Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Friedrich Schlegel in Ricarda Huch: Die Romantik

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 2. Dezember 2018

 

Wer etwas Unendliches will, der weiß nicht, was er will;

aber umkehren läßt sich dieser Satz nicht.

Friedrich Schlegel

 

Engelskopf 12 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Was bedeutet Unendlichkeit? Nicht nur, wenn in statistischen Erwägungen x gegen Unendlich läuft, empfinde ich das Wort als schwierig. „Theoretisch beschreibt der Begriff „unendlich“ ein Objekt oder einen Vorgang ohne Ende oder Schluss, aber möglicherweise mit Anfang oder Beginn. In der Geometrie würde also ein Strahl oder eine Kreisbahn als unendlich beschrieben werden.“ kann in Wikipedia gelesen werden.

Der Mensch als Individuum kann zur Zeit nicht in die Unendlichkeit laufen, obwohl die Medizin und Technik sich die größte Mühe geben, es zu ermöglichen.

Was haltet ihr von den theoretischen Erwägungen, die Impulse eines Gehirns in einen Computer downzuloaden? Kann so das Gedächtnis eines Menschen unsterblich werden? Und ist der Mensch ohne Körper noch ein Mensch? Ich denke an die Substanz von Déscartes, dem menschlichen Geist, den er vom Köper teilt. Die Substanz wird auch als Seele bezeichnet.

 

Meine Vorstellung von Descartes nach Franz Hals (c) Zeichnung von Susanne Haun für Blog

Meine Vorstellung von Descartes nach Franz Hals (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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Habt ihr es bemerkt? Letzte Woche zitierte ich Wilhelm Schlegel, den Bruder Friedrichs.

Friedrich Schlegel in: Ricarda Huch, Die Romantik, Ausbreitung, Blütezeit und Verfall, Erstveröffentlichung 1911, in: Die Bücher der Neunzehn, Band 112, Tübingen 1951, S. 112.

Das Ingenium – mein letzter Satz – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Kunstgeschichte, Philosophie, Zeichnung by Susanne Haun on 9. Mai 2015

Der letzte Satz ist da (siehe hier). Ich habe ihn im Titel Descartes Werk „Regulae ad directionem ingenii“ gefunden.

So schließe ich diese Arbeit mit einem Zitat von Petraca, dem Mitbegründer des Humanimus. Ursprünglich begann Francesco Petraca schon um 1350 die Diskussion um das Ingenium: „Ihm ist ein von Natur begünstigtes ingenium vorstellbar, das ohne Unterstützung äußerer Kräfte durch sich selbst großartige Gedanken [magnificos sensus] ausdrücken kann.„.[1]

 

Erkenntniskraft (c) Zeichnung von Susanne Haun

Erkenntniskraft (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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[1] Löhr, Wolf-Dietrich. Genie. In: Metzler, Ullrich Hrsg. Metzlers Lexikon Kunstwissenschaft. Stuttgart 2003. S. 118.

Das Zweifeln – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Philosophie, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 11. Dezember 2014

Descartes (siehe hier mein Sinnbild von ihm) zweifelt in seiner „Mediationes de prima philosophia“ alles an und versucht herauszufinden, was wirklich wahrhaftig ist.

Er fragt sich dabei, was ein Mensch ist und ob er sagen könnte, der Mensch sei ein vernünftiges Tier. Aber er stellt fest, dass dann sofort gefragt werden würde, was ein Tier sei und was vernüftig.

Wie also definieren wir Mensch – damals und heute?

Tagebucheintrag Susanne Haun 06 12 2014 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Tagebucheintrag Susanne Haun 06 12 2014 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hier auch noch eine kleine Erinnerung!

Morgen von 14 bis 20 Uhr freue ich mich auf euren Besuch zur Atelierbesichtigung.

Susanne Haun
Groninger Str. 22
13347 Berlin
Vorderhaus, 4. Etage Mitte — dort wo das Beste Licht zum Zeichnen ist!

Descartes – „Ego cogito. Ego sum“ – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Philosophie, Portraitmalerei by Susanne Haun on 6. November 2014

Wer kennt nicht „Ich denke, also bin ich.“.
So wird Descartes häufig verstanden.

Meine Vorstellung von Descartes nach Franz Hals (c) Zeichnung von Susanne Haun für Blog

Meine Vorstellung von Descartes nach Franz Hals (c) Zeichnung von Susanne Haun für Blog

 

Das „Ich bin.“ und das „Ich denke.“ sind jedoch als formale nicht als gehaltsvolle Sätze zu verstehen. Es geht darum, dass das denkende Sein vieles denken kann, das nicht immer sinnvoll sein muß. Descartes spricht hier nicht von der Vielseitigkeit des denkenden Sein.

Der Satz „Ich denke.“ kann nicht in „Ich denke nicht.“ negiert werden, da sonst ein Selbstwiederspruch vorliegt. Damit ist der Satz wahr. Der Beweis für „Ich bin.“ ist nicht einfach und ist auch bei Descartes nicht vollständig schlüssig.

Während ich über Descartes Meditionen nachdachte, zeichnete ich ihn. Natürlich gibt es von Descartes keine Fotografien oder Filme. So ließ ich mich von dem Porträt „Descartes“ von Frans Hals, das 1648 entstand, inspirieren. Inzwischen habe ich soviel von Descartes gehört und gelesen, dass er mir richtig nahe scheint.

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