Susanne Haun

69. Berlinale in der neuen Betonhalle des silent green Kulturquartiers

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 14. Februar 2019

 

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier

 

Wer die Berlinale ohne Anstehen und feste Vorstellungszeiten besuchen möchte, der kann noch bis zum 17. Februar 2019 in der fertiggestellten Betonhalle des silent green Kulturquartier, Gerichtsstr. 35, 13347 Berlin das 14. Forum Expanded: ANTIKINO (THE SIREN’S ECHO CHAMBER) genießen. Die Ausstellung und das Screening im Rahmen der 69. Berlinale bereichern die Kulturwelt des Weddings.

 

 

 

Die neue, 1600 qm große, unterirdisch gelegene Betonhalle des silent green ist beeindruckend. Allein die Rampe, die in die unterirdischen Räume führt, ist ein Besuch wert. Noch vor 3 Jahren beim Tag des offenen Denkmals konnte die interessierte Weddingerin / Weddinger dort die Räume des ehemaligen Krematorium besichtigen. Was heute wie ein futuristischer Bau anmutet war damals noch ganz im Sinne eines Krematoriums eingerichtet. Der geschickte Umbau lässt heute nicht mehr vermuten, welche Funktion die unterirdische Halle früher beinhaltete. An dieser Stelle möchte ich den Betreibern zum gelungenem Umbau gratulieren. Eine Vision in diesem Stil zu verwirklichen kostet viel persönliches Engagement, Kraft, Zeit und Geld.

 

 

Die Ausstellung beschäftigt sich mit zeitgenössischen Wertesystemen des Kinos und stellt dabei eine Beziehung zwischen gelebtem Leben und bewegtem Bild her. Nach passieren der Rampe erreicht der Besucher einen kleinen Vorraum, der rechts in den eigentlichen Ausstellungsbereich führt. Links findet sich das obligatorische Café bespielter Kunsträume, kundige Weddingerinnen und Weddinger kennen das Mars schon überirdisch und können jetzt mit Kaffee und Kuchen auch unterirdisch in gewohnter Qualität verwöhnt werden.

 

 

Beim Betreten der Ausstellung wird man von der Waters – Deep Implicancy von Denise Ferreira da Silva und Arjuna Neumann empfangen. Die Dauer der Präsentation kann in bequemen Sitzsäcken verbracht werden, die Leinwand ist gebogen und groß und lässt das Filmprojekt, das Fragmente, Töne und Geschichten des Wassers zeigt, eindrücklich an die Besucherin, den Besucher vorüberziehen. Ein kostenloser ausführlicher Katalog, FORUM / FORUM / EXPANDED, der unter dem Label der 69. Berlinale erschienen ist, erläutert die gezeigten Projekte und vereinfacht es somit, die Intentionen der Künstlerinnen und Künstler zu verstehen. Man sollte genügend Zeit mitbringen, um die gesamte Ausstellung anzuschauen. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.

 

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

 

Dieser Artikel erschien in ähnlicher Form im Weddingweiser vom (siehe hier).

Vorbereitung zum KunstSalon – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Präsentation by Susanne Haun on 15. Januar 2019

 

Hängung Selbstportraits Susanne Haun beim 19. Kunstsalon vom Fluiden ins Karmische (c) VG Bild-Kunst , Bonn 2019.

Hängung Selbstportraits Susanne Haun beim 19. Kunstsalon vom Fluiden ins Karmische (c) VG Bild-Kunst , Bonn 2019.

Bei den Vorbereitungen zum KunstSalon in meinem Atelier hat sich nach 19 Veranstaltungen schon eine Routine eingeschlichen. Die Handgriffe haben sich verselbstständigt.

Das Putzen, Aufräumen und Wegräumen der Dinge meines privaten Gebrauchs aus dem öffentlichen Bereich in Bad und Küche, Einkaufen der Brote, Schmalz, Wein sowie  Saft, den Kuchen backen und Nüsse und Gummibärchen in kleine Schüsseln verteilen. Arbeiten, bei denen ich ein Hörbuch oder Podcast höre, meine Gedanken schweifen lasse und in der Regel schneller fertig bin als gedacht.

In den letzten Tagen habe ich meine Selbstportraits gerahmt und gehangen. Das wiederum war schwieriger als ich dachte, zum einen habe ich eine sehr große Auswahl von Abbildnissen meiner Selbst und zum anderen muss ich meine dominante Präsenz in meiner Atelierwohnung ersteinmal aushalten! Ich glaube nicht, dass diese Hängung bis zum nächsten Salon bleibt.

Um 13 Uhr ist Sabine Küster gekommen und wir haben ihre Banner an der freien Wand gehangen. Es ist gut, wenn ich vorher weiss, wo mein Gast seine Arbeiten hängen möchte. Dann kann ich alles vorbereiten. Nach dem Hängen steht ein kleiner Spaziergang auf dem Programm, dabei quatschen mein Gast, in dem Fall Sabine und ich über das Programm, was wir gemeinsam am Abend durchschreiten wollen.

Die letzte halbe Stunde vor 18 Uhr ist dann immer sehr aufregend. Wieviele Gäste werden kommen? Wird der Salon ein Erfolg? Können wir die Gäste in die Diskussion ziehen und begeistern?

Wenn dieser Beitrag eröffnet wird, dann geht es hier in meinem Atelier los! Drückt uns die Daumen 🙂

 

 

Kunst im Wedding: Was versteht man unter einer Performance? — Weddingweiser

Posted in Ausstellungstip, Betrachtungen zur Kunst, Salon, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Januar 2019

 

Wieder einmal ist ein Beitrag von mir beim Weddingweiser erschienen (siehe hier), ich setze mich in dem Beitrag mit Performance auseinander.

© Sabine Küster - Interview im Rahmen © Susanne Haun der Ausstellung "Als ich noch echt war" Foto: Doreen Trittel

© Sabine Küster – Interview im Rahmen © Susanne Haun
der Ausstellung „Als ich noch echt war“
Foto: Doreen Trittel

Schon der aus der englischen Sprache abgeleitete Begriff erlaubt uns eine erste Deutung im Sinn von Aufführung oder Vorstellung. Seit den 1960er Jahren dringt die Performance immer mehr in den kulturwissenschaftlichen Bereich ein, die Grenzen zwischen Kunst und Leben sollen verwischt und das Kunstwerk lebendig werden. In der Performance-Kunst sind überdurchschnittliche viele Künstlerinnen und Künstler anzutreffen, die ihren Körper als Medium benutzen. Die bekannteste Performancekünstlerin dürfte Marina Abromović sein, die 2010 im Moma in New York ihre Performance „The Artist Is Present“ zeigte. Die Performance zeichnet sich durch eine unwiederholbare Ereignishaftigkeit aus. Die statische Beziehung zwischen Künstler, Kunstwerk und Betrachter wird aufgehoben. Meistens werden Dokumentationen in Form von Fotos und Filmen angefertigt, das Kunstwerk selber jedoch wird erst durch seinen Aufführungscharakter lebendig.

 

Der nächste inzwischen 19. Kunstsalon im Atelier von Susanne Haun findet am 15. Januar um 18 Uhr in der Groninger Straße statt. Unter anderem wird das Performance Duo „Krysti Himmelfahrt & 1 Muse“, bestehend aus aus Sabine Küster und Krystiane Vajda. eine ca. 10-minütige Performance darbieten.

Mehr darüber erfahrt ihr, wenn ihr dem Link zum Weddingweiser folgt:

Kunst im Wedding: Was versteht man unter einer Performance? — Weddingweiser

 

Ein Besuch im Museum für Naturkunde – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Reiseberichte, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 9. Januar 2019

 

1 Museum für Naturkunde, Foto von Susanne Haun

Museum für Naturkunde, Foto von Susanne Haun

 

Tristan Otto (siehe hier) , das einzige Originalskelett eines T.rex in Europa, verlässt das Museum für Naturkunde nach 3jähriger Ausstellungszeit im Frühjahr diesen Jahres (siehe hier).

Grund genug für uns, zwischen den Jahren noch einen Blick auf das eindrucksvoll Skelett aus der Oberkreidezeit zu werfen. Ihr könnt euch vorstellen, dass das Museum nicht leer war, viele hatten das Bedürfnis, die Ausstellung zu besuchen.  Tristan ist zwölf Metern lang und 4 Meter hoch und wurde 2010 in Montana, USA, in der Hell Creek Formation gefunden. Die Präsentation von Tristan verbunden mit der Vermittlung von Wissen hat mir sehr gut gefallen. Auf Michas Foto ist eine der vier Projektionen von Beamern zu sehen. Es waren gerade genug Infos, um nicht erschlagen zu werden.

 

Tristan, Museum für Naturkunde, Foto von M.Fanke

Tristan, Museum für Naturkunde, Foto von M.Fanke

 

Persönlich mag ich schon das Intro des Museums; nach der Kasse gelangt der Besucher in einer Halle, die mit Eindrücklichkeit von den längst ausgestorbenen Saurieren und kleine anderen Tieren ihrer Zeit erzählt.

Sehr angenehm fand ich die Seite Fotografieren und Filmaufnahmen auf der Internetpräsenz des Museums (siehe hier). Das Museum ist sowohl auf Facebook: https://www.facebook.com/MfN.Berlin Twitter: @mfnberlin und Instagram: @mfnberlin, #naturkundemuseumberlin vertreten. Die Seiten sind alle sehr gut gepflegt und bieten dem Leser eine Menge zusätzliche Informationen.

 

 

Mich interessierte neben den Sauriern besonders die Sonderausstellung ARTEFAKTE (09.10.2018 – 27.10.2019) mit großformatigen Bildern von J Henry Fair. Eine Kommilitonin berichtete mir von den Fotos und wir diskutieren beide, ob es sich bei den Fotos um Kunst oder Dokumentation handelte. Ich denke, es kommt auf zwei Punkte an, sieht der Fotograf selber sie als Kunst an und in welchem Kontext sie gezeigt werden. Was meint ihr? Wenn ihr dem Link folgt, bekommt ihr einen Eindruck von der Ausstellung.

Beim Zeichnen habe ich mir wie immer die Aufgabe gestellt, in schnellen Linien meine Eindrücke festzuhalten, keine Zeichnung soll länger als zwei Minuten dauern. Bei der Fülle im Museum ist das eine gute Entscheidung.

 

 

Mein Wedding 5: Zwölf Bilder für die Müllerstraße

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 3. September 2018

 

Am Samstag war die Ausstellungseröffnung von mein Wedding 5. Dieses Mal saß ich in der Jury und beteiligte mich deshalb nicht bei der Ausschreibung. Es war interessant, die vielen eingesendeten Arbeiten zu sehen und es viel nicht leicht, eine Auswahl zu treffen.

Mehr von der Vernissage erfahrt ihr von Dominique Hensel auf dem Weddingweiser:

Mein Wedding 5: Zwölf Bilder für die Müllerstraße

https://weddingweiser.de/2018/09/03/mein-wedding-5/
— Weiterlesen weddingweiser.de/2018/09/03/mein-wedding-5/

 

Alle Beiträge der Freiluftausstellung „Mein Wedding 5“ im Postkartenformat. Foto: D. Hensel

Alle Beiträge der Freiluftausstellung „Mein Wedding 5“ im Postkartenformat. Foto: D. Hensel

12 Monate Ringelnatz – Ein Kalender von Hans Hilmar-Koch und Arndt Weigend

Posted in Ausstellungstip, Betrachtungen zur Kunst by Susanne Haun on 13. August 2018

 

 

Michas Blick in Hilmars Buchdruckmuseum in Krakow (c) Foto von M.Fanke

Michas Blick in Hilmars Buchdruckmuseum in Krakow (c) Foto von M.Fanke

 

Hans-Hilmar Koch habe ich vor Jahren über das Netzwerk Druckgrafik kennengelernt, 2014 stellte ich in seiner Galerie Blickwinkel in Schwerin meine Radierungen aus (siehe hier).

Hilmars Arbeiten und seine Vita findet ihr beim stilhaus, eine Seite, auf der sich das Stöbern lohnt. Das stilhaus ist zwischen Kiel und Fehmarn zuhause. Auch ich als Berlinerin benötige 5 Stunden Autofahrt, um anzukommen. Leider zu lange! Dafür war uns die Anfahrt zum Jubiläum zum Buchdruckmuseum in Krakow am See (siehe hier) nicht zu weit. Hilmar betreibt das Museum seit 20 Jahren und bewahrt viele Maschinen und Buchstabensätze vor dem verschrotten.

 

 

„Seit 1998 gibt es in Krakow am See in der Alten Schule ein Museum der Buchdruckkunst zum Anfassen, ein Unikat in der Museumslandschaft des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Hierbei handelt es sich nicht um eine Technikansammlung schlechthin. Alle Maschinen und Geräte sind so ausgesucht und angeordnet, dass der Besucher sich in die Arbeitswelt eines Buchdruck-Familienbetriebes der 1920er und 30er Jahre hineinversetzen kann.“ ist auf der Tourismus-Seite von Krakow am See zu lesen.

Beim Jubiläum stellte Hilmar mit dem Künstler Arndt Weigend den aktuellen Ringelnatz Kalender vor und ich konnte nicht widerstehen, ihn zu kaufen. Hilmar hat mir Fotos von der Produktion des Ringelnatz-Kalenders gesendet, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

 

 

Ihr wollt auch einen Ringelnatz.Kalender?

Ihr könnt ihn per E-Mail hans-hilmar.koch@t-online.de  oder Telefon/Fax: 038457 23872 bei Hilmar direkt bestellen. Hilmar ist auch oft bei Messen zu finden. Auch dort könnt ihr den Kalender erwerben.

 

Hans Hilmar Koch mit seinen Offizin Schwarze Kunst bei der Messe (c) Hilmar Koch

Hans Hilmar Koch mit seinen Offizin Schwarze Kunst bei der Messe (c) Hilmar Koch

 

Galerie Wedding: Wer bin ich und wer bist du? — Weddingweiser

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 21. Juni 2018

 

Nachdem ich die Vernissage der Ausstellung „I Am Large, I Contain Multitudes“ in der Galerie Wedding besucht habe, schrieb ich folgenden Beitrag für den Weddingweiser.

 

 Einblick in die Ausstellung I AM LARGE in der Galerie Wedding (c) Foto von Susanne Haun

Einblick in die Ausstellung I AM LARGE in der Galerie Wedding (c) Foto von Susanne Haun

 

Bis zum 15. Juli zeigt die Galerie Wedding im Rathaus Wedding in der Müllerstraße die Ausstellung „I Am Large, I Contain Multitudes“. Sie fragt mit den Exponaten nach den Dingen, die dem Leben einen Sinn geben und wie eine erfolgreiche Selbstinszenierung gelingen kann.

943 weitere Wörter unter dem Link zum Weddingweiser:  Galerie Wedding: Wer bin ich und wer bist du? — Weddingweiser

 

 

Morbider Charme: Videokunst im Krematorium Wedding

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 9. Juni 2018

 

Dieser Artikel erschien zuerst im Weddingweiser (siehe hier).

 

Galerie Ebensperger, Eingang Platanenstraße 30, Foto: S. Haun

Galerie Ebensperger, Eingang Platanenstraße 30, Foto: S. Haun

 

Videokunst ist derzeit in der Galerie im Krematorium Wedding zu sehen. Bis zum 30. Juni können in der Galerie Ebensperger im

Krematorium Wedding Arbeiten vom Berliner Filmemacher Romuald Karmakar gesehen werden. Ein Blick in die Ausstellung.

 

 

 

 

Choräle in der Aussegnungshalle

Das Werk „Byzantion“ von 2017, ein 14-minütiges Digitalvideo, das Karmakar schon in Kassel auf der documenta 14 zeigte, füllt mit seinen Gesängen den gesamten oberen Ausstellungsbereich. Mussten Besucherinnen und Besucher in Kassel im Westpavillion der Orangerie teilweise lange Wartezeiten in Kauf nehmen, um in den Genuss des Filmes zu kommen, kann man nun in Ruhe in der ehemaligen Aussegnungshalle im Wedding die dargebotenen Choräle genießen.

 

 

Eine Szene aus dem Video „Byzantion“. Es hatte bei der Dokumenta in der Kassel 2017 Premiere. © Pantera Film

Eine Szene aus dem Video „Byzantion“. Es hatte bei der Dokumenta in der Kassel 2017 Premiere. © Pantera Film

Insgesamt umfasst die Galerie im Krematorium eine Fläche von 1000 Quadratmeter. Diese besondere Ausstellungsfläche steht unter Denkmalschutz und passt hervorragend zu den choralen Gesängen des Films. Die Drehorte werden im Film gezeigt, es handelt sich um die Kirchen “Ieros Naos Analipseos tou Kyriou” in Athen, Griechenland und die Kirche “St. Vladimir” in Island.

 

 

 

 

In den Kellerräumen sind weitere Werke zu sehen. Sechs Fernbedienungen braucht es, um alle Videos in Gang zu setzen und eine halbe Stunde vor Öffnung der Ausstellungen müssen alle Geräte eingeschaltet werden, um den Besucherinnen und Besuchern die Videos zu präsentieren.

 

Ausstellungsbereich unter der Aussegnungshalle (c) Galerie Ebensperger

Ausstellungsbereich unter der Aussegnungshalle (c) Galerie Ebensperger

 

Kunst in der Herrentoilette

 

Installation in der Herrentoilette. © Ludger Paffrath, Courtesy Ebensperger Berlin/Salzburg

Installation in der Herrentoilette. © Ludger Paffrath, Courtesy Ebensperger Berlin/Salzburg

Selbst die Herrentoilette wird als Ausstellungsfläche genutzt. Über dem Waschbecken, wo eigentlich der Spiegel erwartet wird, zeigt ein Flachbildschirm „Das Himmler-Projekt – Manfred Zapatka und die Rede Heinrich Himmlers bei der SS-Gruppenführertagung in Posen am 4. Oktober 1943“. Karmakar schuf das Werk im Jahr 2000, es ist 182 Minuten lang. Der Film erhielt den Adolf-Grimme-Preis Spezial (2002), den 3sat-Dokumentarfilmpreis (2000) und wurde 2008 vom Museum of Modern Art in New York in die Liste der 250 wichtigsten Anschaffungen des Museums seit 1980 aufgenommen.

Ich persönlich wollte keine drei Stunden auf der Herrentoilette ausharren, gleichwohl mich der Ausstellungsort sehr beeindruckte. Durch das sakrale Fenster mit gelbem Glas fällt auf das erste Urinal ein Lichtschein, der im starken Kontrast zu den unverputzten Mauersteinen steht.

 

 

 

Zwei Eingänge führen in die Ausstellung

 

Galerie Ebensperger, Eingang vom Silent Green aus, Foto: S. Haun

Galerie Ebensperger, Eingang vom Silent Green aus, Foto: S. Haun

Von der Platanenstraße 30 (gegenüber der Platanenstraße 10) führt eine Tür in die Galerie Ebensperger. Wir mussten schon etwas suchen, bis wir die Tür fanden und uns klar wurde, dass erst eine Klingel den Eintritt ermöglicht. Hier sollte die Besucherin, der Besucher keine Hemmungen haben, es lohnt sich, zu klingeln und einzutreten. Der Zugang über das Silent Green ist ebenfalls möglich, hierzu einfach am Café Mars vorbei geradezu gehen.

Leider gibt es von der derzeitigen  Ausstellungssituation Karmakars  in der Aussegnungshalle noch keine vom Künstler abgesegneten Fotos, weswegen wir hier Fotos der Lokation von vergangenen Ausstellungen zeigen.

 

Galerie Ebensperger im Krematorium Wedding, Plantagenstraße 30, Freitag 12–18 Uhr und Samstag/Sonntag 11–17 Uhr geöffnet, aktuelle Ausstellung bis 30. Juni

 

Doreen Trittel in der Ausstellung Healing in der Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS

Posted in Ausstellungstip by Susanne Haun on 11. Mai 2018

 

Pünktlich zum Galerie Weekend startete die Ausstellung Healing in der Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS, Gartenstr. 114, 10115 Berlin-Mitte mit den Öffnungszeiten: Mo-Sa, 12-19 Uhr. Die Ausstellung kann noch bis zum 30.06.2018 besucht werden.

 

Susanne Haun besucht Doreen Trittel in der Ausstellung Healing (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun besucht Doreen Trittel in der Ausstellung Healing (c) Foto von M.Fanke

Die Ausstellung wurde von Paulina Tsvetanova, der Besitzerin der Galerie, kuratiert. In der Pressemitteilung ist zu lesen:

„Die Galerie PAULINA’S FRIENDS in Berlin-Mitte hat 29 internationale Künstler und Designer durch einen Wettbewerb ausgewählt. Sie bekommen Raum, um ihre besonderen Werke in der Ausstellung „Healing“ zu präsentieren. Die Kreativen erzählen mit Bildern, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Keramikobjekten, Multimedia oder Mode persönliche Geschichten von Stärke, Hoffnung, Liebe und persönlicher Erlösung, die beflügeln und wichtige Lebensfragen beantworten.

Alle 29 internationalen Künstler und Designer, die in der Galerie PAULINA’S FRIENDS im Rahmen der Kunstaustellung „Healing“ zu erleben sind, werden auf folgender Internetseite mit ihren Werken vorgestellt: www.paulinasfriends.com/h-e-a-l-i-n-g  “

Auch Doreens Statement zu ihren Arbeiten bereichert die Pressemitteilung:

„Eine der vertretenen Künstlerinnen ist Doreen Trittel. Sie stellt mehrere Zielscheiben aus, die normalerweise für Gewalt und Krieg stehen. Von ihr wurden sie in neue Symbole für Liebe und Frieden verwandelt (siehe Foto oben). Ihre Werke mit dem Titel „SCHIESSEN FÜR DEN FRIEDEN!“ sind auch eine Anspielung auf die momentane globale Situation mit zahlreichen kriegerischen Konflikten. Doreen Trittel meint: „Situationen, die ausweglos erscheinen, können durch Mut und Kreativität verändert werden. Es gibt immer mehr als eine Option. Ich hoffe, dass dies auch für komplexe Konstellationen, wie zum Beispiel den Krieg um Syrien, gilt.“ “

Ich mag Doreens Werk sehr, es regt zum Nachdenken an und von der Künstlerin selber weiss ich, dass die Idee, bzw. das Konzept oft vor den einzelnen Elementen des Werks steht. Ich bin fasziniert davon, wie symbolträchtig Doreen arbeitet und wie sie ihre Ideen visualisiert.

Die Reihe „SCHIESSEN FÜR DEN FRIEDEN!“ zeigt sehr eindrücklich, wie Doreen kriegerische Symbole augenzwinkernd in friedliche Symbole überführt.

Am 2. Juni wird Doreen einen Workshop zum Thema Collage in der Galerie anbieten:

Collagen-Workshop: Die Schönheit der Kunst und ihre Fähigkeiten, Sa, 2.06, 14-18 Uhr, Teilnahme kostenlos, Spenden erbeten. 

Lasst uns das Leben im gemeinsamen Kreativsein feiern und dies in in einer selbst gefertigten Collage ausdrücken. Erfahre in netter und lockerer Runde, wie aus der Zerstörung durch Reißen und Schneiden etwas wundervoll Neues durch Gestalten und Kleben entstehen kann – ganz intuitiv und nach Herzenslust, allein durch Dein Tun. Wenn Du magst, kannst Du gern persönliche Materialien, wie zum Beispiel Fotos, Papier oder Stoffreste, mitbringen. Zeitschriften, Schere und Kleber sind herzlich willkommen. Es sind keine künstlerischen oder handwerklichen Vorkenntnisse erforderlich. Eine spontane Teilnahme ist leider nur bei einem freien Platz möglich. Daher sichere Dir einen von 8 Plätzen besser unter kontakt@hehocra.de.

Gerne hätte ich am Workshop teilgenommen, jedoch sind wir genau an diesem Wochenende verhindert. Vielleicht hat die eine oder andere von euch Zeit, den Workshop zu besuchen.

Zur Ausstellung selber: Ich persönlich finde 29 Künstler*innen einfach zu viel für eine Ausstellung. Während der Vernissage konnten die Werke, die sowieso schon auf engsten Raum präsentiert sind, durch die Fülle der Vernissagegäste fast gar nicht betrachtet werden. Ich vermute, dass im alltäglichen Ausstellungsbetrieb mehr Ruhe zum geniessen der Werke vorhanden ist.

Weitere Infos aus der Pressemitteilung:

Teilnehmende Künstler/innen:
Adi Davidoff (BG), Andreas Brunolupo (DE), Beate Flierl (DE), Britta Schwalm (DE), Claudia Hartwig (DE), Dagmar Gester (DE), Donat Fritschy (CH), Doreen Trittel (DE), Dr. Klaus Chmillon (ES/DL), Elisabeth Schneller (CH), Eva Lippert (DE), Evelyne M. Fricker (AU), Graf Seibert (DE), Gret Beth (DE), Hannes Albert (DE), Julia Antonia (DE), Jutta Imelda Kanneberger (DE), Lucy Libre (DE/MEX), Lukas & Robertson (CZ), Pasquale Aleardi (CH, IT, GRC), Peter Schlangenbader (DE), Philippe Ségalard (FR), Simone Birk (CH), Tatawa (Wei Tan) (MYS), Ulrike Hofmann-Schüll (DE), Uwe Schwarz (DE), Valentina Pisarra (DE/IT), w e i s s über den tod hinaus (DE), Dr. Yoanna Planchette (BG/FR)

Parallel zu Ausstellung „Healing“ findet ein gleichnamiges Festival statt. Es bietet interaktive Workshops & Kurse zu Themen wie Bodywork, Selbsterkenntnis und -management, Mindfulness, Work-Life-Balance und vieles mehr: www.paulinasfriends.com/healing-festival
Zur Concept-Gallery PAULINA’S FRIENDS:

Der Schwerpunkt der Galerie liegt auf der Schnittstelle/Interaktion von Kunst & Design. Alle Kunstgattungen und kreativen Disziplinen sind vertreten. Angeboten werden Kunst, Design und Mode – zeitlos, universal, einzigartig  (es werden nur Unikate verkauft).

 

Beiträge für „Mein Wedding“ auf der Müllerstraße gesucht

Posted in Ausschreibung, Ausstellungstip by Susanne Haun on 1. Mai 2018

 

Dieser Artikel erschien zu erst in der Berliner Kiez Zeitung Weddingweiser (siehe hier).

Auch in diesem Jahr wird es wieder die Mittelstreifen-Ausstellung in der Müllerstraße geben. Bis zum 15. Juli können Kunstschaffende und Kreative auch aus dem Bereich Kitas und Schulen dafür bildnerische Werke unter dem Motto „Mein Wedding5“ einreichen. Die Ausstellungseröffnung ist voraussichtlich am Samstag, den 1. September um 11 Uhr in der Schiller-Bibliothek.

 

Plakatgestaltung im Rahmen von „mein wedding 4“, 2017 auf der Müllerstraße. Plakatgestaltung von Susanne Haun (c) Foto Fanke

Plakatgestaltung im Rahmen von „mein wedding 4“, 2017 auf der Müllerstraße. Plakat von Susanne Haun (c) Foto M.Fanke

 

Zum 5. Mal initiiert die Standortgemeinschaft Müllerstraße e. V. diese besondere Art der Ausstellung von Kunstwerken in einer open air gallerie auf der Müllerstraße. Eine Jury, die sich aus Mitgliedern des Vereins zusammensetzt, wird entscheiden, welche Arbeiten groß auf der Müllerstraße herauskommen. Ganz im Sinne des Jahresthemas „Digitalisierung“ der Standortgemeinschaft werden in diesem Jahr auf den Plakaten QR-Codes aufgedruckt. Diese QR-Codes führen interessierte Betrachterinnen und Betrachter der Plakate entweder auf die Internetseite der jeweiligen Künstlerinnen und Künstler oder auf Wunsch auch zur Projektseite von „Mein Wedding5“ auf der Internetseite der Standortgemeinschaft Müllerstraße e. V.

Es ist jedes Jahr wieder spannend, wie die Plakate das Erscheinungsbild der Müllerstraße verändern und welche teilweise ganz persönliche Momente dargestellt werden. Letztes Jahr beteiligte sich unter anderem die Leo-Lionni-Grundschule im Rahmen eines Projektes ihrer Schule mit dem Deutschen Kinderschutzbund. Die Schülerinnen und Schüler wurden an ihren Lieblingsorten im Wedding fotografiert. Gabriele D.R. Guenther zeigte vor drei Jahren ihre Arbeit „Fragmente 2“. Mit diesem Bild führte die Künstlerin die Verschiedenheiten, die im Wedding neben- und miteinander existieren, zusammen und bildete als Resultat etwas Einheitliches, das den Menschen hier symbolisch ein neues, gemeinsames Gesicht verlieh. Auch Weddingweiser-Fotografin Sulamith Sallmann und Weddingweiser-Fotograf Andaras Hahn haben sich in der Vergangenheit beteiligt.

Die Fotografie ist zurzeit das am meist verwendete Medium des Wettbewerbs. Ob ohne Bearbeitung vom Speichermedium, digital verändert oder als Collage sind alle Möglichkeiten der Fotografie möglich.

 

Wer kann sich bewerben?

Jede und Jeder, der gerne kreativ arbeitet, es gibt keine Altersbeschränkung nach oben oder nach unten.

Gibt es ein Thema?

Es muss ein deutlicher Bezug zum Wedding erkennbar sein. Es ist jedoch nicht nötig, dass die / der Beteiligte im Wedding wohnt.

Welche künstlerischen Techniken sind erlaubt?

Die Art der Gestaltung bleibt den Teilnehmenden überlassen. Ob fotografierte Street-Art, Bemalung mit Pinsel oder Stift, Collagentechnik oder Fotografie – alles ist möglich.

Wie groß muss die Arbeit sein?

Die Größe des Originals ist unerheblich. Es kann eine kleinste Zeichnung oder ein Aquarell sein. Die Vergrößerung als Plakat wird von der Standortgemeinschaft vorgenommen.

Form der Bewerbung

Um zu gewährleisten, dass eine Vergrößerung der eingereichten Arbeiten auf das endgültige Format ohne Verluste erfolgen kann, sollten die Arbeiten möglichst im Größenverhältnis 3:2 und in ausreichender digitaler Größe abgegeben werden. Die Bewerbung ist ausschließlich per E-Mail an Winfried Pichierri unter w.pichierri@planergemeinschaft.de oder Demet Yasar unter  d.yasar@planergemeinschaft.de möglich.

Wie viele Arbeiten können eingereicht werden?

Es können maximal drei Arbeiten pro Person eingereicht werden.

Wann ist der Abgabetermin?

Bis zum 15. Juli 2018 können die Arbeiten eingereicht werden.

Wer beantwortet weitere Fragen?

Winfried Pichierri (w.pichierri@planergemeinschaft.de) und Demet Yasar (d.yasar@planergemeinschaft.de) beantworten gerne Fragen, auch per Telefon unter (030) 88 59 14 32.

 

„Mein Wedding5″ wird gefördert vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden, aktive zentren Berlin,  mensch.müller, Standortgemeinschaft Müllerstraße, Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen des Bezirksamt Mitte.

 

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