Susanne Haun

Projekt ohne Namen – Fröhlichkeit – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 19. April 2017

#10

J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“

S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

 ... und dabei sehr fröhlich und sorglos - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

… und dabei sehr fröhlich und sorglos – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Es ist lange her, dass ich am Projekt ohne Namen gearbeitet habe; Jürgen ist inzwischen schon wieder auf großer Tour aber ich hoffe, er schaut mal zwischendurch vorbei und findet mein Satzende und meinen Satzanfang. Noch in Gedanken bei Jürgen denke ich an die Ferne und was ich damit verbinde und so geht mir der Satzanfang locker von der Hand.

Jürgen, du da in der Ferne, was lockt dich denn am meisten an der Ferne? Hier auch gleich mein Satzanfang:

#11 „Die Ferne lockt mit fremden Gerüchen, Farben und Tönen…“

 

 Ausschnitt - ... und dabei sehr fröhlich und sorglos - 30 x 40 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt – … und dabei sehr fröhlich und sorglos – 30 x 40 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Was bisher geschah:

#9 (siehe hier)

S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)

J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)

S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)

J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)

S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)

J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)

S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):

J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):

S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Große Pläne erfordern groß Arbeiten – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Kunstzentrum Tegel Süd, Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 3. März 2017

 

Vom 13. – 15. Oktober 2017 stellen Gabriele D.R. Guenther (siehe hier) und ich
in den Galerieräumen des Kunstzentrum Tegel-Süd Berlin aus.

 

9 Arbeiten an - recto - Leinwand - 256 x 150 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

9 Arbeiten an – recto – Leinwand – 256 x 150 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Erinnert ihr euch? Gabriele war im November 2015 Gast in meinem KunstSalon am Dienstag (siehe hier). Schon da beschlossen wir, zusammen auf eine Ausstellung hin zu arbeiten. Wir wollten etwas kraftvoll mit den Händen schaffen.

 

8 Gabriele arbeitet an einem Objekt (c) Foto von Susanne Haun

8 Gabriele arbeitet an einem Objekt (c) Foto von Susanne Haun

 

Die Ausstellungseröffnung wird am Freitag, den 13. Oktober sein, wir planen, dass sie vom Jazzpianisten und Komponisten  Achim Kaufmann (siehe hier) mit Klängen begleitet wird. In einem Artikel des Tagesspiegel vom 12.07.2016 (siehe hier) könnt ihr mehr über ihn erfahren.

Anna-Maria Weber (siehe hier) wird am Samstag oder Sonntag im Ausstellungszeitraum über ihren Beruf als Kunst-Doumentarfilmerin sprechen und uns einige ihrer Künstler/innen Dokumentationen zeigen.

Wir haben am Anfang der Woche begonnen, gemeinsam in Gabrieles Atelier zu arbeiten. Gabrieles Atelier ist wie meines ebenfalls in der Groninger Str. Gabriele möchte unter anderem Objekte ausstellen. Ich habe mich entschlossen, große Leinwände in den Raum zu hängen. Ich beginne mit dem Grundieren und bezeichnen beider Seiten einer 260 x 150 cm großen Leinwand. Die ich dann zerschneide und mit Schnur drapiere.

 

 

Projekt ohne Namen – Der AlleineInsWasserGeher – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Januar 2017

 

#8

J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“

S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

 

3 Alleine durch das Wasser - 30 x 35 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Alleine durch das Wasser – 30 x 35 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Durch unseren Besuch im Neanderthal, von dem ich später in der Woche berichte, habe ich über die Evolution des Menschen nachgedacht und bin zu folgendem Satzanfang für Jürgen gekommen:

#9

„Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft…“

 

 

Was bisher geschah:

#1 Projektauftakt (siehe hier):

S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

#2 (siehe hier):

J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#3 (siehe hier)

S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#4 (siehe hier)

J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#5 (siehe hier)

S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#6 (siehe hier)

J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#7 (siehe hier)

S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

Projekt ohne Namen – Wenn sie losgelassen werden – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Januar 2017

 

#6

J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“

S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

 

Wenn sie durch die offenen Tore fegen - 30 x 35 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wenn sie durch die offenen Tore fegen – 30 x 35 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Mir gefällt das Projekt ohne Namen von Jürgen und mir. Unter diesem Text habe ich ein „Was bisher geschah…“ eingefügt. Wir haben das Projekt schon im alten Jahr begonnen, ich hatte eigentlich vor, Jürgen mit Zeichnungen auf Leinwand zu antworten. Die Leinwand ist für ein Projekt dieser Art jedoch zu schwerfällig. Ich bin auf der Leinwand nicht spontan genug in meiner Antwort.

So habe ich beschlossen, das Medium zu wechseln und auf Aquarellkarton zu antworten. Wenn ich es schaffe, werde ich #1 – #5 nochmals bearbeiten. Mal sehen …. ich dürfte ja durch das weniger bloggen dafür Zeit haben 🙂

Für Jürgen habe ich folgenden Satzanfang parat:

#7, S: „Kalte Hände sind ein kritisches …“

 

Was bisher geschah:

 

 

 

#1 Projektauftakt (siehe hier):

S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

#2 (siehe hier):

J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#3 (siehe hier)

S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#4 (siehe hier)

J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#5 (siehe hier)

S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

 

AOK-Kunstprojekt 2017 – Kunst trifft Gesundheit – Susanne Haun

Posted in AOK-Nordost, Ausstellung, Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Dezember 2016

 

AOK-Kunstprojekt 2017 – Kunst trifft Gesundheit

Jährlich schreibt die AOK Nordost (siehe hier) eine Ausstellungserie unter dem Titel „Kunst trifft Gesundheit“ aus. Weit über 100 Künstlerinnen und Künstler aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bewerben sich in jedem Jahr um die Ausstellungsplätze und den Kunstpreis der AOK Nordost.

Dieses Jahr bin ich juriert worden und freue mich, dass im nächsten Jahr hintereinander  eine Auswahl meiner Zeichnungen auf Leinwand im AOK-Servicecenter Teltow, Potsdamer Straße 20 · 14513 Teltow (Jan. – April),  AOK-Servicecenter Reinickendorf, Residenzstraße 37 · 13409 Berlin (Sept. – Dez.) und im AOK-Servicecenter Spandau, Galenstraße 6 · 13597 Berlin (Mai – Aug.) zu sehen sind.

Hier schon einmal vorab der Flyer mit den beteiligten Künstler – Gesundheit trifft Kunst – AOK Nordost – 2017

(klick hier für pdf):

 

Beteiligte Künstler - Gesundheit trifft Kunst - AOK Nordost 2017

 

Natürlich gibt es am Beginn der Ausstellungsserie viel zu tun, die Versicherungs- bzw. Preisliste aller Arbeiten von mir musste geschrieben werden (Link zur Susanne Haun Bilderliste AOK Nordost) und nun stehen die Arbeiten bereit, damit sie hinten mit meinem Namen und Titel beschrieben werden können. Alle Arbeiten müssen mit Aufhängern versehen und dann in Knallfolie verpackt werden. Am 13. Januar 2017 liefere ich die Arbeiten für die Hängung an die AOK Servicezentrum-Teltow aus. Um alles weitere kümmert sich die AOK. Anfang 2018 werde ich die nicht verkauften Arbeiten wieder abholen. Während der Öffnungszeiten der entspechenden AOK Filialen können die Leinwände von interessierten Besuchern betrachtet werden.

 

 

„Projekt ohne Namen“ und die offenen Tore – Susanne Haun und Jürgen Küster

Posted in Leinwand, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Dezember 2016

Jürgen hat mir diesen Satzanfang gesendet, der mich sofort inspirierte:

„Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“

Mein Vorhaben, mit Leinwänden zu antworten ist sehr zeitintensiv. Die Leinwand ist 90 x 60 cm groß. Ich habe sie schon das erste mal grundiert. Dazu habe ich eine weitere Leinwand „Steinerne Tränen“ aus dem Dämonenzyklus verwendet (siehe hier).

Nachdem die ersten spontanen Linien auf der Leinwand entstanden, habe ich diese auch schon wieder mit Weiß in den Hintergrund gebracht. Leider lässt sich die Größe der Leinwand schwer im Blog darstellen, hier sieht jedes Foto so groß wie das andere aus.

Buchalov, sage doch bitte dem Jürgen, dass ich noch etwas Zeit benötige. 🙂 So einfach lassen sich keine ganzen Sätze auf Leinwand bändigen.  Die Leinwand braucht viel Farbe und viele Linien. Es ist immer wieder eine Herausforderung.

 

 

Wer noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt, findet hier auf meiner Weihnachtsangebotsseite vielleicht eine Zeichnung oder einen Kalender (siehe hier) für die Lieben.

 

Erinnerung im Gestern – Zeichnung auf Leinwand von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Leinwand, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Dezember 2016

 

„Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“

„… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

 

9 Erinnerung im Gestern - 60 x 80 cm - Tusche auf Leinwand (c) Zeichnung von Susanne Haun

Erinnerung im Gestern – 60 x 80 cm – Tusche auf Leinwand (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ihr erinnert euch sicher an meine erste Antwort, die ich Jürgen auf sein Satzfragment vom Heute gegeben habe (siehe hier). Im gestrigen Heute habe ich die Leinwand zu Ende bezeichnet.

 

Wer noch ein Weihnachtsgeschenk für seine Lieben sucht, findet hier Weihnachtsangebots-Zeichnungen von Susanne Haun.

 

 

 

Der Herbst – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Landschaft, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 28. November 2016

Ich stelle gerade eine Ausstellung zusammen und habe dabei in meinem Lager meine Leinwand „Der Herbst“ wiederentdeckt. Ich zeichnete sie im Januar 2008 mit Tusche auf Leinwand.

Stimmt!

Eigentlich ist es Winter, jedoch für mich ist diese Leinwand ganz Herbst.

 

Der Herbst - Tusche auf Leinwand - 50 x 70 cm - 2008 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Herbst – Tusche auf Leinwand – 50 x 70 cm – 2008 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Jürgen und die Nacht – ein neues Projekt – Zeichnung von Susanne Haun und Druckzeichenskizze von Jürgen Küster

Posted in Leinwand, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. November 2016

 

Antriebsarm und Energielos fühle er sich, berichtete Jürgen auf seinem Blog (siehe hier). Das konnte ich auf keinen Fall zulassen und so gab ich Jürgen einen kreativen Tritt in den Hintern, wie er selber es so schön auf seinem Blog (siehe hier) ausdrückt.

Ich sendete ihm den ersten Teil eines Satzes und bat um zeichnerische Vollendung.

„In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.

Jürgen beantwortete den Satz mit

„… deshalb versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

deshalb-versucht-der-abfalleimer-ein-verzweifeltes-gluehen-c-holzschnitt-und-zeichnung-von-hans-juergen-kuester

Deshalb versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Gluehen (c) DruckzeichenSkizze von Hans-Jürgen Küster

 

Ich bekam auch einen Satzanfang, der mir ausgesprochen gut gefällt.

„Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“

und beantwortete ihn mit

„… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

Für diesen Satz habe ich die Leinwand (80 x 60 cm)  „Hat meine Gedanken gelöscht“ aus dem Lager geholt. Sie steht für das Gestern und die Erinnerung.  Aus dieser Leinwand entsteht in vielen Schritten, die ich folgend fotografisch dokumentiert habe, der obige Satz:

 

 

Von der Materialität könnten die beiden Medien nicht unterschiedlicher sein. Jürgen nimmt seine „alten“ Holzschnitte und formt sie zu etwas Neuem und ich übermale meine „alten“ Leinwände und forme sie zu etwas neuem.
Ich bin begeistert. Bei aller Gegensätzlichkeit sind das wieder viele Gemeinsamkeiten und ich denke, es steuert auf eine sehr interessanten Austausch hin.

Und so kam mir folgenden Satzanfang in den Sinn:

„Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …..“

Die Unglückseligen im Bild – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Unglücksseligen, Illustration, Leinwand, Zeichnung by Susanne Haun on 21. November 2016

 

In einem Hörmarathon habe ich das neue Buch Die Unglückseligen von Thea Dorn gehört.

 

3 Die Unglückseligen - 80 x 60 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

Die Unglückseligen – 80 x 60 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

 

1137 Minuten lang habe ich gebannt gehört, was die Schauspielerin Bibiana Beglau sehr gekonnt gelesen hat. Thea Dorn hat ihren Künstlernamen nach den Philosophen Theodor W. Adorno gewählt. Auf youtube (siehe hier) findet die/der  Interessierte ein Interview mit Thea Dorn, was es sich lohnt, zu schauen.

Der Roman handelt von der Suche und den Gefahren der Unsterblichkeit, diese Auseinandersetzung erfolgt in drei Perspektiven: Johanna Mawet ist Molekularbiologin, ihr Erzählstrang und auch ihre Sprache symbolisiert unsere heutige Zeit. Johanna trifft zufällig auf den Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776. Er hat anscheinend das Geheimnis der Unsterblichkeit entdeckt. Aber er hat sich in seiner Sprache nicht weiterentwickelt – er spricht das Deutsch der Romantik. Auch vom Fortschritt hat er während seines langen Lebens nichts mitbekommen. Er spricht von Johannas Heiligtum als „Kästchen mit einem angebissenen Apfel“, was mich wirklich amüsiert hat. Lebt er tatsächlich real in der Romanwelt? Oder ist er doch nur eine Stimme in Johannas Kopf, die langsam auf den Wahnsinn zusteuert? Der dritte im Bunde ist selbstverständlich der Teufel, der bei dieser Thematik nicht fehlen dar.

Thea Dorn empfielt, das Buch laut zu lesen! Ich war begeistert, wie Bibiana Beglau die drei Stimmen im Buch modeliert hat, es ist immer klar, wessen Gedanken sie gerade spricht. Die Sprache von Ritter ist poetisch, Ritter lebte übrigens tatsächlich, Thea Dorn hat ihn für ihre Geschichte adoptiert.

In der nächsten Zeit werde ich mir auf jeden Fall das Buch kaufen, ich möchte einige Stellen nachlesen, anstreichen und zitieren. Dazu eignen sich Hörbücher nicht.

Inspiriert hat mich das Buch zur  heutigen Leinwand.  Als Grundlage für die Unglücksseligen habe ich die Leinwand „Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache“ (siehe hier) verwendet. Ich fand diesen Untergrund sehr passend und habe die Leinwand lasierend mit weißem Acryl überzogen, so dass das Motiv noch gut sichtbar ist.  Auf den Dämon habe ich jung und alt gezeichnet, symbolisiert durch zwei Babyköpfe die durch DNA-Stränge verbunden in die Gesichter alter Menschen münden.  Der Dämon oder Teufel bleibt im fast Verborgenen.

 

 

 

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