
Der Sommer ist vorbei
Im August und September habe ich mich mit großen Darstellungen von Blumen aus unserem Garten und von Blumensträußen beschäftigt. Unser Garten ist mir immer eine Quelle der Inspiration. Neben einem Blumenstrauß von meiner Patchwork-Tochter und -schwiegersohn habe ich einen Mix durch die Jahreszeiten dargestellt.
Drei der Arbeiten sind gleich von einer Sammler*in gekauft worden. Ich freue mich, Sie gut aufgehoben zu wissen.



Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige?
Vor einer guten Woche habe ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster telefoniert. Wir bestreiten gemeinsam das „Projekt ohne Name„.
Zwei Fragen haben Jürgen in Bezug auf mich beschäftigt: Einmal, warum ich 5 Jahre für meine Dissertation benötigte, wo andere das in 2 Jahre schaffen und, dass ich ja offensichtlich in den letzten 5 Jahren auch nicht viel Kunst gemacht habe.
Die erste Frage ist leicht zu beantworten:
Wird eine Dissertation neben der Arbeit geschrieben, dauert sie grundsätzlich länger, denn die Zeit zum recherchieren, forschen und schreiben ist begrenzt. Oft geht die Arbeit vor. Wenn im Rahmen des Studiums geschrieben werden kann, zum Beispiel, wenn ein Stipendium vorliegt, geht es einfach schneller, die Dissertation ist die tägliche Arbeit. Für ein Stipendiun für meine Dissertation bin ich mit meinen 60 Jahren zu alt.
Die zweite Frage ist viel interessanter zu beleuchten:
Existiert meine Kunst nur, wenn ich sie hier blogge oder auf Instagram zeige? Sprich: veröffentliche?
Ich habe gerade im vergangenen Jahr sehr viel an meiner Kunst gearbeitet. So wie die 10 großformatigen Blumenzeichnungen. Zeit habe ich beim Veröffentlichen meiner Kunst gespart. Im Gegensatz zu meiner Gewohnheit jeden Tag – tagebuchartig – aus meinem Atelier zu berichten und jeden kleine Linie zu veröffentlichen, habe ich stattdessen an meiner Diss geschrieben.
Ich glaube, dass ich nicht alles hier im Blog nachträglich veröffentlichen kann. Dass diese Blumenzeichnungen 80 x 60 cm groß sind, ist im Internet kaum darstellbar. Diese Dimension macht jedoch deutlich, dass ich an einer Zeichnung auch länger gearbeitet habe.
Außerdem habe ich an einem großen Projekt gearbeitet, das ich einfach noch nicht zeigen möchte. Ich erhoffe mir, zuerst einen Ausstellungsort zu finden, bevor ich meine Arbeit dazu veröffentliche.










Aktuelle Ausstellung Studio bildende Kunst
Die Zeichnung „Nicht nur Blumen sind stachlig“ kann zurzeit in meiner aktuellen Ausstellung besichtigt werden:
Susanne Haun.
Die Erzählerin. Geschichten im Druck & Stich.
Noch bis zum 19.12.2025 zu besichtigen im
Studio Bildende Kunst, John-Sieg-Straße 13, 10365 Berlin Lichtenberg
Leicht mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen:
S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee (von dort ca. 10 Minuten Fußweg).
In 3 Räume, 2 Vitrinen und 1 Erker zeige ich Radierungen, Linolschnitte und Zeichnungen auf Papier, Leinwand und Glas.


Wundervolle Bilder…! Beeindruckend und Bezaubernd!
Würde ich nicht so weit weg wohnen, dann würde ich mir liebend gerne die Ausstellung ansehen.
Und nein, ich würde nicht sagen, dass die Kunst nur existiert, wenn sie im Blog oder auf Instagram gezeigt wird… ; )
Liebe Grüße, Hannah
PS So, wie deine Bilder entstanden sind (jenseits der Blog und Instagram-Welten) konnten sie liebevoll, sorgfältig und in aller Ruhe angefertigt werden und heranreifen, vielleicht sogar gerade, weil sie jenseits der digitalen Welten ins Leben gerufen wurden und eben nicht gleich abphotographiert und im Internet ausgestellt wurden, würde ich meinen…
Ja, liebe Hannah, es ist sehr entspannend ohne auf „Instagrammability“ zu achten. Ich habe es sehr schätzen gelernt.
Liebe Grüße von Susanne
Wunderbar, liebe Susanne! Du weißt, ich liiiiebe deine „Blumenbilder schon seit Jahren und bin sehr glücklich darüber, dass einige von ihnen meine Wände verschönern. In der hier vorgestellten Größe 60 x 80 cm sehen sie bestimmt fantantisch aus.
Danke, dass du sie hier gezeigt hast!
Liebe Grüße von Rosie
Gerne, Rosie. Ich wünsche dir eine schöne Adventzeit. 🙂 Liebe Grüße von Susanne
Hallo Susanne!
Da habe ich ja mit meinen aus der Hüfte geschossenen Aussagen in unserem Telefonat was angerichtet!
Aber es bleibt dabei: wieso, weshalb, warum: wer nicht fragt, bleibt dumm.
Liebe Grüße Jürgen!
Ja, Jürgen, es ist eine sehr gelungene Frage, die mich weiter sehr beschäftigt. Wie war das vor der digitalen Vernetzung? Da war es schon schwer, eine Reichweite außerhalb des eigenen Umfelds zu bekommen. Heute ist es eine Selbstverständlichkeit. Ich fasse gerade mal alle Antworten in einem neuen Beitrag zusammen. Es ist ja eine Frage, die immer wieder auftaucht.