Susanne Haun

Ludwig Mies van der Rohe – Barcelona und Berlin – Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Foto by Susanne Haun on 21. August 2014

Es ist nun schon wieder ein halbes Jahr her, dass wir Barcelona besuchten.

Die dort gesammelten, gebündelten Eindrücke setzen sich langsam in meinem Kopf fest und ich denke in letzter Zeit besonders oft an den dort besuchten Pavillon von Mies van der Rohe, der zur Weltausstellung 1929 errichtet wurde. Dieser Deutsche Pavillon diente der Selbstdarstellung der Weimarer Republik und sollte durch seine Neuartigkeit und Präzision die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie und des Handwerks präsentieren. Er wurde noch im selben Jahr nach der Weltausstellung abgerissen und 1983-86 wieder an der ursprünglichen Stelle aufgebaut.

Barcelona Pavillon (c) Foto von M.Fanke

Barcelona Pavillon (c) Foto von M.Fanke

Ich mag die Schlichtheit und Eleganz des Gebäudes und hier ist Mies van der Rohes Motto „Weniger ist mehr“ nicht nur zu sehen sondern auch zu spüren. Gerne hätte ich den Film „Der deutsche Barcelona-Pavillon“ auf Arte zu diesem Thema gesehen. Leider ist er nicht mehr online.

Die Spiegelungen im Pavillion und die verschiedenen Materialien machen das Begehen der einfachen architektonischen Form zum Erlebnis. Außen und Innen verschmelzen ineinander. Durch wechselndes Licht ergeben sich immer neue Eindrücke.

UPDATE 4.12.2018

Wer mehr über den Barcelona Sessel von Mies van der Rohe lesen möchte, hat die Möglichkeit dem Link auf dem Blog designclassiker von Andreas Kruse (siehe hier) zu folgen.

 Spiegelungen im Barcelona Pavillon (c) Foto von Susanne Haun

Spiegelungen im Barcelona Pavillon (c) Foto von Susanne Haun

Skulptur von Kolbe im Barcelona Pavillon (c) Foto von Susanne Haun

Skulptur von Kolbe im Barcelona Pavillon (c) Foto von Susanne Haun

 

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Wir Berliner können uns tagtäglich die Neue Nationalgalerie, ebenso ein Bauwerk Van der Rohes, anschauen. Als sie gebaut wurde, gab es in Deutschland noch nicht die Möglichkeit, solch große Fenster zu produzieren und so wurden die Scheiben damals aus den USA eingeflogen. Sie wurde 1967 gebaut, mein Vater war damals 19jähriger Glasergeselle und ging damals zur Nationalgalerie, um die Lieferung der gewaltigen Fenster zu bestaunen und in Augenschein zu nehmen. Nun muß die Neue Nationalgalerie erstmals sarniert werden. Während der Sanierungsarbeiten wird sie voraussichtlich ab 2015 für etwa dreiJahre geschlossen sein.

Neue Nationalgalerie Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Neue Nationalgalerie Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Auf der Internetpräsenz der Neuen Nationalgalerie wird die Neue Nationalgalerie wie folgt beschrieben:
„Mit der gläsernen Oberen Halle des Museums vollendete Mies van der Rohe seine langjährige Beschäftigung mit dem fließenden, offenen Raum. Kurz nach Einweihung des Baus verstarb der Architekt. So gilt die Neue Nationalgalerie mit ihrem Stahldach und in ihrer reduzierten Formensprache nicht nur als Ikone der Moderne, sondern zugleich als Vermächtnis eines visionären Baumeisters des 20. Jahrhunderts.“²

Fotografieren in Barcelona (c) Foto von M.Fanke

Fotografieren in Barcelona (c) Foto von M.Fanke

Inzwischen steht schon wieder die nächste Reise an. In ein paar Wochen geht es nach Vinci in die Toskana. In Vinci ist, wie es der Name schon sagt, der berühmte Leonardo da Vinci geboren. Was ich an Büchern zu dieser Reise mitnehmen werde, könnt ihr auf Philea’s Blog hier lesen.

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²http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home.html, 19.8.2014, 20:14

Vom Dach des Palau Güells – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto by Susanne Haun on 9. Mai 2014

Auf dem Dach des Palau Güells finden wir die für Gaudi typischen Schornsteine.

„Diese Dachterasse stellte seinen ersten, einem Bühnenbild gleichenden Eingriff dar. Später sollte er die Dachterassen der Häuser Casa Batllo und Casa Mila gestalten.“²

Während wir auf dem Dach waren, schlug das trübe Wetter in strahlenden Sonnenschein um.

Impressionen auf dem Dach des Palau Güell (c) Foto von Susanne Haun

Impressionen auf dem Dach des Palau Güell (c) Foto von Susanne Haun

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²Lourdes und Victoria Girlot. Gaudi – Einführung in seine Architektur. Barcelona 2013.

Palast Güell von Gaudi – Barcelona – Fotos von Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto by Susanne Haun on 8. Mai 2014

Noch immer habe ich viel aus Barcelona zu berichten, leider holt mich der Alltag immer mehr ein und Barcelona verbleibt als schöne Erinnerung in meinen Gedanken.

Impressionen im Palast Güell (c) Foto von Susanne Haun

Impressionen im Palast Güell (c) Foto von Susanne Haun

Der Palast Güell wurde ab 1878 schon vor dem Park Güell und der Sagrada Familia von Gaudi für Eusebi Güell entworfen.

Das Stadthaus des Industriellen entstand auf einem sehr kleinen Grundstück und sollte trotzdem den Eindruck von Weite vermitteln. Gaudi hat diese Aufgabe meisterhaft gelöst.

Zur Besichtigung erhält der Besucher ein Audio Guide ohne Kopfhörer, er funktioniert wie ein Telefon, es wird die entsprechende Nummer, die am Objekt im Palast angebracht ist, gewählt, der Guide wird an’s Ohr gehalten und in der ausgewählten Sprache kann der Besucher den Ausführungen lauschen.

 Galerie des mittleren grossen Saal im Palast Güell (c) Foto von Susanne Haun

Galerie des mittleren grossen Saal im Palast Güell (c) Foto von Susanne Haun

Güell empfing im Palast seine Freunde und veranstaltete in den Räumen Konzerte und Ausstellungen. Der Palast besteht aus sechs Stockwerke, die alle einen bestimmten Zweck erfüllen.

Es war für mich nicht einfach, die Fotos so zu sortieren, dass eine aussagekräftige Dokumentation zum Palast entsteht. Ich wollte nicht zuviel und nicht zuwenig zeigen. Es ist auch erstaunlich, wie weit entfernt mir mein Besuchtag dort vorkommt, obwohl es noch keine vier Wochen her ist, dass ich staunend durch die Räume wandelte. Meine Erinnerungen sind auch viel farbenprächtiger und ich habe das Gefühl, noch zu wenig Fotos gefertigt zu haben. Mir gefiel der Palau Güell besser als die Sagrada Familia aber ich kann es nicht vermitteln! Aber ich kann nur jedem Barcelona-Besucher empfehlen, sich den Palau anzuschauen.

Morgen werde ich Fotos vom Dach des Palau Güell zeigen, so dass für alle wieder Gaudis Handschrift sichtbar wird.

Museu d’Art Contemporani de Barcelona – macba – Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto by Susanne Haun on 26. April 2014

Immer noch habe ich viel aus Barcelona zu berichten. Die Berichtsfolge wird durch mein tägliches Künstlerleben durchbrochen.

Bewusst suchte ich mir das macba für einen Museumsbesuch in Barcelona aus. Die Museen Picassos, Miros und Tàpies‘ sind wohl die geläufigen Museen, die der Barcelona Besucher aufsucht. Die Architektur des macbas ist weiß und lichtdurchflutet. Hauptsächlich werden Werke aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie z.B. Kentridge oder Cragg gezeigt.

Das macba ist lichtdurchflutet (c) Foto von M.Fanke

Das macba ist lichtdurchflutet (c) Foto von M.Fanke

Themenlose Impressionen aus Barcelona – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Zeichnung by Susanne Haun on 23. April 2014

In einer mir unbekannten neuen Stadt finde ich an jeder Straßenecke sehenswertes. Alles ist anders als zuhause und alles strahlt den Charme des Neuen aus.

 Dachlandschaft Barcelona (c) Foto von Susanne Haun

Dachlandschaft Barcelona (c) Foto von Susanne Haun

Es bedarf keiner Sehenswürdigkeit, um in Barcelona begeistert zu sein. Bevor ich von der Macba, dem Palau Güell, dem Hafen und Strand und noch mehr berichte, zeige ich euch heute die Kleinode der Stadt.

Impressionen Barcelona (c) Zeichnung von Susanne Haun

Impressionen Barcelona (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Basilika Sagrada Familia von Gaudi – Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto by Susanne Haun on 21. April 2014

Die Sagrada Familia plante Gaudi im gotischen Stil. Er entwickelte die geordnete Geometrie der Gothik weiter und steckte seine gesammelten Erfahrungen und sein Wissen in die Konstruktion des Baus.

Die Sadrada von Gaudi im blauen Tageslicht (c) Foto von Susanne Haun

Die Sadrada von Gaudi im blauen Tageslicht (c) Foto von Susanne Haun

Die Geometrie zählte zu den freien Künsten, während die Architektur nicht zu den freien Künsten zählten. Durch die Anwendung der Geometrie hoben die Baumeister der Gothik ihre Arbeit in den Status der Kunst. Seht hier meinen Beitrag zu den sieben freien Künsten.

Die Struktur der Sagrada basiert auf einen Paraboloid (siehe hier das Architekturmodell zur Sagrada).

Fenster der Sagrada Familia (c) Foto von Susanne Haun

Fenster der Sagrada Familia (c) Foto von Susanne Haun

Beim Licht der Sagrada wollte Gaudi, dass es sich wie das im Wald durch die Blätter bricht. Ich finde, es ist ihm gelungen.

Vögel und die gotische Kathedrale „La Seu“ in Barcelona – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 19. April 2014

Heute habe ich mich fast ausschließlich mit der Architektur gotischer Katherdralen beschäftigt. Besonders die profane Nutzungen der Kathedralen haben mich beeindruckt. Ich dachte immer, Kathedralen wurden nur zur religiösen Verwendung gebaut.

Tauben Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Tauben Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Allerdings wurden die Kathedralen auch als Warenspeicher, als Stall, als Gasthaus, als Hurentreff, als Markt und sogar als Festung benutzt.

„Durch einen Rechtsstreit zwischen dem Domkapitel und dem Rat der Stadt in Straßburg ist überliefert, dass die Huren der Stadt sich an den Langhauspfeilern der Kathedrale anbieten durften. Der Streit ging übrigens nicht etwa um die Frage, ob dies zu verbieten sei, sondern wer die Abgaben erhalten sollte, welche die Frauen zu entrichten hatten.“²

 Die Möwe hat sich einen guten Platz auf der  Kathedrale La Seu in Barcelona gesucht (c) Foto von Susanne Haun

Die Möwe hat sich einen guten Platz auf der Kathedrale La Seu in Barcelona gesucht (c) Foto von Susanne Haun

Sehr gut passen meine Fotos der gotischen Kathedrale „La Seu“ aus Barcelona zu meinen neuen Erkenntnissen und ich habe anhand der Fotos die architektonischen Fachbegriffe festigen können.

Die heute gezeichneten Tauben gibt es in Berlin wie in Barcelona in Massen. Mich amüsierte die Möwe, die ich oben auf dem Turm der Kathedrale La Seu fotografierte. Stolz schaut sie auf die Stadt hinunter und sieht doch in dieser Umgebung wie ein Fremdobjekt aus.

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²G.Dolff-Bonekämper, D.Kimpel, R.Suckale. Die gotische Kathedrale – Gestalt und Funktion. Kulturhistorische Institut der Fu Berlin.

1.942 Fotos von Barcelona und Architekturmodelle – Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto by Susanne Haun on 18. April 2014

Ich habe in den wenigen Tage, die wir in Barcelona verweilten, 1.942 Bilder fotografiert. Jeden Tag beim Bildersortieren beginnt für mich die Zeit in Barcelona auf’s Neue. Heute habe ich die Architekturmodelle näher beleuchtet, die wir an verschiedenen Orten betrachtet und fotografiert haben. Das Kettenmodell der Sagrada fasziniert mich dabei sehr.

Bauen in lufitiger Höhe - auf der ewigen Baustelle der Sagrada Familia von Gaudi (c) Foto von Susanne Haun

Bauen in lufitiger Höhe – auf der ewigen Baustelle der Sagrada Familia von Gaudi (c) Foto von Susanne Haun

Dazu lerne ich die erste Lektion Architektur für mein Studium: gotischen Kathedralen. Wir müssen uns mit der Fachterminologie auseinandersetzen. Es hat mir gefallen, dass unser Dozent in der ersten Vorlesungsstunde einen populärwissenschaftlichen Film zum Kölner Dom zeigte, der sehr unterhaltsam war. Wer Lust hat kann sich den Film vom ZDF der Reihe Terra X hier anschauen.

Nautilusmuschel (c) Foto von Susanne Haun

Nautilusmuschel (c) Foto von Susanne Haun

Treppenhaus im Turm der Sagrada Familia von Gaudi (c) Foto von Susanne Haun

Treppenhaus im Turm der Sagrada Familia von Gaudi (c) Foto von Susanne Haun

Auf den Fotos seht ihr Modelle und Impressionen von der Baustelle „Sagrada Familia“. Gaudi fand Anregungen in der Natur, was wir gut an den Fotos der Nautilusmuschel und des Treppenhauses in der Sagrada erkennen können.

Biblioteca de Catalunya, Barcelona und kleine Details – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto, Zeichnung by Susanne Haun on 17. April 2014

Mehr oder weniger zufällig sind wir über die Biblioteca de Catalunya in Barcelona gestolpert.

Auf dem Weg zur Bibliothek Barcelona (c) Zeichnung von Susanne

Auf dem Weg zur Bibliothek Barcelona (c) Zeichnung von Susanne

Wir suchten Ruhe von der Hektik der Ramblas, gingen durch die Seitenstraßen und standen plötzlich vor dem sehenswerten Gebäudekomplex.
Im Innenhof der Bibliothek findet der Besucher Ruhe, Sitzmöglichkeiten, Tauben, einen kleinen Springbrunnen und viel Architektur. Es riecht wunderbar nach Orangen und das Wasser des Springbrunnens beruhigt die Nerven.

Kreuz vor der Biblioteca de Catalunya (c) Foto von Susanne Haun

Kreuz vor der Biblioteca de Catalunya (c) Foto von Susanne Haun

Zeichnen mit dem Licht des Torre Agbar, Barcelona – Lichtzeichnungen von Susanne Haun

Posted in Architektur, Barcelona, Foto, Zeichnen mit Licht by Susanne Haun on 16. April 2014

In der Nacht wird der Torre Agbar von 4.500 farbigen Lichtern (LED-Projektoren) beleuchtet. Für die Oberfläche wurden 40 verschiedene Lackfarben verwendet, wodurch sich je nach Tageslicht ihre Farbe verändert

Der Torre Agbar mit nächtlicher Beleuchtung (c) Foto von Susanne Haun

Der Torre Agbar mit nächtlicher Beleuchtung (c) Foto von Susanne Haun

Es ist ein unglaubliches Spektakel und weithin sichtbar.

Der Turm ist 142 Meter hoch und sein Grundriss ist kreisrund. Als Vorbild diente dem französischen Architekten Jean Nouvel die rundlichen Felsen des katalanischen Wahrzeichens Montserrat. Der Turm wurde von 2001 – 2004 gebaut und ist somit erst seit 10 Jahren eines der Wahrzeichen der Stadt.

Der Torre Agbar gespiegelt im Hotel geradeüber (c) Foto von M.Fanke

Der Torre Agbar gespiegelt im Hotel geradeüber (c) Foto von M.Fanke

Ich war sehr fasziniert vom Torre Agbar, nicht nur der Farben wegen sondern auch wegen der Alumiumhaut und des futuristischen Aussehens. Es sieht so aus als ob der Turm jeden Augenblick abhebt und bunt blinckend ins All fliegt.

Heute haben wir im Grundkurs Architektur gelernt, dass der Übergang von der Skulptur zur Architektur fliessend ist. Als Beispiel wurde uns das Guggenheim Museum in Bilbao gezeigt. Ich finde, auch beim Torre Agbar ist der Übergang fliessend.

Der Torre Agbar (c) Lichtzeichnung von Susanne Haun

Der Torre Agbar (c) Lichtzeichnung von Susanne Haun

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