darüber habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, als ich das Bild zerschnitt.

Eine Übersicht über Gerdas Legearbeiten mit meinen Schnipseln findet ihr hier (KLICK).

 

 

Wandeln auf Gerda Kazakous Spuren – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Schnitt- / Legearbeiten, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2017

 

Als ich das erste Mal Gerdas Collagen (siehe hier) im Netz betrachtete, tat ich mich etwas schwer damit. Erst die konstante Beschäftigung mit ihrer Legekunst und die Gespräche mit ihr im Netz und in Athen brachten mich ihrer Arbeitsweise immer näher.

 

Schnipsel aus der unteren Hälfte von Versunken - Acryl und Tusche auf Aquarellkarton - Originalgröße 70 x 50 cm - 2006 - Foto von Susanne Haun

Schnipsel aus der unteren Hälfte von Versunken – Acryl und Tusche auf Aquarellkarton – Originalgröße 70 x 50 cm – 2006 – Foto von Susanne Haun

 

Es erfordert Mut, die eigenen Arbeiten zu zerschneiden und Neues daraus zu schaffen. Es ist dabei egal, wie alt die Arbeiten sind, das eigene Ich steckt in jedem der zerschnittenen Schnipsel. Gerda legt die Collagen (siehe hier ein Beispiel) aus ihren eigenen Schnipseln, fotografiert und blogt sie und nimmt die Schnipsel wieder zusammen. Das Werk ist nur flüchtig, es vervollständigt sich durch ihre Texte im Internet zur jeweiligen Collage.

Vor einigen Wochen wurde ihr Atelier überschwemmt, das Wasser zerstörte ihre sorgsam aufbewarten Arbeiten und Schnipsel (siehe hier). Ich bin froh, dass Gerda ihre Arbeit so gut im Blog dokumentiert hat.

Während unsere Gespräche fragte ich sie, ob ich ihr von mir Schnipsel senden könne. Sie schaute mich in ihrer eigenen lächelnden Art an und meinte, sie hätte noch nie mit fremden Schnipseln gearbeitet, könne es aber probieren.

So holte ich aus meinem Lager mehrere Arbeiten von 2006. Wie ich zu dieser Auswahl kam? Die Mappe 2006 war einfach die erste, die ich griff, also purer Zufall. Ich stellte fest, dass die Arbeiten, die ich als schlecht ansah auch nichts zum Zerschneiden für Schnipsel waren. Ich zerriss sie und warf sie weg. Fünf weitere Arbeiten empfand ich als gut, sie werden wieder in die Mappe 2006 wandern. Dann gab es eine Zeichnung, da störte mich die untere Hälfte, die Proportionen bereiteten mir ein unangenehmes Gefühl. Jedoch mag ich die Farben und Linien. „Perfekt!“, dachte ich, genau diese Arbeit ist richtig, um Schnipsel zu schneiden.

Das Schneiden war eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich habe festgestellt, dass ich manche Linien nicht zerschneiden konnte, so musste ich mit der Schere mit den Linien gehen. Oft entschied ich auch, innerhalb bestimmter Farbschemen zu schneiden. Die Formen entstanden so aus meiner Zeichnung. Und plötzlich war Schluß. Den oberen Teil der Arbeit konnte und wollte ich nicht mehr zerschneiden. Ich werde ihn ebenso in die Mappe von 2006 zurücklegen. Außerdem habe ich entschieden, zu den fünf weiteren Arbeiten, die ich aus der Mappe geholt habe Zitate zu suchen. Im Gegensatz zu sonst werden erst Bilder und dann Worte folgen. Ich bin gespannt, wie das auf mich wirkt.

Als nächstes werde ich mit den Schnipseln eine Collage legen, sie dann verpacken und Gerda senden. Ich bin sehr neugierig, was Gerda aus den Schnipseln legen wird, zu welchen Texten sie sie inspirieren. Erst wenn auch Gerdas Collage fertig ist, werde ich meine Collage zeigen, damit sie frei von meinen Gedanken arbeiten kann.

 

 

Wie sehen die Kleinsten? Gänse – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Sehgewohnheiten der Kleinsten, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 19. März 2016

Langsam gewöhne ich mich in den Sehprozeß der Kleinsten ein.

Wie gestalte ich eine Bilderbuchseite, die den Kleinsten aber auch den Eltern gefällt.

 

Sehgewohnheiten der Kleinsten – Gans (c) Collage von Susanne Haun

Sehgewohnheiten der Kleinsten – Gans (c) Collage von Susanne Haun

 

Meistens sind die Bilderbücher für Erwachsene nicht interessant oder liebevoll gestaltet.

Grundsätzlich war der Anstoß für dieses Projekt der Wunsch nach einem Tierbilderbuch, das für Kinder , die gerade anfangen ihre Umwelt auch über Bilder zu erkunden bzw. Rhytmus und Erzählung in Büchern zu erfahren (bei Querida war das mit 9 Monaten), geeignet ist. Bei den mir bekannten Bilderbüchern, die auch für diese frühe Altersgruppe sind die Tiere leider oft sehr vereinfacht, „verkindlicht“ oder platt dargestellt.“ Nina Alice Schuchardt

Weiter stört es Nina, dass die Tiere in diesen Büchern meist gewaschen sind und fast ausschließlich Tierkinder darstellen. Nina möchte ein Buch, dass die Tiere zeigt, wie sie auf dem Bauernhof real zu sehen sind.

 

Wie sehen die Kleinsten? Die Katze – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Sehgewohnheiten der Kleinsten, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 16. März 2016

Nina zeigt meine Zeichnungen für das Bilderbuch für die Kleinsten immer ihrer etwas über 2jährigen Tochter und erprobt die Reaktion.

Querida konnte sich an dem Hahn (siehe hier) erfreuen während sie die körperlosen Widder (siehe hier) verwirrten.

Mit zwei Jahren ist Querida älter als die Jüngsten der Zielgruppe, die wir ansprechen wollen. Sie kann uns erzählen was ihr gefällt und was nicht. Aber wie ist das Wohlbehagen von 9 monatigen Kindern zu messen?

 

Sehgewohnheiten der Kleinsten - Katze (c) Collage von Susanne Haun

Sehgewohnheiten der Kleinsten – Katze (c) Collage von Susanne Haun

 

„Schon im Alter von sieben Monaten zeigen Augenbewegungen von Babys, wie gut sie Informationen verarbeiten können. Jetzt gelang US-Forschern der Nachweis, dass solche Messergebnisse aus der Säuglingszeit Voraussagen darüber erlauben, wie gut Kinder im Alter von elf Jahren Probleme lösen und planen können. Das nährt Hoffnungen, mit spielerischen Konzentrationsübungen schon in den ersten Lebensmonaten das kognitive Potential von Kindern langfristig zu beeinflussen.“ schreibt Nora Schultz in ihrem Artikel “ Anfänge der Intelligenz: Schau mir in die Augen, Kleines!“ im Spiegel. (Hier der Link zum gesamten Artikel

Ein bißchen Angst bekomme ich bei dem Artikel schon, es gibt heute schon eine Menge überergeizige Eltern, was passiert erst, wenn diese anfangen, ein Trainingsprogramm für ihre Babys aufzustellen. Ich finde das Schlußwort der Autorin gelungen, so bin auch ich mit meinem Sohn umgegangen, ich habe ihn in der Trage oder im Tuch (je nach Situation mit mir rumgetragen) und habe ihm viel erzählt, mit ihm gespielt und ihm die Liebe, die ich für ihn empfinde spüren lassen.

 

 

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²Schultz, Nora. Anfänge der Intelligenz: Schau mir in die Augen, Kleines!, http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kognitionsforschung-schon-am-baby-sieht-man-die-spaeteren-erfolge-a-864144.html , 12.3.2016, 17:38 Uhr

Wie sehen die Kleinsten? Der Widder – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Sehgewohnheiten der Kleinsten, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 8. März 2016

Lange habe ich mir meine erste Arbeit, den Hahn, des Projekts Wie sehen die Kleinsten? angeschaut (siehe hier) und versucht zu ergründen, was Kinder ab neun Monate darauf entdecken können.

 

Sehgewohnheiten der Kleinsten - Widder (c) Collage von Susanne Haun

Sehgewohnheiten der Kleinsten – Widder (c) Collage von Susanne Haun

 

Ich bin auf dieser Arbeit sparsam mit Collage und Zeichnung umgegangen und mir erscheint das Bild fast leer. Normalerweise ist es genau das, was ich mag. Ich arbeite so minimal wie nötig. Habe ich aber den Zusammenhang zwischen Foto und Linie ausgewogen konstruiert? Wie kann ich mich in ein Baby hineinversetzen? Doch gar nicht! Wie würde ich in meinem täglichen Leben als Zeichnerin mit den Vorlagen umgehen? Sollte ich mich frei machen von dem Gedanken, dass Kleinkinder die Zeichnungen betrachten? Und was ist mit den Eltern, die die Zeichnungen ebenso betrachten?

Heute habe ich begonnen, mich  frei zu zeichnen und bin anders mit den Fotos umgegangen, die Nina mir gesendet hat. Dieses mal zeichnete ich unstrukturierter, um die Fantasie der Kinder anzuregen. Aber ist die Zeichnung damit interessanter?

Auf jeden Fall hat die Zeichnung einen innerlichen Prozeß bei mir angestossen, und die nächsten beiden Zeichnungen stehen klar vor meinen Augen. Um mir selber über die heute entstandene Arbeit klar zu werden, habe ich sie in Etappen fotografiert. Diese Fotos helfen mir bei der Auseinandersetzung mit dem Thema.

 

 

 

Wie sehen die Kleinsten? – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt Sehgewohnheiten der Kleinsten, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 18. Februar 2016

Ein Baby kann von Geburt an sehen, jedoch sind die ersten Wahrnehmungen noch verschwommen. Erst im Laufe des ersten Lebensjahrs entwickelt sich die Sehfähigkeit des Menschen zur Gänze.

 

Hahn für die Kleinsten (c) Collage von Susanne Haun

Hahn für die Kleinsten (c) Collage von Susanne Haun

 

Auf der Seite des Babycenters sind die Sehfähigkeiten des Menschen im ersten Lebensjahr Monat für Monat beschrieben (siehe hier).

„Während Ihr Kind heranwächst, benutzt es seine Augen, um große Mengen an Informationen über die Welt zu sammeln. Das regt die Entwicklung des Gehirns an und hilft dabei, neue Bewegungsabläufe zu lernen, wie das Sitzen, Herumrollen, Krabbeln und Laufen.“²  wird auf der Seite „Meilensteine: Sehen“ geschrieben.

Wie also sollte eine Zeichnung aussehen, die auch die ganz Kleinen verstehen können? Wie kann eine Zeichnung helfen, die Entwicklung des Babys zu fördern? Diese Fragen hat sich Nina Alice Schuchard gestellt und sie hat mir diese Fragen mit einer Handvoll Fotos von Tieren für Collagen weitergereicht.

Ich habe eine Collage mit einem Hahn begonnen. Es ist nicht so einfach, denn ich zeichne aus mich selbst heraus und habe mir nie die Frage gestellt, wie die kleinsten meine Arbeiten aufnehmen. Ich sollte also auf Schrift verzichten. Jedoch ist mir die Schrift wichtig. Also habe ich wenigstens den Anfangsbuchstaben H von Hahn dazu genommen. Es soll viel zum Schauen auf der Zeichnung sein, aber wieviel kann ich zeichnen, ohne ein Baby zu überfordern?

Ich bin noch in der experimentellen Phase. Erst überlegte ich, in der Größe 40 x 40 cm zu arbeiten, während des Arbeitsprozeß entschied ich mich für die Größe 30 x 40 cm.

 

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² http://www.babycenter.de/a8634/meilensteine-sehen#ixzz40A7pDmVP , 14.2.16, 18:00 Uhr

Blatt 43 – Ich und mein Hals – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Oktober 2014

Ohne Worte!
Vielleicht habt ihr heute Worte zu meiner Collage.

Blatt 43 - Ich und mein Hals  - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 43 – Ich und mein Hals – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 44 – Wer sind die Söhne, die gehen? (c) Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Oktober 2014

Diese beiden Collagen sind von den stetigen Berichten über den Krieg geprägt.

Die Soldaten aus dem 2. Weltkrieg werden den Frauen in Kostümen der Musketiere gegenübergestellt. Mütter und Väter und immer der Verlust, den der Krieg automatisch mit sich bringt. Über den beiden Gruppen schwebt der Geier. In der Münzabteilung des Bodemuseum sah ich die Münze zum Gedenken an den 100jährigen Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges. Dort war ein zerrupfter Adler eingeprägt. Nicht so, wie ich ihn gezeichnet habe, denn die Knochen, die kommen von den Menschen und nicht vom Vogel.

Blatt 46 - Ideologie des Krieges - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 46 – Ideologie des Krieges – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

In der unteren Collage habe ich Kopien von Fotos von jungen Soldaten gezogen und diese Kopien geknickt. Ich weiß nicht, welche der Soldaten auf den Fotos den Weg wieder nach Hause gefunden haben und welche im Krieg geblieben sind. Selbst wenn sie wiederkamen, welche seelischen Schäden haben sie davongetragen?

Blatt 44 - Wer sind die Söhne, die gehen - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 44 – Wer sind die Söhne, die gehen – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 42 – Die Schönheit der Lebensmitte – Collage von Susanne Haun

Posted in Collage, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Oktober 2014

Als ich das Foto mit dem Strandkorb fand, musste ich sofort an die Ostsee denken.

Als ich klein war, haben meine Eltern mit meinem Bruder und mir im Wohnwagen viele Urlaube an der Ostsee verbracht.

Blatt 42 - Die Schönheit der Lebensmitte - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 42 – Die Schönheit der Lebensmitte – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 41 – Die vier Sklaven des Königs – Collage von Susanne Haun

Posted in Berlin, Collage, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 30. September 2014

Vor dem Schloß Charlottenburg steht das Reiterdenkmal des großen Kurfürsten von Andreas Schlüter.

Das Denkmal ist 5,6 Meter hoch und der große Kurfürst wird in Antiker Kleidung dargestellt. An den vier Ecken des Sockels sind vier Sklaven angekettet. Das Denkmal ist ein Hauptwerk der Barockplastik vom Typus der auf die Marc-Aurel-Statue in Rom zurückgreifenden Reiterstandbilder. Im Gegensatz zu Christian Rauch, der knapp 100 Jahre später 1790 Friedrich den Großen auf seinem Reiterdenkmal im zeitgenössischen Kostüm dargestellte. Dem voraus ging eine Diskussion, ob der König eher im Antiken oder zeitgenössischen Kostüm dargestellt werden sollte. Es entbrannte der sogenannte „Kostümstreit“. Die Entscheidung für ein zeitgenössisches Köstüm wurde als Sieg für das preußische Bewusstsein empfunden.

Ich fand in meinen „im Müll gefundenen Fotoalben“ ein Foto mit einer jungen Frau mit dem Reiterdenkmal von Andreas Schlüter. Die Frau hat 60ziger Jahre Kleidung an. Beim Betrachten hinterlässt das „Schlüterpferd“, dass ich von meinen zahlreichen Besuchen am Schloß Charlottenburg kenne, einen vertrauten Eindruck. Und doch ist es mir fremd, denn die Zeit auf dem Foto ist so eindeutig vergangen.

Aus diesen Gedanken heraus entstand die heute hier abgebildete Collage „Die vier Sklaven des Königs“.

 

Blatt 41 - Die Vier Sklaven des Königs - 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

Blatt 41 – Die Vier Sklaven des Königs – 25 x 25 cm (c) Collage von Susanne Haun

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