Susanne Haun

Eine Woche in den Bergen – Das Berchtesgadener Land – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Berchtesgadener Land, Landschaft, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 12. Juli 2017

 

Letzte Woche waren wir in Oberau, Berchtesgaden.

Ich mag den Nationalpark Berchtesgaden und habe mich schon etwas erholt, jedoch ist eine Woche viel zu kurz. Ich hatte beinahe Streß, mich zu entscheiden, ob ich einfach dasitzen und die Berge betrachten sollte, zeichnen, laufen, lesen oder fotografieren?

 

 

Lange habe ich den Watzmann – meine heimliche Leidenschaft – nicht besucht. Es gehörte einmal zu meinen Plänen, die Watzmann Ostwand zu steigen und ich trainierte auch schon fleißig darauf zu. Manche Pläne in seinem Leben kann man aus den einen oder anderen Gründen nicht realisieren, der Watzmann gehört zu diesen meinen Plänen, die ich aufgeben musste.

 

 

 

Die lange Nacht der Freiheit in Augsburg – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Augsburg, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 10. Juli 2017

 

Es ist schon etwas her, da besuchten wir die Lange Nacht der Freiheit in Augsburg. Viele Eindrücke stürmten konzentriert auf mich ein und so habe ich lange nicht alles gezeichnet oder Fotografiert was ich wollte.

 

Innenstadt Augsburg (c) Foto von M.Fanke

Innenstadt Augsburg (c) Foto von M.Fanke

 

Beeindruckt hat mich die abgeschlossene Renovierung der Moritzkirche (siehe hier). Ganz in Weiß erstrahlt ihr Inneres, geschmückt ist sie einzig mit unbemalten original aus der Kirche stammenden Holzskulpturen und die neu gebaute Orgel. Das Büro John Pawson architects (Projektarchitekt: Jan Hobel)  realisierte eine „zukunftsweisenden Gestaltung für einen Sakralraum mitten in einer Stadt“² .

 

 

Der Rathausplatz Augsburgs‘ ist florentinisch-bayrisch, besser kann ich den Campanile mit Zwiebeldach neben dem Rathaus und dem muschelförmigen Platz nicht beschreiben.

Die Fuggerei als älteste Sozialsiedlung der Welt finde ich interessant. Die Miete ist fast geschenkt, noch heute sind die Häuser mit den sozial Schwächsten bewohnt. Jedoch muss jeder Mieter noch heute mindestens dreimal am Tag in der Kapelle der Siedlung für die Familie Fugger beten.

Augsburg hat mir sehr gut gefallen! Eine interessante Stadt – danke für das Herumführen, Birgit 🙂

 

 

 

 

 

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²http://www.moritzkirche.de/neugestaltung, 8.7.2017, 20:00 Uhr

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 199 – Gustave Courbet

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 9. Juli 2017

 

Ich bereue nichts. Ich fürchte nur eines, das ist, so zu enden wie Don Quichotte,
weil die Lüge und der Egoismus untrennbar sind.
Gustave Courbet an Alfred Bruyas, 1. März 1872

 

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Courbet, Gustave, in: Hofman, Werner (Hrsg.), Courbet und Deutschland, Fankfurt am Main, 1979, hinterer Buchdeckel.

 

Orange Schule: Eine frühere Schülerin erinnert sich

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 8. Juli 2017

Im kleinen Brunnen Magazin hat die Journalistin Dominique Hensel von meinem alten Gymnasium, der Ranke-Oberschule, berichtet. Sie hat auch mich zu Wort kommen lassen. Ich habe den Artikel gerne gelesen und die gedruckten Brunnen Hefte, die Dominique mir zur Verfügung gestellt hat, an Ur-Weddinger verteilt.

brunnen

Susanne Haun in ihrem Atelier. Foto: Dominique Hensel

Das alte Schulgebäude steht wie ein Geist im Brunnenviertel. Verlassen und vergessen. Für manche ist das Haus aber mehr als das. Susanne Haun zum Beispiel ist dort zur Schule gegangen und verbindet mit dem Gebäude viele schöne Erinnerungen.

Susanne Haun wurde im Wedding geboren, hat hier ihre Kindheit verbracht. Sie wohnte in der Malplaquetstraße, ihre Eltern hatten eine Glaserei. Susanne wurde 1971 in die Rübezahl-Grundschule (heute: Erika-Mann-Grundschule) eingeschult. Als eine von zwei Schülern ihrer Klasse erhielt sie die Gymnasialempfehlung. „Ich hatte mich dann für das Lessing-Gymnasium beworben“, erzählt sie. „Das Ranke-Gymnasium war sehr verrufen, weil es als politisch stark links galt. Es wurde auch Rote Ranke genannt“, sagt die Frau, die noch heute im Wedding wohnt und als Zeichnerin arbeitet. Susanne wollte deshalb eigentlich nicht auf das Ranke-Gymnasium. Sie fürchtete, aufgrund des Rufs später keine Arbeit zu finden. Doch dann kam die…

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Übermalung von Heike Schnittker zu Susanne Haun

Posted in Übermalungen, Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel, Zeichnung by Susanne Haun on 7. Juli 2017

 

So fing alles an: Heike übermalt Postkarten (siehe hier). Sie stellt sich in dem Beitrag folgende Frage:

„Gerade übermale ich eine Postkarte und denke, dass, da ich ja das Bild des ursprünglichen Künstlers nicht gänzlich übermale, ich es wegen der Urheberrechte gar nicht darf! Also schon, aber nicht öffentlich machen. Da schützt auch keine Namensnennung sagt der freundliche Anwalt am Telefon.

Oder ich muss es anders übermalen….“

In den Kommentaren von Heikes Blog schreibe ich

„Heike, kennst du von Rauschenberg den ausgelöschten de Koonig?
https://en.wikipedia.org/wiki/Erased_de_Kooning_Drawing
Ich habe mit Jürgen eine Zeit lang gemeinsam gezeichnet. Wir haben jedoch den anderen nicht übermalt sondern fortgesetzt. Magst du mir ein Portrait von dir senden, dann führe ich es fort oder übermale auch Stellen und sende es an Jürgen weiter. Mal schauen, wo er es hinsendet. Er ist für solch ein Projekt immer zu haben.
Wichtig ist, dass du ein großes Papier nimmst. Du kannst es falten, das macht die Sache noch interessanter.
Und wichtig ist, dass die anderen nicht ganz ausgelöscht werden.
Ich hoffe, dir gefällt mein Vorschlag, wenn nicht ist auch nicht so schlimm, liebe Grüße von Susanne“

 

 

Einige Tage später fand ich von Heike ein großes Blatt mit einem Selbstportrait und viel Raum zum Übermalen in meinem Briefkasten und habe mit weißem Softpastell Teile ausgelöscht und mit Rötel und Kohle Teile hinzugefügt.

Eigentlich sollte es nun weiter zu Jürgen. Jürgen ist auf große Reise. Wollen wir es ihm trotzdem senden und abwarten, bis er wieder im Lande ist und sich damit beschäftigen kann, Heike? Oder soll ich es weiter bearbeiten und es dann dir zu weiteren Bearbeitung zurück senden?

 

 

Was lese ich gerade? Torso – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Akt, Formen, Was ich gerade lese, Zeichnung by Susanne Haun on 5. Juli 2017

 

Vor zwei Wochen habe ich Birgit von Sätze & Schätze (siehe hier) in Augsburg besucht. Sie hat angeregt, dass ich auch einmal von den Büchern bericht, in denen ich gerade lese. Danke für die Idee, Birgit, sie hat mich zum Nachdenken angeregt.

 

Torso (c) Zeichnung von Susanne Haun

Torso (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Neben meinen Hörbüchern, meistens eine Mischung aus Krimis (Arne Dahl), Belletristik (Genazino), Literatur (Mann und Dostojewski), lese ich Fachbücher für mein Kunstgeschichte Studium. Die Auswahl meiner Hörbücher sind dominiert vom Angebot. Hörbücher gibt es im Angebot der öffentlichen Bibliothek (siehe hier) zuhauf, leider oft nicht die, die ich lesen möchte. So schaue ich mir regelmäßig die Neuankäufe an und wähle wie im Buchladen aus, was mich interessiert. Das schöne ist, dass die Hörbücher kostenfrei mit einem Bibliothekausweis bis zu 14 Tagen ausleihbar sind.

Die Auswahl der Fachbücher erfolgt in der Uni- oder Kunstbibliothek oder Online über Kubikat (siehe hier) abhängig von den Themen meiner Hausarbeiten und inzwischen auch meiner Masterarbeit, im Moment über die Künstler Poussin, Gericault und Horny. Wie immer habe ich mir viel vorgenommen für das Semester. Nach der Vorstellung meiner Ideen für die Masterarbeit am letzten Semestertag im Colloquium werde ich eine Hausarbeit über Poussins Flora schreiben.

Auf dem Weg nach Augsburg habe ich den Ausstellungskatalog Torso, Das Unvollendete als künstlerische Form² gelesen. Da die Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts eine Präsensbibliothek ist, kaufe ich gerne – meistens gebraucht – Fachbücher, damit ich sie zuhause und unterwegs lesen und für meine jeweiligen Arbeiten auswerten kann.

Der Maler und Museumsdirektor Thomas Grochowiak schreibt im Katalog Torso, dass beim Publikum eine Vorliebe für Skizzen, die Spontanität und Unverhülltheit der Handschrift zeigen, besteht. Dabei beeindrucken die Verkürzung und Vereinfachung der Ausdrucksmittel.² In meheren Aufsätzen wird das Unvollendete diskutiert.

Ich markiere und schreibe meine Zusammenfassung und Kommentare gleich ins Buch, um später in meiner Masterarbeit die Informationen zu verwerten und vielleicht auch zu zitieren.

Während der Fahrt habe ich auch ein paar Sizzen nach dem Buch erstellt. Ich kann besser denken, wenn ich das Gelesene zeichnerisch verarbeite.

Es ist merkwürdig: meine Zeichnungen zeige ich hier im Blog offen und ehrlich. Mir ist klar, dass sie sicher einige male kopiert werden, doch ich weiss, es sind meine Zeichnungen, die mir niemand nehmen kann.

Bei den Texten, die ich für die Uni schreibe, fällt es mir schwer, etwas davon hier in meinen Blog zu schreiben. Ich empfinde die Texte als viel ungeschützer als gedankliches Eigentum als meine Zeichnungen. Ich besitze in der Zeichnung – in der Kunst allgemein – eine sehr eigene Handschrift, die gut erkennbar ist. Wie aber ist es bei den Texten? Sind sie schon mir persönlich zuordenbar? Wie ist es mit meinen Ideen in der Welt der Kunstgeschichte? Wie schütze ich sie? Bin ich hier zu pingelig?

 

 

 

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² GROCHOWIAK ,THOMAS (Hrsg.). Torso, Das Unvollendete als künstlerische Form, Ruhrfestspiele, Recklinghausen 1964.

Augen zu – Fotoapparat in Position – Klick – Ich mit geschlossenen Augen vor dem Spiegel

Posted in Foto, Portraitmalerei, Selbstbildnis im Badezimmerspiegel by Susanne Haun on 3. Juli 2017

 

Vor einiger Zeit haben wir viel Freude am Projekt „Selbstbildnis im Badezimmerspiegel“ (siehe hier) entwickelt.

Sogar Tom und Jürgen steuerte ein Foto bei und Ulli, Gerda, Heike und Agnes und viele mehr füllten ihren Blog kontinuierlich mit Beiträgen zum Thema.

Die Fotos mit geschlossenen Augen in meinem Badezimmerspiegel bin ich euch noch schuldig geblieben. Ich fragte mich zuerst, wie fotografiert man mit geschlossenen Augen?

Ich habe es als schwer empfunden, mich selber im Badezimmerspiegel einzufangen. Viel schwerer als zu zeichnen, egal ob blind oder sehend. Aus 38 Fotos habe ich 3 mit mir und 2 ohne mich ausgewählt. Die meisten aufgenommenen Fotos zeigen nicht das kleinste Haar von mir. 🙂

Eigentlich wollte ich alle Zeichnungen und Fotos einmal zusammensammeln und auf einer Seite zeigen.  Wollen wir eine solche Seite zusammenstellen? Dann benötige ich von euch jpgs,  die mit „Selbst im Badezimmerspiegel (c) euer Name bezeichnet ist“. Ihr könnt mir zwischen 1 und 3 Fotos von euch zusenden: info@susannehaun.de.

 

 

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 198 – Diarmuid Johnson

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 2. Juli 2017

 

„Ach né balbh atá an chloch.
Tá a glór féin aici
Chuala an tonn é lá stoirme ar an duirling.“

„Aber der Stein ist nicht stumm
Er hat seine eigene Stimme
Die Woche hat sie gehört an der Küste im Sturm.“
Diarmuid Johnson

 

Detail versteinerte Koralle (c) Zeichnung von Susanne Haun

Der Stein ist nicht Stumm  (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Einige von euch erinnern sich sicher an meine Zusammenarbeit mit Diarmuid im Dämonen Projekt (siehe hier).

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Johnson, Diarmuid, Stumm, in: An tÉan agus dánta eile, Der Vogel und andere Gedichte, Berlin 2013, S. 44 – 45.

Das Meer – die Arktis und der Klimawandel – Der Hundemann der Sedna – Leinwand von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juni 2017

 

Die Zuarbeiten zum Katalog Eiswelten zur gleichnahmigen Ausstellung schreiten voran. Inzwischen habe ich auch meinen Motivationstext geschrieben. Dabei entstanden die ersten Linien auf der Leinwand Der Hundemann der Sedna. Die Leinwand ist 125 x 95 cm groß und ich habe sie von beiden Seiten grundiert.

Wellen entstehen auf Leinwand 215 x 95 cm (c) Foto von Susanne Haun

Wellen entstehen auf Leinwand 215 x 95 cm (c) Foto von Susanne Haun

An der Uni haben wir von Landschaften gesprochen, im 19. Jahrhundert sollten sie noch schön, erhaben und malerisch sein. Gelten diese Kriterien noch heute? Gibt es überhaupt noch Landschaftsmalerei?

Ich besuche u.a. ein Seminar, was das Meer zum Thema hat. Ich mag die See und habe deshalb auch das Seminar belegt. Gerne stehe ich am Strand und beobachte das bewegte Meer. Ich kann Stunden damit zubringen, ohne einen Strich zu zeichnen.  Wenn ich dann aber den Pinsel oder die Feder zur Hand nehme, dann schöpfe ich aus diesen Stunden, Skizzen und eigene Fotos.

Auf diese Wellen setzte ich den Hundemann und ein Tier des Meeres.

 

 

Hier also der Text für den Eiswelten Katalog:

„Die Arbeiten von Susanne Haun setzen sich aus lichten Weißräumen und lockeren Verflechtungen von Linien zusammen. Erst in der Gesamtschau bilden die vereinzelt wirkenden Ornamente eine gemeinsame Erzählung. Susanne ergänzt die zeichnerischen Elemente um das Gestaltungsmittel der Lavur. Hierbei trägt sie zusätzlich zur Feder-Zeichnung eine Farbe in sehr dünner Konsistenz auf. Dies bereichert die Zeichnung um zauberhafte lichtdurchlässige leuchtende Farbflächen.“

Anja Wetterney, Literatur- und Kunstwissenschaftlerin

Schon seit 2013 setzt sich Susanne Haun zeichnerisch mit den eisigen Landschaften der Erde auseinander. Die Faszination geht von den blaugrünen Tönen und den Linien der Eislandschaften aus. Dabei ist sie nie weiter als bis zu den Eisriesenwelten in Werfen, Österreich gekommen. Die Arktis oder Patagonien kennt sie nur aus den Medien und aus den Berichten von Roswitha Mecke. Mit dem Buch „Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen“ von Ansgar Walk dringen die Mythen der Inuit in ihr Bildprogramm. Narrativ zeichnet und radiert sie die Legenden in Serien und länglichen Leinwänden. Das Besondere der Leinwände sind die verso und recto Seiten, die die Leinwand zum im Raum hängenden Objekt deklariert. Sie möchte dabei festhalten, was durch den Klimawandel gefährdet ist, auf eine Welt aufmerksam machen, die von der Zerstörung bedroht ist.

Gruppenausstellung Eiswelten
20. August – 24. September 2017
Kulturbahnhof Nettersheim, Bahnhofstraße 1, 53947 Nettersheim
mit Roswitha Mecke, Sabine Jacobs und Dirk Fliege
Kulturbahnhof Nettersheim, Bahnhofstraße 1, 53947 Nettersheim
http://www.kuba-nettersheim.info

 

Spaziergang Brandenburg an der Havel – Susanne Haun

Posted in Brandenburg, Reiseberichte, Zeichnung by Susanne Haun on 28. Juni 2017

 

Ich berichtete vor einigen Tagen vom Industriemuseum Brandenburg an der Havel (siehe hier).

Im Anschluss am Museumsbesuch konnte ich bei herrlichem Wetter einen Spaziergang an der Havel in Brandenburg unternehmen.

Ein schönes Städtchen. Ich war sicher nicht das letzte mal dort, es gibt noch viel zu erkunden. Witzig finde ich die Möpse, die auf Loriot hinweisen, der in Brandenburg an der Havel geboren wurde. 2011 wollte die Stadt ihm ein Denkmal setzen und die Innenarchitektin Clara Walter entwarf 14 Bronzemöpse, die nach dem Mott0 „Der Künstler ist weg, seine Kunst lebt.“  in der Stadt ausgewildert wurden. Es hat Spaß gemacht, die Möpse und damit die Kunst Clara Walters mit den Hinweis auf Loriot zu finden.

 

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