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Zitat am Sonntag – Annette von Droste-Hülshoff

Manches ist mir wunderbar,
Manches muß mir dunkel scheinen,
Doch in deiner Liebe klar
Wird sich alles freudig einen.
War der Nebel nur des Bösen,
Was als Nacht mich zagen ließ:
Wie sich meine Sünden lösen,
Tret‘ ich aus der Finsternis.

Annette von Droste-Hülshoff, war deutsche Schriftstellerin und Komponistin. Sie gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts.

Quelle: Zeno Org, Meine Bibliothek, 1.4.2021, 9:30 Uhr

Annette von Droste-Hülshoff: Sämtliche Werke in zwei Bänden. Band 1, München 1973, S. 620-622.


Blatt 73 - die sieben Todsünden trägt (c) Zeichnung von Susanne
Blatt 73 – die sieben Todsünden trägt (c) Zeichnung von Susanne

Was feiern wir an Ostern?

Ostern ist eines der ältesten Feste der Christen, es wird die Auferstehung von Gottes Sohn Jesus gefeiert und der davor liegenden Kreuzigung gedacht. Jeden 1. Sonntag nach dem 1. Vollmond im Frühling wird das erwürdige Fest begangen. Im gregorianischen Kalender ist das frühestens der 22. März und spätestens der 25. April. Die Osterzeit endet nach 50 Tagen mit dem Pfingstfest.

Osterhase und Ostereier

Der Hase ist ein Fruchtbarkeitssymbol, das Ei steht für ein neues Leben.

Warum dieses christliche Gedicht?

Ich habe lange überlegt, welches Zitat ich an diesem Ostersonntag hier zeigen sollte und bin bei einem Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff, dass sie speziell für den Ostermontag geschrieben hat, hängen geblieben. Ich empfinde es als sehr wortgewaltig und es hat mich beeindruckt.

Beitragsbild

Das Beitragsbild habe ich für das Buch Landtiere im Eichhörnchenverlag gezeichnet.

Pappbilderbuch LANDTIERE für Kinder und Erwachsene

Das Buch wird von Susanne Haun signiert und, wenn gewollt, mit einer persönlichen Widmung versehen. Der Verkaufspreis versteht sich inklusive Porto innerhalb Deutschlands. Bitte außerhalb Deutschland eine Mail an info@susannehaun.de schreiben, um den Portobetrag zu erfragen. Das Bilderbuch LANDTIERE hat sich eines Klassikers unter den Bilderbuchthemen angenommen. Die bewusst nicht retuschierten Fotografien in Verbindung mit leuchtenden Tuschezeichnungen vermitteln die natürliche Schönheit der Tiere und ihrer Umgebung. Mit seinen starken Farben und klaren Formen richtet sich das Bilderbuch an Babys und Kleinkinder und findet dabei eine für Kinder und Erwachsene gleichermaßen reizvolle Form. Die Verbindung von Zeichnung und Fotografie ist in ansprechend lebendigen Collagen umgesetzt. Klar formulierte Texte voller feinem Humor blicken direkt auf das Wesen der Tiere, lassen ihnen ihre Individualität und schenken den kleinen und größeren Betrachtern Raum zum träumen und phantasieren. Buchdaten: Collagen: Susanne Haun, Text: Gerd Knappe, Fotografie: Thomas Lemnitzer, ISBN 978-3-9818726-0-6, Pappebuch, 22 Seiten (inkl. Umschlag), 210 x 160 mm.

14,95 €

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Zitat am Sonntag – Mar Vicens Fuster

Nur das, was für den Raum wichtig ist, soll ins Auge fallen.
Ansonsten produziert es bloß optischen Lärm.

Mar vincens Fuster, Spanischer Architekt

Quelle: AD – Architectural Digest, Nr. 04, München 2021, Seite 91.


Nullraum (c) Objekt von Susanne Haun
Nullraum (c) Objekt von Susanne Haun

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Zitat am Sonntag – Georg W. Bertram

Jedes Kunstwerk ist,
wie ich im Folgenden (siehe Quelle) argumentieren werde,
konstitutiv mit Kontroversen in Bezug auf seine Interpretation verbunden.

Georg W. Bertram, *1967, Professor für Philosophie (theoretische Philosophie mit den Schwerpunkten Ästhetik und Sprachphilosophie) am Institut für Philosophie der FU Berlin

Quelle: Kunst als menschliche Praxis, Berlin 2014, S. 16.


Blatt 105 Sein kleiner Kopf zeigt unter einer silbernen Haube ein Menschengesicht (c) Zeichnung von Susanne Haun
Blatt 105 Sein kleiner Kopf zeigt unter einer silbernen Haube ein Menschengesicht (c) Zeichnung von Susanne Haun

Aus der Vergangenheit · Betrachtungen zur Kunst · Bibel · Kunstgeschichte · Portraitmalerei · Zeichnung

Maria macht alles wieder gut – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

„Maria macht alles wieder gut, was Eva verbockt hat!“
sagte die Dozentin der FU am Mittwoch im Bode-Museum vor der „Madonna mit Kind“ von 1199 von Priester Martinius.

Die Madonna ist 184 cm hoch und besteht aus Pappelholz. Sie präsentiert das Jesuskind in ihrem Schoss und sitzt auf einem Löwenthron.
Jesus ist wie ein Erwachsener proportioniert und hält die rechte Hand zur Segnungsgeste und signalisiert so seine Sprechbereitschafft. In der linken Hand bietet er einen Apfel an.

Mutter mit Kind 22 x 17 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun
Mutter mit Kind 22 x 17 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Indem Maria Jesus den Messias gebar machte sie als Frau wieder gut, dass Eva Adam den Apfel der Versuchung zum Essen gab und der Mensch deshalb aus dem Paradies vertrieben wurden.

Ich finde es sehr spannend, was der Betrachter alles von der Skulptur erfahren kann, wenn er nur weiß, wie er schauen muss. Gedanken aus der Mythologie und Religion, die den Betrachter zur Entstehungszeit des Kunstwerkes eingängig waren, sind verloren gegangen, dafür kann der Betrachter heute schneller Bilder wahrnehmen, da sein Auge durch die heutige Bilderflut geschulter ist.²

Mutter mit Kind Bewegungsstudie (c) von Susanne Haun
Mutter mit Kind Bewegungsstudie (c) von Susanne Haun

Für mich persönlich spannend sind auch die großen Acryl- / Ölkreide Skizzen, die ich vor knapp 10 Jahren von meiner Freundin und ihrem Sohn zeichnete. Die beiden saßen als „Mutter und Kind“ in meinem Atelier Modell!
Meine Freundin präsentierte mir ihren Sohn auf dem Schoß so wie die Madonna Jesus präsentiert. Ich hatte damals bloß keine Ahnung, welche Haltung sie da vor mir einnahm.

Anhand der großen 100 x 70 cm Skizzen auf Packpapier und den Fotos von damals, habe ich sie heute gezeichnet.

For my English-speaking readers:
„Mary makes up for it, what Eva has screwed up!“
said the professor of the FU on Wednesday at the Bode Museum in front of the „Madonna and Child“ by 1199 of priests Martinius.
The Madonna is 184 cm tall and is made of poplar wood. They presented the baby Jesus in her lap and sitting on a lion throne.
Jesus is proportioned like an adult, and his right hand for the blessing gesture, thus showing his speech ready awareness. In his left hand he offers an apple.
By Mary gave birth to Jesus the Messiah as a woman she was well again, that Eve gave Adam the apple of temptation to eat and the people were expelled from Paradise.


_______________________________________-
²Kopp-Schmidt, Gabriele. Ikonographie und Ikonologie. Köln 2004.

Berühmt · Bibel · Portraitmalerei · Zeichnung

Was macht der Nikolaus im Hamburger Bahnhof? – Zeichnung von Susanne Haun

Jedes Jahr zum Nikolaustag haben wir im vollständigen Klassenverband im Religionsunterricht die Geschichte des Nikolaus besprochen.

Letzten Freitag war ich in der Ausstellung „Kinderkreuzzug“ mit Werken von Martin Honert im Hamburger Bahnhof.

1 Besinnliche Stille im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne Haun
1 Besinnliche Stille im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne Haun

Meine Lieblingsarbeit der Ausstellung heißt „Klassenfoto“ und ist ein Loop auf Blu-Ray und wird auf einem 46 Zoll LCD Display gezeigt. Honert ergründet in der Arbeit die klassische Fotografie und setzt sie in eine Videoaufnahme um. 2008 filmte er für drei Minuten ein Klassenfoto, die Schüler mussten absolut still stehen. Diese drei Minuten setzt er im Loop aneinander.

Zum heutigen Tag passt die Arbeit „Nikolaus“ von Honert. Als Vorlage dienten Honert die eigenen Kinderzeichnungen, die er in eine neue dreidimensionale Form übersetzte. Als ich mit meiner Freundin die Sammlung besuchte war eine Klasse im Ausstellungsraum und schaute sich den Nikolaus an. Der Nikolaus besteht aus Polyester, Polystrol, Holz und ist bemalt.

3 Der Nikolaus im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne
3 Der Nikolaus im Hamburger Bahnhof (c) Foto von Susanne

Ich habe im prometheus-Bildarchiv nach den Nikoläusen der Vergangenheit recherchiert und mir zwei Bilder herausgesucht, die ich euch in unterschiedlichster Form nahe bringen möchte.

Ein klassischer Nikolaus, so wie ich ihn mir vorstelle, sieht der Betrachter in der ehemalige Klosterkirche Maria Himmelfahrt in Aldersbach, Kreis Passau in Form einer Tafelmalerei und entstand 1720/1770. Hier ist ein Link zum Nikolaus.

5 Nikolaus 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne
5 Nikolaus 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne

Die Nikolaus Geschichte ist auf der Wandmalerei im Konstanzer Münster „Unserer Lieben Frau“ in der oberen Nikolauskapelle, Südwand dargestellt. Die Wandmalerei entstand 1401/1425.  Auch hier einen Link zum Bild.
So haben die Besucher der Kapelle, die nicht lesen konnten, bildnerisch die Nikolausgeschichte erfahren.

Ich habe beide Bilder als Inspirationsquelle für eine eigene Darstellung des Nikolaus genutzt.

Der Weihnachtsmann auf der kleinen Postkarte entstand für die Firma Hahnemühle und ihren Newsletter, (hier der Link dazu).

4 Der Weihnachtsmann 15 x 10 cm Tusche auf Hahnemühle (c) Zeichnung von Susanne Haun
4 Der Weihnachtsmann 15 x 10 cm Tusche auf Hahnemühle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Da ich euch meinen Lesern nicht allen ein Weihnachtsgeschenk zusenden kann, habe ich entschieden, eine meiner Rosenzeichnungen zu verlosen. Wer sie gerne gewinnen möchte, schreibt einfach einen Kommentar zum heutigen Beitrag. Am 24. Dezember 2012 um 12 Uhr verlose ich unter den Kommentatoren die Zeichnung.

6 Rose blau Vers. 2 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun
6 Rose blau Vers. 2 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
Every year on St. Nicholas Day, we discussed in religious education, the history of St. Nicholas.
Last Friday I was at the exhibition „Children’s Crusade“ with works by Martin Honert in Hamburg Bahnhof. Today fits the work, „Nicholas“ by Honert. Honert served as a template for his children drawings, which he translated into a new three-dimensional shape.
Because I can’t send all my readers a Christmas gift, I have decided to make a christmas  lottery with one of my rose drawings. Who would like to win it, writes me a comment to today’s post.
On 24 December 2012 by 12 clock I will pick a winner among commentators drawing.

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Honert, Martin. Kinderkreuzzug in der Nationalgalerie im Hanburger Bahnhof. Ausstellungskatalog. Berlin 2012

Bibel · Radierung · Zeichnung

Der Teufel und 100 (!) – Radierung von Susanne Haun

Wir radieren immer noch, eine Auflage von 380 Radierungen ist eine arbeitaufwendige Angelegenheit. Heute haben wir die 100 vollgemacht. Mir fehlt mein tägliches Zeichnen sehr. Ich schreibe in mein Notizheft die Ideen für ungemalte Zeichnungen um ungemalte ungemalte Zeichnungen. Ich hoffe, ich finde die Zeit, alle Ideen nachträglich zu zeichnen.

2004 war mein Thema der Teufel mit dem Schalk im Nacken. Diábolos, wörtlich „der Durcheinanderwerfer“ ist schon immer ein beliebtes Thema in der Kunst gewesen.

Aber mir gefiel eine blaue Hölle besser - auch vertauschte ich im Gegensatz zur davor gezeigten Version der Radierung die rote und die gelbe Platte - Radierung Teufel von Susanne Haun - 2004 - 15 x 15 cm - 3 Platten Aquatinta
Aber mir gefiel eine blaue Hölle besser - auch vertauschte ich im Gegensatz zur davor gezeigten Version der Radierung die rote und die gelbe Platte - Radierung Teufel von Susanne Haun - 2004 - 15 x 15 cm - 3 Platten Aquatinta

Bei Teufel denke ich an Al Pacino (in der Rolle „Im Auftrag des Teufels“) oder an eine dunkle Macht, die die Menschheit ins Erdreich zieht. Und ich denke an Proserpina die geraubt wurde um Frau des Gottes der Unterwelt (Pluto) zu werden.

Ich probierte wie immer mit den Farben.

Bibel · Landschaft · Rolle · Tiere · Zeichnung

Berge von der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Heute habe ich meine Rolle lang und ausgiebig betrachtete. Das ist sehr wichtig. Ich habe mir die Übergänge angeschaut und mit überlegt, wo es noch Linien oder Dunkelheiten braucht.

Der Übergang der linken kleinen Amsel war mir zu abgehackt. Ich habe hier die Offenbarung eingefügt. Ich habe mich entschieden, die Posaune dunkel darzustellen, denn verkündet sie nicht unheil und ist unheil nicht dunkel? Das Muster des Oberteils des Engels verläuft in die Wolken und die Wolken stossen an Berge, denn stände ein Engel der Verkündung nicht auf dem Dach der Erde?

Ich war noch nie im Himalaya aber ich war sehr oft im berchtesgardener Land und bin am Watzmann geklettert und gewandert. Den Watzmann habe ich schon aus allen Richtungen gemalt und so war mit klar, dass meine Rolle den Watzmann braucht. Ich arbeite mich ganz entgegen der Bersteigerphilosophie von oben nach unten voran. Heute bin ich bis zur Hälfte des Massivs gekommen.

Die Offenbarung im Gefieder der Amsel - Ausschnitt Rolle von Susanne Haun
Die Offenbarung im Gefieder der Amsel - Ausschnitt Rolle von Susanne Haun

Berge auf der Rolle - Ausschnitt 65 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun
Berge auf der Rolle - Ausschnitt 65 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Bibel · Blumen und Pflanzen · Engel · Rolle · Tiere · Zeichnung

Vision der Offenbarung von der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Die Rolle ist in den letzten beiden Tagen um einen Meter gewachsen.

Es ist schwer, parallel an zwei Themen zu arbeiten und so sind Posaunen, Engel und die Offenbarung in meiner Rolle angekommen. Die Vögel, ein Geier und drei Amseln, schauen mit dem Engel vom Himmel auf die Erde herab, die auf die Katastrophen, die für 2012 prophezeit sind, wartet. Der Engel hält eine Posaune. Ich bin gut im Zeichenfluß. Nach einer Pause werde ich weiter zeichnen, die Bilder sind schon in meinem Kopf und warten darauf auf die Rolle zu kommen.

Ich glaube nicht an die Vorhersagungen für 2012. Aber die Filmindustrie und Emmerich scheinen froh um dieses Thema und liefern sich Materialschlachten mit lahmer Story. Ich habe mir diesen Film auf DVD angeschaut.

Geier und Amseln und Engel - Ausschnitt Rolle - Zeichnung von Susanne Haun - 130 x 40 cm
Geier und Amseln und Engel - Ausschnitt Rolle - Zeichnung von Susanne Haun - 130 x 40 cm

Bibel · Zeichnung

Weihnachten – die heilige Familie – Zeichnung von Susanne Haun

Besonders gut zum heiligen Abend paßt die heilige Familie. Wie war ich enttäuscht, als meine Mutter vor ca. 40 Jahren verkündete, dass dieses Jahr nicht der Weihnachtsmann (mein Onkel Joe) sondern das Christkind kommt. Natürlich dachte ich, jetzt sei es aus mit den Geschenken. Erst als ich sah, dass das Christkind heimlich lauter Geschenke unter den Baum gelegt hatte, war ich wieder froh.

Passend zum Tag habe ich ein Zitat von Alfons Maria Mucha gefunden:
„Der Zweck meines Werkes war niemals zu zerstören, sondern immer aufzubauen, Brücken zu bauen, denn wir müssen die Hoffnung am Leben halten, dass die ganze Menschheit sich näherkommt, und zwar am leichtesten dadurch, dass man sich gegenseitig kennenlernt.“

Ich möchte dem noch hinzugeben, dass wir Respekt vor den Leistungen der Anderen und vor dem Leben der Anderen haben sollten. Wenn wir die Menschen so nehmen und respektieren wie sie nun einmal in ihrer Verschiedenheit sind, dann kommt es zu viel weniger Auseinandersetzungen und Streitereien.

Inspiriert bin ich bei dieser Zeichnung von der 4. Säule „Die Flucht aus Ägypten“ von St.Andoche in Burgund.

Die heilige Familie - Zeichnung von Susanne Haun - 30 x 30 cm - Tusche auf Bütten
Die heilige Familie - Zeichnung von Susanne Haun - 30 x 30 cm - Tusche auf Bütten

Ich wünsche allen Lesern einen ruhigen, entspannenden, friedlichen schönen Heiligen Abend.

Bibel · Zeichnung

Maria – Zeichnung von Susanne Haun

Als ich vor 30 Jahren zum Konfirmationsunterricht ging, war es noch üblich, dass die Konfirmanden das Krippenspiel Heiligabend in der Kirche aufführten.
Ich war damals die Maria und meine Mutter nähte mir ein blaues Kleid mit einem ellenlangen roten Kopftuch. Viel sprechen mußte ich nicht, ich glaube sogar gar nicht.
Ich mag die Figur der Maria von Kindheit an.
Heute habe ich sie gezeichnet, so wie ich sie mir in meiner Fantasie vorstelle. Mit blauer Tusche und Umhang und ausgebreiteten Armen, um alle Kinder der Erde aufzunehmen.

Im Buch von Eva Heller, „Wie die Farben wirken“, steht auch etwas über das weibliche Blau Marias. „Maria ist die am häufigsten gemalte Gestalt in der christlichen Kunst. Die Farbe Marias ist Blau. […] Wie der Mond ist auch die Farbe blau ein Attribut des Weiblichen.“ Ich habe bei meiner Maria auch ohne nachzudenken zur blauen Tusche gegriffen und das obwohl pastellblaue Marienbilder heute als Inbegriff des religiösen Kitsches gelten.

Maria - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm
Maria - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm