Susanne Haun

Im Garten der Hannah Höch – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 20. August 2013

Am Sonntag hatte ich bei einer Veranstaltung die Möglichkeit, den Garten der Hannah Höch zu besuchen und mich an der Blumenpracht zu erfreuen.

Diese Freude gebe ich einfach und unkompliziert an Hand der Fotos und Zeichnungen von mir weiter.

Schmetterling (c) Zeichnung von Susanne Haun

Schmetterling (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking readers:
On Sunday I visited the Garden of Hannah Höch and enjoyed the profusion of flowers at an event.
I give this joy simply and easily to hand the photos and drawings of mine to you.

Sonnenhut  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sonnenhut (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Garten der Hannah Höch – Zeichnung und Bericht von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 16. April 2013

Nur 20 Minuten Fussweg von meinem Atelier lebte Hannah Höch von 1939 – 1978. Hannah Höch zählt zu den bedeutesten Künstlerinnen der klassischen Moderne in Deutschland.

Hannah Höch ist in Deutschland in der Phase des Dadaismus bekannt geworden. Ihre Collagen sind weltweit zu sehen. Ein Raum in der Berlinischen Galerie zeigt das Schaffen der Dada Gruppe.

Es ist eine Ausstellung der Gruppe im oberen Stockwerk der Berlinischen Galerie „nachgestellt“. Den Raum mag ich sehr.

Wer sich für das Haus der Hannah Höch interessiert, erhält hier auf der Homepage des Förderverein des Künstlerhauses mehr Informationen. Johannes Bauersachs, ebenfalls Künstler, lebt im Haus und hat gestern netterweise auch seine Gartentür für eine Führung geöffnet. Dazu müssen sich die Interessierten allerdings anmelden.

Das Haus hat so herrlich blaue Fensterläden und ist aus Holz. Ich finde, es verströmt noch die Atmosphäre der Besitzerin.

So vom blau inspiriert habe ich gestern eine Fresie mit Rose in Blau gezeichnet.

BBlaue Fresien Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

BBlaue Fresien Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:

Hannah Höch lived from 1939 to 1978 just 20 minutes walk from my studio . Hannah Höch is one of the most significant artists of classical modernism in Germany.

She has become known in the phase of the Dada movement in Germany. Her collages can be seen worldwide. A room in the Berlinischen Gallery shows the work of the Dada Group. It is an exhibition of the group in the upper floor of the gallery Berlinischen and shows a exibition from the time of formation. I like the room very much.

More information of the house of Hannah Höch, receives you on the website of the Friends of the artist house. John Bauersachs, also artist, lives in the house and graciously opened his garden gate for a tour yesterday. To the interested parties, however, must be registered.

The house has blue shutters and is made of wood. I think it still exudes the atmosphere of the owner.

So inspired by the blue, I drew freesia with a rose in blue, yesterday.

Blühender Mohn und das Lebensbild der Hannah Höch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Mai 2011

Blühender Mohn ist wohl das meistgemalteste Motiv und die Galeristin der Galerie Zeitlos erklärte mir letztes Jahr vor unserer Ausstellung, dass Blumen in der Kunst nicht ernst genommen werden.

„Aha!?!“, dachte ich und dachte mir meinen Teil –
schon wieder sind wir bei unserer Blogparaden Frage angelangt:
Wer oder was ist ein Künstler und warum?
Und wie immer bitte ich euch, eure Kommentare dort zu hinterlegen.

Kunst und Natur - Foto von Susanne Haun

Kunst und Natur - Foto von Susanne Haun

Wie ich schon hier berichtete, lebte Hannah Höch, die große deutsche Graphikerin und Collagekünstlerin des Dadaismus, in der selben Straße wie ich. Eines habe ich auf jeden Fall mit ihr gemeinsam: die Blumen! Sie zog sie in ihrem Garten und ich auf meinem Balkon und die Blumen inspirieren – inspirierten uns bei unserer Arbeit.

1953 schrieb Hannah Höche Ihrer Schwester „Ich verreise in meinen Garten.“ Ihre Arbeit war immer von ihren Reisen geprägt und als ihre Arbeiten während des 2. Weltkrieges auf die Liste der entarteten Kunst gesetzt wurde, ging sie in die innerer Emigration, versteckte nicht nur ihre Arbeiten sondern auch die von Kollegen, gestaltet ihren Garten und läßt sich von ihm inspirieren. Ich kann dazu das mit dem gleichlautenden Titel von Gesine Sturm und Johannes Bauersachs empfehlen: „Ich verreise in meinen Garten“, Der Garten der Hannah Höch.

Mohn - Foto von Susanne Haun

Mohn - Foto von Susanne Haun

Wollen wir uns ein wenig in der Geschichte der Blumenmalerei umsehen?
In der Antike wurden Blumenmosaike in Häusern dargestellt, um den Reichtum des Hauses zu symbolisieren (neben den anderen Erträgen des Hauses.
Lilie, Akelei und Iris symbolisierten die Reinheit Marias im Mittelalter. Ich habe alle drei Blumen schon oft gezeichnet. Folgt einfach den Links auf den Blumen!
Dürer wollte die Blumen so naturgetreu wie möglich wiedergeben, um sie für botanische Lehrbücher festzuhalten.
Durch die Auflösung der Gilden im 16. Jahrhundert wurde eine Spezialisierung auf Blumenbilder möglich – einige Maler brachten es damit zum Hofmaler andere verkauften ihre Arbeiten auf dem Jahrmarkt.
Bis heute ist das Stillleben (wozu die BLumen gehören) nicht aus der Mode gekommen und in jedem Jahrhundert gibt es bekannte Vertreter in der Malerei Paul Cézanne, Georges Braque, Juan Gris, Max Beckmann, Giorgio Morandi, Georgia O’Keeffe, Horst Janssen und Fotografie  Imogen Cunningham, Robert Mapplethorpe, Tina Modotti.

Mohn - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Mohn - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

In den Kommentaren zur Frage Wer oder was ist ein Künstler und warum? hat Marie S. Ueltzen, marieueltzen.de folgenden Film von Arte geblogt: http://videos.arte.tv/de/videos/nostalgie_philosophie-3912920.html

Während ich meinen Mohn beobachtete, malte, zeichnete, fotografierte, hörte ich immer wieder diesen Film.

Nun lasse ich die Fotos von meiner heutigen Arbeit sprechen.

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