Leinwand · Verkauf · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Du hast ja gar keine Bilder auf deiner Homepage – Susanne Haun

Gestern bekam ich einen Anruf von einem Sammler meiner Kunst, der ganz entsetzt bemerkte, ich habe ja keine Bilder mehr auf meiner Homepage.

Selbstbildniss als Widder, 22 x 15 cm, Tusche und Acryl auf Zigarrenbrettchen, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst Bonn 2020
Selbstbildniss als Widder, 22 x 15 cm, Tusche und Acryl auf Zigarrenbrettchen, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst Bonn 2020

Ein Internetauftritt gestalten

Seit ich vor kurzem den Tarif weines WordPress Blogs gewechselt habe, werden bei den Ergebnisslisten der Suchfunktion keine Bilder der Beiträge mehr angezeigt. Ich bemerke es am selben Tag wie mein Anrufer und war völlig abgenervt. Ich suchte auf meinem Blog ein bestimmtes Bild, dass ich über die google Funktion Verkauf anbieten wollte und fand es nicht, weil eben nur Text angezeigt wird.

Ich finde besagte Leinwand zurzeit nur auf meiner Präsenz der Pariser Galerie Singulart (-> siehe hier).

Wie sieht das Suchergebnis aus?

Seht selber: Wenn ihr dem Link (-> Klick) folgt, seht ihr, was ihr angezeigt bekommt, wenn ihr nach „Leinwand“ auf meinem Blog sucht

Ich habe diese Funktion selber immer genutzt, um Ausstellungen für bestimmte Themen zusammenzustellen.

Die nun mit der neuen Version von WordPress angebotene Suchfunktion ist für mich als Künstlerin nutzlos.

Und was nun?

Ergebnisseliste Suchbegriff Leinwand (c) Susanne Haun

Schnelle Hilfe

Da ich sicher etwas länger mit wordpress chatten muss, um dieses Problem zu beheben und Angesichts meines vollen Kalenders, habe ich kurzer Hand die Anregung meines Sammlers aufgegriffen, als erste Karteikarte meines Blogs den Folder „Bilder“ einzufügen und eine Auswahl aus der Mediathek meines Blogs hochgeladen. Ihr seht den Folder unten auf dem Foto.
Ich brauchte dazu keine Stunde Arbeit für die neue Seite, aber es ist halt eine Notlösung.

Habt ihr schon einmal die Seiten meines Blogs aufgerufen?

Seiten meines Blogs (c) Susanne Haun

Oben unter meinem Namen stehen Buttons, die zu den Seiten meines Blogs führen.

Hand auf’s Herz?

Habt ihr diese Seiten schon einmal aufgerufen?

In dem Workshop bei Kerstin Müller und Thorsten Uhle (siehe hier mein Blogbeitrag dazu) habe ich gelernt, dass ein Menü wie das meinige nur 7 Menüpunkte maximal enthalten sollte. Ich habe gleich 13 Punkte und beim Verkauf noch 3 Unterpunkte.

Es liegt also noch viel Arbeit vor mir!

Und ich will doch nur Kunst machen!

Ist das heute überhaupt noch möglich? Sich als Künstlerin ganz auf die Kunst zu konzentrieren?

Mein Präsentations- bzw. Galerieraum ist groß genug für die Leinwand für Grimma 450 x 200 cm (c) Foto von Susanne Haun
Mein Präsentations- bzw. Galerieraum ist groß genug für die Leinwand für Grimma 450 x 200 cm (c) Selbstfoto von Susanne Haun



Ausstellung · Blumen und Pflanzen · Verkauf über Singulart · Zeichnung

Die Welt von Singulart – Katalog – Susanne Haun

 

Susanne Haun im Katalog der Pariser Galerie Singulart, Foto selbst (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Susanne Haun im Katalog der Pariser Galerie Singulart, Foto selbst (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Vor einigen Tagen fand ich Post aus Paris in meinem Briefkasten.

Welch‘ eine Überraschung!

Die Pariser Galerie Singulart sendete mir den aktuellen Katalog des Hauses. Auf Seite 44 ist groß meine Zeichnung Das Innere der Tulpe abgebildet.

Der Katalog ist mit Die Welt von Singulart betitelt und richtet sich an Kunstsammlerinnen und Kunstsammler. Die Mitbegründerin der Galerie, Vera Kempf schreibt im Vorwort:

„… der Erwerb eines Kunstwerks ist voller magischer Momente: das Gefühl das einen überkommt, wenn man sich in ein Kunstwerk verliebt, die Aufregung, sobald man sich für den Kauf entschieden hat und dann die gespannte Ungeduld beim Warten, bie es endlich zuhause ankommt und man es aufhängen kann. (…) Ich lade Sie ein, mithilfe dieses Katalogs eine kleine Auswahl unserer vielfältigen Talente, die wir mit Stolz auf Singulart repräsentieren, zu entdecken.

 

Das Innere der Tulpe - 23 x 31 cm - Tusche auf Burgung Hahnemuehle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun
Das Innere der Tulpe – 23 x 31 cm – Tusche auf Burgung Hahnemuehle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Hier  entlang (-> Klick) geht es zu meiner Zeichnung in der Pariser Galerie Singulart. Ihr könnt einfach die virtuellen Galerieräume betreten und  in 15 Fotos und Text die Tulpen näher betrachten. Viel Spaß dabei!

Hier (-> klick) geht es lang, wenn ihr alle Kunstwerke des Katalogs betrachten wollt.

Vor kurzem bin ich von Annika Nein von Singulart interviewt worden. Wenn ihr das Interviwe lesen wollt, dann folgt einfach dem Link (-> klick)

Ich beantworte die Fragen:

Wann wussten Sie, dass Sie Künstlerin werden wollen?

Würden Sie uns von Ihren künstlerischen Einflüssen erzählen, welche Künstler haben Sie inspiriert?

Würden Sie uns über Ihr derzeitiges Projekt erzählen – woran arbeiten Sie?

Was würden Sie Ihrer Meinung nach tun, wenn Sie nicht Künstlerin geworden wären?

Haben Sie auf Singulart andere Künstler entdeckt, deren Kunst Sie schätzen oder gar bewundern?

Welchen Rat würden Sie jungen Künstlern geben, die gerade anfangen und versuchen Fuß zu fassen?

 

Susanne Haun in ihrem Atelier in Berlin Mitte (c) Foto von M.Fanke
Susanne Haun in ihrem Atelier in Berlin Mitte (c) Foto von M.Fanke

 

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Kempf, Vera (Hrsg.), Die Welt von Singulart, Katalog, Paris 2020, S. 44.

 

Atelier

Der Heilige Abend – Susanne Haun

 

Ich wünsche alle einen besinnlichen, ruhigen Heiligenabend.

Einen Abend, wo Familienstreitereien beiseite gelegt werden können, wo man sich der Kindheit erinnert, der naiven Zeit, wo alles noch fast perfekt war.

 

Weihnachtszeit – Galerieraum – Foto von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018
Weihnachtszeit – Galerieraum – Foto von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

 

Foto

Vorweihnachtszeit – Galerieraum Susanne Haun

 

Vorweihnachtszeit - Galerieraum - Foto von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018
Vorweihnachtszeit – Galerieraum – Foto von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Eines der großen Errungenschaften der Handyfotografie ist das Panorama Foto.

Ich benutze diese Funktion sehr gerne und bin immer wieder erstaunt, wie mittels Rechenleistung des Handys räumliche Körper in zweidimensionale Fotos gepresst werden.

Meine Familie wird mich Weihnachten besuchen, also musste ein Weihnachtsbaum her. Früher wurde in meiner Familie der Weihnachtsbaum erst am Heiligenabend vom Balkon in die sogenannte gute Stube geholt. Bei so einem Dreckwetter wie im Moment hat das so allerlei Schäden für das Wohnzimmer mit sich gezogen. Wer meinen Galerieraum kennt, der wird sich denken können, dass ich dazu so gar keine Lust habee. Mit einer Tradition brechen, das wollte ich aber auch nicht und so hatte ich die gute Idee, den Baum zwar schon aufzustellen aber noch im Netz zu lassen. Das hat dann so etwas von Zypressen in der Toskana.

 

 

Vorweihnachtszeit - Galerieraum - Foto von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018
Vorweihnachtszeit – Galerieraum – Foto von Susanne Haun (c) VG Bild Kunst, Bonn 2018

 

Euch allen eine streßfreie Vorweihnachtszeit!

Ich habe schon alle Geschenke zuhause, nun muß ich mit dem Einpacken beginnen. Ich bin kein passionierter Einpacker, für mich ist es eher eine Pflicht, der ich mit einem guten Hörbuch begegne!

 

Ausstellung · Blumen und Pflanzen · Zeichnung

Ausstellungsansichten im Kunstraum Susanne Haun

 

Heute musste ich leider meine Ausstellung floraler Zeichnungen in meinem Atelier abhängen.

Morgen ist der nächste Kunstsalon (siehe hier) in meinen Räumen und um 13 Uhr stehen Utz und Rosie vor der Tür, um die Musikerinnen und Musiker sowie die Kalender zu hängen, die wir präsentieren werden. Ich bin gespannt, wie der Galerieraum dann aussehen wird. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie der Raum sich mit dem jeweiligen Salon wandelt und sicher bin ich genauso traurig, diese Ausstellung wieder abzuhängen.

Damit die letzte Hängung erhalten bleibt, habe ich Ausstellungsansichten fotografiert.

 

 

Zeichnung

Zwei Berliner Kirchen: St. Agnes Kreuzberg, St. Michael Mitte und ein Baum – Zeichnung von Susanne Haun

Eigentlich waren wir ausgezogen, um St. Agnes (siehe hier), die nach Plänen von Werner Düttmann 1967 gebaut wurde, in Berlin Kreuzberg, Alexandrinenstraße zu betrachten.

1a St. Agnes Berlin Kreuzberg (c) Foto von Susanne Haun
St. Agnes Berlin Kreuzberg (c) Foto von Susanne Haun

Das Gebäude wurde von der katholischen Kirche aufgrund der Kosten und der schwindenden Gemeinde  an den Galerist Johann König samt Turm, Gemeindezentrum und meterhoher Orgel verkauft (siehe hier einen Artikel in der Zeit).

Wir hätten vorher ins Netz der Netze schauen sollen – die Galerie hatte wegen Ausstellungsumbau geschlossen und so konnten wir nur von außen das Architekturdenkmal betrachten.

9 St. Michael Berlin Mitte (c) Foto von M.Fanke
St. Michael Berlin Mitte (c) Foto von M.Fanke

Dafür blieb Zeit, eine zweite Kirche zu betrachten: St. Michael (siehe hier), die sich an der Grenze der Bezirke Mitte und Kreuzberg befindet und im Krieg stark beschädigt wurde. Fontane war der Ansicht, dass die Garnisonskirche St. Michael  zu den schönsten Kirchen Berlins gehört. Heute ist das Mittelschiff der Kirche zerstört, es wurde nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr aufgebaut. Zwei Gedenktafeln berichten von der Geschichte der Kirche und den darumliegenden Luisenstädtischen Kanal (siehe hier).

22 Luisenstädtischer Kanal (c) Foto von M.Fanke (1)
Luisenstädtischer Kanal (c) Foto von M.Fanke

Das Wetter war einmalig kalt mit blauem Himmel und so zeichnete ich die Bäume und verliebte mich in das bunte Laub. Dazu benutze ich einen Tintenroller, den mir mein Vater schenkte. Er zeichnet in dünnen Linien. Die Linien sind leider nicht modelierbar.

Kunstgeschichte · Leinwand · Zeichnung

Die Rolle der Galeristin – Susanne Haun

 

Im  Sonntagsinterview vom 29.08.2016 des Tagesspiegel wurde Monika Sprüth interviewt (siehe hier).

 

Mein Weg zwischen Künstlerin und Kunsthistorikerin - 144 x 33 cm -Zeichnung auf Leinwand (c) Foto von Susanne Haun
Mein Weg zwischen Künstlerin und Kunsthistorikerin – 144 x 33 cm -Zeichnung auf Leinwand (c) Foto von Susanne Haun

 

Das Interview war sehr aufschlussreich und ich finde die Frau, die sich in der Beantwortung der Fragen zeigt, sehr sympatisch.

Die nicht nur kunst- sondern auch fußballbegeisterte Galeristin hat mich besonders in der Beantwortung der folgenden drei Fragen sehr begeistert:

„Susanne Kippenberger: Sie als Galeristin, sind Sie Trainer für den Künstler?
Monika Sprüth: Nein. Meine Rolle ist eher die des Beraters oder Managers. Der Galerist ist Dienstleister gegenüber dem Künstler.“²

Ich: Genauso stelle ich mir eine Galeristin vor, sie nimmt dem Künstler/in die betriebswirtschaftliche Arbeit ab, sorgt mit ihren Verkäufen dafür, das genügend Geld zum Leben für den Künstler/in vorhanden ist und gibt ihm/ihr manchmal Anstöße bei der Arbeit. Diese Anstöße können aufgrund eines Atelierbesuchs erfolgen oder aus einer Diskussion resultieren.

„Susanne Kippenberger: Sehen Sie sich selbst auch als Vorbild?
Monika Sprüth: Das weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass sich etwas verändert hat in den vergangenen 30 Jahren: Künstlerinnen sind sichtbarer im Kunstmarkt und in den Museen. Doch wir müssen vorsichtig sein, denn nur Frau sein alleine macht noch keine bedeutende Künstlerin. Ein wichtiges Kunstwerk muss in Form und Inhalt höchste Ansprüche einlösen.“³

Ich: Das ist auch immer meine Rede, nicht hervorheben, eine Frau zu sein und sich benachteiligt fühlen, sondern einfach tun, was in unserem Job zu tun ist. Ehe ich es nun in den Kommentaren lese: ich weiss, dass Frauen noch benachteiligt werden. Aber es hilft nichts zu jammern, es hilft nur anpacken und zu ändern.

„Susanne Kippenberger: Sollten Künstler ihr eigenes Werk interpretieren?
Monika Sprüth: Nein, das ist nicht ihre Aufgabe. Es geht ja darum, was das Werk beim Betrachter auslöst. Die bedeutende Kunstkritikerin der „New York Times“, Roberta Smith, will mit den Künstlern gar nicht reden. Sie schaut sich die Ausstellung an, und siehe da: Bei ihr kommt immer was sehr Vernünftiges raus.“³

Ich: Die Auffassung gefällt mir einfach. Ich habe während meines Studiums gelernt, das zwischen dem Kunsthistoriker und dem Künstler welten sehen. Ich wandele oft zwischen den Welten.

Das Interview geht über drei Seiten und es lohnt sich, es komplett zu lesen.

Und nun? Was zeige ich jetzt für eine Zeichnung dazu? Am besten die, die gerade entstanden ist. Bezugslos zum Text und doch mit vollem Bezug. Denn geht nicht alles, was ich denke und tue in meinen zeichnerischen Ausdruck ein?

 

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²http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/die-galeristin-monika-sprueth-ueber-ihre-fussballleidenschaft-die-stimmung-im-stadion-ist-zweitrangig/14459784-2.html, 9.11.16, 13:45 Uhr.

³http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/die-galeristin-monika-sprueth-ueber-ihre-fussballleidenschaft-eine-perversion-unserer-welt/14459784-3.html, 9.11.16, 13:45 Uhr.

Portraitmalerei · Zeichnung

Fingerübungen – Zeichnungen von Susanne Haun

 

Neulich sagte eine Galeristin zu mir, man solle nicht jede Fingerübung zeigen sondern nur die Sahnehäubchen. Ich glaube, das Widerspricht meiner täglichen Blog-Philosophie.

 

 

Portraitmalerei · Selbstbildnisse · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Der neue Künstlertyp – was zeichnet heute den Künstler aus? – Susanne Haun

 

Weihnachten bekam ich ein Jahresabo des art magazines (siehe hier) geschenkt.

 

Selbst - Streifend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten
Selbst – Streifend – Zeichnung von Susanne Haun – 25 x 25 cm – Tusche auf Bütten

 

Ich schaffe es nicht immer, das Heft sofort zu lesen. So habe ich erst heute die Folie vom neuen September Heft aufgerissen. Grundsätzlich lese ich immer zuerst das Editorial. Es ist für mich wie die Einleitung einer Hausarbeit, die mich auf den kommenden Text, in dem Fall die vorliegende Ausgabe des art magazine, vorbereitet.

Dieses mal habe ich nach dem Editorial  gleich zum Artikel Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern  von Kolja Reichert vorgeblättert.

Was zeichnet heute den Künstler aus? ist eine der Fragen, die Reichert im Artikel stellt. Unter anderem schreibt Reichert, dass das Modell für den Künstler heute „der Start-up-Gründer, der originelle Nerd, der mit disruptiven Innovationen seinen Investoren das rare, wertvolle Angebot macht (…).“².

Ganz ernst meint das Reichert sicher nicht, aber es liegt trotzdem viel Wahrheit in den Worten.

Ersteinmal habe ich das  Wort disruptive betrachtet. Im Duden ist unter  disruptive (englisch) „störend, zerstörerisch, zu: to disrupt = stören, unterbrechen < lateinisch disruptum, 2. Partizip von: di(s)rumpere= zerreißen“  zu finden.

Ich bin das alles, was Reichert schreibt, ich vermarkte mich selber, kontakte, organisiere Ausstellungen, spreche Sammler an, versuche Sponsoren zu finden usw. Ich mache faktisch zwei Dinge gleichzeitig: ich bin Künstlerin und meine eigene Galeristin.

Habe ich mir das so vorgestellt, als ich mich für das Künstlerinnendasein entschied?

Ich kann mit einem entschiedenen „JEIN“ antworten.  Ich möchte eigentlich nur zeichnen, gerne in Ruhe und Ausgeglichenheit ein Thema erforschen und festhalten. Ich habe das Gefühl, da kommen im Moment immer wieder dringende Vermarktungsarbeiten dazwischen. Das gefällt mir nicht. Ich wünsche mir also wieder einmal eine gute Galerievertretung. Dafür muss ich jedoch ersteinmal bewerbungstechnisch tätig werden und das macht viel Arbeit, die mir dann wiederum beim Zeichnen fehlt. Nein – keine Ausrede, ich bin dran und war gestern gerade erst bei einem Gespräch in einer Galerie…..

Vorerst werde ich die Prioritäten ein bißchen von hier nach dort verschieben und wie durch Zaubershand wird am Ende mehr Zeit zum Zeichnen übrig bleiben.

 

Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun
Selbst im Kosmos (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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² Reichert, Kolja. Fitte Künstler Saufen und Rauchen war gestern, in: art magazine, Hamburg September 2016, S. 38 – 41.

Betrachtungen zur Kunst · Portraitmalerei · Selbstbildnisse · Zeichnung

Was sind im Kunstbetrieb Werbeveranstaltungen? – Susanne Haun

Bevor sich Ulli Gau letzte Woche nach dem KunstSalon am Dienstag von mir verabschiedete, stellte sie mir eine Frage, über die ich eine Weile nachdenken musste. Sie fragte: „Susanne, ist der Salon für dich eine Werbeveranstaltung?“ Ich antwortete spontan: „Nein, wenn ich Werbung machen will, dann verteile ich Flyer!“.

Selbst (c) Zeichnung von Susanne Haun
Selbst (c) Zeichnung von Susanne Haun

Was aber sind Werbeveranstaltungen in der Kunst? Die Hauptwerbeveranstaltung ist die Ausstellungseröffnung, denn dort werden die „neuen Produkte“ des Künstlers vorgestellt. Der Künstler selber und auch der Galerist gehen an die Öffentlichkeit und stellen sich dem Kunstmarkt. Natürlich ist das Ziel einer Ausstellung, Werke zu verkaufen. Galerist und Künstler führen Verkaufsgespräche. Was sind für euch Werbeveranstaltungen in der Kunst? Beim Salon stellen wir uns einem Thema. Wir hatten auch schon Themen, die nicht unmittelbar etwas mit Kunst zu tun haben. Ich erinnere an Claudia Jahnkes Beitrag zum Thema „Zur Dynamik von Frustration und Kränkung“ (siehe hier). Es finden beim Salon keine Verkaufsgespräche statt. Wir diskutieren ein Thema. Darum geht es mir im Salon: um Kommunikation. Es geht mir auch um Erfahrungsaustausch in unterschiedlichen Ebenen. Deshalb ist es mir so wichtig, immer wieder einen Gast mit einem Thema einzuladen.

Selbst (c) Zeichnung von Susanne Haun
Selbst (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das nächste Mal findet der Salon am 18. Juli 2015 statt. Jürgen alias Buchalov wird mein nächster Gast sein. Wir sprechen über double bind, doppelt gebunden in Bezug auf Engel. Rational von der Vernunft bestimmt wissen wir, dass es keine Engel gibt, aber wir wünschen uns, dass es sie gibt und sie uns beschützen. Wir sind doppelt gebunden. Vielleicht mögt ihr euch den Termin schon in den Kalender eintragen?

Selbst (c) Zeichnung von Susanne Haun
Selbst (c) Zeichnung von Susanne Haun