Susanne Haun

Auf dem Kopfkissen faul sein – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Mai 2018

 

Sonntag war ich zu faul, aufzustehen.

 

 

 

Blueberry Pancakes – ein Mitbringsel aus der USA – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 2. März 2018

 

Ende der 80er, Anfang der 90er war ich öfter in der USA. Der Dollar stand günstig und so schaute ich mir den Westen wie den Osten und auch den Süden an.

Vor jeder Reise freute ich mich auf die Blueberry Pancakes in den kleinen Dinners, am liebsten mit gebratenen Speck, salziger Butter und echten (!) Ahornsirup. Noch heute brate ich Sonntags gerne Pancakes. Dazu verwende ich ein Rezept aus dem Kochbuch¹ zum Film „Grüne Tomate“ (siehe hier).

Da mir beim Braten meistens langweilig ist, habe ich mein Skizzenbuch mit ein paar Impressionen gefüllt und musste feststellen, dass die Pancakes schneller gebraten sind als ich zeichne, das hatte ich nicht erwartet 🙂

 

Das Rezept habe ich etwas abgewandelt, ich verwende:

3 Eier, 500g Buttermilch, 125 ml Pflanzenöl, 2 El Zucker, 1/2 Paket Backpulver, 1 Teelöffel Natron (aus der Apotheke), 1 Teelöffel Salz, 250g Weizenmehl, 180g Polenta mit dem Mixer zu einem glatten Teig verrühren und 250g frische Blaubeeren unterheben. Nach und nach die Pancakes aus einer Suppenquelle Teig ausbraten. Das dauert, weil dazu mittlere Hitze nötig ist. Wenn sich auf der gesamten Oberfläche Blasen bilden, umdrehen und nur noch kurz in der Pfanne lassen. Das Geheimnis besteht daraus, die richtige Pfannenwärme zu erhalten, damit die Pancakes nicht verbrennen.

 

_________________________

¹ Fannie Flagg’s Original Grüne- Tomaten Kochbuch. Mit über 150 köstlichen Rezepten aus dem Whistle Stop Cafe, ISBN-13: 9783404121533, Köln 1994.

Fingerübungen gehören nicht in die Öffentlichkeit? – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Februar 2018

 

Kennt ihr das? Den ganzen Tag faul sein? Dazu braucht es Zeit!

In Bücher zu blättern, ohne zu lesen, arte schauen, ohne vorigen Plan was läuft, einschlafen, kochen, essen ….

Irgendwann erreichte mich dann das schlechte Gewissen und ich zeichnete wenigstens die Kaffeetassen auf dem Tisch, ohne meinen Fluß an Faulheit und Entspannung zu unterbrechen.

Ich möchte mit dem Zeichnen der Tassen mein Verhälnis zu Architekturstudien verbessern. Ich bin, wie ihr wißt, kein Freund von geraden Linien, die sich in Fassaden, Säulen und Hochhäusern wiederholen. Zehn gleich Fenster zu zeichnen sind mir schon ein Greul und die Langeweile schlechthin.

Trotzdem ist diese Eigenschaft (oder Nicht-Eigenschaft) ein Teil von mir und deshalb zeige ich euch hier meine Fingerübungen. Was macht ihr mit euren Fingerübungen? Zeigt ihr sie? Schmeißt ihr eure Fingerübungen gleich weg?

 

 

2018 – Projekte, Ausstellungen und Workshops – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Januar 2018

 

Das Neue Jahr wird wieder eine große Anzahl inspirierender Dinge mit sich bringen.

 

Wunder - Tuete - Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wunder – Tuete – Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist verrückt, wie früh Events in der Kunst geplant werden. Mein Jahr 2018 ist schon bis oben hin voll mit Ausstellungen, Workshops und Projekten und bietet so kaum noch Zeit für spontane Aktionen. Das finde ich sehr schade. Am Jahresende nehme ich mir immer wieder vor, mein übernächstes Jahr (in diesem Fall 2019) nicht mehr so zu verplanen, jedoch scheitern dieses Vorhaben an den Angeboten, die ich erhalte und die ich nicht ablehnen möchte. Ich bin andererseits auch sehr froh und freue mich über die Angebote, die ich erhalte, ist es nicht ein Privileg, Arbeit zu haben?

2018 werde ich mein Studium abschliessen und versuchen eine Doktormutter bzw. Doktorvater für meine Promotion zu finden. Die ersten Seiten meiner Masterarbeit sind schon geschrieben und es müssen im Sommersemester nur noch zwei Seminare mit aktiver, regelmäßiger Teilnahme OHNE Hausarbeit besucht werden.

Aktiv einbringen möchte ich mich weiterhin beim bbk Bildungswerk als Dozentin (siehe hier) und in der Arbeitsgruppe der StandortGemeinschaft Müllerstraße (siehe hier) in der Gruppe Digitalisierung.

Wichtig ist es mir, weiterhin meinen KunstSalon zu veranstalten, er geht 2018 ins vierte Jahr. Hier könnt ihr sehen, welche Themen bisher zur Diskussion standen. Der nächste Salon findet am 20. März 2018 um 18 Uhr mit Doreen Trittel (siehe hier), heroca – Atelier für Erinnerung & Veränderung, zum Thema Künstlerischer Umgang mit Erinnerungen statt.

 

Wunder - Tuete - Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wunder – Tuete – Tüte (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Eine Selbstverständlichkeit ist es für mich, meinen Blog weiterzuführen. Er geht dieses Jahr in sein 9. Bestehungsjahr. Unter dem Drängen meines Sohnes, der Instagram für eines der Netzwerke der Zukunft hält, möchte ich dieses Jahr dort mehr Bilder posten, mal schauen, ob es gelingt. Ihr findet mir hier (Klick) auf Instagram.

Meine bisherigen Termine für Workshops im Bereich Zeichnung und Netzwerk könnt ihr immer aktuell hier (KLICK) erfahren. Der nächste Workshop findet am 17. März 2018, 10:30 – 15:30 Uhr zum Thema Reale und surreale Welten mit Tusche, Aquarell und Pastellstiften zeichnen bei boesner, Nunsdorfer Ring 31, 12277 Berlin-Marienfelde statt. Anmeldung nur über Boesner unter folgendem Link Klick  oder per Telefon: 030/756567-11  oder per Mail: berlin@boesner.com.

Von den Ausstellungen, die mein Jahr 2018 bereichern werde, berichte ich zeitnah im Laufe des Jahres.

In dem Sinne wünsche ich allen meinen Lesern ein erfolgreiches, gesundes und glückliches Jahr 2018 und viele Tüten voller Überraschungen, die ich in meinem Skizzenbuch schon dargestellt habe 🙂

 

 

 

 

Was passiert, wenn man beginnt, den Tagesspiegel digital zu lesen – Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Dezember 2017

 

 

Seit neustem haben wir den Tagesspiegel online aboniert!

 

Zerknüllte Zeitung zeichnen (c) Foto von Susanne Haun

Zerknüllte Zeitung zeichnen (c) Foto von Susanne Haun

 

Was für eine Wohltat! Keine Berge von Altpapier mehr!

Aber!

Mir fehlt das Gefühl, Samstag Morgen mit einer Tasse Kaffee gemütlich auf der Couch zu sitzen, in der Zeitung zu blättern, das Gefühl das Papiers in den Händen zu halten, pausierend, träumend aus dem Fenster zu schauen.

Tja und mir fehlt das Papier, um es als Unterlage beim Zeichnen zu verwenden, wenn ich auf den „guten Arbeitstisch“ im Galerieraum arbeite. Mir fehlt es, um die Pakete mit Bilderverkäufen auszustopfen.

Und dann:

Dann fehlen mir doch die Stapel mit den Kulturteilen der letzten 100 Jahre, die ich so gerne durchstöbert habe.

Aber!

Ich kann in Timbuktu Süd und Buxdehude West meine Zeitung lesen.

Aber mir fehlen die zerknüllten Zeitungsseiten zum Zeichnen. Ich mag es,  den Linien zu folgen und sie zu abstrakten Formen zusammenzusetzen. Hier habe ich Papas Zeichnung zerknüllt.

 

 

In Serie arbeiten – Vanitas Stillleben – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 22. November 2017

 

Letzte Woche telefonierte ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster alias Buchalov (siehe hier).

Jürgen ruft gerne als Videoanruf über WhatsApp an, ich mag das ja eigentlich nicht so gerne, bin ich doch ein wenig eitel und sitze oft morgens unrepräsentativ, ungekämmt im Schlafanzug an meinem Arbeitstisch und möchte mein Gesicht beim telefonieren nicht preisgeben.

Aber wir hatten lange nicht gesprochen und ich rede ja gerne und ein künstlerischer Austausch am Morgen ist ja nicht zu verachten.

Als ich davon sprach, dass ich viel zu tun habe und nicht unter Arbeitsmangel leide, sprach er mitfühlend davon, dass ich ja auch schon alte Sachen blogge.

NEIN, liebe Leser und Kollegen, es sind neu komponierte Stillleben, die ich zeichne. Manche der darauf abgebildeten Gegenstände besitze ich schon länger und manche sind Neuzugänge meiner Wunderkammer, wie das Lot, dass ich an meine Lampe gebunden habe.

Ich möchte dabei gleich auf Giorgio Morandi hinweisen, der seriell immer wieder seine Vasen und Krüge darstellte (siehe hier).

In diesem Sinne erforsche ich in Zeichnungen immer wieder meine Wunderkammerelemente (siehe hier).

 

 

 

Vanitas Stillleben – Tag 3 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 7. November 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen, schrieb ich in meinem letzten Beiträgen zum Stillleben (siehe hier und hier).

Dieses Stillleben wird durch ein Lot bereichert.

 

 

Vanitas Stillleben – Tag 2 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Oktober 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen, schrieb ich in meinem letzten Beitrag zum Stillleben (siehe hier).

Heute habe ich eine rostige Schraube zu den Gegenständen platziert, ich habe sie vor einiger Zeit beim Spaziergang gefunden.

 

 

Vanitas Stillleben – Tag 1 – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Stillleben, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Oktober 2017

 

Das zeichnen eines Stilllebens beginnt mit dem Anordnen der Gegenstände, die auf dem Bild gezeichnet werden sollen.

Ich habe eine große Auswahl dieser Gegenstände und heute habe ich die Strohblumen, die Roswitha Mecke mir bei der Ausstellung Eiswelten schenkte mit den Schneckenhäusern und Mäuseschädel von Nina Alice Schuchardt kombiniert. Natürlich sind für mich diese Gegenstände nicht bloße Naturalien, sie sind verknüpft mit den Personen und Geschichten derjenigen, die sie mir schenkten.

 

Freundschaft - Vanitas Stillleben Vers. 2 - 20 x 50 cm - Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Freundschaft – Vanitas Stillleben Vers. 2 – 20 x 50 cm – Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Freundschaft - Vanitas Stillleben Vers. 1 - 20 x 50 cm - Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Freundschaft – Vanitas Stillleben Vers. 1 – 20 x 50 cm – Hahnemühle Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Die Fotos habe ich mit einer Festbrennweite von 50 mm aufgenommen. Die Tiefenschärfe ist bei diesem Objektiv sehr gering – ich habe es zum Fotografieren meiner Zeichnungen gekauft. Mit den unscharfen und scharfen Elementen habe ich bei den Fotografien gespielt:

 

 

Verpacktes Unglück – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Stillleben, Zeichnung by Susanne Haun on 11. September 2017

 

Malplaquet Ecke Amsterdamer Straße findet man das Mini-Kaufhaus im Wedding. Früher in den 1970ziger Jahren als ich noch ein kleines Mädchen war, gab es dort Fische zu kaufen und ich weiss, mein Vater mochte dort besonders die Sprotten.

Viele meiner Stillleben Elemente kaufe ich im Mini-Kaufhaus. Ich bin dort gerne, weil die Dinge liebevoll in Regalen präsentiert werden und ich nicht in Kisten wühlen muss. Ein Regal ist z.B. voller Kaffeetöpfe und eins mit Vasen etc. Letztes Mal irgendwann im Mai sind mir die zerbrechlichen Dinge besonders gut in Zeitungspapier eingepackt worden. Ich stellte meine Schätze auf den Arbeitstisch und vergass sie indirekt. Ich hatte die Eiswelten und die Uni im Kopf.

Letzte Woche begann ich mit dem Auspacken, die Zeitungseinpackpapiere waren voller Wörter, die von kleinen und großen Unglücken der Welt berichteten. Ich beschloss schon das Auswickeln in Zeichnungen festzuhalten.

Fortsetzung folgt…

 

%d Bloggern gefällt das: