Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Goethe

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. Juni 2019

 

Ein jeder sieht, was er im Herzen trägt.

Goethe

 

Das Licht im Herz - Zeichnung von Susanne Haun - Sepia auf Bütten - 22 x 17 cm

Das Licht im Herz – Zeichnung von Susanne Haun – Sepia auf Bütten – 22 x 17 cm

 

Vor drei Wochen habe ich im Tagesspiegel eine Diskussion zum Duell der Fakten gelesen (Klick hier). Die These lautet, dass Menschen ihren Kopf nur nutzen, um ihr Bauchgefühl zu rechtfertigen. Eine interessante Diskussion aus der ich mir die folgenden zwei Sätze herausgezogen habe.

 

„Mitgefühl ist eine Eigenschaft, die nicht jeder in sich trägt und Mitgefühl trifft auf Individualismus.“

„Hochschulen schärfen die Linsen, mit denen die Absolventen die Realität wahrnehmen und sie fördern die Fähigkeit, das eigene Bauchgefühl mit Fakten zu untermauern.“

 

Ich hoffe immer, dass ich es schaffe eine gute Mischung an Bauchgefühl (Mitgefühl) und Fakten an den Tag lege. Erschrocken hat mich die Tatsache, dass ich natürlich auch an der Uni gelernt habe, meine Thesen zu untermauern, hinter ihnen zu stehen und sie in Diskussionen zu verteidigen. Aber wer sagt, dass unsere Thesen korrekt sind? Wenn ich genügend Menschen davon überzeugen kann? Gefährlich!!!!!!!

Was meint ihr dazu?

 

Die lichtlose Ecke des Herzens - Zeichnung von Susanne Haun - Sepia auf Bütten - 22 x 17 cm

Die lichtlose Ecke des Herzens – Zeichnung von Susanne Haun – Sepia auf Bütten – 22 x 17 cm

 

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Zitiert nach Causa, Tagesspiegel vom 26.5.2019, David Barker, Morgan Marietta, Seite 8

 

 

Zeche Zollverein – Fotos von M.Fanke und Susanne Haun

Posted in Foto by Susanne Haun on 11. April 2015

Ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich wir Motive wahrnehmen und fotografieren.

Zeche Zollverein (c) Foto von M.Fanke

Wir sind nebeneinander über die Zeche Zollverein gelaufen und haben doch unterschiedliche bis gleiche Fotos festgehalten. Ich sehe doch mehr die zeichnerische, lineare Sicht auf die Dinge, während Micha gerne totalen fotografiert. Dazu benutzt er  sein 10 – 28 mm Objektiv. Bei einer Brennweite von 10 mm macht sich schon ein wenig eine „Froschaugen-Perspektive“ bemerkbar.

Zeche Zollverein (c) Foto von Susanne Haun

Zeche Zollverein (c) Foto von Susanne Haun

Hier eine kleine Auswahl von einem inspirierenden Tag in Essen auf dem Gelande des Zeche Zollverein:

Der Augenzeuge in der Geschichte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Geschichte, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. November 2014

Geschichte ist nicht so einfach, wie wir uns das vorstellen!

Meine Vorstellung von Reinhart Kosselleck (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Reinhart Kosselleck (c) Zeichnung von Susanne Haun

So denken wir doch, ein Augenzeuge ist jemand, der genau weis, was passiert ist.

So ist es jedoch nicht, denn der Augenzeuge sieht nur seinen kleinen subjektiven Teil des großen Ganzen!
Ein gutes Bild der Geschehnisse erhalten wir jedoch mit mehr zeitlichem Abstand und dem Überblick über die Gesamtsituation.

Ein weiterer Filter zur Betrachtung der Geschichte ist die Frage, die der Leser sich an die Quellen stellt. Die Frage bestimmt die Sichtweise auf die Quelle.

Im laufenden Semester lesen wir Texte von Reinhart Koselleck, einem der bekanntesten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts. Ich finde sein Model von den Schichten der Zeit sehr interessant. Die Zeit innerhalb der einzelnen Schichten läuft verschieden schnell. Wir haben dazu auch einen Artikel von Koselleck in der Sütdeutschen Zeitung gelesen.

Meine Sichtweise hat sich geändert. Ich beginne, Sekundärliteratur kritischer zu betrachten und habe begonnen, auch immer auf die Biografie des Autors der Texte, die ich lese, zu schauen. Erst jetzt verstehe ich die Anmerkung eines Dozenten im 1. Semester zu einem Referat von mir, der mich darauf aufmerksam machte, das Sekundärliteratur die Dinge nicht immer korrekt beleuchtet.

Ich frage mich dann, was als Quelle übrig bleibt und wie wir eine Quelle definieren.
Diese Frage beschäftigt mich nun schon etwas länger.

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