Venedig 2025, Susanne Haun mit Maske (c) Foto von Michael Fanke, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Tagebucheintragungen von Susanne Haun – Zeichnerische Notizen November 2025 – Venedig – Fotos von Michael Fanke

Tagebucheintragungen von Susanne Haun – Zeichnerische Notizen November 2025

Im November waren Micha und ich ein Wochenende in Venedig. Wir waren schon 2017 in Venedig. Damals erschien es uns sehr leer. Wir waren jedoch 2017 unter der Woche und nicht am Wochenende dort. Dieses Mal war es sehr voll, wir waren etwas enttäuscht, jedoch Venedig ist Venedig und kann Venedig denn entäuschen?

2025.06.25.0001 A1 Hoffentlich kippt die Vase nicht um (c) Zeichnung von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

„Existiert die Kunst nur, wenn sie im Blog oder auf Instagram gezeigt wird?“ Frage von Susanne Haun

Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige?

Vor einer guten Woche habe ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster telefoniert. Wir bestreiten gemeinsam das „Projekt ohne Name“.
Zwei Fragen haben Jürgen in Bezug auf mich beschäftigt: Einmal, warum ich 5 Jahre für meine Dissertation benötigte, wo andere das in 2 Jahre schaffen und, dass ich ja offensichtlich in den letzten 5 Jahren auch nicht viel Kunst gemacht habe.

Die erste Frage ist leicht zu beantworten:
Wird eine Dissertation neben der Arbeit geschrieben, dauert sie grundsätzlich länger, denn die Zeit zum recherchieren, forschen und schreiben ist begrenzt. Oft geht die Arbeit vor. Wenn im Rahmen des Studiums geschrieben werden kann, zum Beispiel, wenn ein Stipendium vorliegt, geht es einfach schneller, die Dissertation ist die tägliche Arbeit. Für ein Stipendiun für meine Dissertation bin ich mit meinen 60 Jahren zu alt.

Die zweite Frage ist viel interessanter zu beleuchten:
Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige? Sprich: veröffentliche?
Ich habe gerade im vergangenen Jahr sehr viel an meiner Kunst gearbeitet. So wie die 10 großformatigen Blumenzeichnungen. Zeit habe ich beim Veröffentlichen meiner Kunst gespart. Im Gegensatz zu meiner Gewohnheit jeden Tag – tagebuchartig – aus meinem Atelier zu berichten und jeden kleine Linie zu veröffentlichen, habe ich stattdessen an meiner Diss geschrieben.

Ich glaube, dass ich nicht alles hier im Blog nachträglich veröffentlichen kann. Dass diese Blumenzeichnungen 80 x 60 cm groß sind, ist im Internet kaum darstellbar. Diese Dimension macht jedoch deutlich, dass ich an einer Zeichnung auch länger gearbeitet habe.

Außerdem habe ich an einem großen Projekt gearbeitet, das ich einfach noch nicht zeigen möchte. Ich erhoffe mir, zuerst einen Ausstellungsort zu finden, bevor ich meine Arbeit dazu veröffentliche.

Workshop SbK Tusche mit Susanne Haun, Foto von Svetlana Aff

Impressionen vom Workshop „Mit Tusche Zeichnen“ in der Ausstellung „Die Erzählerin“, Susanne Haun, im Studio Bildende Kunst, Berlin

Sehr gute Atmosphäre im Workshop während der Ausstellung „Die Erzählerin“, Susanne Haun im Studio Bildende Kunst

Der Workshop „Einführung in die Tusche Malerei und Zeichnung“, den ich ihm Rahmen meiner Ausstellung im Studio Bildende Kunst gab, war sehr gelungen. Sieben Teilnehmer*innen erkundeten mit mir Feder, Tusche, Pinsel und Papier.

Hängen Ausstellung die Erzählerin im Studio bildende Kunst (c) Foto von Michael Fanke

Impressionen vom Hängen und der Vernissage der Ausstellung „Die Erzählerin“, Susanne Haun, im Studio Bildende Kunst, Berlin

Hängen der Ausstellung „Die Erzählerin“, Susanne Haun im Studio Bildende Kunst

Es ist nun schon gut 14 Tage her, dass wir die Ausstellung im Studio bildende Kunst gehangen haben. Ich möchte mich als erstes für die viele Hilfe bedanken, die ich sowohl von Micha als auch vom Team des Studio bildende Kunst erhalten habe. Wir haben es geschafft, 68 Exponate (Leinwände, Zeichnungen, Objekte und Bücher) an einem Tag zu hängen, dafür begannen wir um 10 Uhr und waren um 15 Uhr fertig. Laut des SBK waren wir die ersten, die alles an einem Tag gehangen haben. Dreimal war ich vorher in den Räumen und habe Überlegungen angestellt, wie ich was hängen und stellen will.

Einladungskarte Studio Bildende

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Ausstellung:
Susanne Haun.
Die Erzählerin. Geschichten im Druck & Stich.

Vernissage am 14. November 2025, 18 Uhr
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin Lichtenberg

Leicht mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen:
S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee (von dort ca. 10 Minuten Fußweg).

In 3 Räume, 2 Vitrinen und 1 Erker zeige ich Radierungen, Linolschnitte und Zeichnungen auf Papier, Leinwand und Glas.

Sind das finstere Zeiten in denen wir Leben, Skizzenbuch (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Projekt ohne Namen #104 – Finstere Zeiten – Skizzenbuch von Susanne Haun

Projekt ohne Namen – #104 – Finstere Zeiten, Sizzenbuch von Susanne Haun

Dieses Mal kam eine Frage von Jürgen ins Haus geflattert

#104
J: „Sind das finstere Zeiten in denen wir leben …?“

Die Frage hat mich sehr beschäftigt, so dass ich wieder ein ganzes Skizzenbuch mit zeichnerischen und geklebten Notizen gefüllt habe. Diese Frage ist auch nicht einfach zu beantworten, so habe ich jeden Tag eine Antwort bzw. Feststellung bis Fertigstellung des Beitrags notiert. Ich bin dabei meistens von unserer Situation in Europa, in Deutschland ausgegangen.

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