Descartes – „Ego cogito. Ego sum“ – Zeichnung von Susanne Haun

Wer kennt nicht „Ich denke, also bin ich.“.
So wird Descartes häufig verstanden.

Meine Vorstellung von Descartes nach Franz Hals (c) Zeichnung von Susanne Haun für Blog
Meine Vorstellung von Descartes nach Franz Hals (c) Zeichnung von Susanne Haun für Blog

 

Das „Ich bin.“ und das „Ich denke.“ sind jedoch als formale nicht als gehaltsvolle Sätze zu verstehen. Es geht darum, dass das denkende Sein vieles denken kann, das nicht immer sinnvoll sein muß. Descartes spricht hier nicht von der Vielseitigkeit des denkenden Sein.

Der Satz „Ich denke.“ kann nicht in „Ich denke nicht.“ negiert werden, da sonst ein Selbstwiederspruch vorliegt. Damit ist der Satz wahr. Der Beweis für „Ich bin.“ ist nicht einfach und ist auch bei Descartes nicht vollständig schlüssig.

Während ich über Descartes Meditionen nachdachte, zeichnete ich ihn. Natürlich gibt es von Descartes keine Fotografien oder Filme. So ließ ich mich von dem Porträt „Descartes“ von Frans Hals, das 1648 entstand, inspirieren. Inzwischen habe ich soviel von Descartes gehört und gelesen, dass er mir richtig nahe scheint.

10 comments

  1. er hat ein bisschen was von einem Wassermann, der aufs Land kommt und nun staunt und fragt und denkt 😉

    ja, das ist der Stoff aus dem Philosophiebücher sind und ich erspare mir einen grossen Diskurs, sage nur: ich bin, weil ich mich spüre, was ja nun auch nicht immer alle können oder tun … und ich denke, weil ich bin …

    herzliche Grüsse Ulli

    1. Das finde ich gerade das faszinierende an Descartes Ich denke. Ich bin. Er stellt nur etwas ganz formales fest, ohne eben also und weil. Das ist wieder ein anderes Thema.
      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße von Susanne

  2. This is my favourite Decartes quotes: „An optimist may see a light where there is none, but why must the pessimist always run to blow it out?

    Thank you for another great post.

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