
Kenn’Se Die
Die fair share! AG Künstlerinnen-Texte, bestehend aus Miriam Neubauer, Susanne Haun und Anna Bittner, hat am Sonntag ihr Projekt „Kenn’Se Die“ im Bröhan-Museum während der Finissage der Ausstellung „HAEL. Margarete Heymann-Loebenstein und ihre Werkstätten für Künstlerische Keramik 1923 bis 1934“ vorgestellt.
Für diesen Auftakt konnten wir Anna-Maria Weber von Augenzeuge Kunst gewinnen, die Aktion dokumentarisch festzuhalten. Michael Fanke und Annekatrin Pischelt fotografierten die Aktion. Herzlichen Dank! Danke auch an Claudia Jahnke, die spontan filmte und fotografierte.
Karin Meyer präsentierte am pinkfarbenen Stand den Verein fair share! Wer Mitglied des Vereins werden möchte, der findet hier (Klick) Infos dazu.
Out of the Box
Anna Großkopf vom Bröhan-Museum eröffnete die Veranstaltung mit einigen Worten, Rachel Kohn stellte den Verein fair share vor. Claudia Jahnke filmte einen Teil meiner Rede, die ich anlässlich der Eröffnung unseres Projekts im Bröhan-Museum gehalten habe. Der Film ist unbearbeitet – out of the box – und aus dem Zusammenhang gerissen, ich habe mich sehr gefreut, dass mir Claudia dieses Fragment der Reden vom Sonntag zur Verfügung gestellt hat.
Unser Projekt
Es ist kaum vorstellbar: über ein Jahr haben wir an dem Konzept gearbeitet. Umso schöner ist es, dass wir es nun präsentieren konnten.
Das Konzept der imaginären Ausstellung sowie die AG Künstlerinnen-Texte sind aus der fair share! Aktion zum Weltfrauentag am 2022 vor der Neuen Nationalgalerie (siehe hier) entstanden. Die Performance setzte 110 Künstlerinnen* in den Fokus, die im Zeitraum von 1900 bis 1945 schöpferisch tätig waren und in der Sammlung der Neuen Nationalgalerie vertreten sein sollten. Aktivistinnen* schlossen sich nach der Performance zusammen, um aus dem Pool dieser Künstlerinnen* den Katalog einer imaginären Sammlung zu erarbeiten. So sollen die weiblichen Kunstschaffenden, die trotz lebenslanger, intensiver künstlerischer Arbeit wenig Beachtung erfahren haben, einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden.
Im Bröhan-Museum wurden an Info-Tischen durch Kunsthistorikerin Anna Bittner die Bildhauerin Tina Haim-Wentscher (1887 bis 1974), durch die Künstlerin und Designerin Miriam Neubauer die Fotografin Suse Byk (1884 bis 1943) sowie die Künstlerin und Kunsthistorikerin Susanne Haun die Unternehmerin und Keramikerin Margarete Heymann-Loebenstein (1923 bis 1934) vorgestellt.
Bevor ich euch hier eine Auswahl der knapp 400 Fotos zeige, die an diesem Nachmittag im Bröhan Museum fotografiert wurden, möchte ich die auf die Texte mit der kurzen Beschreibung des Lebens der drei Künstlerinnen hinweisen. Wir haben die Texte am Sonntag verteilt, haben aber bemerkt, dass wir viel zu wenig Exemplare vorrätig hatten. Deshalb möchten wir die Texte zum Download hier für euch bereit stellen. Bitte denkt daran, dass die Texte urheberrechtlich geschützt sind. Wenn ihr uns und unser Projekt bekannt machen wollt, so könnt ihr gerne den Link auf diesem Beitrag (Link) oder auf die Seite von fair share! hinweisen.

Hier findet ihr den Link zur Publikation Klick!
Fotografische Impressionen


































Zum Abschluss noch ein Foto, über das ich mich sehr amüsiert habe, Anna und ich ziehen eine so schöne Schnute. Und das mit dem Text vom Beamer: Sichtbarkeit für Künstlerinnen.


Hallo Susanne!
Die Ankündigung Eures Projekttages hatte ich ja schon auf Instagram gelesen und finde die Aktion mehr als sinnvoll. Und wie ich anhand des Blogbeitrages sehe war sie auch erfolgreich und fand die notwendige Akzeptanz. Gratulation!
Den PDF Text werde ich in Ruhe lesen. Die Fotos der Veranstaltung habe ich mir mit Vergnügen angeschaut.
Alles Gute, Liebe Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
ja, es macht Spaß zu recherchieren, was diese vergessenen Künstlerinnen in Ihrer Zeit alles unternommen haben, um mit ihrer Kunst erfolgreich zu sein. Es ist erstaunlich, dass es sich nicht groß von unseren Bemühungen unterscheidet. Und es ist traurig, wie schnell keiner mehr ihre Namen kennt.
Liebe Grüße von Susanne
Eine tolle Aktion, liebe Susanne!
Initiiert, geplant und durchgeführt für und von interessanten Frauen – das ist bewundernswert.
Danke auch für das schöne Video. Ich habe mich gefreut, dich wieder einmal „live“ zu sehen.
Liebe Grüße von Rosie
Liebe Rosie,
ja, es ist ein tolles Projekt. Über den Film habe ich mich auch sehr gefreut. 🙂
Liebe Grüße von Susanne