Vergänglichkeit · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Ginger Rogers

Wenn zwei Menschen sich lieben,
schauen sie nicht einander an,
sondern in dieselbe Richtung.

Ginger Rogers, 1911 – 1995, US-amerikanische Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin.

Tarot Die Liebenden 18 x 13 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun (3)
Tarot Die Liebenden 18 x 13 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun (3)

Quelle: Abreißen, loslassen, Kalender 2019, Diogenes, Dienstag, 2. Mai 2019

Vergänglichkeit · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Walt Disney

Alle unsere Träume können sich erfüllen,
wenn wir den Mut haben,
ihnen zu folgen.

Walt Disney, 1901 – 1966, US-amerikanischer Trickfilmzeichner und Filmproduzent.

Geburtstagsblumenstrauß, 30 x 30 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020
Geburtstagsblumenstrauß, 30 x 30 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Quelle: Abreißen, loslassen, Kalender 2019, Diogenes, Dienstag, 7. Mai 2019

Portraitmalerei · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat zu Weihmachten – Edna Ferber

Weihnachten ist keine Jahreszeit.

Es ist ein Gefühl.

Edna Ferber, 1885 – 1968, US-amerikanische Schriftstellerin ungarischer Herkunft.

Blumen und Pflanzen · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Rainer Maria Rilke

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.

Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache

Tanne - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Aquarellkarton
Tanne – Zeichnung von Susanne Haun – 15 x 20 cm – Tusche auf Aquarellkarton
Vergänglichkeit · Zeichnung · Zitat am Sonntag

Zitat am Sonntag – Albert Schweitzer

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir gehen.

Albert Schweitzer, 1875 – 1965, deutsch-französischer Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist.

Ausstellung 2007 Schwerin Schleswigholstein Haus Die Lebensstufen der Frau (c) Foto von Susanne Haun
Ausstellung 2007 Schwerin Schleswigholstein Haus Die Lebensstufen der Frau (c) Foto von Susanne Haun

Quelle: Textvorschläge für eineTrauerkarte.

Betrachtungen zur Kunst · Blumen und Pflanzen · Foto · Kunstgeschichte · Spur · Zeichnung

Spuren – Teil 2 – Arbeiten von Susanne Haun

Gestern habe ich mich mit Spuren im Sinne von Zeichnung auseinandergesetzt (siehe hier).

Zu der Spur möchte ich heute das Sehen hinzunehmen. Können wir eine gesehen Spur mit dem Objekt verknüpfen, das die Spur erzeugt haben? Was sehen wir, wenn wir die Spur sehen?

Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun
Spuren mit Tusche erzeugen (c) Foto von Susanne Haun

Ich habe die Objekte, die die Spuren in den Sand von gestern hinterlassen haben, in rote Tusche getaucht und auf einem weißen Papier abgedrückt. Können wir hier noch von Spuren sprechen?

Es entsteht eine Zeichnung von Wiesenblumen von mir.

Interessant finde ich den Text von Eva Schürmann mit dem Titel „Das Unsichtbare im Sichtbaren – Über den Zusammenhang von Einsicht und Blindheit bei Cezanne und Kentridge“.

„Im Medium der Kunst ist Sehen weit über seine identifizierende Funktion hinaus eine Tätigkeit des Anders-Sehen-Lernens und eine Möglichkeit, Dinge anders darzustellen als eine intersubjektiv autorisierte Wahrnehmungsgewohnheit es vorschreibt.“

Was ich als Künstlerin wie und in welcher Art gesehen habe, lässt sich für den Betrachter nicht rekonstruieren, es sei denn, ich erzähle meine Sichtweisen hier in diesem Blog.

Wiesenblumen (c) Zeichnung von Susanne Haun
Wiesenblumen (c) Zeichnung von Susanne Haun

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Schürmann, Eva. Hrsg. Gamm, Gerhard. Das unendliche Kunstwerk. Hamburg. 2007.

Betrachtungen zur Kunst · Foto · Kunstgeschichte · Spur · Spuren · Zeichnung

Spuren – Teil 1 – Arbeiten von Susanne Haun

Anfang April begann das Sommersemester an der FU und ich erhalte bei den von mir besuchten Seminaren und Vorlesungen viele Inspirationen.

Diese Woche hat mich besonders der Begriff der „Spuren“ zur weiteren Lektüre veranlasst. Ich bin noch am Anfang meiner Gedanken dazu und lese die uns zur Verfügung gestellten Bücher, darunter die „Wie Bilder Sinn erzeugen: Die Macht des Zeigens“ von Gottfried Böhm oder von Peter Greimer, „Das Bild als Spur“.

Spur Nr. 3 (c) von Susanne Haun
Spur Nr. 3 (c) von Susanne Haun

Ich finde es sehr spannend, wie die Theorie meine praktische, zeichnerische Seite bedient.

Vor meinem Atelier ist ein „Zuckersandbereich“, ob die Steinesetzer vergessen haben, hier den Weg zu pflastern oder ob die Steine nachträglich entfernt wurden, ist hier nicht zu sagen.

Auf dem Zuckersand befinden sich Spuren, es haben Berühungen mit Objekten stattgefunden. Die Objekte sind verschwunden, Objekt und Spur kommen nie gemeinsam zum Vorschein.

„Die Spur erlaubt zum Beispiel das Zeichnen mit der Linie und das Zeichnen gegen sie … „Spur“ umschreibt mithin generell jenes geschehen, in dem die Zeichnung ihre Sichtbarkeit ausformt.“ Gottfried Böhm.

Ich frage mich, ob im Sand die ursprünglichste Zeichnung zu sehen ist, die vergänglichste.

In wiefern ist es ein Unterschied, ob wir zufällige Spuren oder bewusst erstellte Spuren betrachten?

Ich habe einige Pflanzen gesammelt und diese in den Sand gedrückt. Mit der Hand habe ich vorher die alten Spuren verwischt.

Am Ende des Tages regnet es. Die Spuren sind zerstört. Was bleibt sind die Fotos. Sind nun die Fotos das Werk oder war der Sand mit den Spuren das Werk?

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Greimer, Peter. Theorien der Fotografie zur Einführung. Hamburg. 2011.
Böhme, Gottfried. Wie Bilder Sinn erzeugen: Die Macht des Zeigens. Berlin. 2008.