Susanne Haun

Alle Menschen sind Kinder ihrer Zeit – Helene von Dönniges – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Den Kopf ausgestülpt, Ferdinand Lassalle, Portraitmalerei, Rolle, Zeichnung by Susanne Haun on 2. Juli 2013

Helene von Dönniges wird vorgeworfen, den Duell-Tod Ferdinand Lassalles verschuldet zu haben.

Ihr Vater war gegen eine Ehe Lassalles mit Helene und forderte Lassalle zum Duell. Stellvertretend für ihn wurde der Ex-Verlobte der Dönniges zum Duell entsandt, der dann auch Lassalle in den Bauch schoß.

Entstehung Helene von Dönniges mit Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Entstehung Helene von Dönniges mit Lassalle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Weil das Leben der Helene so interessant klang, habe ich mir auch noch das Buch „Die Todesparzenschönheit“ gekauft und bin beim Lesen sogleich auch zu den Kapiteln, die von ihrem Verhältnis zu Lassalle handeln gesprungen.

Lassalle soll folgendes an die Gräfin Hatzfeldt über Helene geschrieben haben:
„Es ist ein schönes WEib, mit ihrer Individualität nach das einzige Weib, das sich für mich passt und eignet; … nun die alte Kraft ist noch da, das alte Glück auch noch, ich werde alles zum glänzendsten Ziele führen.“³

Das glänzende Ziel hat er nicht erreicht. Aber Geschichte hat er mit diesem privaten Teil seiner Biographie geschrieben. Deshalb habe ich seine Totenmaske wie ein Tatoo auf den Rücken der Gräfin gezeichnet.

For my english speaking reader:
Helene von Dönniges was an interesting woman of her time. She was very young as Lassalle began to interest in her. He was very chraismatic and she fell in love to him. He was more than twice older as she and the parants of her didn’t want the connection with him. So Lassalle lost his life for her.

______________________________________________
²DeFuyard, B.Claus. “Ich habe getan was ich konnte. Ferdinand Lassalle”
³Hirner, Andrea. „Die Todesparzenschönheit“. München 2011.

8 Antworten

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  1. Dina said, on 2. Juli 2013 at 20:01

    Oh liebe Susanne, auf deinem Arbeitsplatz geht es spannend zu, fast wie bei Agathe Christie! 🙂
    Liebe Grüße zu dir in Berlin aus Cley
    Hanne

    • Susanne Haun said, on 3. Juli 2013 at 08:33

      Das hört sich lustig an, Hanne, ich sehe gleich Magret Rutherford vor mir 🙂
      Liebe Grüße nach Cley von Susanne

      • Dina said, on 3. Juli 2013 at 11:44

        Hihi, wie gucken zurzeit fast allabendlich zum Abschluss Agathe Christie, ihre Arbeiten sind total zeitlos, inspirierend und so herrlich typisch Englisch. Uns gefallen insbesondere die Neuverfilmungen von Poirot.
        Liebe Grüße zurück von uns!

        • Susanne Haun said, on 4. Juli 2013 at 20:11

          Ich glaube, ich habe noch keine einzige Neuverfilmung von Poirot gesehen – ich weiss ehrlich gesagt auch nicht so richtig, welche du meinst. Die Japanische, die ich im google gefunden habe? Ich kann mir das schwer vorstellen, dass ihr diese schaut…….
          Hier der Wikipedia Text dazu:
          „2004 produzierte NHK, ein japanischer Fernsehsender, eine 39-teilige Anime-Serie mit dem Titel Agatha Christie’s Great Detectives Poirot and Marple (Agatha Christie no Meitantei: Poirot to Marple). Die Serie, welche einige der bekanntesten Poirot- und Miss-Marple-Geschichten behandelt, lief vom 4. Juli 2004 bis zum 12. Mai 2005 und wird nun auf NHK und anderen Fernsehsendern in Japan wiederholt. Poirot wurde von Kōtarō Satomi synchronisiert und Miss Marple von Kaoru Yachigusa.“

  2. emhaeu said, on 2. Juli 2013 at 20:07

    Lasalale spürt „die alte Kraft“ — nun ja, das alte Lied, alternder Mann und sehr junge Frau – Er war zu dem Zeitpunkt 39 Jahre alt und krank, sie war gerade 21 geworden und als Ballkönigin von Nizza das strahlende Leben.

    • Susanne Haun said, on 3. Juli 2013 at 08:37

      Ja, das kommt öfter vor, Martin… denke ich auch ….
      Wobei heut‘ zu Tage 39 kein Alter ist und viele Krankheiten nun heilbar sind.

  3. Jens Scharpf said, on 2. Juli 2013 at 21:09

    Hat dies auf Diafo das Keativprojekt! rebloggt und kommentierte:
    Das Tattoo auf dem Rücken einer Frau, das ist modern. Eine gelungene Verbindung von Geschichte, zu der heutigen Zeit!

    • Susanne Haun said, on 3. Juli 2013 at 08:37

      Danke, Jens, ich habe auch den Eindruck, dass die Menschen ohne Tattoo immer weniger werden.


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