Susanne Haun

Mein erster Blogbeitrag sowie ein Hibiskus – Zeichnung von Susanne Haun

Am 24. März 2009 habe ich den ersten Blogbeitrag geschrieben.
Ich wusste damals noch nicht, wo mich der Blog hinführen wird und wie viele nette Kunstinteressierte ich kennen lernen soll.

Bis letzte Woche Freitag habe ich seither jeden Tag einen Blogbeitrag geschrieben, insgesamt 1.553 Beiträge. 8293 Kommentare sind zu meinen Artikeln bisher geschrieben worden.

Ich danke euch allen einmal zwischendurch für euer Interesse und die vielen Diskussionen. Ich habe große Freude an diesem Austausch und besonders am Morgen beantworte ich eure Fragen und Kommentare sehr gerne als Tageseinstieg.

Der Hibiskus (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Hibiskus (c) Zeichnung von Susanne Haun

Letzte Woche habe ich mich an der FU um einen Studienplatz der Kunstgeschichte (europäisch und amerikanisch) und Philosophie beworben. Seit 1 1/2 Jahren habe ich die FU als Gaststudentin besucht und der Entschluss, mich zum regulären Studium einzutragen ist in dieser Zeit angewachsen.
Die Auseinandersetzung zwischen Praxis und Theorie ist für mich sehr spannend und egal ob ich die Seminare „Kunst und Wettbewerb in der Frühen Neuzeit“, „Die Zugkraft der Linie“ oder „Die Präsentation der Kunst“ sowie „William Kentridge“ (und viele mehr) belege, ich erhalte neue Inspirationen und erfreue mich an dem Wissenszuwachs.

Neue Aufgaben kommen somit auf mich zu und da der Tag nur 24 Stunden besitzt, habe ich mich entschlossen, Samstag und Sonntag nicht mehr zwingend einen Artikel zu schreiben, sondern die Zeit zu nutzen, in den Büchern zu lesen und mich intensiver mit meinen Projekten zu beschäftigen.

Der Blog ist Teil meines Werkes aber er soll mich auch nicht in der Weiterentwicklung meiner Arbeit behindern.

So werde ich Montag bis Freitag weiter von meiner Arbeit berichten, und die Artikel zwischen 18 und 22 Uhr publizieren. Bisher habe ich täglich um 18 Uhr veröffentlicht.

Wer möchte, kann sich gerne in meinem E-Mail-Abo in meinem Blog eintragen. Jedes Mal, wenn ich einen neuen Beitrag publiziere, erhaltet ihr dann eine Mail. Es ist kein Newsletter Eintrag. Ihr erhaltet damit „nur“ eine Mail, wenn ich einen neuen Artikel geschrieben habe. Ihr findet diese Möglichkeit rechts unten an der Seite meines Blogs.

Ich habe ein Bild für euch aufgenommen:

eMail Abo Blog Susanne Haun

eMail Abo Blog Susanne Haun

Ansonsten habe ich heute an meiner kleinen Rolle – 10 Meter mal 40 cm – weiter gerarbeitet.

Dort stülpe meinen Kopf aus.

Was heißt das? Ich sehe und zeichne, ich nehme Wissen auf und zeichne und ich lasse los.

So wachsen der Geliebten und mütterlichen Freundin Sophie Gräfin von Hatzfeldt von Lassalle Hibiskusblüten aus den Kopf. Der Hibiskus wächst auf meinem Balkon.

Wer mehr zum Projekt Lassalle und seine Frauen erfahren möchte, kann auf Gesine von Prittwitz Blog „SteglitzMind“ verzweigen. Der Artikel stellt “Eine Darstellung einstmals bedeutender Ereignisse” von B. Claus DeFuyard vor.

For my english speaking reader:
Since four years ago I started to write my Blog. Since that day I wrote 1.553 articels and get 8293 commentars. Thank you all!
Now I want to stuy arthistory and philosophy and I haven’t enough time to wrote every day but almost every day. You can register in my E-Mail-Abo, so you can get a mail if a wrote a article.
Today I draw on my role modesty and a bridge. It’s in my brain today.

Frauen – Zeichnung von Susanne Haun auf der Rolle

Posted in Aus der Vergangenheit, Den Kopf ausgestülpt, Portraitmalerei, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 14. Juni 2013

Zum gestrigen Frauenheld Lassalle gehören selbstverständlich mehr als eine Frau.

Ludmilla Affing und Hedwig Dohm gehören auch zu den Geliebtinnen von Lassalle. Ebenso wie Sophie Gräfin von Hatzfeldt, deren Sinnbild gerade auf meiner Rolle entsteht. Das Format der Rolle eignet sich gut, um eine Kette aus Köpfen zu bilden.

Morgen kann ich über die Verbindung zwischen den Köpfen nachdenken.

Meine Sinnbilder von Ludmilla Affing  und Hedwig Dohm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Sinnbilder von Ludmilla Affing und Hedwig Dohm (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
A Womanizer has more than one woman and so I draw today some more woman-protraits on my role.

Der Frauenheld – Zeichnung auf der Rolle von Susanne Haun

Posted in Aus der Vergangenheit, Den Kopf ausgestülpt, Portraitmalerei, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 13. Juni 2013

Wie stellt man einen Frauenheld der Vergangenheit dar?

Einer, der im Duell um eine Frau sein Leben ließ. Einer, der wirklich lebte, von dem zwei bis drei Fotos vorhanden sind und von dem es eine Vorstellung vom Aussehen gibt.

Mir gefiel dabei zum einen die Vorstellung, seinen Kopf genau unter dem Busen einer Frau zu setzen. Ist es nicht sehr gedankenbestimmend, wenn man so viele Frauen im Kopf (im Bett) hat?

Mein Sinnbild von Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Sinnbild von Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Schleife um den Hals – wie ein Geschenkpaket – ist für mich auch ein Zeichen für einen Menschen, der den schönen Dingen des Lebens zuspricht.

Lassalle, den Frauenheld und Politiker, zeichnete ich auf meiner aktuellen Rolle. Mit ihm bin ich am Ende des zweiten Meters angelangt. Hier seht ihr die Zeichnungen, die vor Lassalle auf der Rolle entstanden sind.

For my english speaking readers:
How to draw a womanizer? I draw over his head a bosom. Can he think with them on his head (or brain)? I don’t know this. I think a ribbon on his neck is a symbol for a man who knows to life well.

Übergänge auf der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Aktmalerei, Den Kopf ausgestülpt, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juni 2013

Das Schwierigste sind die Übergänge von einem Gedanken zum nächsten.

Ich zeichne auf der 10 Meter langen Rolle die Gedanken des Tages. Als letztes habe ich mich selbst als Wellenhexe auf dem Papier gebannt; heute habe ich mich mit Ferdinand Lassalle beschäftigt.

Der Politiker gilt als einer der Gründerväter der SPD, die 26 Jahre nach seinem Tod aus der SDAP hervorging. Lassalle war den Frauen gegenüber nicht abgeneigt und starb beim Duell um Helene von Dönniges, die er heiraten wollte, schon mit 39 Jahren.

Es ist gut, eine Haltungszeichnung in klein zu besitzen - 20 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist gut, eine Haltungszeichnung in klein zu besitzen – 20 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Helene von Dönniges Leben war sehr bunt und von vielen Männern belebt. Es endete in ihren Selbstmord aufgrund ihres finanziellen Ruins.

Von den beiden schillernden Persönlichkeiten gibt es kaum Abbildungen. Mir gefällt ein Foto von Helene von Dönniges besonders; es ist aus dem Jahre 1865 und sie liest ein Buch. Mir gefällt an dem Foto besonders die Haltung und so habe ich die Haltung zum Anlass genommen, eine unbekleidete Frau auf die Rolle zu setzen.

Die Übergänge von der Wellenhexe zur in sich gekehrten Frau habe ich auf der Rolle in Form von Wellen und Schlangen dargestellt.

Ausschnitt entspannter Akt  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt entspannter Akt (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie ich zu den Schlangen gekommen bin? Wasser und Frau ist bei mir eng mit der Blechtrommel, dem Pferdekopf und die Aale verbunden.

Ausschnitt Wellenhexe  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt Wellenhexe (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
It’s very difficult to draw the crossover from one to another theme on by role. But I want to draw my thoughts of the day and they are not unique day by day.
Yesterday I drawed the wavewitch and today I drawed under them a nude woman. I joined them with waves and snakes because that are my first thinkings about water and woman on reason of the book „Die Blechtrommel“.

Selbst als Wellenhexe – 3. Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Den Kopf ausgestülpt, Portraitmalerei, Rolle, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 3. Juni 2013

Wieder liegt eine 10 Meter lange, 40 cm breite und fast leere Rolle vor mir.

Auf dieser Rolle entsteht, was mich gerade beschäftigt.

Selbstportrait (c) Zeichnung auf der Rolle

Selbstportrait (c) Zeichnung auf der Rolle

Das Selbstportrait ist ein immer wieder kehrendes Element in meinem Werk. Ob es nun auf einzelnen Blättern, auf den Rollen oder aber in meinem Filofax entsteht, es entsteht und ist Ausdruck meiner Selbstreflexion und Ausdruck meines künstlerischen Selbstverständnisses. Ich beantworte mir mit dem Zeichnen meiner selbst Fragen, die ich mir an die Kunst und das Leben als Künstlerin stelle.

Heute fand ich mich als Wellenhexe sehr passend. Ist die Hexe selbstbestimmt, wenn sie den Kräften des Ozeans ausgesetzt ist? In wie weit ist eine Selbstbestimmung möglich? Auf jeden Fall kostet es viel Kraft mit sowie gegen die Wellen zu schwimmen.

Das Thema der Wellenhexe stammt ursprünglich aus Klausberend Vollmars Text zu Arktis. Hier findet ihr meine ersten zeichnerischen Interpretation von ihr.

Am Freitag werde ich die Hexe in Bethanien auf Zink für eine Aquatinta Radierung bannen. Ich freue mich darauf.

Der erste Meter der 3. Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der erste Meter der 3. Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english speaking reader:
I worked on a 10 meters long sheet of paper. I like to do that. All I will live to see in the drawing time. Today I drawed a self-protrait, myself as Wavewitch. Selfprotraits are a great part of my work. I think it is a matter of selfreflection and a controversy with myself.

Die kalte Küste – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Arktis, Den Kopf ausgestülpt, Landschaft, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 21. Mai 2013

Es ist für mich besonders wichtig, dass die Rolle meine gesamten Themen und Projekte, die ich während der Entstehungszeit bearbeite, widerspiegelt.

Aber geht das immer? Beim Arktis Projekt ist das kein Problem, denn ich übertrage die Motive auf Zinkplatten, um sie zu radieren.

Kalte Küste  (c) Zeichnung von Susanne Haun

Kalte Küste (c) Zeichnung von Susanne Haun

Beim Antonius Projekt ist das nicht praktikabel, denn Ute und ich haben uns auf Formate geeinigt, um eine bessere Gegenüberstellung zu präsentieren.

Bei allen anderen Themen ist es kein Problem.

Heute habe ich begonnen, mich mit der „Kalten Küste“ Svalbards auseinander zu setzen. Klausbernd Vollmar beschreibt sie in seinen „Aktischen Fantasien“. Svalbard ist ein Ort am Ende (oder am Anfang?) der Welt in der Arktis und Svalbard bedeutet in der Sprache der Wikinger „Kalte Küste“.

Die Verbindung von Maiglöckchen zur Küste (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die Verbindung von Maiglöckchen zur Küste (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my english reader:

Today I think about the cold coast of the arctis. Svalbard is a isle-archipelagic in the arctis and it’s meaning is „cold coast“. I like to draw my allegory of them on my role. I’am drawing all I’am thinking on the role during drawing the role.

Maiglöckchen auf der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Den Kopf ausgestülpt, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Mai 2013

Es ist wieder an der Zeit, ein ungewöhnliches Format zu zeichnen.

Ich begann heute mit der dritten Rolle im Format 1000 x 30 cm.

Entstehung Maiglöckchen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Maiglöckchen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wie die erste Rolle werde ich aus diese im Hochformat zeichnen. Die erste Rolle mit dem Titel „Die Rolle des Lebens“ entstand von 2010 – 2011. Für sie verwendete ich lotusgrüne Tusche (siehe hier).

Die zweite Rolle zeichnete ich in rot/gelb Tönen im Querformat mit dem Thema „Das Buch Henoch“ (siehe hier).

Für die dritte Rolle habe ich mich für Blautöne entschieden. Das Thema ist wieder das Leben, ich stülpe meine Gedanken auf das Zeichenpapier so wie es kommt. In meinen Gedanken sind heute die Vernissageblumen, mit denen ich beginne.

For my english reader:

It’s time to draw a big size. Last years I draw two roles size 1000 x 30 cm. The first one named the role of life and the second theme is „The book of Henoch„. I used first lotusgreen ink and second red/yellow ink. Now I want to draw with blue Ink. I like to draw what I have in my brain beginnig with the lily of the valley I got on the opening saturday.

Vögel verschieden von Aussehen und Stimme – Zeichnung (Rolle) von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Das Buch Henoch, Engel, Rolle, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 30. August 2012

„Von da an ging ich weiter bis an die Enden der Erde … auch Vögel sah ich, verschieden nach Aussehen, Schönheit und Stimme …“ Das Buch Henoch

Die Enden der Erde! Als das Buch Henoch geschrieben wurde, da glaubten die Menschen noch, die Erde wäre eine Scheibe. Es ist interessant, was läßt die Menschen entscheiden, was an dem Buch Henoch war oder falsch ist. Wir wissen, dass die Erde keine Scheibe ist. So ist doch ein Teil des Buches Henochs auf jeden Fall nicht korrekt, warum sollten dann die Passagen mit den Engeln auf der Wahrheit beruhen?

Für mich besitzt das Paradies Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Für mich besitzt das Paradies Blumen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Jürgen Küster fragte mich (siehe hier den dazugehörigen Artikel auf meinem Blog) unter anderem, warum die Menschen so beständig an Engel glauben!

Hier Jürgens komplette Fragen:

Woher kommt die Faszination für das Thema “Engel”, die ich ja auch in meinem persönlichen Umfeld erlebe?

Ich habe die Frage auf die eine oder andere Art ja schon in den letzten Tagen beantwortet. Aber eines ist mir noch eingefallen. Glück ist in der Regel erarbeitet. Vielleicht bietet der Glaube an die Engel auch die Hoffnung ohne Arbeit an das große Glück zu kommen!
Was ich im und über das Buch Henoch gelesen habe – sehr bruchstückhaft und nicht sehr lustvoll, kommt mir total aus der Welt gefallen vor – stimmt das?

Es ist ein über 2.000 Jahre altes Buch. Es ist Geschichte und entspricht nicht mehr unserem heutigen Kenntnisstand und unseren Auffassungen. Ich sehe es auch so, als ein märchenhaftes, interessantes Buch, dass in meinem Kopf viele fantasievolle Bilder entstehen läßt.

Wo ist der Bezug zu heute?

In unserer Geschichte und unseren Wertvorstellungen, die immer noch auf die 10 Gebote beruhen.

Gibt es einen Transfer zwischen damals und heute, zwischen Engelswelt und realer Welt?

Transfere zwischen Engelswelten und der realen Welt gibt es nur in unserer Fantasie; sie sind einfach quatsch.  Wir glauben an das, was wir glauben wollen. Es gefällt mir, mir einen Schutzengel vorzustellen, und der Schutzengel ist für mich eine Art Glück, wie zum Beispiel, dass der Autounfall fünf Minuten passierte, bevor ich vorbei kam oder dass ich relativ Gesund bin.
Ist es reine Esoterik?

Ich bin kein Freund von Esoterik.

Geht es um Sehnsüchte? Oder Ängste, die aufgefangen werden?

Darum geht es bei vielen sicher. Es ist doch ein schönes Gefühl, sich behütet zu fühlen. Und das praktisch Umsonst, ohne etwas dafür zu tun.

Ausschnitt der 10 Meter langen Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Ausschnitt der 10 Meter langen Rolle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Geht es um Glauben als Ersatz für die christliche Religion?

Als Ersatz nicht, Jürgen, es ist ja Teil der christilichen Religion, wie auch immer. Jedenfalls die Hälfte der Zeit seit dem SChreiben des Buches Henochs gehörte es zu Bibel – es ist ja erst spät aus der Bibel geschmissen worden.

 Was fasziniert so an diesem Thema?

Das Nicht-Wissen, das ist immer geheimnisvoll und alles was geheimnisvoll ist, fasziniert die Menschen.

For my english reader:
There are following words in the book of henoch: „On this time went further to the ends of earth … I saw bids, different of viewing, beautifullness and voice.“
Today we know, there isn’t a ends of world, the earth ist round. Never the less we believe in angels….

Vögel verschieden von Aussehen und Stimme – Zeichnung (Rolle) von Susanne Haun

Der Engel Uriel und die Sterne am Himmel – Zeichnung / Rolle von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Engel, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 29. August 2012

Uriel wird nicht in der Bibel genannt, im Buch Henoch fungiert er als Deute-Engel.

Er war in den ersten Jahrhunderten des Christentums ein hoch angesehener Engel wurde später aber von der römischen Kirche auf der Synode von 745 verboten. Die äthiopische Kirche, die das Buch Henoch noch als Teil der Bibel ansieht, feiert heute noch Uriels Geburtstag am 15. Juli.

Der Engel Uriel erklärt die Sterne (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Engel Uriel erklärt die Sterne (c) Zeichnung von Susanne Haun

So habe ich Uriel an den Anfang der Rolle gesetzt. Ich habe mich von hinten nach vorne die Rolle lang gearbeitet. Das liegt einfach an der Beschaffenheit des Abrollens.

Im Buch Henoch heißt es:
„Ich sah, wiie die Sterne des Himmels hervorkommen,… und schrieb alle ihre Ausgänge auf …., wo wie der Engel Uriel, der bei mir war, es mir zeigte.“

Nach dem heutigen Arbeitstag ist nur noch eine kleine 50cm große Lücke in der Rolle.

Hier nun die letzten Fragen von Nina (mehr davon ist hier zu sehen / lesen):

Eva greift nach dem Apel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva greift nach dem Apel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Sind sie gläubig?

Das weiß ich nicht.

Ich bin evangelisch getauft und konfirmiert und meine Mutter brachte mir das abendliche, tägliche Beten bei, es kam gleich nach dem Zähneputzen.

Dann besuchte ich das Gymnasium und mit jeder Physik-, Geschichts- und Biologiestunde verschwand ein wenig von meinem Glauben.

Das Lesen der Zeitungen von den jetzigen Kriegen, das Lesen der Geschichtsbücher vom Leben der Kirchenführer und Feldherren, wie soll ich da an einen gütigen Gott glauben? Das ist völlig unmöglich.

So bin ich mit 18 unter größtem Protest meiner Eltern und Großmutter aus der Kirche ausgetreten und habe für Greenpeace und Unicef gespendet.

Aber was ich in so früher Kindheit als Wahrheit berichtet bekommen habe, ist schwer aus mir heraus zu reißen. Wenn etwas nicht klappt oder es mir nicht gut geht, dann bitte ich manchmal in Gedanken „Gott um Hilfe“, um danach über mich und meine Gedanken mit mir zu schimpfen!

Kennen Sie andere Künstler, die sich mit dem Thema beschäftigen?

Nein, ich kenne keine anderen Künstler, die sich mit diesem Thema befassen.

Tauschen sie sich mit anderen Personen über Henoch aus und hat solcher Austausch Einfluss auf ihrer Arbeit?

Nein, leider tausche ich mich über Henoch nicht aus. Obwohl ich viele Kontakte zu Künstler besitze, finden selten künstlerische, philosophische Diskussionen statt. Das bedauere ich und möchte es auch ändern, ich plane einen beidseitigen Arbeitsbesuch mit einer anderen Künstlerin aus … da geht es aber nicht um Henoch sondern um ein gemeinsames Thema.

For my english reader:
In the bible Uriel doesn’t mentioned, in the book of Henoch he is a sign angel. In the first centure of christians he was a honor angel and the bible writer get rid of hin in the later centuries. He was prohibited from the rome church in Synode 745. The aethopian church has the book of Henoch in there bible and so they habe a birthday party for hin on 15th of July.

Der Engel Uriel und die Sterne am Himmel – Zeichnung / Rolle von Susanne Haun

Da erkannten sie die Weisheit – Das Buch Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Das Buch Henoch, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 26. August 2012

„…da erkannten sie die Weisheit, und ihre Augen wurden aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackend waren, und wurden aus dem Garten fortgetrieben.“

So endet der zitierte Satz in meinem Beitrag von gestern im Buch Henoch. Diese Geschichte kennen wir alle! Schon beim Lesen hatte ich ein klares Bild vor Augen. Ich mußte es nur von meinen Augen auf die Rolle bringen. Ein kleines Bild im Bild (in der Rolle) schwebte mir vor, denn Henoch erzählt. Im Comic wäre es eine bubble, ein Blase.

Eva wird aus dem Paradies geworfen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Eva wird aus dem Paradies geworfen (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hier könnt ihr weitere Fragen von Nina (siehe den Artikel hier) und Antworten von mir lesen; die Fragen gehen sehr in die Tiefe. Nina hat mir inzwischen ihre Hausarbeit „Moderne Rezeptionen des äthiopischen Buches Henoch am Beispiel der Berliner Künstlerin Susanne Haun“ zugesendet. Ich wünsche ihr hier an dieser Stelle viel Erfolg und eine gute Note! Wir werden sehen, vielleicht finden wir einen Verlag, der die Hausarbeit veröffentlicht. Es wäre schade, wenn nur ich, die Dozentin und Nina sie kennen.

Zum Paradies gehören immer Äpfel (c) Zeichnugn von Susanne Haun

Zum Paradies gehören immer Äpfel (c) Zeichnugn von Susanne Haun

Welche emotionalen oder philosophischen Konzepte glauben sie transportieren Ihr Bilder, die sich mit Henoch beschäftigen?

Das ist die schwierigste Frage.

Engel sind von sich aus schon emotionsgeladen.

Vielleicht will ich vom Glauben an das Gute berichten, denn Engel sind trotz der Dinge wie Waffenkunst und Beschwörungen für mich immer gute Wesen. Auch mag ich die Vorstellung, dass die gefallenen Engel vielleicht zum Guten bekehrt werden können.

Die Definition von Gut ist ausgesprochen schwierig und die Gerichte der Welt entscheiden über Gut und Böse.

Ich stelle gerne unberührte Landschaften dar. Landschaften, die noch intakt sind und wo die Menschen noch keine Städte errichtet haben.

Das heißt nicht, dass ich gegen Zivilisation und Fortschritt bin. Ich finde beides absolut notwendig, denn ohne dem würden wir heute noch auf den Bäumen sitzen.

Steht die Wahl einer Papierrolle als Träger Ihrer Henochbilder in direktem Zusammenhang mit dem Thema oder ist es das Interesse an dem Medium Papierrolle zunächst unabhängig von dem Thema Henoch?

Es ist eine Mischung aus beidem.

Die ältesten Texte über Gott, die fünf Bücher Moses, sind auf den jüdischen Toras, was „Gebot, Weisung, Belehrung“ bedeutet, geschrieben. Diese Art der Textvermittlung finde ich sehr spannend und ich finde diese Jahrtausende alte Geschichte Henochs braucht ein passendes Medium. Seit ich mich mit Henoch beschäftige, habe ich es nie als ein einzelnes Thema für ein „einziges Bild“ gesehen sondern immer als komplexes Thema, was serielles Arbeiten, Konzeption und eine besondere Form der Darstellung wie die Rolle benötigt.

In welchem Zusammenhang sehen Sie das Thema Henoch mit dem Thema Leben? Warum haben Sie beide Themen auf der ersten Rolle in Zusammenhang gebracht?

Unser Leben hat selbst bei den größten Atheisten einen Mythos; eben das Leben selber durch seine Begrenztheit.

Unsere westliche Kultur baut auf den Grundsätzen der Bibel auf. Die 10 Gebote sind vom Grundsatz her immer noch unsere moralischen Richtlinien. Auch wenn das Buch Henoch kein Buch der Bibel mehr ist, so haben Engel im Leben vieler eine Bedeutung. Gerade in der Not, die auf vielen Teilen der Erde herrscht, braucht der Mensch einen Glauben, an dem er sich festhalten und seine Hoffnung auf ein besseres Leben knüpfen kann.

Sehen wir die Welt global, so ist es ethisch nicht vertretbar, dass in Teilen wie die westliche Welt in „saus und braus“ und in anderen Teilen in absoluter Armut bis zum Verhungern gelebt wird.

Kennen Sie auch das 2. und 3. Buch Henoch? Glauben sie auch, dass sie diese künstlerisch bearbeiten werden? Und wenn ja / nein warum, warum nicht?

Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstehe. Ich arbeite nach dem äthiopischen Buch Henochs.

Das ist unterteilt in den ersten Teil, das angellogische Buch, der Fall der Engel, ihre vorläufige und endgültige Abstrafung.

Der erste Teil enthält mehrere Unterabschnitte.

Die zweite Bilderrede, das messiannische Gericht und seine Folgen für Gerechte und Ungerechte.

Die dritte Bilderrede. Das Endgericht des Menschensohns über alle Geschöpfe, besonders aber über die Großen der Erde; die Seligkeiten der auserwählten Gerechten.

Sind damit die drei Bücher gemeint? Wenn ja, sehe ich sie als einen Themenkomplex und habe sie nicht unterschiedlich behandelt.

Da ich noch in der Arbeit zur zweiten Rolle über das Thema stecke, bin ich noch nicht bis zum Ende gekommen.

Die Entstehung der 10 Meter x 40 cm großen Rolle mit dem Thema Henoch könnt ihr euch hier anschauen.

For my english reader:
Everebody knows the story about eve! But what’s the matter Eve is old? I think it’s difficult to draw an old eve lost the paradise. Our west culture is built on the ten commandments of the bible and so I think it is good knowing them. The biggist atheist has respect for the live and lives after moralism principles.

 

Da erkannten sie die Weisheit – Das Buch Henoch – Zeichnung von Susanne Haun

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