Berühmt · Portraitmalerei · Zeichnung

Mein Sinnbild der Dichterin Sylvia Plath – Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Sylvia Plath, Zeichnung von Susanne Haun, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Mein Sinnbild von Sylvia Plath, Zeichnung von Susanne Haun, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Mein Sinnbild von Silvia Plath entstand einen Tag vor dem Portrait von Ricarda Huch (-> Klick), auch in diesem Sinnbild verwende ich die Farbe Senegal Blau, Antiktusche von Rohrer.

Die Gedichte von Plath gelten als Confessional Poetery (Bekenntnislyrik). Ich musste erstmal nachlesen, was genau man darunter versteht. In Wiikipedia heisst es: „Bekenntnislyrik bezeichnet poetische Werke, welche intime, häufig wenig schmeichelhafte Details aus dem Leben des Poeten bzw. der Poetin in akzentuierter Form thematisieren, wie zum Beispiel psychische Krankheiten oder sexuelle Erfahrungen.“

Ja, das habe ich beim Lesen auch festgestellt, Plath nimmt kein Blatt vor dem Mund.
Ob ihre Lyrik ihr Erleichterung verschafft hat.

Da ich vom Mund spreche, habe ich in der Galerie als Detail den Mund hervorgehoben. Vielleicht zeichne oder male ihn auf Leinwand solo. Verspricht ein Mund nicht immer Verheißung? Ist ein Mund nicht sexuell geprägt? Die Abstrakten Elemente der Zeichnung habe ich aufgrund des Lebenslaufs von Sylvia Plath ebenfalls hervorgehoben.

Mit einem Klick werden die Bilder der Galerie groß dargestellt.

Zeichnung

Mein Sinnbild der Kunsthistorikerin Ricarda Huch – Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Ricarda Huch, Zeichnung von Susanne Haun, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Mein Sinnbild von Ricarda Huch, Zeichnung von Susanne Haun, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ricarda Huch wurde 1864 geboren und starb 1947. In Wikipedia steht, dass sie eine deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin war. Ich frage mich, ob ich sie als Kunsthistorikerin bezeichnen kann. Es gab wenige Kunsthistorikerinnen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Heute sieht das anders aus, 95% der Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte sind weiblich.

Ich habe Ricarda Huch für mich bei den Arbeiten an meinem Master entdeckt. Sie hat ein ganzes Buch zur Romantik gefüllt.

Döblin schreibt im Klappentext der 1951 erschienen Auflage:

„Sie war eine herrliche Frau mit Kraft, Geist und Mut – ihr werdet niemals ihresgleichen sehen.“

Genau das habe ich in mein Sinnbild von Ricarda Huch gelegt: Kraft, Geist und Mut! Vielleicht aber auch ein wenig Resignation? Was für ein Kampf war es wohl für sie, sich in dieser männerdominierenden Welt durchzusetzen und dahin zu gelangen, wo sie bei ihrem Tod stand? Ihre letzten Jahre waren von der inneren Emigration überschattet, in der sie sich währen des Nationalsozialismus begab.

Zeichnung · Zitat am Sonntag

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Eva Strittmatter

 

Meine Seele ist wie trocken.

Durch die Wüste irre ich.

Nähr mich von Erinnerungsbrocken.

Und die Welt verweigert sich.

Eva Strittmatter , deutsche Dichterin und Schriftstellerin

 

Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun
Die Seelen (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Strittmatter, Eva, Wildbirnenbaum, Berlin 2009, S. 44.