Susanne Haun

Workshop Stillleben und Blumen mit Tusche zeichnen und kolorieren – Boesner Leipzig – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Boesner Leipzig, Stillleben, Workshop, Zeichnung by Susanne Haun on 21. März 2017

Am Samstag, den 20. Mai 2017 von 12 bis 17 Uhr findet bei Boesner Leipzig unter meiner Leitung der Workshop Stillleben und Blumen mit Tusche zeichnen und kolorieren statt (siehe hier).

Ihr könnt euch per Mail an leipzig@boesner.com oder telefonisch 0341/87069-0 anmelden. Folgt ihr dem Link könnt ihr euch online anmelden. Ich kann keine Anmeldungen annehmen. Die Organisation des Workshops obliegt Boesner Berlin.

Ankündigung Boesner Leipzig Workshop Susanne Haun

Das Stillleben als Motiv ist aus der Kunstwelt nicht wegzudenken. Zu ihnen zählen Blumenarrangements genauso wie Muscheln, Puppen, Uhren und andere Dinge, die als Modell interessieren. Es wird mit Tusche, Feder und Pinsel auf Aquarellpapier gezeichnet. Dabei überlegen Sie sich zuerst in Skizzen verschiedene Möglichkeiten der Komposition, um Ihre ausgewählten Gegenstände bestmöglich in Szene zu setzen.

Die Teilnehmer lernen in dem Workshop die Eigenschaften der verschiedenen Tuschen und Federn kennen. Schon mit einer Tuschefarbe können durch Ausnutzung der unterschiedlichen Tonwerte einer Tusche beim Verdünnen mit Wasser spannungsvolle Zeichnungen entstehen. Der Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Kursgebühr: 65,– €. Arbeitsmaterialien und Arbeitskleidung bitte mitbringen oder nach Empfehlung vor Ort erwerben. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung zum Workshop ist erforderlich. Hier finden Sie die Materialliste.

Das schöne an Stillleben ist die Tatsache, dass immer Gegenstände in der Wohnung oder im Atelier zur Verfügung stehen, die gezeichnet werden können. Am realen Objekt zeichnet es sich besser als vom Foto, meiner Meinung nach 🙂 .  Es ist natürlich legitim auch von Fotos zu zeichnen, große Künstler wie Picasso oder auch Marlene Dumas arbeiteten / arbeiten mit Fotos. Ich denke, die Mischung macht es. 🙂

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 166 – Pablo Picasso

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 6. November 2016

 

„Wenn ich male, versuche ich stets, eine Form der Darstellung zu finden, die die Leute nicht erwarten, ja, die sie darüber hinaus noch ablehnen. Das ist das, was mich interessiert. In diesem Sinn versuche ich immer, revolutionär zu werken.“²
Pablo Picasso

 

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Picasso, Pablo, zitiert nach: Bastian, Heiner, Gallwitz, Klaus, Picasso, Von Mougins nach Baden-Baden. Der späte Picasso, Baden-Baden 2005, S. 48.

 

Die Legende Picasso, Tor, Schuhe und Einsamkeit – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 17. September 2012

Am Samstag Abend war ich im Salon in der Kufsteiner Strasse eingeladen.

Werner Spies las aus seiner Autobiografie „Mein Glück“ von seiner Zeit mit Picasso und Max Ernst vor.

Drei Dinge haben mich an Herrn Spies Erzählung besonders beeindruckt, ich habe mir dazu die Stichworte Tor, Schuhe und Einsamkeit gemerkt.

Schuhe Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Schuhe Version 2 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Tor von Picassos Haus blieb lt. Herrn Spies für die meisten Leute verschlossen und er empfindet es als sehr großes Glück, dass es sich für ihn öffnete. Herr Spies hat viele Bücher, Werkverzeichnisse und Kataloge geschrieben, die durch die Türen, die sich für ihn öffneten, einen besonderen Blickwinkel besitzen.

Nach Picassos Tod erhielt Werner Spies von Jaqueline ein paar Schuhe Picassos mit noch grünen Farbspritzern. Schuhe, die Werner Spies noch an Picassos Füßen gesehen hat und die in ihm sofort Picassos Haus in Mougins und die Arbeit Picassos vor Augen erschienen ließ.

Schuhe und Uhren sind für mich stark mit der Persönlichkeit der jeweiligen  Träger verbunden und sagen auch viel über deren Lebenssituationen aus. Vielleicht sollte ich eine Protraitserie beginnen; Brustbilder und in den Händen die Schuhe der Dargestellten. Ich erforsche heute erst einmal  meine Schuhe, die Schuhe die ich noch nie anhatte, weil sie mir zu hoch sind. Die habe ich gerade zur Verfügung. Meine Mutter trug früher immer ganz hohe Pfennigabsatzschuhe, noch heute stehen sie in Reih und Glied in ihrem Schrank. Ich habe nie aufgehört mich zu fragen, wie sie in diesen Schuhen laufen kann.

Dann erzählte Herr Spies, dass Picasso sagte, dass die Einsamkeit zur Kunst gehöre. Ich denke seit Samstag darüber nach. Über die Notwendigkeit der Einsamkeit des Kunstschaffenden. Die Kunst selber ist eine lebensbeherrschende Passion, Arbeit. Da sie so viel Zeit meines Lebens in Anspruch nimmt, habe ich für viele Dinge, die „normalerweise“ in einem Leben getan werden, keine Zeit. Ich brauche zum Zeichnen und zum Denken über die Kunst das Alleine sein, die unendliche Freiheit. Ich glaube, das zieht eine gewisse Einsamkeit nach sich, ohne dass ich mich aber eigentlich einsam fühle.

For my english speaken reader:
On suterday I was in the „Salon of Kufsteiner Straße“. Werner Spies, read from his autobiography, „My Happiness“ from his time with Picasso and Max Ernst. Stayed in my head there was the words gage, shoes and loneliness. Spies talked about the spattered green shoes of Picasso that he had get as present after the dead of Picasso from Jaqueline and the luck that the gage of Picasso was opened for him.
Picasso said that is neccessary for an artist being lonely. I think the same but I entitel it „beeing allone“ with me and the art.

Die Legende Picasso, Tor, Schuhe und Einsamkeit – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Die große Kunst oder Kitsch, ein Weihnachtsstern und der König von Dänemark – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 19. Dezember 2010

Was ist Kunst?
Picasso sagte dazu „Wenn ich wüßte was Kunst ist, würde ich es keinem verraten.“

In regelmäßigen Abständen kommt diese Dikussion zwischen Künstlern, Sammlern, Kunstliebhabern und Interessierten zum Vorschein.

Ich habe mir heute den Weihnachtsstern von meinem Fensterbrett und ein archäologisches Foto mit den Überresten eines Männerkopfes aus einem Grab in Deal bei Kent (2. Jh. v. Chr.) vorgenommen.

Weihnachtsstern - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Weihnachtsstern - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Für beide Motive nahm ich dasselbe Papier, dieselben Tuschen, dieselben Federn.
Ist das eine Kunst und das andere Kitsch? Nur aufgrund des Motives?

Hamlet - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Hamlet - Zeichnung von Susanne Haun - 20 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Im Facebook sagte Lothar Pues: „Früher hat man geglaubt, dass grosse Kunst allein aus Traumata und Depression entsteht. In der aktuellen Phase des Kapitalismus erkennt man in der erotischen und sozialen Frustration die einzig verbliebene ökonomische Kraft.“

Ich stelle mir dazu die Frage „Ist es wichtig, einen Grund für die Entstehung der grossen Kunst zu finden? Entsteht sie nicht aus dem Künstler heraus und könnte auch grosse Kunst nicht einfach aus purer Freude entstehen?“

Lothar Pues meinte daraufhin, das das vielleicht auch irgendwie kitschig klingt, kitsch als etwas dass sich über etwas legt.

Ich denke immer wieder über diese Fragen nach – seid Jahren schon. Ich finde immer wieder Puzzleteile zur Lösung aber ich habe die Lösung noch nicht.

Wie geht es euch? Wißt ihr was Kunst und was Kitsch ist?

Der Stier Dub von Cuailnge – Zeichnung von Susanne Haun

Als krönenden Abschluss verwandeln sich die beiden Schweinehirten in Stiere.

Der Stier in der Zeichnung ist eine Domäne Picassos. Ich denke dabei sofort an Pamplona und sehe auch gleich Hemingway vor meinem geistigen Auge.

Vor Jahren war ich Ostern in Arles. Dort werden wie in Pamplona die Stiere in die Straßen getrieben. Es war ein Erlebnis, die wütenden Tiere gegen die Gitter rennen zu sehen. Grosse Ferias (Stierkämpfe) finden in Arles, der alten römischen Stadt in der Camargue, zwei Mal im Jahr statt – es ist ein Straßenfest mit deutlichen spanischen Einflüssen, sehr beeindruckend.

Nachdem ich bei youtube einige Stierkampf-Filmchen gesehen habe, bin ich zu folgender Zeichnung für dieses Zitat gekommen:

„Aus ihnen entsprangen auf diese Weise die zwei Stiere, Finnbennach, der Weißgehörnte von der Ai-Ebene, und Dub, der dunkle Stier von Cuailnge.“

Der dunkle Stier von Cuailnge - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Der dunkle Stier von Cuailnge - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

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