Selbstbildnisstagebuch 1.1. – 13.1.2022, Aquarell von Susanne Haun (c) VG-Bild-Kunst Bonn 2022

Selbstbildnis Kalender 2022 – Susanne Haun

Selbstbildnisse von Susanne Haun
Zeichnung, Selfie, Kunst, Künstlerin

2022 – Mein neuer Kalender für meine Selfies

Dieses Jahr habe ich mir einen Kalender auf 300 g/qm Zeichenpapier drucken und binden lassen. Ich hatte mir schon letztes Jahr im November vorgenommen, 2022 Aquarelle in meinen Kalender zu zeichnen. Mit so starkem Papier gibt es jedoch keine fertig produzierten Kalender.

Ein Glück haben wir in der Groninger Straße 24, Berlin Wedding im Nebenhaus meines Ateliers die u.s.e Buchmacher.
Ich bin schon im Oktober zur Beratung in den Laden gegangen und hatte pünktlich Mitte Dezember meinen ganz persönlichen Kalender in der Hand.

Durch das Auge des Herbstes, Acryl und Tusche auf Leinwand, 30 x 24 cm, Malerei von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Zitat am Sonntag – Friedrich Hölderlin

Gemälde von von Susanne Haun
Zitat von Friedrich Hölderlin

„O Mädchen!
Auch in Trennung ist deine Liebe Seligkeit,
auch dieses Sehnen ist Wonne deinem Jüngling –
Denn Jeder Augenblick sagt mir,
daß Du Dich ebenso nach mir sehnst,
daß Dir diese etlichen Jahre ebenso lang werden als mir.“

Friedrich Hölderlin, 1770 – 1843, deutscher Dichter und Lyriker

Quelle: Höderlin, Friedrich, An Louise Nast, Tübingen, Januar 1789. In: Die schönsten Liebesbriefe deutscher Dichter, Zürich 2000, S.70 – 72.

Entstehung Primeln, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Primeln kündigen den Frühling an – Zeichnungen von Susanne Haun

Mit Tusche zeichnen und kolorieren

In den Supermärkten stehen die ersten Töpfe mit Primeln und ich konnte bei den wundeschön gelb roten Primneln nicht widerstehen.

Mein Klassiker: mit Tusche zeichnen und kolorieren. Ich mag es durch die Zeit sehr, mit Tusche, Feder und Pinsel Blumen immer wieder neu zu interpretieren. Dabei gilt es, die Primeln genaustens zu betrachten, sozusagen, ihrer Seele auf dem Grund gehen.

Die Seherin - Zeichnung von Susanne Haun - 40 x 30 cm - Tusche und Aquarell auf Papier

Gendern – Erwägungen von Susanne Haun

Ich schreibe seit gut einem guten Jahr an meiner Dissertation und bin sehr zufrieden mit meinem Fortschritt.

Ich habe jedoch ein großes Problem bei meiner Dissertation: das Gendern.
Meiner Professorin ist es egal, wir Doktorandinnen sollen uns nur für eine Variante entscheiden. Was mir in der Erstellung meiner Kunstwerke so leicht fällt, Entscheidungen treffen, fällt mir im wissenschaftlichen Text umso schwerer.
Ich bin eine Frau

Ich möchte als Frau meine Dissertation gegendert schreiben. Denn was nicht ausgesprochen wird, was nicht benannt werden kann, das existiert nicht und das haben wir Frauen nicht verdient.
Ich finde, Künstlerinnen, Kunstwissenschaftlerinnen, Kuratorinnen, Direktorinnen sollten benannt werden.
Es gibt viele Frauen, die der Meinung sind, dass sich mit der männlichen Form auch angesprochen fühlen. Wozu gibt es dann aber eine weibliche Form?

Hängen der Ausstellung Eiswelten im KuBa - Kulturbahnhof Nettersheim (c) Foto von M.Fanke

Zitat am Sonntag – Brian O’Doherty

Ausstellungsansicht von Susanne Haun

„Das Leben ist horizontal,
immer eine Sache nach der anderen,
ein Förderband,
das uns dem Horizont entgegenschiebt.“

Brian O’Doherty, irischer Konzeptkünstler und Kunsttheoretiker

Quelle: O’Doherty, Brian, I der weißen Zelle, Inside the white Cube, Berlin 1996, S.7.

Christine Lavant - Gedächtnisstätte roter Hahn, 2021, 40 x 30 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Meine Sinnbilder der Dichterin Christine Lavant – Zeichnungen von Susanne Haun

Christine Lavant

Die Gedichte der Lyrikerin Christine Lavant sind einer breiten Masse nicht bekannt. Auch ich kannte die Schriftstellerin bis vor kurzem noch nicht. Der Käufer meiner Zeichnung „Mein Sinnbild von Sylvia Plath“ machte mich auf ihre Gedichte aufmerksam.

Ich kaufte mir aus dem Suhrkamp Verlag das Buch „Christine Lavant – Gedichte“ in der 4. Auflage von 1978. Besonders hat mich ihre Lyrik von Seite 30, „Hole von allen Gedächtnisstätten“ beeindruckt. Nach diesem Gedicht sind beide Porträts entstanden.

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