Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Clemens Brentano

Posted in Akt, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. September 2018

 

Holdes Bitten, mild Verlangen,

Wie es süß zum Herzen spricht!

Durch die Nacht, die mich umfangen,

Blickt zu mir der Töne Licht.

Clemens Brentano (letzter Vers des Abendständchen, 1803)

 

Weibliche Nacktheit - Zeichnung von Susanne Haun -Tusche auf Bütten - 30 x 20 cm

Weibliche Nacktheit – Zeichnung von Susanne Haun -Tusche auf Bütten – 30 x 20 cm

 

Innerhalb meiner Masterarbeit bewege ich mich in der Epoche der Romantik, die ungefähr vom Ende des 18. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Die Romantik bezeichnet eine Geisteshaltung, keine Stilrichtung. Sie entzieht sich einer klar umrissenen, eindeutigen Definition. Die Bezeichnung Romantik wird in ganz Europa verwendet, die zeitliche Abgrenzung und inhaltliche Ausrichtung des Begriffs ist jedoch in jedem Land unterschiedlich. Der Begriff selber wurde in Deutschland zuerst auf die Literatur angewandt und dann auf die Kunst übertragen.

So habe ich mich auch mit der Literatur dieser sehr interessanten Zeit auseinandergesetzt und werde wohl in meinen Zitaten noch etwas verweilen.

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Berntano, Clemens, Abendständchen, in: Rötzer, Hand Gerd, Geschichte der deutschen Literatur, Bamberg 1996, S. 144.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Joseph von Eichendorff

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 9. September 2018

 

Die Luft ging durch die Felder,

Die Ähren wogten sacht,

Es rauschten leis die Wälder,

So sternklar war die Nacht.

Joseph von Eichendorff (mittlerer Vers aus Mondnacht)

 

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wald 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Eichendorff, Joseph von, Mondnacht, in: Rötzer, Hand Gerd, Geschichte der deutschen Literatur, Bamberg 1996, S.146.

Ich nicht – der Bleistift – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Bleistift, Zeichnung by Susanne Haun on 28. April 2018

 

„Der Bleistift ist nicht mein Medium“, propagandiere ich immer wieder.

Heute Nacht steckt ich in einer Zeitschleife: 2:18, 2:18, 2:38, 2:48. Ich schlief dazwischen tief und fest und wunderte mich beim Aufwachen, dass die Zeit nicht voranschreitet.

Lange bin ich Nachts nicht mehr aufgestanden, um zu arbeiten.

Meine Idee war eine Andere, aber ich werde diese Idee fortsetzen.

 

 

 

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 184 – Marguerite Duras

Posted in Duras - C'est tout, Illustration, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 2. April 2017

 

„31. Juli

Welches ist meine Wahrheit?

Wenn du sie kennst, sag sie mir.

Ich bin verloren.

Sieh mich an.“²

Marguerite Duras

 

 

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² Duras, Marguerite, C’est tout – Das ist alles, Frankfurt am Main 1996, S. 43

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 183 – William Shakespeare

Posted in Landschaft, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 26. März 2017

 

O träge, lange Nacht, verkürze dich!
Und Tageslicht, laß mich nicht länger schmachten.

O weary night, O long and tedious night,
Abate thy hours!

William Shakespeare im Sommernachtstraum III,2

 

Reiseimpressionen Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

Reiseimpressionen Toskana (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

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Zitiert nach Fischer, Katrin (Hrsg.). Reclams Lexikon der Shakespeare Zitate, Stuttgart 2014², S.233.

postfaktisch WAHR oder FALSCH – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Was es sonst so gibt!, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Dezember 2016

 

Am Samstag stand ein Artikel zum Wort des Jahres – postfaktisch – von Malte Lehming im Tagesspiegel .

Postfaktisch? Was ist das?

“ „Postfaktisch“: wenn die gefühlte Wahrheit wichtiger ist als die auf Fakten basierende.“² kann der Leser auf der Seite der Tagesschau kurz und knapp lesen.

 

1 Wahr oder Falsch - Postfaktisch - 20 x 60 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wahr oder Falsch – Postfaktisch – 20 x 60 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

„Dem Wort fehlt die Klarheit. „Postfaktisch“ heißt übersetzt nichts anderes als „falsch“³. Die Meldung stimmt nicht, die Nachricht ist eine Ente, das Gerücht enbehrt jeder Grundlage, die These kann nicht belegt werden.“ schreibt Malte Lehming. Weiter schreibt er, dass es einen Unterschied zwischen wahr und falsch wie zwischen Tag und Nacht gibt, es aber Dämmerung gibt, die Tag und Nacht nicht wiederlegen.

Die Diskussion um das Wort postfaktisch macht mir Angst. Habe ich immer den Notwendigen Hintergrund, um entscheiden zu können, was wahr und was falsch ist?

Sicher, ich komme nicht auf die Idee, Nachrichten in Facebook, Twitter oder ähnlichen Online-Plattformen zu lesen, aber natürlich ist mir die Subjektivität des Wortes Wahrheit bewusst. Werde ich in Zukunft die Zeit haben, immer vertrauenswürdige Quellen zu suchen, die das gelesene Belegen? Wie bewerte ich Quellen? In der Schule habe ich gelernt, mindestens zwei Zeitungen zu lesen. Zeitlich gesehen ist das ein Ding der Unmöglichkeit.

Es macht mir Angst, wie Falschmeldungen Menschen mobilisieren können und es macht mir Angst, dass es nicht nur heute, sondern immer Menschen geben wird, die das ausnutzen und für ihre Zwecke verwenden werden.

 

 

 

 

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