Susanne Haun

Alltag 4 – Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 6. Februar 2019

 

 

Abschied von der Pausenkultur mit Cristina Wiedebusch (c) Foto Susanne Haun

Abschied von der Pausenkultur mit Cristina Wiedebusch (c) Foto Susanne Haun

 

Fünf Jahre haben Cristina Wiedebusch und ich zusammen Kunstgeschichte studiert. Viele Pausen mit endlosen kunsthistorischen Diskussionen haben wir in einem kleinen Kaffee in der Brömmer Strasse verbracht. Ende diesen Semesters werden sich unsere Wege trennen. Beide haben wir dann unsere Masterarbeit abgegeben und Cris wird sich einen Job suchen und ich werde mich für eine Individualpromotion immatrikulieren. Eine Situation, die einmal zum Alltag gehörte, wird nun zur Besonderheit werden.

So fand ich, dass die heute gezeigten Fotos gut zum Thema Alltag passen. Ulli ludt uns mit einer Blogparade ein, unsere Impressionen zum Thema Alltag zu fotografieren und zu beschreiben. Hier erfahrt ihr mehr darüber.

Erinnert ihr euch noch, was es bedeutet, einen Lebensabschnitt abgeschlossen zu haben? Es ist ein ganz merkwürdiges Gefühl, dass zwischen Freude und Wehmut pendelt.

 

Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Juli 2017

 

Manchmal bringt das Leben interessante Kombinationen hervor, so auch Rembrandt und eine Louis Vuitton Handtaschen Torte.

Als ich vor vier Jahren mit meinem Studium begann, erwartete ich nicht, noch einmal eine wirklich gute Freundin kennenzulernen, schliesslich war ich ja schon 48 Jahre alt. So ging es auch Cris, die letzte Woche 48 Jahre alt wurde. Wir sind beide sehr erstaunt, nicht nur wegen unseres Alters und die schnell vergehende Zeit. Ich habe euch Cris schon einmal vorgestellt (siehe hier), sie hat die Ausstellung Wegschütten von Jürgen und mir kuratiert.

Cris hat sich zur Rembrandt Expertin entwickelt. Neben Rembrandt beschäftigt sie sich während ihres Studiums mit Caravaggio und den Caravaggisten.

 

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Acryl-Käfer bevölkern Rembrandt Kopf – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris inspirierte mich dazu, mich mit Rembrandt im Portrait zu befassen. Das ist keine einfache Aufgabe, gibt es doch „nur“ Gemälde, Zeichnungen und Radierungen von ihm.

Wie schaffe ich es in solch einem Fall, mich und meine Kunst in Rembrandt einzubringen, ohne dass meine Zeichnung wie eine Kopie von Gewesenem wirkt?

Das erste Portrait zeichnete ich nach einem Besuch in der Gemäldegalerie  – ich kaufte im Museumsshop einen Käfer in Acryl eingelegt (nein keinen Hai wie bei Damien Hirst sondern einen Käfer!) und verknüpfte ihn in schnellen Linien mit Herrn Rembrandt.

Das zweite Rembrandt Portrait ging ich bedachter an, beim Schreiben des Text dachte ich an Cris und stellte mir vor, wie Rembrandt Cris in seinem Haus in Amsterdam, was ich letztes Jahr besuchte (siehe hier) wohl betrachten und ihr erklären würde, wie Farben angemischt werden. Ich habe mich sehr gefreut, was für unterschiedliche Portraits mit unterschiedlichen Ausdrücken entstanden sind. Die beiden Arbeiten zeigen, wie entscheident der Künstler und nicht der Portraitierte für das entstehende Werk ist. Eigentlich ist das Modell (oder Auftragsgeber) dem Künstler und seine sicht ausgeliefert.

 

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rembrandt trifft mit stechenden Blick auf Cris – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Cris hat zu ihrem Geburtstag ihre Kreativität in anderer beeindruckender Weise ausgelebt. Mit 60 Eiern, 4 Paketen Butter, viel Zucker und noch einigem mehr backte² sie eine Louis Vuitton Handtaschen Torte. Da ich die Tasche sehr beeindruckend fand, möchte ich sie euch hier auch zeigen:

 

 

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² Ich habe im Duden die Vergangenheit von Backen nachgeschlagen, ich wusste, buk gehört zur alten Rechtschreibung (siehe hier) und erfuhr so, dass backte nun die neue Vergangenheitsform des Verbes backen ist.

Cristina Wiedebusch – die Kuratorin der Ausstellung Wegschütten – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Projekt Wegschütten, Wegschütten, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juli 2016

 

Cristina Wiedebusch wird Jürgen und mich als Kuratorin bei unserer Ausstellung Wegschütten unterstützen. Die Kommunikation zwischen der Kuratorin und den Künstlern ist sehr wichtig.

 

Cristina Wiedebusch, geb. Bonadonna (c) Foto von Susanne Haun

Cristina Wiedebusch, geb. Bonadonna (c) Foto von Susanne Haun

Es muß geklärt werden, welche Aufgaben jeder zum guten Ablauf der Vernissage und der Ausstellung übernimmt. Dazu wird Cris am Dienstag zu mir kommen. Jürgen wird Cris erst am Montag vor der Vernissage persönlich kennenlernen jedoch werde ich ihr am Dienstag einiges zu seinen Werken erzählen und zeigen.

Die wichtigste Aufgabe der Kuratorin ist die Begleitung der Künstler während der Vorbereitung der Ausstellung. Sie schaut sich die Arbeiten an, sucht aus, was zusammen gehören könnte, ermuntert die Künstler – sie ist die erste Betrachterin der Arbeiten. Kurator kommt vom lateinischen Wort curator („Pfleger“, „Vertreter“ oder „Vormund“) sowie von curare („Sorge tragen“, „sorgen um“). Ich schrieb schon einmal in meinem Blog darüber jedoch sind die Aufgaben des Kurators für viele Leserinnen und Leser immer noch unklar und das ist auch nicht schlimm 🙂 .

Cristina Wiedebusch ist in Italien, Turin mit dem wohlklingenden Geburtsnamen Bonadonna geboren und besuchte in ihrer Heimatstadt das altsprachliche Liceo Classico Vincenzo Gioberti und schloss mit dem klassischen Abitur ab. Diesem Umstand verdankt sie, dass sie heute die Sprachen Latein und Altgrieschich zusätzlich zu Englisch beherrscht. Die italienische Muttersprachlerin spricht perfekt Deutsch und hat vor einem halben Jahr begonnen, ihre 6. Sprache, niederländisch, zu lernen.

Bevor sie 1993 wegen der Liebe von Italien nach Deutschland auswanderte, besuchte sie die Universita Degli Studi di Torino für ein Studium der Psychologie. 1994, 1997 und 2008 brachte sie ihre Kinder zur Welt und immatrikulierte sich genau wie ich 2013 im Fach Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin.

Ich freue mich auf unser Arbeitsgespräch am Dienstag und werde schon mal die Kaffeemaschine heiss laufen lassen.

Jürgen hat ein kleines Künstlerbuch zum Thema Wegschütten auf issuu publiziert (siehe hier). Es lohnt sich, hineinzuschauen.

 

Cover der Publikation Wegschütten (c) Susanne Haun und Jürgen Küster

Cover der Publikation Wegschütten (c) Susanne Haun und Jürgen Küster

 

Zur Eröffnung der Ausstellung wegschütten am Dienstag, den 16. August 2016, ab 16.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Ab 18.00 Uhr findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung der 11. KunstSalon am Dienstag zum Thema „Möglichkeiten der Präsentation von Kunst“ statt.

Kunstraum Susanne Haun, Groninger Str. 22, 13347 Berlin
info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72 M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

 

Einladung zur Ausstellung Wegschütten - Jürgen Küster Susanne Haun Cristina Wiedebusch

Einladung zur Ausstellung Wegschütten – Jürgen Küster Susanne Haun Cristina Wiedebusch

Der reissende Fluss – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Februar 2013

Das erste Buch, dass ich von Ketil Bjørnstad hörte, war die Oda (siehe hier) und wenn mir erst einmal ein Buch gefällt, dann ist es wie eine Sucht und ich gebe erst Ruhe, wenn ich möglichst viel von dem Autor gelesen oder gehört habe.

Vindings Spiel hörte ich letzten Sommer im Urlaub in Italien in der Emilia Romana. Der große Vorteil am hören eines Buches ist, dass die Landschaft, in der ich mich befinde, nochmals Einfluss auf das Gehörte nimmt. Beim Hören eines Buches in der Emilia Romagna zu sitzen ist anders als zuhause auf dem Balkon. Im Unbewussten vermischt sich Norwegen mit dem Apenin und der reißende Fluss aus Vindings Geschichte mit dem Motone aus Italien (siehe hier).

Der Wilde Fluss, 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Wilde Fluss, 30 x 40 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

So freue ich mich auch sehr über die Zusammenarbeit dreier Blogger mit Beiträgen zu „Vindings Spiel“ von Ketil Bjørnstad.

Auf Jargs Blog über Bücher und Medien findet ihr den ersten Einstieg zum Buch. Weiter geht es auf Dinas Blog, auf dem Jarg seine Rezession des Buches schreibt. Dazu seht ihr meine Zeichnungen von Händen, die Klavier spielen.

Ich mag Dinas und Jargs Blog und schaue bei beiden regelmäßig vorbei.

Meine heutige Traumlandschaft des wilden, reissenden Flusses warf eine Frage für mich auf. Lasse ich den Hintergrundsberg hell oder ganz dunkel? Das ist eine der grundlegenden Fragen einer Zeichnung. Manchmal treffe ich die Entscheidung intuitiv aus dem Bauch heraus, heute habe ich viel darüber nachgedacht. Ich entschied mich für dunkel, um zu prüfen, ob die Entscheidung richtig war, habe ich auch das Hell fotografiert. Ich kann nicht sagen, ob es richtig oder falsch war, die Wirkung ist eine ganz andere und das finde ich sehr spannend.

The first book that I heard from Ketil Bjørnstad, was Oda (see here) and when I like a book I want to read more and more about the author and I will not rest if I have as much as I can read or heard by the author.

I heard Vindings game last summer on holiday in Italy in the Emilia Romana. The big advantage of an audiobook is that the landscape in which I find myself, once again has an influence on what I hear. To sit while listening to a book in the Emilia Romagna region is different than sitting at home on the balcony. Norway is mixed with the Apenin and the river of Vindings game and the Motone from Italy mixed. (see here).

I am also very pleased with the collaboration of three bloggers with articles on „Vindings game“ by Ketil Bjørnstad.

On Jargs blog about books and media you can find the first entry for the book. Continue on Dinas blog where Jarg writes his discription to the book. On both you see my drawings of hands that play the piano.

I like Dinas and Jargs blog and look back often for both.

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Ketil Bjørnstad. Vindings Spiel. Insel Verlag 2006.

Blumen und Abreise aus der Emilia Romagna – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Emilia Romagna, Zeichnung by Susanne Haun on 4. August 2012

Mit drei Füller bin ich in Portico angereist, mit zwei fahre ich wieder ab.

Der dritte Füller ist wohl in Cesenatico geblieben, jedenfalls habe ich da mit ihm die Hafenszenerie und den Deiderus gezeichnet. Es ist mir erst beim Packen aufgefallen, dass er fehlt, da dieser nicht mein Lieblingsfüller war. Aber nun, wo er weg ist, vermisse ich ihn doch!

Meine Zeichnungen auf dem Balkon (c) Foto von Susanne Haun

Meine Zeichnungen auf dem Balkon (c) Foto von Susanne Haun

Die Idylle hier am Montone hat mir ausgesprochen gut gefallen. Deutsche Touristen habe ich nicht gesehen, im Landgasthaus waren ein paar Holländer und Engländer aber da das Landgasthaus auch nur 15 Zimmer besitzt, hält sich auch das in Grenzen. Die Ferienwohnung ist eine wirklich italienisch eingerichtete Wohnung mit viel Platz und zwei Terrassen.

Unsere Ferienwohnung in Portica (c) Foto von Susanne Haun

Unsere Ferienwohnung in Portica (c) Foto von Susanne Haun

Gefallen hat mir auch das gemeinsame Fußballschauen im Landgasthaus. Der Kontrast zwischen alt und neu war groß. Das Essen gab es im klassischen italienischen Garten und das Fußballspiel wurde mit Beamer auf die Leinwand unter dem Weinstock gezeigt!

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Ich denke, dass ich noch lange inspiriert von der Reise in die Emilia Romagna sein werde.

Rote Blumen 17 x 22 cm Tusche auf Burgund (c) Zeichnung von Susanne Haun

Rote Blumen 17 x 22 cm Tusche auf Burgund (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

Blumen und Abreise aus der Emilia Romagna – Zeichnungen von Susanne Haun

Der Steinkreis: Zeit zum Nachdenken – Zeichnungen und Animation von Susanne Haun

Weiter unten am Fluss in Portico finde ich Steine, in einem Kreis gelegt gefallen sie mir ausgesprochen gut.

Ich nehme einen 10 Sekunden Film der Steine und Geräusche auf. Das gefällt mir auch ausgesprochen gut. Es gibt noch andere Orte für 10 Sekunden Filme, z.B. der Kaminholzhaufen auf der Terrasse der Ferienwohnung.

Steinkreis (c)Still von Susanne Haun

Steinkreis (c)Still von Susanne Haun

Ich gebrauche an dieser Stelle Zeit zum Nachdenken. Das Nachdenken über meine Kunst, wo ich her komme und wo ich hin will.

Mein Skizzenbuch wird mir immer wichtiger. Ich zeichne die Steine, wie ich sie sehe, immer neue Konstellationen – immer neue Gedanken.

Der Urlaub ist fast vorbei und das Resultat der Ruhe in meinem Kopf ist erstaunlich. Ich werde mir jeden Tag Zeit zum Nachdenken nehmen. Zeit, in der ich auf eine Bank sitze und nichts tue, so wie ich hier am Montone sitze und die Steine anschaue.

Steinkreis (c) Zeichnung von Susanne Haun (6)

Steinkreis (c) Zeichnung von Susanne Haun (6)

Ich habe die Steine immer wieder in neuen Konstellationen gezeichnet und hätte, wenn ich gewollt hätte auch noch viele Konstellationen zeichnen können. Jede Steinzeichnung beschreibt einen neuen Weg und es stehen jeden von uns 1.000 solcher Wege offen.

Ich habe die Steine geschichtet, sie einzeln abfotografiert und sie wieder neu geschichtet, es gibt auf der Tonspur des Filmes die Geräusche des Wassers nur den Geruch, den habe ich nicht eingefangen.

Und ich habe die Steine allesamt auch mit nach Hause genommen, bis auf die Großen, um weiter mit ihnen zu arbeiten.
Die gezeigten Turnschuhe mußte ich wegschmeissen. Die Klebenähte haben sich gelöst – ich habe sie 1992 aus New York mitgebracht, gehegt und gepflegt aber nun haben sie sich einfach aufgelöst.

Der Steinkreis: Zeit zum Nachdenken – Zeichnungen und Animation von Susanne Haun

Musei San Domenico – Pinacoteca – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna by Susanne Haun on 2. August 2012

Es gibt große Museen, die keinen Eintritt verlangen!

Ich war sehr erstaunt. Das Musei San Dominco ist riesig groß und es wird die Kunst der Umgebung von Forli in den Räumen der ersten Etage gezeigt. Unten im Erdgeschoss ist noch alles leer – die Wände und die Vitrinen.

Ich und Dama dei gelsomini - Pinacoteca Musei San Domenico Forli (c) Foto von H.Haun

Ich und Dama dei gelsomini – Pinacoteca Musei San Domenico Forli (c) Foto von H.Haun

Wir müssen uns ins Gästebuch des Museums eintragen, mit Datum. Gestern war keiner dort und heute waren wir die ersten und werden wohl auch die einzigen bleiben, da das Museum um 13 Uhr schließt.

Vier Museums Angestellte sehen wir, die eine führt uns durch den rechten Flügel, ein anderer durch den linken. Das Museum ist in zwei alten Klostern untergebracht. Der Architekt hat bei der Einfügung des Museums in die Kloster viel Glas verwendet. In den Gängen sind Glasfenster im Boden, um die alten Klostergrundmauern zu zeigen. Auch die Treppengeländer sind ganz aus Glas. Vor Aufregung vergesse ich das Fotografieren der Architektur – ich darf nämlich sogar umsonst fotografieren, „no flash“ ist die einzige Einschränkung, die mir gemacht wird.

Wir bekommen – natürlich auch kostenfrei – eine Broschüre, in der alle Exponate abgebildet sind.

Leider kann ich nicht viel mehr italienisch als Grazie und Bon Giorno und so scheitern weitere Erklärungen zu der gezeigten Kunst – LEIDER !

Dafür habe ich es wirklich ausgenutzt, große Arbeiten aus dem 13. – 16. Jahrhundert im Detail zu fotografieren. Einige der Fotos zeige ich euch hier und jetzt!

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

 

Musei San Domenico – Pinacoteca – Bericht von Susanne Haun

Libellen am Montone in Portico di Romagna – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Emilia Romagna, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 1. August 2012

Der Montone zieht mich fast täglich in seinem Bann.

Überall fliegen wunderschöne blaue Libellen auf dem Wasser. Sie sind sehr, sehr schnell und es dauert einen Moment, bis ich begreife, dass sie vier Flügel besitzen. Die Einzelheiten kann ich in der Schnelligkeit kaum sehen und so entstehen viele schnelle Bewegungszeichnungen in meinem kleinen Skizzenbuch.

Insekt 30 x 40 cm Tusche auf Hahnemühle Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Insekt 30 x 40 cm Tusche auf Hahnemühle Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe in diesem Urlaub zwei Scetchbooks von Hahnemühle benutzt, das A6 und das A5 Buch. Sie sind so schön leicht, dass ich mitunter auch beide mitnahm. Zum Montone war meistens das A6 dabei.

Einmal bin ich mit voller Bekleidung auf den Steinen ausgerutscht und ins Wasser gefallen. Das Skizzenbuch hielt ich hoch. Meine kleine Canon war in der Hosentasche und obwohl sie pitschenass geworden ist, funktionierte sie schon gleich nach dem trockenwischen wieder. Auch wenn sie zerbrochen und ertrunken wäre, ich habe auch noch die große Canon dabei. Einen Urlaub ohne Fotoapparat kann ich mir fast so schwer vorstellen, wie ein Urlaub ohne Skizzenbuch!

Libelle am Montone (c) Zeichnung von Susanne Haun

Libelle am Montone (c) Zeichnung von Susanne Haun

Detaillierte kann ich die Insekten, die ich schon am … gezeichnet habe (siehe Beitrag hier) darstellen. Sie bleiben so nett für mich sitzen, selbst wenn ich das Blatt, auf dem sie hocken, einfach umdrehe und mir ihre Beine genauer anschaue.

So ist eine interessante Serie von vier Arbeiten entstanden.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

 

Libellen am Montone in Portico di Romagna – Zeichnungen von Susanne Haun

Bologna, die schönste Stadt Italiens – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Emilia Romagna, Engel, Skizzen, Skizzenbuch, Skulptur, Zeichnung by Susanne Haun on 31. Juli 2012

Ich bin begeistert von Bologna!

Die Stadt pulsiert voll Leben und die Bogengänge schützen auch zur Mittagszeit vor der sengenden Sonne. Trotz der heutigen 32 Grad konnte ich durch die Bogengänge (knapp  38 km in der Stadt) flanieren. Bis ins 17. Jahrhundert war es Vorschrift, die Häuser mit Arkaden zu bauen, um ein einheitliches Stadtbild beizubehalten.

Skulptur im Palast Archiginnasio (c) Zeichnung von Susanne Haun

Skulptur im Palast Archiginnasio (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sehr beeindruckt hat mich auch der Anatomie Vorlesungssaal, der Teatro Anatomico, in der alten Universität im Palast Archiginnasio. Da kann die Phantasie schon mit einem durchgehen und man sieht vor seinem geistigen Auge, wie der Professor vor seinen Studenten an Hand eines Toten die Anatomie erklärt. Die Universität ist voller Familienwappen von Professoren und Studenten.

Das Morandi Museum war für mich natürlich auch ein Höhepunkt, leider hatte ich mich nicht nach den Öffnungszeiten erkundigt, das Atelier kann nur von 12 bis 14 Uhr besichtigt werden und als ich um zehn vor zwei nach den Weg von der Ausstellung seiner Arbeiten im Rathaus zum Atelier fragte, war es schon zu spät.

Pause auf dem Piazza Maggiore (c) Foto von Julian Haun

Pause auf dem Piazza Maggiore (c) Foto von Julian Haun

Aber nichtsdestotrotz habe ich besonders seine Bleistiftzeichnungen, Kaltnadel Radierungen und Aquarelle genossen. Die Schraffuren der Radierungen sind einmalig.

In der Stadt selber gibt es so viele Skulpturen, die die Gebäude halten, dass ich schnelle Zeichnungen von einigen fertige. Der berühmte Neptunbrunnen von Bologna, mein Reiseführer sagt sogar, es sei DIE Sehenswürdigkeit der Stadt, liegt in der prallen Sonne und ist kaum wahrnehmbar. Beim nähertreten sehe ich einzig die vielen Tauben, die sich im Wasser erfrischen.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

 

Bologna, die schönste Stadt Italiens – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Der Wasserfall am Montone bei Portico di Romagna – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Aquarell, Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Landschaft, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juli 2012

Vor Antritt der Reise habe ich mich köstlich über die Formulierung der FeWo Besitzer im Internet amüsiert, in der es heißt, „mit den Einheimischen von Portico im Fluss schwimmen“.

Nun weiß ich, was gemeint ist! In Portico gibt es wenig Touristen. Der Wasserfall des Montone fließt in ein natürliches „Swimmingpool-Becken“ und am Nachmittag und Wochenende gehen auch die Bewohner von Portico sich im Pool erfrischen. Bei der konstanten Hitze von 30 – 35 Grad ist das auch kein Wunder!

Am Montone (c) Foto von A.Haun

Am Montone (c) Foto von A.Haun

Ich bin kein Schwimmfreund aber es ist für mich auch sehr erfrischend, den Flusswind zu spüren und die Steine und das Wasser zu betrachten. Die Schatten werfen natürliche Zeichnungen auf mein Aquarellpapier.

Schattenspiel (c) Foto von Susanne Haun

Schattenspiel (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe mir die Aufgabe gestellt, mit wenigen Linien Steine und Wasser mit den Aquarellfarben zu bannen.

Helen Königs zeigt im Facebook oft Schattengebilde und ich muss sagen, mich interessieren die Schatten der Dinge auch sehr!

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Der Wasserfall am Montone bei Portico di Romagna – Zeichnungen von Susanne Haun

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