02 Titelbild All Prima, erste Versuche in Öl (c) Foto von Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Alla Prima – Tulpen aus unserem Garten in Öl – Susanne Haun

2026.05.07.0001 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016
2026.05.07.0001 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Schon lange reizt es mich, in Öl zu malen.

Meine Professorin an der UdK hält die Ölmalerei für die Königsdisziplin der Malerei. Über diese Äußerung habe ich lange nachgedacht. Um diese Aussage beurteilen zu können, muss ich ersteinmal die Techniken der Ölmalerei praktizieren und verstehen. Schon lange habe ich mir vorgenommen, mich mit Ölmalerei zu beschäftigen. Seit über einem Jahr habe ich mir eine Grundausrüstung an Materialien gekauft, habe mir jedoch aufgrund der Arbeiten an meiner Dissertation und die Zeit, die ich mit meinen Enkelkinder verbringe dafür keine Zeit genommen.

2026.05.07.0002 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016
2026.05.07.0002 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Alla Prima

Es entspricht meiner Natur, dass ich zuerst spontan die Farbe auf die Malplatten (20 x 20 cm) in schnellen Pinselstrichen unverdünnt aus der Tube verwende. Zuerst habe ich dazu auf vier Platten eine dünne Grundierung mit der Ölfarbe aufgebracht. Schon da merkte ich, dass die Farben eine cremige Konstenz besitzen und ein dünnes Auftragen direkt aus der Tube nicht einfach ist.

2026.05.07.0003 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016
2026.05.07.0003 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Aus dem Vollen, schwer änderbar

Das Motiv der Tulpenblüte setze ich schnell, wie gewohnt seriell arbeitend mit selbstbewussten Pinselstrichen auf die Platten. Macht Spaß.

Ich merkte jedoch schnell, dass anders als beim Acryl die Linien nicht stark änderbar sind. Und wenn ich ändere, dann verschmiere ich das Motiv eher. Also setze ich schnell den Schlusspunkt und höre auf. Fertig. Nun trocknen die 4 Malplatten. Sie trocken lange, ich habe 14 Tage nach dem Malen das Gefühl, die dick aufgetragene Farbe ist noch nicht ein bißchen getrockent. Ich muss mir überlegen, wo im Atelier ich einen Platz zum Trocknen schaffe. Auf meinem Arbeitstisch stören sie mich nur.

2026.05.07.0004 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016
2026.05.07.0004 Tulpe aus unserem Garten, Öl auf Malkarton (c) Susanne Haun, VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Im vierten Gemälde sehr locker

In meinem vierten Gemälde werde ich schon viel lockerer und entferne mich vom realen Motiv. Wichtig ist mir, die Farbe auszuprobieren, ein Gefühl für sie zu bekommen. Ich bin froh und glücklich.


Meine nächsten Schritte

Auf meinem Arbeitstisch liegen die anderen Malplatten. Ich habe inzwischen eine erste Lasur, Zeichnung und eine Grisaille aufgebracht. Davon mehr in meinem nächsten Blogbeitrag.

4 comments

  1. Schön, schön, einfach klasse! So viel Freude! Und wie gut es dir gelingt, mit diesem so ganz anderen Medium deinen ganz persönlichen Ausdruck zu finden! Ich schrecke immer vor der Ölfarbe zurück, wegen der Eigenschaften, du du nennst, aber auch wegen des Geruchs und der umständlichen Säuberung der Pinsel. Und dann die Leinöle, die vergilben!

    1. Ja, Gerda, gerade das mit den Leinölen hat mir auch sorgen gemacht. Ich habe mir die verschiedensten Öle und Bindemittel angeschaut und werde ein wenig damit experimentieren. Es macht mir große Freude, etwas Neues zu beginnen.
      Liebe Grüße von Susanne

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