Susanne Haun Tagebucheintrag
Nachrichten schaue ich in der Regel jeden Tag. Manchmal habe ich Lust, dabei zu zeichnen und manchmal nicht.
Susanne Haun Tagebucheintrag
Nachrichten schaue ich in der Regel jeden Tag. Manchmal habe ich Lust, dabei zu zeichnen und manchmal nicht.
Susanne Haun Tagebucheintrag
An der Universität der Künste
Ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Künstlerinnen und Künstler ich an der Uni im Fach Kunstgeschichte treffe. Im Kolloquium bereitet sich Milena Aguilar (siehe hier KLICK ihre Homepage) auf ihre Abschlussarbeit vor. Ich hörte zuerst an der udk die Vorstellung ihres Themas „Der Hirschkäfer als ästhetisches Zeichen und repuplizierte Repräsentation von Dürer zu Hoefnagel“. Während ihrer Vorstellung zeichnete ich Hirschkäfer nach meiner Vorstellung. Der erste Teil ihrer Präsentation war sehr textlastig und so glitt mein Füller während des Zuhörens über das Papier.
Im zweiten Teil der Präsentation sahen wir dann viele Darstellungen von Dürer und Hoefnagel, die ich zum Anlass für weitere Zeichnungen nahm.
Susanne Haun Tagebucheintrag
14.05.2022, November ist zuviel, 20 x 15 cm, Tinte auf Silberburg Büttenpapier (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2022
Warum November?
Micha und ich entspannen uns bei „Schießfilmchen“ und Serien am Abend. Mitunter sind das Filme, die mich nicht fordern, bei denen ich aber gut zeichnen kann. Es schafft gerade genug Abstand vom Füller, um locker zu bleiben. Bei der obigen Zeichnung haben wir den Novembermann mit Bond Darsteller Pierce Brosnan gesehen.
Susanne Haun stellt sich die Frage:
Was ist sichtbar?
Die Zeichnung oben stellt eine Magnolienblüte dar. Scheinbar bin ich hier dem Sichtbaren gefolgt und habe die Linien und Flächen genau am Modell Magnolienblüte gezeichnet.
Hier liegt schon der Irrtum: Jede Fläche, jede Linie ist eine Entscheidung, die ich getroffen habe. Was stelle ich dar, was lasse ich weg? Was stelle ich als Fläche, was stelle ich als Schraffur dar? Als Zeichnerin treffe ich in Sekunden Entscheidungen ohne zu zögern.
Zeichnungen / Notizen / Tagebucheintragungen von Susanne Haun
Ohne Motiv vor Augen
Blind – d.h. in diesem Fall nicht mit geschlossenen Augen, sondern ohne Motiv vor Augen.
Im Internet steht, ein Vamp sei eine verführerische, ihre erotische Anziehungskraft unterstreichende, meist kalt berechnende Frau.
Das habe ich zur Kenntnis genommen.
Zeichnungen / Notizen / Tagebucheintragungen von Susanne Haun
Die letzten März-Tagebucheintragunen
Auch heute fehlen mir wieder die Worte. Ich bin müde und abgebarbeitet und werde mich ein wenig erholen. Meine Freundin Anna (AugenZeugeKunst) formulierte es heute so: Sie schuftet für 4 Frauen. Das trifft es auch bei mir zu.