Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Wilhelm Schlegel in Ricarda Huch: Die Romantik

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 25. November 2018

 

Nicht bloß die Blume welkt, das Duftgewebe

Der Frühe reißt, entfliegt des Lenzes Prangen,

Nicht bloß erbleichen junge Rosenwangen,

Dem Geist auch droht’s, daß er sich überlebe.

Wie kühn er erst auf freien Flügeln schwebe,

Dumpf g’nügsam bleibt er bald am Boden hangen.

O wißt Ihr für sein grenzenlos Verlangen,

Weis‘ oder Dichter, keinen Trank der Hebe?

Wilhem Schlegel in Ricarda Huch, Die Romantik

 

Christrose (c) Zeichnung von Susanne Haun

Christrose (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

__________________________

Wilhem Schlegel in: Ricarda Huch, Die Romantik, Ausbreitung, Blütezeit und Verfall, Erstveröffentlichung 1911, in: Die Bücher der Neunzehn, Band 112, Tübingen 1951, S. 15.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Robert Duncan

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 23. September 2018

„Weiß, weiß wie

eine Grenze, die vorrückt im Tod –

das ist unser Leben, das ist die Liebe.“

Robert Duncan

 

Entstehung Leinwand - Der Tod (c) Susanne Haun

Entstehung Leinwand – Der Tod (c) Susanne Haun

 

Dieses Zitat habe ich im Buch Das Geheimnis der Farbe Weiss – Unschuld und Verführung von Klausbernd Vollmar gefunden. Das Buch habe ich am Donnerstag im Antiquariat des Bücherfuchs, der nur eine Haustür weiter wohnt und gerne meinen KunstSalon besucht gefunden. Es ist von 1999 und ich freue mich schon, darin zu lesen.

Klausbernd und seine Lebensgefährtin Hanne leben in Cley in England und schreiben gemeinsam den Blog The World according to Dina (siehe hier).

 

Projekt ohne Namen – Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt … – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Februar 2018

 

#20

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …

S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

 

 

Jürgen hat mir einen neuen Satzanfang zukommen lassen, den ich spontan ohne Überlegung zu Ende schreiben konnte. Die Zeichnungen sind erst nach den Worten erfolgt. Das ist eigentlich selten, denn ich zeichne meistens erst bevor ich formuliere.

Hier ist der diesmalige Satzanfang für Jürgen:

#21 Ein neuer Anfang bedeutet …

Ihr habt euch sicher über die Löcher am linken Blattrand der Zeichnungen gewundert. Ich sammele die Blätter des Projekts in einer Mappe oder Lederbuch. Um beim Zeichnen die bisherigen Arbeiten nicht zu beschädigen, hefte ich mir die leeren Blätter immer aus.

 

 

Hier seht ihr die bisherigen Sätze, das Projekt läuft schon seit dem 24. November 2016, also über ein Jahr! Das war mir gar nicht bewusst, ich dachte, wir hätten gerade gestern angefangen, daran zu arbeiten.

 

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Ovid (Publius Ovidius Naso)

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 3. September 2017

 

„Streue, bitt‘ ich, Deine Gaben in mein Herz!“
„Sparge, precor donis pectora nostra tuis“

Ovid (Publius Ovidius Naso), Fasti, V, 378

 

Fassadenfiguren Herzzentrum Version 1 Tusche auf Bütten 17 x 22 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Blumen in mein Herz –  Tusche auf Bütten 17 x 22 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Blaise Pascal

Posted in Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 6. August 2017

 

In der Liebe gilt Schweigen oft mehr als Sprechen.

Blaise Pascal, 1623 – 1662, französicher Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph

 

 

Nebenbei bemerkt: Hatte Pascal das in seinem Jahrhundert noch gut, er konnte 4 Berufe gleichzeitig ausüben ohne, dass sich jemand daran störte! Was für ein Traum!

Wenn ich sage, ich bin Informatikerin, Künstlerin und Historikerin – was ich übrigens tatsächlich bin – dann bekomme ich gleich einige Fragen an den Kopf geworfen. Was ich denn nun wirklich bin? Und ob das passt?

Ich bin Informatikerin, Künstlerin und Historikerin und es passt 😉 und all das ist Kunst.

__________________
Zitiert nach Zitatkalender aus der Helmut Lingen Verlag Gmbh, 2016 Köln, Kalenderblatt 20. Juli 2017.

Mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Januar 2014

Letztes Wochenende war Monja in Halberstadt und hat viele Fotos von Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung und Stärke, Mäßigung, Gerechtigkeit, Klugheit) sowie Engel mitgebracht.

Daraus habe ich heute meine eigenen Inspirationen zum Thema Vergänglichkeit auf einem Büttenbogen der Größe 65 x 50 cm gezeichnet.

Entstehung mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt (c) Foto von Susanne Haun

Entstehung mitgebrachte Inspirationen aus Halberstadt (c) Foto von Susanne Haun

Die Götzen kommen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Die Versuchung des heiligen Antonius, Illustration, Zeichnung by Susanne Haun on 19. August 2013

„Sie werden grauenhaft – mit hohen Federbüschen, Glotzaugen, Klauen und Haifischgebissen.“
So lautet ein Satz aus Flauberts Antoniusversuchungen zum Thema Götzen.

Antonius fragt sich, wie man an so etwas hässliches wie Götzen glauben kann. Er schlägt und stürzt sich auf sie und sie werden dabei immer schrecklicher in seiner Vorstellung. Er ist der Meinung, dass man sehr dumm sein muss, so etwas anzubeten. Im Buch folgt nach dem Aufzug der Götzen eine Diskussion mit Buddha.

Ich dachte, bei den bildreichen Beschreibungen würde es mir leicht fallen, die Götzen darzustellen.

Aber weit gefehlt!

Götzen Version 1 - 65 x 50 cm (c) Zichnung von Susanne Haun

Götzen Version 1 – 65 x 50 cm (c) Zichnung von Susanne Haun

Obwohl ich mich sehr lange mit diesem Zitat auseinandersetze, war ich mit meiner ersten Zeichnung zum Thema sehr unzufrieden. Ich möchte keine Monster zeichnen sondern ich möchte einen anderen Gott als den christlichen darstellen. Die Macht dieses anderen Gottes soll aus der Zeichnung hervorgehen. Ich möchte keine Zombies, wie die aus dem letzten Film mit Brad Pit (World War Z), darstellen.

Wie kann ich Macht zeichnen?
Der „Götze“ muss höher stehen, auf einem Podest oder auf einem Berg. Ich denke, ich möchte eher eine weibliche Gottheit zeigen. Vielleicht eine Isis (Ägyptische Göttin der Liebe) oder Freyja (Nordische Göttin der Fruchtbarkeit). Weibliche Gottheiten waren in vielen Völkern für die Liebe, Fruchtbarkeit und Ernte zuständig während die männlichen Götter die Kriegskunst vertraten.

Entstehung Götzen Version 2 - 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Entstehung Götzen Version 2 – 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Ein Krone, Umhang, Zepter, Federbüschel und Heiligenschein sind auch Symbole für Macht und Göttlichkeit. Das zweite Blatt zum Zitat ist im Entstehen und ich bin sehr viel zufriedener als mit dem ersten Blatt.

For my english speaken readers:
Today I draw an other kind of god than the christian god. Flauberts Antonius has scared about the idol.

Entstehung Götzen Version 2 - 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

Entstehung Götzen Version 2 – 65 x 50 cm (c) Zeichnung vonSusanne Haun

%d Bloggern gefällt das: