Arktis · Den Kopf ausgestülpt · Rolle · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Exit Ghost, Täuschung und Lüge – Zeichnung von Susanne Haun

Die Fähigkeit der Menschen, Dinge in ihrem Gedächtnis / Gehirn zu speichern, lässt im Alter nach.

Es gibt verschiedene Krankheiten, die diese Fähigkeit beeinträchtigen. Das Gehirn und die Seele ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt. So habe ich in letzter Zeit Bücher von zwei großen Literaten zum Thema gelesen.

Der Körper des Gruselwesens (c) Zeichnung ovn Susanne Haun
Der Körper des Gruselwesens (c) Zeichnung ovn Susanne Haun

„Der Mensch erscheint im Holozän“ von Max Frisch, in dem ein alter Mann mit fortschreitender Demenz versucht, sein Leben zu meistern.

„Exit Ghost“ von Philip Roth berichtet von einem alten Schriftsteller, der am Ende seines Lebens über den Tod, das Verlassen der Kräfte und den Gedächtnisverlust resümiert.

„Exit Ghost“ hat mir neue Aspekte für das Arktis Projekt eröffnet. Im Arktis Projekt arbeite ich mit dem Autor Klausbernd Vollmar zusammen. Er hat die Arktischen Fantasien geschrieben und er hat natürlich Bilder zu seiner Geschichte im Kopf.

Diese Bilder decken sich nicht immer mit den Bildern, die in meinem Kopf beim Lesen des Texts entstehen.

Es entstand bei meiner Darstellung vom Eis der Arktis die Diskussion, wie realistisch meine Zeichnungen zur Arktis sein sollten.

Da ich noch nie in der Arktis war, können alle Arbeiten von mir zu diesem Thema nur Sinnbilder meiner Wahrnehmung sein – unrealistisch meiner Vorstellung entspringend.

Klausbernd aber denkt an die Erwartungen der Käufer des Buches. Diese Erwartungen kann und möchte ich nicht bedienen, denn ich zeichne nicht für das Publikum oder wie das Publikum es scheinbar gerne möchte. Ich zeichne aus mir heraus.
Wer kann schon wissen, was das Publikum möchte? Denn wir sind nicht in den Köpfen der Leser und Betrachter.

Gerade von oben - mein Arbeitstisch mit meinen Füssen (c) Foto von Susanne Haun
Gerade von oben – mein Arbeitstisch mit meinen Füssen (c) Foto von Susanne Haun

Philip Roth schreibt in seinem Buch „Exit Ghost“:
„Der Schriftsteller arbeitet jahrelang allein, gibt sich ganz und gar dem Schreiben hin, denkt über jeden Satz zweiundsechzigmal nach und hat doch keinerlei übergeordnetes literarisches Bewusstsein, Verständnis oder Ziel. Alles, was der Schriftsteller akribisch aufbaut, Satz für Satz und Detail für Detail, ist nichts als Täuschung und Lüge. Der Schriftsteller hat keinerlei literaisches Motiv. Sein Interesse, die Wirklichkeit abzubilden geht gegen null. Seine Motive sind immer persönlicher und grundsätzlich niedriger Natur.“

Philip Roth geht da für mein Verständnis sehr persönlich und gnadenlos mit sich um!

Ich frage mich, in wiefern ich diesen Text auf meine Zeichnungen übertragen kann?

Ich habe heute weiter an dem Gruselmonster gearbeitet. Für die Radierung habe ich einzig den Kopf als Thema benutzt, meine Rolle aber bietet mir viel mehr Raum zum arbeiten und so ist auch ein Eisbäroberkörper unter dem Kopf entstanden. Der Kopf selber sitzt unter den Korallen.

Ich bin zum Kapitel „Mythen der polaren Völker“ übergegangen. In dem Kapitel schreibt Klausbernd Vollmar: „Wie alle Mädchen sehnte sie sich nach Abwechslung in der Liebe. So geschah es, dass sie sich einen Eisbären als Liebhaber wählte.“

So habe ich unter dem Gruselmonster den Eisbär und das Mädchen gezeichnet.

Einen Eindruck von Klausbernds Reise in die Aktis könnt ihr hier auf seinem Blog erhalten.

 Das Mädchen und das Gruselwesen (c) Zeichnung von Susanne Haun
Das Mädchen und das Gruselwesen (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
My english isn’t so good to write the whole german text in english but I try a little bit.
I read two books from great literatur authors. There are first Max Frisch and second Philip Roth. The wrote about the advancing in age and the loss of memory. It’s a great theme for me.
I found a quote from Roth about the intention of being author and I wonder he wrote, that his interesting to have wrote about the reality is zero.
I discus with Klausbernd Vollmar the necessity to write or to draw in reality.
I don’t do that, I draw my imagination and I like it.

Blumen und Pflanzen · Den Kopf ausgestülpt · Rolle · Tiere · Was es sonst so gibt! · Zeichnung

Fossile Korallen als Übergang auf der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Vor kurzem bekam ich wunderschöne (Fossile) Korallen geschenkt. Sie haben Linien und Formen, die mein Zeichnerinnen Herz höher schlagen lassen.

Zuerst habe ich eine scheibenförmige, versteinerte Koralle gezeichnet – ich wußte nicht viel über Korallen und habe heute begonnen, im Internet zu recherchieren, was für Arten von Korallen es gibt und wo sie herkommen.

Detail versteinerte Koralle (c) Foto von Susanne Haun
Detail versteinerte Koralle (c) Foto von Susanne Haun

Wenn ich dem Internet glauben darf und Foto und Koralle richtig verglichen habe, ist die Scheibe ein 150 Millionen Jahre altes Zeugnisse einer vergangenen Zeit. Wer nachlesen möchte, wie der Versteinerungsprozeß abläuft, kann das hier auf der Seite Korallen aus Nattheim tun.

Durch die globale Erwärmung, der Schleppnetzfischerei und des Abbaus von Erdöl und -gas sind Korallen heute vom Aussterben gefärdet.

Zeichnung einer versteinerten Koralle (c) Susanne Haun
Zeichnung einer versteinerten Koralle (c) Susanne Haun

Interessant ist auch die Ikonografie von Korallen, unter anderem schützen Korallen im italienischen Volksglauben Kinder vor Unheil und in der Profanikonographie (= nicht christlich) ist die Korallenkette ein Attribut der Kindheit geworden. Im alten Ägypten und in Rom war die Koralle der Isis und Venus heilig.

Vor langer Zeit habe ich von meinen Eltern eine sogenannte „Schaumkorallenkette“ geschenkt bekommen. Ob sie wohl wußten, dass sie mich im Volksglauben vor Unheil bewahren soll? Aber ich habe nach der heutigen Recherche festgestellt, dass es sich um eine Wurzelkoralle handelt. Die Wurzelkoralle hat meistens maserige bräunliche Adern, die sich an der Oberfläche abzeichnen, so wie es auch bei meiner Kette der Fall ist. Die Wurzelkoralle ist deutlich häufiger als die Edelkoralle und kommt meistens aus dem indischen und pazifischen Ozean aus 10 bis 50 Meter Tiefe.

Ich habe heute von der Menschenmenge aus dem Lassalle Zyklus einen Übergang zu den Korallen auf meiner Rolle gezeichnet. Nach den Korallen werde ich mich auf der Rolle weiter mit dem Artis Zyklus beschäftigen. Auf dieser Rolle zeichne ich die Motive, wie sie gerade in meinem Terminplan stehen oder wie ich Lust habe. Mir gefällt dir Mischung aus Tag, die daraus entsteht.

Ausschnitt Rolle Nr. 3 - erste und zweite Koralle (c) Zeichnung von Susanne Haun
Ausschnitt Rolle Nr. 3 – erste und zweite Koralle (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my englisch speaking reader:
A few days ago I get fossil corals and today I like to draw them. I looked in the web what story hides after this beautyful pieces.

Betrachtungen zur Kunst · Den Kopf ausgestülpt · Ferdinand Lassalle · Illustration · Kunstgeschichte · Rolle · Zeichnung

Menschenmengen – Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe mir keine großen Gedanken darüber gemacht, wie ich eine Menschenmenge zeichne, ich habe einfach gezeichnet.

Bei vielen Projekten habe ich „HIER“ geschrien und springe folglich auch beim Denken von einem Projekt zum anderen. Ich arbeite sozusagen eine Warteschleife von Gedanken, die es zu denken gilt, ab.

Version 4 Lassalle als Redner (c) Zeichnung von Susanne Haun
Version 4 Lassalle als Redner (c) Zeichnung von Susanne Haun

So verwundert es auch nicht, dass ich erst vorige Woche begonnen habe, das Buch
„thinking aloud“ von William Kentridge, dass ich von der documenta.13 mitbrachte, zu lesen begann.

Mir gefällt die Art, wie Kentridge darüber nachdenkt, wie er eine Menschenmenge dynamisch in Bewegung als Zeichnung darstellt.

Ich habe eine formale Lösung zur Darstellung der Menschenmenge gewählt. Eine sehr typische, der Natur entnommene Lösung.

Kentridge gab in seiner Laufbahn das Zeichnen für einige Zeit auf und einer der Gründe dafür war, dass er sich die Frage nicht beantworten konnte, wie er mit Menschenmengen umgeht.
Nach der „Zeichenpause“ wählt er als Darstellung die Form eines Fächers (Link zur Zeichnung in der Tate Gallery) und eines Kreises(Link zur Zeichnung auf dem Kunstportal BW). Kentridge hat sich Goya Bilder und Bertoluccis Filme angeschaut, um seine eigene Lösung zu finden.

Die gesamte Herangehensweise gefällt mir und ich lerne beim Lesen des Buchs „thinking aloud“ neue, andere, spannende Sichtweisen kennen.

Für meine Menschenmenge, bestehend aus den Arbeitern, zu denen Lassalle spricht, ist eine Überlegung, sie anders darzustellen, zu spät. „Das Andere“ meiner Arbeit ist das Material, die Rolle.

Ich habe nicht nur die Menschenmenge sondern auch die Übergänge zu den letzten Lebensausschnitten Lassalles gezeichnet. Bei einigen Übergängen habe ich mich für Textfragmente entschieden, die aus dem Buch „Lassalle“, rororo Verlag aus der Serie „bild mono graphien“ sind. Ich habe seine eigenen Texte für die Fragmente gewählt.

Mit diesen Zeichnungen schließe ich die Illustration für das Buch „Ich habe getan was ich konnte. Ferdinand Lassalle“ von B.Claus DeFuyard ab. Ein Treffen von Autor, Verlegerin, Galerist und mir ist festgelegt und ich freue mich darauf, dass alle Gedanken zum Thema zusammengeführt werden.

For my englisch speaking reader:
I’ve learned to look for ideas for my drawings in the past of art history.
I finished the illustration of the life of Lassalle on my role and I drawed the crossings of the detailed scenes.

_______________________________
Kentridge, William. Breitenbach, Angela. thinking aloud. Köln 2005.
v.Uexküll, Gösta. Lassalle. Reinbeck bei Hamburg 1974.
²DeFuyard, B.Claus. Ich habe getan was ich konnte. Ferdinand Lassalle.

Berühmt · Den Kopf ausgestülpt · Ferdinand Lassalle · Portraitmalerei · Rolle · Zeichnung

Alle Menschen sind Kinder ihrer Zeit – Helene von Dönniges – Zeichnung von Susanne Haun

Helene von Dönniges wird vorgeworfen, den Duell-Tod Ferdinand Lassalles verschuldet zu haben.

Ihr Vater war gegen eine Ehe Lassalles mit Helene und forderte Lassalle zum Duell. Stellvertretend für ihn wurde der Ex-Verlobte der Dönniges zum Duell entsandt, der dann auch Lassalle in den Bauch schoß.

Entstehung Helene von Dönniges mit Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung Helene von Dönniges mit Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Weil das Leben der Helene so interessant klang, habe ich mir auch noch das Buch „Die Todesparzenschönheit“ gekauft und bin beim Lesen sogleich auch zu den Kapiteln, die von ihrem Verhältnis zu Lassalle handeln gesprungen.

Lassalle soll folgendes an die Gräfin Hatzfeldt über Helene geschrieben haben:
„Es ist ein schönes WEib, mit ihrer Individualität nach das einzige Weib, das sich für mich passt und eignet; … nun die alte Kraft ist noch da, das alte Glück auch noch, ich werde alles zum glänzendsten Ziele führen.“³

Das glänzende Ziel hat er nicht erreicht. Aber Geschichte hat er mit diesem privaten Teil seiner Biographie geschrieben. Deshalb habe ich seine Totenmaske wie ein Tatoo auf den Rücken der Gräfin gezeichnet.

For my english speaking reader:
Helene von Dönniges was an interesting woman of her time. She was very young as Lassalle began to interest in her. He was very chraismatic and she fell in love to him. He was more than twice older as she and the parants of her didn’t want the connection with him. So Lassalle lost his life for her.

______________________________________________
²DeFuyard, B.Claus. “Ich habe getan was ich konnte. Ferdinand Lassalle”
³Hirner, Andrea. „Die Todesparzenschönheit“. München 2011.

Betrachtungen zur Kunst · Den Kopf ausgestülpt · Disegno · Ferdinand Lassalle · Illustration · Kunstgeschichte · Rolle · Zeichnung

Disegno – das künstlerisches Schaffen und der Tod – Susanne Haun

Wann wurde aus dem „Handwerk Kunst“ die Kunst?

Am Freitag berichtete ich schon von der Geschichte des Begriffs Disegno (siehe hier). Inzwischen habe ich mich weiter mit dem Begriff auseinandergesetzt und gelesen, dass Cellini vom „Disegno primo, der im Bereich der Phantasie gestaltend wirkt und vom disegno secondo, der die Erfüllung des ersteren in der Gestaltung von Linien bedeutet“².

Unter meinem Arbeitsplatz (c) Rolle von Susanne Haun
Unter meinem Arbeitsplatz (c) Rolle von Susanne Haun

Im 20. Jahrhundert beschäftigte sich Panofsky, einer der bedeutesten Kunsthistoriker des 20. Jahrhunderts, mit dem Begriff disegno. Er formuliert, dass die Legitimation des künstlerischen Schaffens und seine Intellektualisierung eine vom Künstler selbst vorgenommene Aufwertung seiner gesellschaftlichen Position ist. Es ist die Loslösung vom alten Zunft- und Handwerksdenken.

Ich frage mich dabei, welche gesellschaftliche Postion hat der Künstler heute in unserer Zeit?

Gerne möchte ich die Frage mit euch diskutieren, denn ich finde sie nicht einfach zu beantworten.

Bildlich zeige ich euch meine neusten Ergebnisse der Illustration von Ferdinand Lassalle. Lassalle starb bei einem Duell um Helene von Dönniges.
Ich zeichne selten (nie) das gesamte Universum und so griff ich mir die tödliche Hand und den Tod in Form eines Skeletts heraus, um diese Szene darzustellen. Da fast jeder Betrachter eine Vorstellung von einem Duell hat, möchte ich hier mit den einzelnen Teilen der Szene
die Fantasie der Betrachter aktivieren.

Der Tod greift nach Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun
Der Tod greift nach Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Auch der Tod fand einen Platz auf meiner 10 Meter langen Büttenrolle. Ich zeichne sie zuhause an meinem Arbeitsplatz und die Enden hängen an beiden Seiten herunter.

For my english reader:
I ask me which social occassion has the artist? Do you meanwhile think about it? I want to discuss this question with you.

Betrachtungen zur Kunst · Disegno · Kunstgeschichte · Portraitmalerei · Rolle · Selbstbildniss Tagebuch 2013 · Selbstbildnisse · Zeichnung

Dem Disegno auf der Spur und mein Selbstportrait-Tagebuch – Susanne Haun

Der Begriff Disegno hat mich noch nicht wieder losgelassen (siehe hier).

Ich habe mir aus der Zentral- und Landesbibliothek den „Kemp-Reader“ bestellt, da immer wieder auf einen Aufsatz des Kunsthistoriker Wolfgang Kemp verwiesen wird, wenn die Sprache auf Disegno kommt.

Selbstportrait Tagebuch 25. Woche (c) Zeichnungen von Susanne Haun
Selbstportrait Tagebuch 25. Woche (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Kemp betrachtet die Geschichte des Begriff Disegno von 1547 bis 1607. Ich habe beim Lesen Notizen von den Aussagen geschrieben, die mir wichtig erschienen. Schon damals waren sich die Gelehrten nicht einig, wie der Begriff zu definieren ist.

Vasari (Florenz): Disegno stellt sich erst nach der Schöpfung des Weltalls ein.

Doni (Venedig): Disegno ist der göttliche Urplan der Entstehung der Welt. Das verbindende gemeinsame aller Künste ist in der geistigen Herkunft.

Vasari: Wenn er die Erfindung, die Idee, aus dem Urteilsvermögen gewonnen hat, ist er auch darauf angewiesen, durch jahrzehntelange Übung (sein Handwerk) das gedachte auszudrücken.

Disegno bestimmt den künstlerischen Prozess.

Das führte mich zu der Frage, wie das Disegno zur Konzeptkunst steht, denn dort findet eine Trennung zwischen Idee und Ausführung statt.

Vasari: Disegno übernimmt die aktive Vermittlerrolle zwischen der Natur und dem Kunstwerk.

Vasari stellte sich damit gegen die neuplatonische Strömung seiner Zeit, in der die Idee das Gegebene war und nicht nur ein Abkömmling der Naturwirklichkeit.

Selbstportrait Tagebuch 23. Woche (c) Zeichnungen von Susanne Haun
Selbstportrait Tagebuch 23. Woche (c) Zeichnungen von Susanne Haun

Was hat Disegno mit meiner Kunst zu tun?

Die jahrzehntelange Übung in der Zeichnung kann ich mein Eigen nennen.
Die Idee?
Ich habe viele Ideen, leider habe ich für 90% meiner Ideen keine Zeit, sie zu verwirklichen.
Bei manchen Ideen, wie bei der Rolle (siehe hier), brauche ich Hilfe bei der Ausführung – nicht bei der Zeichnung aber beim Bau der Kästen. Und ich brauche Geld, um die Kästen bauen zu lassen.

Ich arbeite zur Zeit an der dritten Rolle. Die erste ist in einem Prototyp von Glaskasten, an dem es noch einiges zu verbessern gibt. Ich denke über einen neuen Kasten nach, der an der Wand hängen soll. Da ist viel zu bedenken:
Die Aufhängung, das Gewicht, das Rollsystem und vieles mehr…..

Und bei all dem reflektiere ich mich selber in meinem Selbstportrait Tagebuch. Es hilft mir. Die Idee ist nicht neu aber es ist Kontinuität erforderlich. Ich freue mich schon, wenn wieder drei Tage herum sind und ich den Blick auf mich selber werfen kann.

Selbstportrait Tagebuch 24. Woche (c) Zeichnungen von Susanne Haun
Selbstportrait Tagebuch 24. Woche (c) Zeichnungen von Susanne Haun

For my english reader:
I try to understand the consept „disegno“ and read a book from the art historian Wolfgang Kemp. Vasari and Doni had different persecptions about this term. Vasari thought, the best execution is important and the execution follows the given nature. Doni thought, the idea is more important and was before the building of the universe.
I ask me what means this term in my art?
I think my execution is excellent and whats about my ideas? I will think about it the next time.
If I have time… most of my ideas are lost on reason on less time.
Solong – I reflect myself in my Selfportrait notebook.

____________________________________________________________________
Kemp, Wolfgang. „Kemp-Reader“. Berlin 2006.

Berühmt · Den Kopf ausgestülpt · Ferdinand Lassalle · Illustration · Portraitmalerei · Rolle · Zeichnung

Die charismatische Sophie von Hatzfeldt – Zeichnung von Susanne Haun

Die Frauen des sozialistischen Politikers Ferdinand Lassalle waren sehr charismatisch und hatten alle etwas Besonderes an sich.

Die Gräfin Sophie von Hatzfeldt war Lassalles Lebensgefährtin; sie lebten von 1848 bis 1856 zusammen in Düsseldorf. Sie war seine Freundin und Gefährtin und bei ihr fand er Geborgenheit und eine gute Gesprächspartnerin. Nach seinem Tod sah sich Sophie als seine geistige Erbin.

Zigarre rauchend (c) Zeichnung von Susanne Haun
Zigarre rauchend (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe einige Zeit überlegt, wie ich Geborgenheit und Vertrautheit darstellen kann. Geborgenheit verspürt man, wenn man in die Arm genommen wird. Essen erzeugt ein Wohlgefühl, deshalb habe ich mich für die Etagere mit den Pralinen entschieden. Sophie von Hatzfeldt rauchte Zigarren und so habe ich ihr zur Identifizierung eine Zigarre in die Hand gegeben. Zu dieser Zeichnung inspirierte mich folgende Stelle im Buch von B.Claus DeFuyard: “ „Eine nationale Katastrophe“, urteilte er damals, die Gräfin schien indes unberührt. „Auf dem kleinen Tisch dort liegt ein Stück Schokolade“, sagte sie „da! Von welcher Katastrophe redest du“ „²

Die Zeichnung entstand auf meiner aktuellen Rolle. Es gefällt mir, alles auf ihr festzuhalten.

 Die aktuelle Rolle  - Stand Meter 5 (c) Zeichnung von Susanne Haun
Die aktuelle Rolle – Stand Meter 5 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Für die Illustration werde ich einen Ausschnitt aus der entstandenen Zeichnung vorschlagen.

For my english speaking reader:
I illustrate futher the story about the socialist politician Ferdinand Lassalle. His prefered beloved was the countess Sophie von Hatzfeldt. She gave him safety and was his interlocutress.

______________________________________________
²DeFuyard, B.Claus. “Ich habe getan was ich konnte. Ferdinand Lassalle”

Berühmt · Blumen und Pflanzen · Den Kopf ausgestülpt · Ferdinand Lassalle · Illustration · Portraitmalerei · Rolle · Zeichnung

Ein gefundener Ahorn Zweig – Zeichnung auf der Rolle von Susanne Haun

Nach dem Sturm habe ich einen Ahorn Zweig mit vielen Früchten gefunden, der mich sofort zum Zeichnen anregte.

Ahorn - Ausschnitt Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun
Ahorn – Ausschnitt Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kennt ihr auch Pancakes mit Ahornsirup? Sehr lecker! Der Ahornsirup wird aus dem nordamerikanischen Zucker Ahorn gewonnen. Am liebsten mag ich zu dieser klebrigen Mischung salzigen Bacon. Eine tolle Kombination!

Ich habe mir die Aufgabe gestellt, alles, was ich im Moment zeichne, auf meiner aktuellen Rolle darzustellen (siehe hier).

Am Samstag habe ich mich wieder mit Lassalle und Hedwig Dohm mit Mops auf dem Arm beschäftigt. Auch meine aktuelle Arbeit zum Buch „Ich habe getan was ich konnte. Ferdinand Lassalle“ von B.Claus DeFuyard hat einen Platz auf meiner Rolle über den Ahorn gefunden.

Hedwig Dohm mit Mops (c) Zeichnung von Susanne Haun
Hedwig Dohm mit Mops (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
I like to draw branches from the maple and I like panecakes with maple sirup and bacon. Who don’t like this delicious breakfast! I don’t need leaves these days I ever use my big role for drawing.

Den Kopf ausgestülpt · Ferdinand Lassalle · Illustration · Rolle · Tiere · Zeichnung

Ein Mops – Zeichnung auf der Rolle von Susanne Haun

Eine der GeliebtInnen von Lassalle – Hedwig Dohm – besaß einen Mops, der sie überall hin begleitete.

Bevor ich den Mops der Dohm auf den Arm setze, muss ich mich erst einmal generell mit dem Mops beschäftigen. In Berlin gibt es viele Möpse, generell viele Hunde.

Entstehung Mops (c) Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung Mops (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Mops wurde vor mehr als 2.000 Jahren in China aus Doggen ähnlichen Hunden gezüchtet. Er ist sehr gutmütig und schon seit seiner Züchtung ein Modehund. Besonders in den Salons der Damen war er sehr beliebt und viele Maler zeigten ihn mit seinen Besitzerinnen. Hogarth stellt sich sogar in einem Selbstportrait mit seinem Mops dar.

Im 18. Jahrhundert war der Mops ein Modehund und galt als Accessoire. Eine weitere Berühmtheit ist Anna Amalia, die Herzogin von Weimar, die sich mit ihrem Mops darstellen ließ.

Ich habe den Mops für die Verbindung auf meiner Rolle genutzt und somit der Brücke mit der ersten Illustration von Lassalle einen Zusammenhalt gegeben.

Verbindung zur Rolle -  Mops (c) Zeichnung von Susanne Haun
Verbindung zur Rolle – Mops (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
Today I drawed a pug on my role. One of the lovers of Lassalle, Hedwig Dohm, had a pug. In the 18th century it was fashinable to have an pug an a lot of famous woman had one.
At first I drawed the pug stand allone tomorrow I will sit them in the arms of the Dohm.

Den Kopf ausgestülpt · Ferdinand Lassalle · Illustration · Kulturflüchter · Rolle · Zeichnung

Der Blick ins 18. Jahrhundert zu Lassalle – Zeichnung von Susanne Haun

Es ist nicht einfach, sich in ein anderes Jahrhundert ein zu denken.

Aber es ist interessant, denn es erfordert gute Recherchen.

Aus dem Leben von Lasalle (c) Zeichnung von Susanne Haun
Aus dem Leben von Lasalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe gestern schon vom Projekt berichtet und wer mehr von Lassalle und seine Frauen erfahren möchte, kann auf Gesine von Prittwitz Blog “SteglitzMind” verzweigen. Der Artikel stellt  “Eine Darstellung einstmals bedeutender Ereignisse” von B. Claus DeFuyard vor.

Ich werde zu diesem Buch das Titelblatt und sechs Illustrationen fertigen. Das Manuskript liegt neben mir, und für das erste Blatt habe ich mir die Flucht Lassalles mit einem Arbeitermädchen ausgesucht. Die beiden fliehen vor der Verhaftung von einer Gerichtsverhandlung und laufen durch den Düsseldorfer Fasching.

Für diese Szene habe ich mich schon vor zwei Tagen entschieden, ich brauche dann die Zeit, um zuerst eine Vorstellung in meinem Kopf zu erhalten, die ich dann zu Papier bringe.

Ich habe auf der Rolle weitergezeichnet. Die Überleitung von der Brücke zu Lassalle wird eine echte Herausforderung aber ich habe da schon so eine Idee….

Aus dem Leben von Lasalle (c) Zeichnung von Susanne Haun
Aus dem Leben von Lasalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
I have obtain the order to illustrate a story from Lassalle and his beloved. I like the theme but it is difficult to think in a past century.
I drawed futher on my role. It will be difficult to draw the crossover from the bridge to the illustration.