Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Elias Canetti

Posted in Ausstellungstip, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 8. September 2019

 

Man weiß nie, was daraus wird,

wenn die Dinge verändert werden.

Aber weiß man denn, was daraus wird,

wenn sie nicht verändert werden

Elias Canetti (1905 – 1994) war ein Schriftsteller und Aphoristiker deutscher Sprache und Literaturnobelpreisträger 1981

 

 

Detail Stand der Dinge - Gelbe Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

Detail Stand der Dinge – Gelbe Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

 

 

_______________________________________

Quelle:

Dieses Zitat steht in dem Ausstellungskatalog Verbundene Spuren von Doreen Trittel und Carla Pohl.

Zur Ausstellungseröffnung am letzten Samstag war ich mit Micha in der Dorfkirche Roddahn ebenfalls mit von der Partie. Roddahn liegt in der Nähe von Neustadt Dosse, der Pferdestadt Brandenburgs.

Hier Details zur Ausstellung:

VERBUNDENE SPUREN
von Carla Pohl und Doreen Trittel

In Berlin, in Ost und West, sind Orte voller Spuren der Geschichte zu entdecken. Die Suche nach ihnen beginnt bei uns selbst und geht über die Familiengeschichten bis hin zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Sie leben von und mit ihrer Geschichte und mit den Menschen, die sie neu besetzen.
Carla Pohl und Doreen Trittel haben den Großteil ihres Lebens im vereinten Deutschland verbracht, aber die Kindheit in der DDR hat Spuren hinterlassen. Carla Pohl war beim Fall der Mauer 9 und Doreen Trittel 16 Jahre alt. Beide sind aus der „Dritten Generation Ost“ und genauso sind sie ein Teil der Generation der „Kriegsenkelkinder“.
Gemeinsam erforschen sie die Spuren, die die verschwundene innerdeutsche Grenze hinterlassen hat und machen sichtbar, wo sie weiter besteht.

Die Ausstellung VERBUNDENE SPUREN von Carla Pohl und Doreen Trittel wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin

Mehr von der Ausstellung könnt ihr auf dem Blog von Nina Alice Schuchardt lesen, die die Ausstellung mit einer Rede eröffnete (siehe hier).

 

 

Berlin Wedding – ein Stadt Spaziergang im Grünen – Susanne Haun

Posted in Berlin, Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Mai 2017

 

Angeregt durch die vorgeschlagenen Spazierwanderungen durch den Wedding auf dem Weddingweiser (siehe hier) haben wir uns aufgemacht, unseren eigenen Weg durch den Wedding zu laufen.

 

Susanne Haun beim Skizzieren am Ausgang Schillerpark Berlin Wedding (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun beim Skizzieren am Ausgang Schillerpark Berlin Wedding (c) Foto von M.Fanke

 

Wie finden wir  eine Wanderstrecke durch den Wedding?

Meine Atelierwohnung liegt keine 500 Meter vom Schillerpark entfernt, so dass dieser schöne Park, in dem schon meine Mutter mit mir als Baby spazieren ging (siehe hier), der Ausgangspunkt unserer Stadtwanderung ist.

Diese Wanderung ist auch eine Wanderung durch unsere Kindheit. Manche Orte haben wir lange nicht besucht und sind erstaunt über die Veränderungen. Wir haben den Vorteil des „Einheimischen“, des in Berlin Wedding geborenen. Wir brauchen keine Karte unser Gefühl und auch unsere Kraft, die wir zum Wandern haben, leiten uns. Am Ende der Rundtour kürzen wir ab – es ist genug für einen Tag.

Was wäre eine anständige Wanderung und wir wollen sie nicht ohne einen leckeren Kaffee zum Abschluss beschliessen. In der Triftstrasse 58 liegt die Kleinen Mensa, unser Stammkaffee. Hier gibt es leckeren N.Y.Cheesecake und Cappucino. Es lohnt sich, dort einzukehren (siehe hier).

Ich habe bewusst nur mein Skizzenbuch und keinen Fotoapparat dabei, M. übernimmt den Part des fotografierens. Die Skizzen zeichne ich schnell, um den Fluß des Laufens nicht zu sehr zu unterbrechen. M. braucht länger für seine Fotos.

 

 

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 130 – Erich Loest

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 14. Februar 2016

„Da konnte dieser gestandene Schriftsteller nicht vergessen, wie dieses Gefühl der Macht ihn verändert hatte, wie er am eigenen Leib erfahren hatte, wie sich Menschen, die keine Macht besassen und keine wollten sich mit einem Schlag änderten, wenn ihnen Macht in den Schoss fiel und wäre sie noch so gering.“²
Erich Loest in „Die Flakhelfer“  von Malte Herwig

Es beeindruckt mich sehr, wie mit dem Sterben der Generation der Teilnehmer des 2. Weltkriegs die Geschichte anders, vielleicht sogar ein wenig neu,  geschrieben wird.

Es macht Spaß mit den Aquarellfarben die Eigenheiten des Gesichtes herauszuarbeiten - Zeichnung von Susanne Haun

Der Schrei – Zeichnung von Susanne Haun

_________________________________

²Loest, Erich, IN: Herwig, Malte, Die Flakhelfer, Stuttgart 2013.
Da ich das Hörbuch dazu höre, kann ich die konkrete Seite nicht angeben.

Gibt es eine Philosophie der Veränderung, der Bewegung? – Fotos von Susanne Haun

Posted in Foto, Konzeptkunst by Susanne Haun on 23. März 2012

Bewegung empfinde ich nicht nur als die sportliche Bewegung, für mich ist Bewegung auch Veränderung.

Heute habe ich die Worte Philosophie – Bewegung und Veränderung in Beziehung gesetzt.

Bewegung und Veränderung Version III (c) Foto von Susanne Haun

Bewegung und Veränderung Version III (c) Foto von Susanne Haun

Dabei bin ich auf eine Publikation aus dem Bereich Sportphilosophie der Humboldt Universität gestossen: „Bewegung als Form – Form der Bewegung im Spiel“ von Elk Franke.

Franke schreibt, es gibt keine „Philosophie der Veränderung“.

„Wir sprechen von Veränderung, aber wir denken nicht wirklich daran. Wir sagen, daß die Veränderung existiert, daß alles sich verändert, daß die Veränderung sogar das Gesetz der Dinge ist, ja wir sagen es…, aber das sind nichts als Worte, und wir denken und philosophieren als ob die Veränderung nicht existiert.“  Henri Bergson

Bewegung und Veränderung Version I (c) Foto von Susanne Haun

Bewegung und Veränderung Version I (c) Foto von Susanne Haun

Das Zitat von Bergson, ein Vertreter der Lebensphilosophie, ist sehr interessant und sehr wahr. Es gibt wenig Menschen, die Veränderungen von sich aus realisieren. Sicher, die Menschen möchten Veränderungen, aber die meisten hoffen, sie fallen entsprechend ihrer Wünsche vom Himmel. Zu Veränderungen gehört Mut.

In meinen heutigen Fotos habe ich schon mit der Kamera beim fotografieren die Bilder bewußt verwackelt, um die Bewegung und  Veränderung zu zeigen.


.

Gibt es eine Philosophie der Veränderung, der Bewegung? – Fotos von Susanne  Haun

%d Bloggern gefällt das: