Susanne Haun

Einladung zur Ausstellung Querbrüche – Susanne Haun und Gabriele D.R. Guenther

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Kunstzentrum Tegel Süd by Susanne Haun on 29. August 2017

 

Gabriele D.R. Guenther und ich laden euch herzlich zu unserer Wochenendausstellung „Querbrüche“ vom 13. – 15. Oktober 2017 im Kunstzentrum Tegel-Süd in den Galerieräumen im 1. Obergeschoss in der Neheimer Str. 54 – 60 in 13507 Berlin ein.

 

Die Einladung der Ausstellung Querbrueche – Susanne Haun und Gabriele D.R. Guenther kann hier heruntergeladen werden.

Veranstaltungen / Programm

Freitag, den 13.10.2017

19 Uhr Eröffnung

20 Uhr Musikperformance: Loitering and Everything In Between
Musik: Achim Kaufmann
Lyrik: Gabriele D.R. Guenther

Samstag, den 14.10.2017

19 Uhr Filmvorführung
Dokumentarfilme von AugenZeugeKunst
Anna-Maria Weber

Sonntag, den 15.10.2017

11 Uhr Vortrag
Gericaults Floß der Medusa: Der anhaltende
Skandal um die Darstellung des Morbiden
Susanne Haun

14:30 Uhr
Frank Gratkowski
Saxophon, Klarinette
Achim Kaufmann
Synth

15 Uhr Finissage

 

Wochenendausstellung „Querbrüche“

Susanne Haun und Gabriele D.R. Günther

Kunstzentrum Tegel-Süd in den Galerieräumen im 1. Obergeschoss in der Neheimer Str. 54 – 60 in 13507 Berlin

Anfahrt
Bahnverbindung: U6 Richtung Tegel bis Holzhauser Straße, ca. 10 Min. Fußweg.
Busverbindung: 133 und X33 bis Kamener Weg, ca. 5 Min. Fußweg.
Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

13. – 15. Oktober 2017

Öffnungszeiten
Fr. 19.00 – 21.00 Uhr
Sa.11.00 – 19.00 Uhr
So. 11.00 – 17.00 Uhr

 

Einladung Ausstellung Querbrüche Susanne Haun und Gabriele Guenther Außen

 

Einladung Ausstellung Querbrüche Susanne Haun und Gabriele Guenther Innen

 

Die documenta 14 sprach meine Sinne größtenteils nicht an und doch war es faszinierend – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, documenta 14, Kassel, Reiseberichte by Susanne Haun on 31. Juli 2017
documenta 14 - Fridericianum (c) Foto von Susanne Haun

documenta 14 – Fridericianum (c) Foto von Susanne Haun

Ich wollte nur einen schnellen Blick auf die die documenta 14 werfen und so ging es nach einem Besuch bei meinem Sohn in Göttingen weiter nach Kassel.

Eigentlich schließt sich documenta und schnell schon aus. Einen ganzen Tag hatten wir uns für die weltweit größte Ausstellung reserviert, aber schon nach drei Stunden waren wir genervt von den vielen Menschenmengen. Nach einem Spaziergang in der Karlsaue, die mich 2012 besonders beeindruckte (siehe hier), haben wir beschlossen lieber die Gemäldegalerie alter Meister auf der Wilhemshöhe zu besuchen und anschließend nach Hause zu fahren.

Wir begannen mit der documenta Halle, die Schlange am Eingang war lang aber es ging zügig voran. Es war innen so voll, dass ein sinnlicher Eindruck so gut wie gar nicht möglich war. Von den Fotos von Gerda aus Athen (siehe hier) kannte ich schon Cecilia Vicunas Werk Quipu Womb (The Story of the Red Thread, Athens, 2017, gefärbte Wolle, ca. 6 x 8 Meter) ich habe extra ein Foto für Gerda gemacht, damit sie das Werk im Kontext der documenta Halle in Kassel sehen kann. Interessant fand ich den textilen Wandbehang Historja (2003 – 2007, Stickereien, Druck, Applikationen und Wolle auf Leinen, 39 cm x 23,5) von Britta Marakatt-Labba. Auch die aus Schiffswrackteilen bestehenden Musikinstrumente (Fuilermo Galindo, Fluchtzieleuropa-havarieschallkörper 2017) fielen ins Auge, alle drei von mir genannten Werke vermittelten eine besondere, konträre Haptik.

 

documenta 14 - Parthenon der Bücher (c) Foto von 4 documenta 14 - Parthenon der Bücher (c) Foto von M.Fanke

documenta 14 – Parthenon der Bücher (c) Foto von 4 documenta 14 – Parthenon der Bücher (c) Foto von M.Fanke

 

Es war mir aufgrund der Fülle nicht möglich, die Werke in den kleinen Räumen wahrzunehmen, dummerweise wollten wir von unten durch das Café nach oben. Auch das war nicht möglich – die Halle wurde gerade wegen Überfüllung geschlossen.

Ich war froh, wieder draußen zu stehen und wir machten uns auf den Weg zu Marta MinujínsParthenon der Bücher“, der mir ausgesprochen gut gefiel. Es ist ein beeindruckendes Bauwerk und wir erlebten auch mit, wie eine der letzten Säulen mit „verbotenen“ Büchern gefüllt wurde. Es war interessant, die verbotenen Bücher zu betrachten und freute mich über entdeckte Werke, die auch in meinem Bücherregal stehen. Aber in welchem Teil der Welt sind eigentlich Konsalik Bücher verboten? Es interessiert mich wirklich – vor allem auch die Begründung.

Ein Pendant zum Parthenon der Bücher ist über dem Eingang des Fridericianums zu finden, es steht nun statt Museum Fridericianum „Being safe is scary“ – zu deutsch: „Sicher zu sein ist beängstigend“, ein Werk der Künstlerin Banu Cennetoglu.

 

documenta 14 - Fridericianum (c) Foto von Susanne Haun

documenta 14 – Fridericianum (c) Foto von Susanne Haun

Die Mühle des Blutes (Antonio Vega Macotela, The Mill of Blood) vor der Orangerie war schon gleich am Anfang der großen Show aufgrund der Aktion zweier Kinder reparaturfällig. Nun läuft sie nur noch zwei Stunden an bestimmten Tagen, an denen wir nicht Vorort waren. Die documenta braucht für den Betrachter immer mehr Vorbereitungszeit, um den Kontext zu verstehen. Die Blutmühle ist ein Nachbau einer der Mühle die in Bolivien zur Zeit der spanischen Eroberer unter Einsatz von Sklaven Silbermünzen prägten. Leider war das Werk wie so viele andere Werke gar nicht bis spärlich beschriftet. Bis auf den Künstlernamen gibt es meistenteils kaum Informationen zu den Werken oder zur Technik oder wenigstens kurzen Hinweisen zum Sinn. Für mich ist der Sinn der Blutmühle ohne die eigene Aktion verfehlt. Denn nur, wenn ich selbst in die Mühle steigen und sie drehen kann, kann ich doch verstehen, was der Künstler mir sagen will.

 

documenta 14 - Orangerie (c) Foto von M.Fanke

documenta 14 – Orangerie (c) Foto von M.Fanke

Sehr gut hat mir die Videoinstallation des Filmkünstlers Romuald Karmakar, BYZANTION (2017, 14 Minuten) in der Orangerie gefallen. Hier konnte ich einen Bezug zur Buchmalerei des Mittelalters herstellen, das reduziert bewegte Bild und die Chorgesänge hatten beruhigende Wirkung auf mich. Ich empfinde solche Bezüge wichtig, um mich mit einem Werk auseinanderzusetzen und mich zurechtzufinden. Ich kann mich der Kunst nur entsprechend meiner Sozialisierung nähern. Ja, meine Sozialisierung ist europäisch geprägt. Ich bin Europäerin also geht es nicht anders. So wie ein Afrikaner oder Asiat sich den Werken in seiner Sozialisierung nähert. Der Betrachter vollendet das Werk.

In der Gemäldegalerie in Kassel im Schloss Wilhelmshöhe habe ich mir speziell die Utrechter Caravaggisten angeschaut. Die Beschriftung und die Zusatzinformationen zu Restaurierungen waren löblich! Im ersten Stock konnten wir durch die Fenster die Achse des Parks bewundern. Leider ist fotografieren im gesamten Museum ohne Fotogenehmigung nicht gestattet. Die berühmten Wasserkaskaden Kassels werden nur an zwei Tagen in der Woche angestellt. Überflüssig zu erwähnen, dass wir an keiner dieser beiden Tage vor Ort waren.

Übrigens, die mit Jutesäcke verhüllten Torhäuser von Ibrahim Mahama erinnern mich mitnichten an Christo. Die Wirkung ist eine völlig andere. Für die Documenta 14 hat Mahama laut dem Tagesspiegel ein Schlüsselwerk geschaffen, das wohl in Erinnerung bleiben wird. Der Tagesspiegel vergleicht das Werk mit Walter de Marias „Vertikaler Erdkilometer“ oder die „1000 Eichen“ von Joseph Beuys. Jeder Besucher, der zur Wilhelmshöhe möchte, passiert die von Mahama mit Jutesäcken verhängten Torhäuser. Die um die Welt gereisten Jutesäcke nehmen Bezug auf internationalen Handel und Politik, Abhängigkeiten werden aufgezeigt. [1]

 

documenta 14 - Wartende vor der Neuen Galerie (c) Foto von M.Fanke

documenta 14 – Wartende vor der Neuen Galerie (c) Foto von M.Fanke

Vielleicht hätte ich mich vor dem Besuch mehr mit der documenta 14 beschäftigen müssen. Gerade habe ich mir das art magazine vom April 2017 online in der Bücherei ausgeliehen (http://voebb.onleihe.de). Dort lese ich: „Eine der Grundmetaphern, mit denen Adam Szymczyks Team im Vorfeld das Konzept der D14 umriss, war »Stille«. Als Innehalten, Verweigerung, als Ausdruck von Poesie, aber auch als Pause zur Strukturierung von Musik und Sprache ist sie ein subtiler Schlüssel zum Verständnis der Arbeiten und der Idee einer Widerständigkeit von Kunst.“ [2]

Stille kann meiner Auffassung nach bei dieser großen Anzahl von Besuchern der documenta 14 nicht dargestellt (hergestellt?) werden. Einzig in der Orangerie habe ich trotz der vielen Menschen ein wenig davon gespürt.

Ich beschäftige mich gerade mit der Visualisierung von Dichtung in den Bildern Poussins. War es für Zeitgenossen Poussins genauso schwer den bildnerischen Eindruck in Worte zu fassen wie es uns heute mit den Werken der documenta fällt?

Die documenta ist nicht spurlos an mir vorbei gegangen, ich merke es beim Schreiben dieses Berichts, den ich so ausführlich nicht geplant hatte.

 

 

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[1] Kuhn, Nicola, Die Politik des Jutesacks, in: Tagesspiegel, Berlin, 24.7.17,
http://www.tagesspiegel.de/kultur/documenta-kuenstler-ibrahim-mahama-die-politik-des-jutesacks/20096642.html

[2] Brigles, Till, Glossar, in: art magazin,  Hamburg 2017, S. 54.

Pan Menelaos Medusa und Moses in der Gemäldegalerie alter Meister in Dresden – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellungstip, Dresden, Portraitmalerei, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Mai 2017

 

Am Samstag waren wir in Dresden in der Gemäldegalerie alter Meister.

Neben den alten Meistern, die wir lang und ausführlich betrachtet haben, kann seit Dezember 2016 auch die Mengs’sche Abguss-Sammlung und Meisterwerke der Renaissance- und Barockskulptur in der Gemäldegalerie Alte Meister betrachtet und gezeichnet werden (siehe hier). Natürlich darf man nicht den Tintenfüller mit in die Gemäldegalerie nehmen, so habe ich einen weichen Bleistift verwendet. Besonders mag ich meinen Moses von Michelangelo. Wir haben ihn schon in Rom bewundert (siehe hier). Ich mochte es, den Kopf in Dresden groß zu sehen, in Rom kommt man selbstverständlich nur auf Distanz an das Original heran.

 

Moses von Michelangelo - Abgusssammlung antiker Plastik in der Gemäldegalerie Dresden (c) Zeichnung von Susanne Haun

Moses von Michelangelo – Abgusssammlung antiker Plastik in der Gemäldegalerie Dresden (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

 

 

Ich kenne Dresden sehr gut und habe einige Zeit regelmäßig dort gearbeitet. So war es nicht notwendig, touristisch unterwegs zu sein. Ich mochte unseren Schlendergang durch die Altstadt, ohne Ziel und einfach das Leben festhaltend.

 

 

 

Aktivieren, Kuratieren und Vermitteln – Die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt

Posted in Ausstellungstip, Kunstgeschichte by Susanne Haun on 18. April 2017

 

Seit Anfang des Jahres bekomme ich das Kunstforum International ins Haus geschickt. Ich hinke mit dem Lesen immer etwas hinterher, aber nichtsdestotrotz lese ich sie (manchmal auch quer)  Seite für Seite und habe mich gefreut, im Heft 244, 2017, Die Neue Auftragskunst, in einem Interview von Sabine B. Vogel mit der Stadtkuratorin Hamburg, Sophie Goltz, drei treffende Tätigkeiten auf Seite 120 zum Karatieren zu finden:

Aktivieren
Kuratieren
Vermitteln

Genau diesen Tätigkeiten geht die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt nach. Sie bespielt die Dorfkirche Roddahn. Als ich die vielfältigen Veranstaltungen der Jahres 2017 auf dem Programm der offenen Kirche Roddahn las, wuchs mein Respekt vor Nina noch mehr. Sie aktivierte viele Kreative, um ein buntes, interessantes Programm zusammenzustellen. Sie aktivierte Künstler und Veranstalter. Herzlichen Glückwunsch, Nina.

Die letzten beiden Jahre kuratierte Nina auch die Ausstellungen in der Kirche. Erinnert ihr euch, ich stellte 2015 in einer Solo-Show aus (siehe hier), 2016 war ich Teil einer Gruppenausstellung in der Kirche, die viele Gäste anzog (siehe hier).

Ich denke, es kann hier kaum von nebenbei gesprochen werden, dass Nina in diesem Jahr zusätzlich zu ihrer Arbeit in der offenen Kirche Roddahn auch einen Verlag für Kunst und Kinder gründete. Auf ihrer Homepage (siehe hier) kann ausführlich ihr Programm zur Vermittlung von Inhalten gelesen werden.

Wer Interesse an die eine oder andere Veranstaltung hat, der kann den Flyer der  Offenen Kirche Roddahn mit den Veranstaltungen für 2017 hier herunterladen.

Veranstaltungsflyer offene Kirche Roddahn 2017 (c) Nina Alice Schuhardt – Kunsthistorikerin

 

Offene Kirche Roddahn - Veranstaltungen 2017 - Seite 1 (c) Nina Alice Schuchardt

Offene Kirche Roddahn – Veranstaltungen 2017 – Seite 1 (c) Nina Alice Schuchardt

 

Offene Kirche Roddahn - Veranstaltungen 2017 - Seite 2 (c) Nina Alice Schuchardt

Offene Kirche Roddahn – Veranstaltungen 2017 – Seite 2 (c) Nina Alice Schuchardt

 

Im Neanderthal Museum – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellungstip, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 27. Januar 2017

Letzte Woche haben wir unseren Besuch bei Schmincke (siehe hier) mit einem Besuch des Neanderthal Museums verbunden.

Das Museum ist sehr liebevoll gestaltet und vermittelt in unterschiedlichster Form Wissen. Auch die kleinen Neugierigen können hier viel erfahren und ausprobieren. Leider hatten wir nur drei Stunden bis zur Schliessung des Museums Zeit und liefen im Dauerlauf zur Ausgrabungsstätte, um anschliessend die für uns interessanten Exponate im Inneren der sachlichen Ausstellungsarchitektur zu betrachten und zu hören.

1 Neanderthal Museum (c) Foto von M.Fanke

Neanderthal Museum (c) Foto von M.Fanke

An großen Ohren konnte die Besucherin / der Besucher die vier verschiedenen Schöpfungsmythen hören.  Zu sitzen, die Mythen zu hören und ins Museum zu schauen, inspirierte mich sehr. Ich war sehr traurig, zeitlich nur zwei der vier Mythen hören zu können. Dann entdeckte ich die App (siehe hier) des Museums, die kostenlos heruntergeladen werden kann und einen Audioguide enthält. So konnte ich zuhause alle vier Geschichten in Ruhe hören. Sehr gefallen hat mir der Neanderthaler mit Faustkeil und Anzug. Ich fand den Vergleich des Faustkeils mit meinen Handy als Statussymbol sehr passend.

 Im Neanderthal Museum (c) Zeichnung von Susanne Haun

Im Neanderthal Museum (c) Zeichnung von Susanne Haun

An der Fundstätte stehen mehrere Steine, in denen man Kopfhörer stecken kann und viele Informationen erhält. Auf dem Stein stehen auch Informationen, leider ist die Schrift zum Teil mit einer Eisschicht überzogen gewesen – der Winter fegt zur Zeit durch das Tal.

Angst hat mir die Bevölkerungsdichte, die auf einem der Fotos zu sehen ist, gemacht. Die Welt ist so voll, dass einige Menschen schon am Rand mit baumelnden Beinen sitzen. Wir wissen alle, wozu das  in der bisherigen Weltgeschichte führte: Seuche oder Krieg.

Impressionen vom Besuch im George Kolbe Museum – Ausstellung Rodin Hanako – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Berlin, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 17. September 2016

 

Fast hätten wir die Ausstellung Auguste Rodin and Madame Hanako verpasst. Noch bis morgen, 18.9.16,  können die Masken und Zeichnungen Rodins von der japanischen Tänzerin Hanako im Georg Kolbe Museum (siehe hier) besichtigt werden. Es lohnt sich!

 

4 Beobachtungen von Susanne Haun im Kolbe Museum (c) Foto von M.Fanke

Beobachtungen von Susanne Haun im Kolbe Museum (c) Foto von M.Fanke

 

Das Kolbe Museum ist mir nicht unbekannt, ich war dort schon öfter zu Besuch. Besonders gerne erinnere ich mich an das Aktmalen mit Conny Niehoff und Maike Josupeit im Garten des Museums (siehe hier, bitte scrollen).

Viele der Skulpturen Kolbes kenne ich schon, sie sind im Hauptraum des Museums zu besichtigen. Erst nach dem Hauptraum sind die Arbeiten Rodins zu sehen. Ich bin fasziniert von der Anzahl der Masken, die Rodin von Hanako fertigte und ich finde es auch interessant, wie unterschiedlich die vier Fotografen Rodins seine Arbeit darstellten. Eine gelungene Gegenüberstellung der Fotos!

Ich bin froh, dass Micha meine Arbeit und meine Arbeiten fotografisch dokumentiert. Er ist ein Pendant, was Belichtung um Komposition angeht und ich finde gerade bei den heutigen Fotos ist das erkenntlich.

 

11 Im Garten des Kolbe Museums (c) Foto von M.Fanke

Im Garten des Kolbe Museums (c) Foto von M.Fanke

 

Ich stellte mir die Aufgabe, Haltung und Gesichtsausdrücke der Skulpturen in weniger als eine Minute zu erfassen und freue mich sehr, dass mir die Aufgabe leicht fällt. Anfang 2000 war ich das erstemal im Kolbe Museum und ich erinnere mich, wie anstrengend und aufwendig es für mich war, die Figuren zu erfassen. Sicher, zum Zeichnen gehört Talent, aber auch der Wille, dieses Talent täglich zu nutzen und Erfahrungen zu sammeln.

 

 

Nicht nur im Garten sondern auch im nur wenige Meter vom Museum entfernten Kolbe Hain stehen Kolbes Skulpturen. Im Kolbe Hain waren wir alleine während das Museum gut besucht war.

 

 

 

 

 

Georg Kolbe Museum

Täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Eintritt: 7,− €
Ermäßigung: 5,− €
für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Schwerbehinderte und Arbeitslose (nur mit gültigem Berlinpass/Ausweis/ Personalausweis)
Freier Eintritt:
für Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre), ICOM, DMB, Presse, Mitglieder des Freundeskreises, sowie Begleitpersonen von Schwerbehinderten, deren Ausweis das Merkzeichen »B« enthält.

09. Juni 2016 – 18. September 2016

Auguste Rodin und Madame Hanako. Der französische Bildhauer und die Emanzipationsgeschichte der japanischen Tänzerin
Georg Kolbe. Ausgewählte Werke – Zeichnungen und Skulpturen

Adresse
Sensburger Allee 25,  14055 Berlin, Telefon: 030-304 21 44
Anfahrt
Sie können direkt vor dem Museum in der Sensburger Allee parken
Verkehrsverbindung:
S-Bahn: S5 Bus: M49, X49, 218 bis Bahnhof Heerstraße, 5 min Fußweg zum Museum
Das Museum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich
Fahrradständer sind direkt vor dem Museum
Im Musemscafé gibt es leckeren Kuchen und Torten!

Dokumentationszentrum Nürnberg – Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellungstip, Foto, Nürnberg, Reiseberichte by Susanne Haun on 30. August 2016

Nürnberg ist von den Reichsparteitagen der Nazi-Zeit überschattet. Ein neues, gut gemachtes Dokumentationszentrum (siehe hier) weisst kritisch und in einer großen Gesamtzeit auf die dunkle Zeit der Stadt hin. Einen Tag haben wir dort verbracht, uns zuerst die Filme und Dokumtation angeschaut, um später die vorgeschlagene Runde durch das Gelände zu gehen.

Ich habe überlegt, ob ich die Fotos hier zeigen sollte. Natürlich fotografieren wir unter ästhetischen Gesichtspunkten, achten auf Vorder- und Hintergrund und überlegen uns die beste Aufteilung. Dokumentieren diese Fotografien ausreichend den Schrecken? Was meint ihr? Wie geht ihr mit unserer Geschichte um?

Wo Hitler auf der Tribüne stand, können jetzt Autorennen gesehen werden, die Startnummern schmücken den Asphalt. Die Bauwerke sind dem Verfall preisgegeben. Bald wird es bautechnisch nicht mehr sicher sein, auf den Tribünen zu stehen. Die Bauwerke wurden als Symbole mißbraucht und sind deshalb nicht wieder aufgebaut worden. Verfallen wirkt alles morbide, noch dazu war es relativ leer. Eine grausige Kombination – morbide und leer – ,die den Schrecken des 2. Weltkriegs stark verdeutlicht.

Seit meiner Kindheit werde ich mit diesen Schrecken konfrontiert und doch erschreckt mich die Organisation der Macht immer wieder.

 

Kalendervorstellung in Schmetterlingshorst – Susanne Haun

Posted in Ausstellungstip, Publikationen, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 29. August 2016

 

Gestern war die Ausstellungseröffnung PROträts – Susanna Cardelli und Utz Benkel.

Während der Vernissage wurden auch die Kalender Starke Frauen 2017 und Männer 2017 präsentiert.

 

Kalenderbeiteiligte 2017 (c) Foto von M.Fanke

Kalenderbeiteiligte 2017 (c) Foto von M.Fanke

 

Utz Rede zur Ausstellung hatte den Schalk im Nacken. Er erklärte, dass er seit 40 Jahren dasselbe Linolschnittmesser benutze und alle Werke, die zusehen seien, wären mit diesem Messer geschnitten. Das Messer hätte länger gehalten als seine Ehe! Nun sei es zerbrochen. Was das wohl bedeutet? Ich dachte gleich an meinen ersten Marderpinsel, den ich noch zu Schulzeiten mir zum Geburtstag wünschte und der immer noch in meinem Pinselglas steht. er dürfte um die 35 Jahre alt sein und hat meine beiden Ehen überdauert!

Gregor Gysi, der Schirmherr der Ausstellung,  ging in seiner Rede auf Utz frühere Tätigkeiten als Hausbesetzer, Anarchist und Gotteslästerer ein. Gegen Utz wurde im Freistaat Bayern der erste Gotteslästerungsprozeß nach dem Krieg ermittelt. Die Anklage und das Verfahren wurden wegen § 166 Gotteslästerung aufgrund seines Artikels „Gottseidank” im Stadtinfo geführt.

Mehr erfahren wir über den Tatbestand der Gotteslästerung in der Kolumne von  Thomas Fischer, Bundesrichter in Karlsruhe  in der Zeit (siehe hier).

„Gott – jeglicher denkbare Gott – mag alles Mögliche benötigen, aber gewiss keinen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch, der seine „Lästerung“ verbietet.“ schreibt Fischer dort. ²

Es war insgesamt eine gelungene Veranstaltung, bei der alle trotz 34 Grad im Schatten viel Spaß an Kunst, Musik und Gesprächen hatten.

 

_________________
² Fischer, Thomas. In: Zeit, Ist Gotteslästerung ein notwendiger Straftatbestand? – Eine Kolumne von Thomas Fischer. Hamburg 2015.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-03/blasphemie-gotteslaesterung-straftatbestand-religion , 29.8.2016, 11:31 Uhr

Germanisches Nationalmuseum und Neues Museum – Susanne Haun

Posted in Architektur, Ausstellungstip, Nürnberg, Reiseberichte, Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 26. August 2016

 

In Nürnberg haben wir uns mit Birgit vom Sätze&Schätze Blog (siehe hier) getroffen.

Wir besuchten gemeinsam in aller Ruhe das Germanische Nationalmuseum und das Neues Museum Nürnberg und nahmen, solange unsere Kraft reichte, Inspirationen auf. Zwischendurch tranken wir Kaffee, tauschten uns aus und krönten unser Treffen mit einem fränkischen Braten, bevor Birgit wieder in den Zug nach Augsburg stieg.

 

An diesem Tag interessierten mich die Gardienen unseres Hotelzimmers. 

Die Architektur beider besichtigten Museen gefiel mir sehr gut. Die Fotos geben Einblick in das, was uns fotografisch interessierte: Architektur, Wissenschaft und Buchstaben!

 

Männer Kalender 2017 – dieses Jahr bin ich der Februar – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Ausstellungstip, Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 25. August 2016

 

Dieses Jahr bin ich der Februar im Männer Kalender 2017.

 

Susanne Haun und der Männerkalender 2017 (c) Foto von Susanne Haun

Susanne Haun und der Männerkalender 2017 (c) Foto von Susanne Haun

 

„Ein Kalender mit 13 Porträts von außergewöhnlichen Männern aus aller Welt, aus unterschiedlichen Lebensbereichen und verschiedenen Jahrhunderten – gemalt, gezeichnet, geschnitten von zeitgenössischen KünstlerInnen. In dieser Art bisher einmalig.“ schreibt der Künstler und Verleger Utz Benkel auf seiner Homepage über den Kalender.

Henry Tauber, der Präsident der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e.V. schreibt in seinem Vorwort über meine Arbeit:
„Als Schulterstück stellt Susanne Haun den New Yorker Papst der Pop Art Andy Warhol dar (…), spinxhaft, androgyn, albinoartig, mit verschiedensten Nuancen von Rot und Pink übergossen, die in seinem eigenen Werk farblich dominierten. Nahe dem Herzen, pltziert in einem seperaten Herz, Jean-Michel Basquiat, mit dem Wahrhol in den 1980ern zeitweilig eng zusammenarbeitete.“²

Der Kalender kostet 19.50 Euro (inkl. 5 Euro Versandkosten). Ihr könnt den Kalender bei Utz Benkel per E-Mail an grafik-benkel@t-online.de telefonisch über +49-151-64521810  bestellen.

Wer den Kalender mit persönlicher Widmung für den o.g. Preis von mir bestellen möchte, der schreibt einfach eine Mail an info@susannehaun.de.

Der Kalender wird am 28. August 2016 in Schmetterlingshorst, Zum Schmetterlingshorst 2, 12559 Berlin Köpenick, um 15 Uhr präsentiert. Es werden beteiligte Künstler und der Schirmherr Gregor Gysi anwesend sein.

 

 

Kalender 2017 Männer - Verlag Utz Benkel

Kalender 2017 Männer – Verlag Utz Benkel

 

Susanne Haun und der Männerkalender 2017 (c) Foto von Susanne Haun

Susanne Haun und der Männerkalender 2017 (c) Foto von Susanne Haun

 

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² Kalender Männer 2017, Vorwort, Henry Tauber, Berlin 2016.

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