Susanne Haun

Ein kleines rotes Leporello, das von Hummeln und der Mythologie des Gartens erzählt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Landschaft, Leporello, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 28. August 2020

 

 

Entstehung Zeichnungen auf Leporello, zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Entstehung Zeichnungen auf Leporello, zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Vor einigen Wochen brachte ich meiner Sammlerin Itha das von ihr erworbene Künstlerinnen Unikatbuch (siehe hier -> Klick).

Itha gab mir zum Abschied drei wunderschön gearbeitete Leporellos in die Hand. Ich begann mit dem kleinen 12 x 17,5 cm großem Band.

Auf der einen Seite, die ich als verso bezeichne, zeichnete ich im Liegestuhl sitzend mit meinem Füller mit Tinte mythologische Gedanken aus meinem Garten inspiriert.

Auf der recto Seite gebe ich in drei Zeichnungen eine Hummel wieder, die ich vollständig intakt aber leider Tod, gefunden habe.

Aber seht selber:

 

 

Projekt ohne Namen – Maria spielt mit Mama Rummy Cup – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juni 2020

 

#49

„Den „Garten Eden“ findet man dort,  wo …“

„… Maria mit Mama Rummy Cup spielt.“

 

 

Maria im Hortus Conclusus, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria im Hortus Conclusus, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Als meine Mama kaum zwei Monate tot war, reisten Micha und ich nach Venedig (–> Klick) und besuchten auch die Kirche Santa Maria della Salute. Im Inneren waren entsprechend dem Namen der Kirche viele Gemälde von Maria. Auf einem Gemälde thront sie in ihrem Paradiesgärtlein (Hortus conclusus). Als ich das Gemälde betrachtete, hatte ich den Gedanken, dass meine Mutter dort bei Maria sitzt und mit ihr Rummy Cup spielt. Es mag verrückt klingen, dieser Gedanken tröstete mich damals und auch heute noch. Als ich Jürgens Satzanfang las, fühlte ich mich sofort zurückversetzt in die der Maria geweihten Kirche in Venedig.

 

Maria im Hortus Conclusus, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Maria im Hortus Conclusus, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Realisierung dieses Bildes dauert etwas länger, wie ihr euch denken könnt. Aber das ist ein anderes Projekt und so mache ich hier an dieser Stelle weiter, mit meinen Übermalungen und zeige auch meine ersten spontanen Ideen zum Skizzenbuch.

Die Krone und den Mantel der Maria verknüpfte ich dabei auch mit Jürgens Vollendung des letzten Satzes (#48).

#48 (siehe hier)

S: „Ich hülle mich in einen Vorhang…“
J: „… setze mir die Krone auf und bin ein König, von was auch immer!“

 

 

Nun gebe ich Jürgen den 50. Satzanfang, wir haben sozusagen Jubiläum.

#50: „Der Jubel-Satz ist auch nur …“

Ich gratuliere uns zu unserer Kontinuität, Jürgen!

Auf Instagram kann man dem Projekt ohne Name auch hier verfolgen: >>> xxx<<<<

Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).

 

__________________________________________________________

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

 

Projekt ohne Name – Der helle Tunnel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 23. April 2020

 

#43

„Ich schaue aus dem Fenster und die Welt hinter mir …“

„… ist einem hellen Tunnel gleich!“

 

Ein heller Tunnel, Version 1, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ein heller Tunnel, Version 1, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Krise, Krone und Grundrechte beschäftigen Jürgen unter anderen in diesen Zeiten. Auf Buchalovs Blog kann die geneigte Leserin, der geneigte Leser gut nachverfolgen, was Jürgen umtreibt.

So ist mein neuer Satzanfang ein Resultat aus der Lektüre von Jürgens Blog:

#44

S: „Sich aus dem Gemengelage von Krone, Grundrechten und Kontaktsperre herauszugraben bedarf es….

 

 

Ein heller Tunnel, Version 1, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ein heller Tunnel, Version 1, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Hier die Links zu den bisherigen Beiträge zu Jürgen und mein Projekt ohne Name:

#42 (siehe hier)

S: „Die Sonne schien, der Mond war helle …“
J: „Gold war Blech und Glas war Kies als der Klaus aus ’ner Blechkelle sich ’ne Papierkrone blies.“

#41 (siehe hier)

J: „Tante Lenis Damenbart war stets …“
S: „… wirr, obwohl er in langen Stränen mit Perlen geflochten von ihrem Kinn hing.“

#40 (siehe hier)

S: „Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“
J:  … ewigen Loches.“(Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“, 2.Korinther 4:18)

#39 (siehe hier)

J: „Junge, komm bald wieder …“
S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

Projekt ohne Name – Tante Lenis Damenbart – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Portraitmalerei, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 28. März 2020

 

#41:

J: „Tante Lenis Damenbart war stets …“

S: „… wirr, obwohl er in langen Stränen mit Perlen geflochten von ihrem Kinn hing.“

 

Tante Lenis Damenbart, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Tante Lenis Damenbart, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Hier kommt für Jürgen (klick) die #42:

Die Sonne schien, der Mond war helle …

 

Ich überlege, ob ich alle meine Arbeiten des Projekts in meinem Galerieraum hänge. Galeriebesucher kommen Covid19 bedingt zur Zeit nicht, aber es wäre ein fantastischer Überblick für mich selber. Spannend ist es schon, die Arbeiten herauszusuchen. Ich werde Dekorationsstecknadeln zum Hängen verwenden.

Hier die Links zu den bisherigen Beiträge zu Jürgen und mein Projekt ohne Name.

#40 (siehe hier)

S: „Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“
J:  … ewigen Loches.“(Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“, 2.Korinther 4:18)

#39 (siehe hier)

J: „Junge, komm bald wieder …“
S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Projekt ohne Name – Die Nummer #1 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 24. März 2020

 

Im Projekt ohne Namen (siehe hier) vollenden Jürgen und ich wortreich und zeichnerisch die angefangenen Sätze des anderen.

Weil ich im Moment soviel Spaß an dem Projekt habe, habe ich die Sätze #1 und #2 nochmals interpretiert.

 

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Earth, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Earth, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

 

Heute ist Morgen, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Heute ist Morgen, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

 

 

Projekt ohne Name – zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Marker, Projekt ohne Namen, Zeichnung by Susanne Haun on 13. März 2020

 

#39

J: „Junge, komm bald wieder …“

S: „… zum amtlich anerkannten ewigen Künstlertum zurück!“

 

Amtlich anerkannter Kuenstler, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020Amtlich anerkannter Kuenstler, 30,5 x 22,7 cm, Marker auf Katalog, Aneignung, Zeichung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Ewigkeit über die Jürgen und ich gerade diskutieren, ist nicht einfach.

Wenn wir nicht dafür arbeiten, können wir dann nicht gleich unsere Arbeit vom Tisch in den Papierkorb schmeißen? Ein wenig wie Gerdas Prinzip der Puzzleteile aus ihren vergangenen Arbeiten aus denen Legebilder (siehe hier) entstehen. Zerschneiden, neu formen und zerstören sind hier die Maxime.

Nimmst du Arbeiten, die du vor 40 Jahren erstellt hast aus deinem Schrank hervor und erfreust dich an Ihnen?

Ich erfreue mich gerade meiner Arbeiten, die ich vor 15 Jahren erstellt habe, nehme sie in mein Werkverzeichnis auf, erinnere mich an die Ausstellungen, in denen die Werke zu sehen waren. Oder ich denke an meine Verkäufe, sehe die Bilder und die Sammler vor mir und denke an den Augenblick der Übergabe, die glänzenden Augen, der Freude, die die Bilder hervorrufen.

Es täte mir in der Seele weh, wenn ich wüsste, meine Arbeiten würden mit mir zerstört.

So resultiert mein neuerlicher Satzanfang genau aus diesen Überlegungen (und bin gespannt, welche wahrscheinlich flapsige Fortsetzung du für diesen Satzanfang findest:

#40

„Der Gevatter lauert überall, selbst neben dem Abbild des …“

 

#38 (siehe hier)

S: „Susanne ißt ihr Müsli am Morgen und denkt …“
J: „…wie schön das Leben sein kann – auch ohne Rosinenpickerei!“

#37 (siehe hier)

J: „Im Spülbecken, da in der rechten Ecke, saß die kleine Maus, geduckt, aber unbeeindruckt und …“
S: „… fraß eine nach der anderen die Zeichnungen auf!“

#36 (siehe hier)

S: „Es wäre an der Zeit, für unsere vielen Projekte, Zeichnungen und Drucke einen Ausstellungsort zu finden ….
J: „… denn wenn es an der Zeit ist, ist es an der Zeit – meinte ja schon der ewige Dürer als er an seinem berühmten Hasenkopf herumkritzelte.“

#35 (siehe hier)

J: „Wenn es nach mir ginge könnte ich im Moment ewig leben, …“
S: „… jedoch macht die Endlichkeit das Leben umso intensiver.“

#34 (siehe hier)

S: „Der Gedanke dieses Projekts liegt im …“
J: „…dunklen Keller.“

#33 (siehe hier)

J:„Sie sagen, ich trage die Schuld dafür, dass …“
S: „… ich mich schuldlos fühle.“

#32 (siehe hier)

S: „Kaffee! Noch mehr Kaffee!!! Kaffee ist das …“
J: „…was meine Zunge benötigt: rechts und links und vorne und hinten und sauer und bitter und süß.“

#31 (siehe hier)

J:  „Dieses Ding frisst kein Brot, aber ….“
S: „… es ist neckisch, es sich anzueignen.“

#30 (siehe hier)

S: „Der Stein ist ein Dada der Gertrude …“
J:  „… und damit ist alles beisammen, was die Welt der rose is a rose is a rose is a rose zusammenhält.“

#29 (siehe hier)

S: „Der Kalender neben meinem iMac zeigt Freitag, nicht den 13., und ich habe Hunger, was mich dazu veranlasst …“
J: „… eine der Druckplatten abzulecken –  nämlich die mit dem Hummermotiv.“

#28 (siehe hier)

J: Wir baten Oma sehr oft, wirklich sehr oft,  ihre zweiten Zähne in den Mund zu nehmen  …
S: … und waren jedesmal überrascht, dass sie ihre eigenen Zähne zeigen konnte. Wem gehörten also die zweiten Zähne?

#27 (siehe hier)

S: Simple und einfach ist nichts auf dieser Welt, weil …
J: …immer irgendwas in der Landschaft herumsteht und stört.

#26 (siehe hier)

J: Mir gefällt, dass …
S: … immer wieder Zeichnen von Linien!

#25 (siehe hier)

S: Natura naturata und natura naturans“ sind zwei ästhetische Begriffe, die …
J: … die mir etwas von der Trias „Gott, Natur und Mensch“ erzählt haben, die aber beim intuitiven Bogenschießen keine Rolle spielen.

#24 (siehe hier)

J: Die Weltenseele ist mir noch nicht begegnet, …
S: … während sie Susanne in dem kleinsten Blatt, selbst im Ion entdeckt.

#23 (siehe hier bei Jürgen und hier bei Susanne)

S: Inhaltsverzeichnisse sind Wissensquellen, die ….
J: …die das Rhizom fressen wird!“

#22 (siehe hier)

J: Und während ich hier in meinem kleinen Atelier sitze…
S: … schaue ich aus meinem Atelierfenster und imaginiere die Erhabenheit der Berge.

#21 (siehe hier)

S: Ein neuer Anfang bedeutet …
J: … Reset, und die alten Einstellungen werden in der Maschine gespeichert

#20 (siehe hier)

J: Der Himmel wartet, doch die Erde verlangt …
S: Liebe, Respekt und Verantwortung.

#19 (siehe hier)

S: „Durst wird nicht immer durch Wasser gelöscht, sondern …“
J: “ … auch mit Erdöl!“

#18 (siehe hier)

J: „Wenn ich mit dem Finger schnipse, …“
S:  „… passiert nichts weiter außer ein Schnipsen.“

#17 (siehe hier)
S: „Eine Linie biegt sich nach links nach rechts, um dann…“
J: „… an den Rändern des Blattes zu verschwinden.“

#16 (siehe hier)

J:  „Mein Engelchen, ich sage Dir …“
S:  „… nichts ist perfekt aber alles ist möglich!“

#15 (siehe hier)
S: „Wörter sind immer …“
J: „… gut oder böse.“

#15.1 (siehe hier)
J: „Worte, die den Raum fülleun und als ewiges Licht bleiben.“

#14 (siehe hier)
J: „Ich konnte zuerst den Weg nicht finden, …“
S: „… aber dann sah ich es: Am Ende des Weges war alles voller Bücher, Papier und Tinte.“

#13 (siehe hier)
S: „Wie Schneeflocken werden die Pappelsamen durch die Luft getragen und …“
J:  „… sind wie Worte, die die Erde lockern werden.“ (aus Enzensberger, Windgriff, 1964)

#12 (siehe hier)
J: „Ich schaue mich im Spiegel an und denke: …“
S: „… Nichts!“

#11 (siehe hier)
S: Die Ferne lockt mit fremden Geruechen, Farben und Tönen …
J:  …, doch mein Herz schlägt nur für dich.

#10 (siehe hier)
J: „Ich war jung und töricht, naiv und unbedarft …“
S: „… und dabei sehr fröhlich und sorglos.“

#9 (siehe hier)
S: Der Mensch blickt zurück in sich selbst und findet in der Zukunft …..
J: … den „loving cup“.

#8 (siehe hier)
J: „Der, der alleine ins Wasser geht, das ist „der Alleineinswassergeher“ und die, die zu mehreren gehen …“
S: „…werden sich selbst vergessen, fröhlich sein und planschen.“

#7 (siehe hier)
S: „Kalte Hände sind ein kritisches….“
J: „… Phänomen, denn wie sagte Christoph Ernst Freiherr von Houwald, so ungefähr: „Nimm noch einmal in Deine kalten Hände des warmen Herzens Signatur. Und ist Dein Herzensspiel noch nicht zu Ende, und kommt ein neuer Akt: so klingle nur.“ ( frei übertragen aus: Christoph Ernst Freiherr von Houwald, die Freistatt, vierte Szene, Leipzig 1820)

#6 (siehe hier)
J: „Wenn sie losgelassen werden und durch die offenen Tore fegen …“
S: „… können nicht die größten Drollerien sie aufhalten.“

#5 (siehe hier)
S: „Das perfekte Ding ist …“
J: „… das momentane Ding“

#4 (siehe hier)
J: „Ich höre die schweren Maschinen in der Ferne und ahne …“
S: „… dass sie an ihrer Last zerbrechen.“

#3 (siehe hier)
S: „Es ist schwer vorstellbar, dass der hoch in den Himmel aufragende Turm …!“
J: „… tatsächlich ein Raumschiff darstellt.“

#2 (siehe hier):
J: „Heute ist heute, morgen wird übermorgen und  …“
S: „… gestern ist nicht gewesen sondern wird Erinnerung.“

#1 Projektauftakt (siehe hier):
S: „In der Nacht verschwimmen die Gegenstände zu schwarzen verwischten Flächen, deshalb ……“.
J:  „… versucht der Abfalleimer ein verzweifeltes Glühen“.

 

Jürgen hat auf Instagramm das Projekt ohne Namen aufgenommen und es begonnen, mit Leben zu füllen. Hier könnt ihr dem Projekt folgen:

https://www.instagram.com/projektohnenamen/

 

Zur Erinnerungsaufrischung der Leserinen und  Leser:

Julian Schnabel eignete sich 1989 ein gefundenes Ölgemälde 51 x 38,5 Inches (1,40 x 1 Meter) an.

Der Künstler bearbeitete es mit Ölfarbe und Marker und eignete sich damit das Kunstwerk an, machte es zu einem Teil seinesŒuvres.

«Appropriation Art» wird diese Art der Zeitgenössischen Kunst genannt.

Schnabel ist kein Kopist, er setzt mit seiner Arbeit bewusst einen Stachel in das Konzept der Autorschaft. Wenn ihr diesem Link folgt (Klick) könnt ihr euch von Andreas Beyer von der Universität Basel als Audiodatei anhören, was unter Aneignung in der Kunst zu verstehen ist.

In diesem Artikel der NY Times (Klick) könnt ihr ein Foto von Schnabels angeeigneten Ölgemälden sehen. Ich vermute, dass die meisten von euch Schnabel bisher eher als Filmregisseur wahrgenommen haben. Vielleicht hat der eine oder andere schon den neusten Film Schnabels über van Gogh gesehen? Wilhem Dafoe spielt den schon so oft dargestellten Künstler, der durch seine Naturdarstellungen und vor allem durch sein abgeschnittenes Ohr einen herausragenden Platz in der Kunstgeschichte einnimmt.

Seit ca. zwei Jahren arbeiten Jürgen und ich am Projekt ohne Namen. Wir werfen uns angefangene Sätze in unseren Blöggen zu, die der andere – natürlich künstlerisch – beantwortet. In diesen Sätzen werden die jeweiligen aktuellen Themen der beiden verarbeitet.

So kommt es, dass ich mit meinen Markerstiften und Acryl mir den Schnabel angeeignet habe. Natürlich nicht sein Original. Bei irgendeinem Flohmarktbesuch kaufte ich mir fasziniert den Katalog JULIAN SCHNABEL – Fox Farm Paintings, December 1, 1989, – Januarx 6, 1990, The Pace Gallery, 32 East 57th Streer, New York 10022.  Der Katalog ist 30,5 x 22,8 cm groß.

Zitat am Sonntag – Mascha Keléko – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 7. April 2018

 

Bedenkt:
den eigenen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der anderen muß man leben.

Mascha Keléko

 

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Rosen bekränzter Totenkopf (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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gefunden auf instagram bei aus.gelesen:
https://www.instagram.com/p/BhDsc2hHeQW/?taken-by=aus.gelesen

Besondere Orte zu Bestattung unserer Toten – Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Kunst der Grabgestaltung, Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Oktober 2016

 

Der Tod wird in unserem Land aus dem Alltag vorwiegend ausgeklammert und Gespräche über unseren Totenkult sind selten. Es scheint mir wie ein Tabu (neudeutsch No-Go)  über die Dinge, die der Tod eines geliebten Menschen mit sich bringt, zu reden.

 

 Eibenzweig (c) Foto von Susanne Haun

Eibenzweig (c) Foto von Susanne Haun

 

Dabei werden von den Anfängen der Menschheit bis auch heute im Zeitalter des Computers unsere verstorbenen an besondere Orte beerdigt. Seit dem 8. Jahrhandert werden unsere Toden in der Nähe des Altars, in der Kirche oder auf dem angrenzdenden Friedhof beerdigt. Nach der Reformation erfolgte eine Verlegung der Friedhöfe aus hygienischen Gründen vor den Stadtmauern.²

Heute werden städtische Friedhöfe auch als Parks mit Erholungsfunktion gesehen, schreibt Brigitte Kleinod, Diplom-Biologin und Sachbuchautorin, in ihrem Buch Grabgestaltung.² Ob dem Wirklich so ist, wage ich zu bezweifeln. Sicher, es gehen immer ein paar wenige Interessierte über den Friedhöfen spazieren. Aber als Park mit Erholungsfaktor würde ich den Friedhof deshalb nicht begreifen.

Die Wahlgrabstätte meiner Mutter lässt uns einen großen Spielraum in der Gestaltung. Nicht mehr viele Menschen können sich den Luxus einer solchen Grabstätte leisten. Mit Grabstein, Bestattungsunternehmen, Beisetzung und Blumen werden werden wir wohl knapp 10.000 Euro benötigen. Es sind keine Posten dabei, die ich übertrieben teuer finde, jedoch kommen viele einzelne Positionen zusammen. Sicher sind diese hohen Kosten ein Grund, warum viele unserer Friedhöfe wie leergefegt wirken. Selbst auf dem Domfriedhof gibt es viele freie Stellen.

 

Eiben Blüte Zweig (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eiben Blüte Zweig (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Wo bleiben unsere Toten? Nimmt sich keiner mehr Zeit für den Totenkult, der Pflege unserer Gräber? Wird diese Aufgabe als Last empfunden, die uns zusätzlich im Alltag belastet? Ich bin traurig, diese Fragen überhaupt zu stellen, denn was hat eine Gesellschaft für eine Zukunft, wenn sie respektlos mit den Toten umgeht? Habt ihr euch dazu einmal Gedanken gemacht?

Die Wahl des Friedhofs hat Mama neben anderen Kriterien auch nach dem Aspekt der Erreichbarkeit getroffen. Ich laufe 15 Minuten zum Friedhof, meine Nichte wohnt zwei Straßen weiter und mein Bruder und meine Schwägerin sind mit dem Auto in 5 Minuten von der Arbeit da.  Mein Papa hat es am längsten, aber einer (oder wir alle) finden uns immer, ihn zum Friedhof zu fahren.

Letzte Woche haben wir um unsere Grabschale Eibenzweige aus dem Garten meiner Eltern platziert und die Blumenvase mit Rosen und Gerbera befüllt.

 

 

 

 

 

______________________________-
² Kleinod, Brigitte, Grabgestaltung, Stuttgart 2008.

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 164 – William Shakespeare

Posted in Radierung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 16. Oktober 2016

An Tod gedenken, heißt im Spiegel schaun,
Wie Leben Hauch, und Irrtum, ihm vertraun.

Death remenber’d should like a mirror,
Who tells us, life’s but breath, so trust it, error.

William Shakespeare in Perikles I,1

Der Tod und ich - 30 x 40 cm (c) Radierung von Susanne Haun

Der Tod und ich – 30 x 40 cm (c) Radierung von Susanne Haun

 

Ich habe aus dem Reclam Lexikon der Shakespeare Zitate schon einmal zitiert (siehe hier). Schon bei diesem Zitat hatte ich Schwierigkeiten mit der Übersetzung.

So geht es mir dieses mal auch wieder. Mit der ersten Zeile gehe ich noch mit, jedoch finde ich, dass die zweite Zeile nicht den Sinn des Originals wiedergibt. Ich würde es eher so übersetzen: Glaub mir, es ist ein Fehler, dem Atem des Lebens zu vertrau’n.

Was meint ihr dazu?

___________________
Zitiert nach Fischer, Katrin (Hrsg.). Reclams Lexikon der Shakespeare Zitate, Stuttgart 2014², S.217.

Bilanz ziehen – Susanne Haun

Posted in Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 21. März 2016

Manchmal sind Kommentare so inhaltschwer, dass ich sie in einem Blogbeitrag festhalte.

Mein Blog funktioniert als mein Gedächtnis. Solche Kommentare / Gedanken kann ich nur wiederfinden, wenn ich sie in Beiträge festhalte und durch Schlagworte kennzeichne.

Ein Strauß Tulpen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ein Strauß Tulpen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Diskussionsgrundlage war meine Zeichnung Ein Strauß Tulpen (siehe hier).

Susanne:
Ich stelle auch den Kontrast von Leben und Tod dar. Und kann der Tod nicht nach einem erfüllten Leben auch schön sein? Ich weiss nicht, ob man selber merkt, wann die Zeit gekommen ist?

Bine:
Ich denke das kommt auf jeden einzelnen an. Meine Großmutter wußte, dass es soweit war. Ich glaube sie hat für sich akzeptiert, das ihr Körper/Kraft einfach aufgebraucht war.
Ein erfülltes Leben……das ist ein großes Thema. Ich denke eher ich muß auf meinem Sterbebett Bilanz ziehen und mir auch die verpassten Chancen, die nicht gesagten Worte, die nicht getanen Taten etc. verzeihen und annehmen. Das ist aber sehr spekulativ da ich selbst noch nicht mit dem Sterben konfrontiert worden bin.

Susanne
Ich habe in meinem Leben viele Dinge getan, die man ganz sicher auch anders machen kann. Ich sage extra anders, denn was ist im Leben ein Fehler? Der ist doch nur in der Moralphilosophie zu finden, also ein Fehler ist, wenn ich gegen die 10 Gebote, wie z.B. du sollst nicht töten,  verstoße. Diese Gebote lauten in jeder Religion.
Bilanz ziehe ich nicht erst am Sterbebett sondern täglich. Manche Entscheidungen, die ich getroffen habe, brauchen Zeit, um Wirkung zu tragen. Ein kleines Beispiel: Ich arbeite in meinem 6. Atelier – d.h. ich bin sechsmal mit meinem gesamten Kram umgezogen – jedesmal ein Kraftakt! Aber ich bereue keinen Umzug – aus allem habe ich etwas gelernt. Sicher – ich hätte mir vielleicht den einen oder anderen Umzug sparen können aber mir gingen dadurch wertvolle Erfahrungen verloren.
Jede Entscheidung und jede Erfahrung, die ich mache, bringt mich vorwärts. Statt mit mir zu hadern, warum ich nicht gleich nach dem Abitur studiert habe, studiere ich eben jetzt. Wer sagt denn, dass ein Studium vom Alter abhängig ist.
Und wenn ich auf dem Sterbebett liege, dann weiß ich, dass ich nur traurig sein werde, weil ich nicht mehr erfahren werden, wie es denn mit der Welt weiter geht. Werden wir Kolonien im Weltraum aufbauen? Können wir irgendwann Gehirne vor dem Tod in einen Computer übertragen und wie ist das ethisch zu sehen? Gibt es einen Weltfrieden? Und so weiter…
Wenn ich heute Nachrichten sehe oder über neue Technologien lese, dann macht sich eine Traurigkeit breit, dass ich von vielen Dingen das Ende nicht erfahren werde.

 

Der Tod ist ein häufiger Bestandteil meiner Kunst:

 

 

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