Zeichnung

Mein Sinnbild der Kunsthistorikerin Ricarda Huch – Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Ricarda Huch, Zeichnung von Susanne Haun, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Mein Sinnbild von Ricarda Huch, Zeichnung von Susanne Haun, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ricarda Huch wurde 1864 geboren und starb 1947. In Wikipedia steht, dass sie eine deutsche Schriftstellerin, Dichterin, Philosophin und Historikerin war. Ich frage mich, ob ich sie als Kunsthistorikerin bezeichnen kann. Es gab wenige Kunsthistorikerinnen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. Heute sieht das anders aus, 95% der Studentinnen und Studenten der Kunstgeschichte sind weiblich.

Ich habe Ricarda Huch für mich bei den Arbeiten an meinem Master entdeckt. Sie hat ein ganzes Buch zur Romantik gefüllt.

Döblin schreibt im Klappentext der 1951 erschienen Auflage:

„Sie war eine herrliche Frau mit Kraft, Geist und Mut – ihr werdet niemals ihresgleichen sehen.“

Genau das habe ich in mein Sinnbild von Ricarda Huch gelegt: Kraft, Geist und Mut! Vielleicht aber auch ein wenig Resignation? Was für ein Kampf war es wohl für sie, sich in dieser männerdominierenden Welt durchzusetzen und dahin zu gelangen, wo sie bei ihrem Tod stand? Ihre letzten Jahre waren von der inneren Emigration überschattet, in der sie sich währen des Nationalsozialismus begab.

11 Kommentare zu „Mein Sinnbild der Kunsthistorikerin Ricarda Huch – Zeichnung von Susanne Haun

    1. Danke, liebe Gerda,
      ich musste aus irgendwelchen kühlen Gründen deinen Kommentar aus meiner Spamliste holen. Zusammen mit zwei Kommetaren von Gerhard. Sehr merkwürdig…. Aber was ist im Moment nicht merkwürdig.
      Liebe Grüße von Susanne

  1. Ausgezeichnet.
    Mir fielen drei Elemente auf: der Mund, die Augen und der etwas schiefe Kopf.
    Da ist aber noch mehr: der Abstand der Lippen zur Nase.

    Weisheit, Schmerzkenntnis, gebotene Ruhe.

  2. Weißt Du, wo ich Ricarda Huch kennen gelernt habe? In meiner Kindheit war ja als Spiel das „Autoquartett“ groß in Mode. Hatte jeder. Vielleicht um auf dieser Erfolgswelle zu reiten gab es damals auch ein „Dichterquartett“ – nun, das fand ich nicht so spannend wie das Autoquartett, aber in der kleinen Abteilung „Dichterinnen“ (ich glaube, das waren überhaupt nur 4, kann mich aber auch irren), da war auch Ricarda Huch. Kannte ich ansonsten damals nicht, kenne ich heute ansonsten immer noch nicht …. schönen Sonntag!
    Martin

    1. Das ist ja ein Spannungsbogen! 😉 Von Autos zu Dichter! Ich denke mir, dass in unserer Jugend Dichterinnen noch keinen großen Raum fanden.
      Ich habe Ricarda Huch durch das Schaufenster eines Antiquariats kennengelernt. Es gibt so wenig Publikationen aus der Romantik von Frauen, dass ich das Buch sofort kaufen musste.
      Kann ich dir empfehlen.
      Einen schönen Wochenbeginn, Susanne

    1. Danke, Pega, ja, es ist männlich konzipiert. Obwohl ihre Züge auf den vorhandenen Fotos eher weiblich sind fand ich diese Darstellung treffender.
      Es ist erstaunlich, wie sie sich als Frau durchsetzen konnte….Hut ab!
      Liebe Grüße von Susanne

Kommentar verfassen