Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Mark Twain

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 27. September 2020

 

Als ich vierzehn war, war mein Vater so unwissend.

Ich konnte den alten Mann kaum in meiner Nähe ertragen.

Aber mit einundzwanzig war ich verblüfft, wie viel er in sieben Jahren dazugelernt hatte.

 

Mark Twain (1835 – 1910), US-amerikanischer Schriftsteller, Vertreter des Literatur-Genres „amerikanischer Realismus

 

 

Mark Twain (mittleres Alter) – Zeichnung von Susanne Haun

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Quelle: Abreißen, loslassen, Kalender 2019, Diogenes, Donnerstag, den 14. Mai 2019

Den Schritt wagen: Birgit Böllinger (sätze&schätze) – Büro für Text und Literatur

Posted in Empfehlung, Zeichnung by Susanne Haun on 26. September 2020

 

2017 Kunstsalon am Dienstag im Atelier Suanne Haun, Birgit Böllinger (c) Foto von M.Fanke2017 Kunstsalon am Dienstag im Atelier Suanne Haun, Birgit Böllinger (c) Foto von M.Fanke

 

Ich möchte den Beitrag mit einem Foto aus vergangenen Zeiten beginnen, ich vermisse meinen KunstSalon sehr und hoffe, dass ich ihn irgendwann wieder aufnehmen kann. Ich mochte dieses „Event“ der Präsentation und des Austauschs. 2017 konnte sich keiner von uns vorstellen, dass wir einmal so restriktiv Leben würden und vieles nicht mehr möglich ist.

Deshalb sind die vergangenen Kunstsalons um so wertvoller und einige von euch kennen Birgit Böllinger von meinem KunstSalon am Dienstag aus dem Jahr 2017 zum Thema Die verschollene Generation.

Andere kennen Birgit Böllinger von ihrem Blog Sätze & Schätze. Ich stöbere immer gerne auf Birgits Blog in den vielen Büchervorschlägen und habe dort schon viele Anregungen für die nächste Lektüre gefunden. Auch mag ich ihre neue Reihe Im Lyrikraum.

Birgit hat den Schritt gewagt und sich mit ihrem Büro für Text und Literatur (-> klick) selbstständig gemacht.

Auf Birgits Homepage findet sich schon eine eindrucksvollen Referenzliste, ihr findet dort unter anderem auch mich und mein Werkverzeichnis, was im späten Herbst im Eichhörnchenverlag erscheinen wird. Birgit lektorierte die Texte meines Werkverzeichnisses. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Ich möchte hier kurz auf ein Teil der Arbeiten einer Lektorin, eines Lektors eingehen.

Eine Lektorin, ein Lektor ist für die Qualitätssicherung von Texten zuständig ist.

Formal sind das Grammatik, Rechtschreibung, Ausdruck, verstärkt auch für die Setzung des Textes.  Es wird inhaltlich überprüft, ob alle Handlungsstränge korrekt verlaufen und der Text verständlich ist. Auch Korrektur und Anpassung und anderem zur Einheitlichkeit von Namen und Begriffen werden vorgenommen.

Es hilft mir als Autorin auch, mit meiner Lektorin zu sprechen. Was ist ihr erster Eindruck vom Text? Wo sollte ich erläuternd eingreifen? Wo ist nicht klar, warum ich dieses oder jenes zu meiner Arbeit schreibe? Stimmt die Mischung oder habe ich etwas vergessen?

Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass sich bei mir beim schnellen Schreiben gerne der eine oder andere Rechtschreibfehler einschleicht oder ich Wörter und Sätze auslasse, weil ich in Gedanken schon mal schneller als meine getippten Buchstaben bin.

Ich gratuliere dir liebe Birgit hier auf meinem Blog.

Alles Gute und Liebe, viel Erfolg in deiner Selbstständigkeit und ein kleines virtuelles Blümchen von mir.

Und auch ein herzliches Dankeschön für das Lektorat meines Werkverzeichnises, dass du hier auf deiner neuen Homepage so wunderbar beschreiben hast.

 

 

 

 

 

Akt Kalender 2021 mit Beteiligung von Susanne Haun

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 23. September 2020

 

 

Susanne Haun präsentiert den Akt Kalender, Utz Benkel Verlag (c) Foto von M.Fanke

Susanne Haun präsentiert den Akt Kalender, Utz Benkel Verlag (c) Foto von M.Fanke

 

Dieses Jahr gibt es neben dem Musikerinnen und Musiker Kalender (-> Klick) auch einen Aktkalender. Ich bin der Monat Januar.

 

Ich möchte  Utz Benkel (siehe hier), zitieren. Utz, der mit immer gleichbleibender Energie jedes Jahr Kalender herausbringt, obwohl der Verkauf der Kalender oft sehr schwierig ist. Es gibt soviele Kalender auf dem Markt, dass es schwierig ist, Kalender zu verkaufen. Und wer benötigt schon mehr als 2 vielleicht sogar 3 Kalender pro Jahr?

Deshalb möchte ich Utz hier für seine Kontinuität danken und zitiere ihn mit seinen Gedanken zu diesem neuen Kalenderformat:

„Zum ersten Mal gebe ich in diesem Jahr einen Aktkalender heraus. Eine spontane, aber nicht ganz zufällige Entscheidung, die nicht nur damit zusammenhängt, dass Aktzeichnen für mich immer ein Thema war. Ich glaube für die meisten Künstler ist Aktzeichnen etwas Grundlegendes, eine Disziplin, die obligatorisch im Studium ist, deswegen aber nicht lästig oder ungeliebt. Für viele Künstler nicht unbedingt eine tägliche Fingerübung, aber doch etwas, dass sie ein Künstlerleben lang begleitet, wie den Boxer sein Sandsack.
In meiner Galerie hatte ich einmal im Monat Aktzeichnenabende und auf meinem Hof in Vorpommern zudem einige Aktzeichnen-Workshops veranstaltet. Künstlerfreunde, die ich aus diesen Zusammenhängen kenne, beteiligen sich zum Teil seit Jahren an meinem Kalenderprokekt “Die Wilden 13”. Da lag der Gedanke, mit ihnen zusammen einen Akt-Kalender zu gestalten, nicht fern.
Vier der beteiligten Künstler habe ich auf Instagram “entdeckt” und kennengelernt: Harry Ergott (Wien), Ana Walach (London), Malwina Chabocka (Warschau) und Xenia Snagowski (Burscheid). Die weiteren Künstler sind Karoline Koppel (Berlin), Susanne Haun (Berlin), Drago Ljub (Berlin), Olga Lunow (Berlin), Mathias Rohloff (Berlin/Hintersee), Utz Benkel (Berlin/Hintersee), Eva Aulmann (Florenz), Norbert Salzwedel (Berlin) und Armin Hurt (Kerala/Indien). Nun liegt er vor und ich wünsche dem geneigten Betrachter Freude an dieser so unterschiedlichen stilistischen Vielfalt.“

Utz Benkel, September 2020

 

2021-AKT.Rückseite Utz Benkel Verlag

 

Wer den Akt Kalender 2021 mit persönlicher Widmung von mir auf dem Kalenderblatt Januar für 19,50 Euro inklusive Porto innerhalb Deutschlands bei mir bestellen möchte, der schreibt einfach eine E-Mail mit eurer Adresse an info@susannehaun.de .

Gerne könnt ihr den Kalender auch bei mir im Atelier in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin betrachten und käuflich erwerben. Bitte meldet euch jedoch vorher an (info@susannehaun.de), ich bin nicht immer im Atelier. Außerdem bitte ich euch, beim Besuch in meinem Atelier an die aktuellen Hygienebestimmungen zu denken.

Selbstverständlich könnt ihr den Kalender auch direkt beim Verlag Utz Benkel (siehe hier -> Klick) oder bei amazon (siehe hier) bestellen.

 

Workshop TRAUMLANDSCHAFTEN IN MIXED MEDIA bei boesner in Berlin Neukölln – Susanne Haun

Posted in Boesner Berlin, Workshop by Susanne Haun on 21. September 2020

 

Workshop Traumlandschaften zeichnen und kolorieren mit Susanne Haun bei Boesner in Berlin Neukölln

Nun aber!

 

TRAUMLANDSCHAFTEN IN MIXED MEDIA bei boesner in Berlin Neukölln!

Nachdem aufgrund der uns allen wohlbekannten Corona Covid-19 Pandemie der Workshop TRAUMLANDSCHAFTEN IN MIXED MEDIA bei boesner in Berlin Neukölln ausgefallen ist, findet er nun am 21.11.2020 von 11:00 bis 16:00 statt.

 

 Der Workshop findet in der  boesner Filiale in Berlin-Neukölln (siehe hier), Karl-Marx-Straße 110 , 12043 Berlin-Neukölln statt.

 

Boesner Neukölln ist mit der U7 zu erreichen, Boesner liegt zwischen den Haltestellen U7 Rathaus Neukölln und U7 Karl Marx Straße oder mit dem S-Bahnring S41 oder S42.
Den Linien und Flächen in Tusche und Aquarell soll die reale Landschaft nur als Anlass dienen, die eigene Welt auf dem Papier zu zeichnen. Eine Landschaft braucht nur wenige Elemente, wie Berge, Wege, Wasser, Wolken, die wir kombinieren lernen und mit Brücken, Blumen, Häusern und Tieren im eigenen Ausdruck verbinden. So wie wir unsere Urlaubsziele wählen, so wählen wir die Elemente und Materialien für unsere Landschaft. Wir arbeiten in Mixed Media mit Tusche und Feder, Aquarell, Pinsel und Pastellstift. Der Workshop ist für Anfänger genauso geeignet wie für Fortgeschrittene.

 

Bringt alles an Materialien mit, was ihr zuhause habt, der Workshop ist eine gute Gelegenheit, mehr über die Dinge zu erfahren, die ich schon immer benutzen wollte, wo ich aber nicht sorecht weiß wie.

 

Kursgebühr: 65 €. Arbeitsmaterialien und Arbeitskleidung bitte mitbringen oder nach Empfehlung vor Ort erwerben. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung zum Workshop ist erforderlich, diese kann nur direkt bei boesner erfolgen (Link zur Anmeldung).

 

Bei den boesner Workshops bekomme ich immer wieder sehr gute Beurteilungen als Dozentin. Hier einige der Beurteilungen, die ich erhalten habe, leider die meisten namenlos, dabei freue ich mich immerüber gute Beurteilungen.

Weiter so, macht sehr viel Spaß!“ Anonym, boesner, Juni 2019„Ein toller Workshop, sehr zu empfehlen.“ Dorothee, boesner, November 2018

 

Sehr engagiert, hilfreiche Hinweise zu Materialien, durchdacht und anspruchsvoll aufgebaut.“ Anonym, boesner, November 2018

 

Ich bin begeistert und inspiriert, die Zeit war auch optimal, genug Zeit zum experimentieren und ausprobieren aber auch nicht zu lang.“ Anonym, 6.5.2017 bei boesner

 

Hier noch einige bildnerische Impressionen von verschiedenen Workshops:

 

 

Zitat am Sonntag – Adolph Freiherr Knigge

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 20. September 2020

 

Schriftstellerey ist also öffentliche Mittheilung der Gedanken;

gedruckte Unterhaltung: laute Rede, an Jeden im Publico gerichtet, der sie hören will: Gespräch mit der Lesewelt“.

Adolph Freiherr Knigge, 1752 – 1796, deutscher Schriftsteller und Aufklärer

 

Einmal wurde einBär, der von Lofoten nach Moskoe zu schwimmen versuchte von der Strömung erfaßt - Illustration von Susanne Haun nach E.A.Poes - 80 x 60 cm - Tusche auf Bütten

Einmal wurde ein Bär, der von Lofoten nach Moskoe zu schwimmen versuchte von der Strömung erfaßt – Zeichnung von Susanne Haun nach E.A.Poe – 80 x 60 cm – Tusche auf Bütten

 

Diese Zeichnung habe ich ausgewählt, weil sie eine Zeichnung nach der Geschichte Im Malstroem von Edgar Allan Poe ist. Der Bär schreit, deklamiert, redet! Ich stelle den Schrei, die Mitteilung, die Rede dar. Es ist mein Gespräch mit der Betrachter-Welt 🙂

Alle Zeichnungen zur Geschichte findet ihr unter folgendem Link (-> klick).

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Zitiert nach: Bosse, Heinrich, Autorschaft ist Werkherrschaft, Paderborn 2014, Seite 15 und Seite 139 – 140.

Anmerkung von Bosse zum Zitat:

„Adolph Freiherr Knigge, Ueber Schriftsteller und Schriftstellerey, Hannover 1793 (Fotomechan. Nachdruck Leipzig 1977, auch in: Knigge, Sämtliche Werke 1978) S. 13,9.

In dem Nachwort zu seiner Edition von Knigges Schrift über den Büchernachdruck  hat Albrecht Götz von Olenhusen auf den Widerspruch aufmerksam gemacht, daß Knigge für die bürgerliche Aufklärung eintritt, was die Verbreitung von Ideen und Wissen angeht, nicht aber, was das Urheberrecht betrifft. Dieser Widerspruch ergibt sich freilich nur aus der Wertung, nicht aus den Verhältnissen. Knigge ist konsistent in seinen Voraussetzungen, daß Schriftstellerei Rede sei, daß Reden nicht begrenzt werden könne, und daß Reden nur vom Verleger bezahlt wird, und zwar nicht mehr als einmal. Vgl. Knigge, Ueber den Bücher-Nachdruck, S.44: „Der Verleger giebt ihm [dem Autor] Geld dafür, weil er die Speculation gemacht hat, aus der ersten Mittheilung dieser Gedanken dadurch Geld zu lösen, daß er von Jedem, dem er sie mittheilt, sich etwas gewisses bezahlen läßt.“

Es geht im Dezember nach München zum Kunsttreff Moosach – Susanne Haun

Posted in Ausstellung, münchen - salon coloré, salon coloré, Workshop, Zeichnung by Susanne Haun on 16. September 2020

 

In München werde ich gleich in doppelter Funktion im Kunsttreff Moosach Donauwörther Straße 51, 80997 München, zu sehen und erleben sein.

 

Susanne Haun Flyer Colore - Vorderseite

 

In München werde ich gleich in doppelter Funktion im Kunsttreff Moosach Donauwörther Straße 51, 80997 München, zu sehen und erleben sein.

Vom 11. bis zum 20. Dezember 2020 findet  im Kunsttreff Moosach der Salon Coloré 3.0 statt.

Es präsentieren sich 5 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, den Niederlanden und Syrien:

Heike Eiber I Abstrakter Flirt mit Linie und Fläche, Farbe/Nicht-Farbe, Brüchen, Texturen.

Mohammad B. Eldae I Eine Auseinandersetzung mit Krieg, Flucht und Migration.

Susanne Haun I Sucht stets mehr zu sehen, als der Moment preisgeben möchte.

Monika Krautscheid-Bosse I Wechselspiele zwischen Stille und Aufruhr, Sein und Schein.

Carmen Milhous-Arendt I Das Geheimnis des menschlichen Seins – Alltag, Liebe, Tod …

Die Ausstellungseröffnung findet am

Freitag 11. Dezember 2020,  18 Uhr

statt. Eine Anmeldung wird  empfohlen: 0179 113 00 25 oder info@heike-eiber.de

Öffnungszeiten:

Sa/So 10-18 Uhr und Do/Fr 15-18 Uhr

Der Kunsttreff in Moosach ist erreichbar mit:
U3/ S1/ Tram 20/ Bus X50; 51; 162; 163; 176; 710
Haltestelle Moosach Bahnhof
Anschluss Bus 169
Haltestelle Donauwörther Straße

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Zur Ausstellungseröffnung werde ich anwesend sein und am Sontag, den 13.12.2020 biete ich innerhalb der Öffnungszeiten der Galerie zwei Workshops an:

Adventworkshop mit der Künstlerin Susanne Haun in München

Weihnachtspostkarten
Mit Tusche Zeichnen und Kolorieren

im
Kunsttreff Moosach, Donauwörther Straße 51, 80997 München

Termine:

Sonntag, den 13.12.2020, 10:30 – 12:30 Uhr
Sonntag, den 13.12.2020, 15 – 17 Uhr
30 Euro pro Person und Termin inklusive Material

Informationen zum Workshop
Wir werden in gemütlicher Runde Postkarten mit weihnachtlichen (und nicht weihnachtlichen) Motiven mit Tusche, Feder und Pinsel zeichnen. Susanne Haun gibt eine Einführung in die Besonderheiten der Materialien. Der Kurs eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene, Kinder sollten in Begleitung von Erwachsenen kommen und bestenfalls über 12 Jahre alt sein.
Die zu der Zeit herrschenden Hygienevorschriften werden eingehalten.

Maximale Teilnehmerzahl: 8 Personen.
Anmeldung bitte unter info@susannehaun.de oder 0177 232 80 70.

 

Susanne Haun Flyer Colore - Rückseite

 

Mein Sinnbild von Correggios Madonna del Latte – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 14. September 2020

 

 

Ausschnitt - Madonne del Latte nach Corregio, 69 x 57 cm, Tusche auf William Turner Hahnemühle Papier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Ausschnitt – Madonne del Latte nach Corregio, 69 x 57 cm, Tusche auf William Turner Hahnemühle Papier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Die Madonna del Latte wurde von Correggio in der Größe 69 cm x  57 cm um 1524 gemalt. Das Bild befindet sich im Szépművészeti Múzeum in Budapest.

Ich war ganz erstaunt als ich in meinem Blog nach meiner Madonna de Latte nach Correggio suchte und sie nicht fand.

 

Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Madonne del Latte nach Corregio, 50 x 65 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Langsam kramte ich in meinem Gedächtnis nach Erinnerungen der „vor-Corona-Covid-19-Zeit“ und fand darin die Vorbereitungen für die Ausstellung, die ich mit Cristina (siehe hier) plante und die nicht mehr realisiert wird. Die Ausstellung war Cristinas Kind, sie interessierte sich dafür, wie ich alte Meister interpretieren würde. Zu dieser Serie gehört auch das Mädchen mit dem Perlenohrring von Vermeer (siehe hier). Cris wollte die Vorbereitungen geheim halten und die Ergebnisse in der Ausstellung mit Pauken und Trompeten präsentieren. Deshalb befindet sich meine Madonna auch noch nocht hier auf dem Blog, obwohl es fast ein Jahr her ist als ich sie zeichnete.

Der Gedanke, mich zeichnerisch den alten Meistern zu nähern, schreckte mich erst einmal ab, aber dann fand ich immer mehr gefallen daran. Zu den Aufgaben einer Kunsthistorikerin gehört es, Bilder zu beschreiben. Warum also  nicht einmal den alten Meistern zeichnerisch auf den Grund gehen. Beim Zeichnen habe ich festgestellt, dass ich die Komposition Correggios gerne ändern möchte und habe dem Engel „anständige“ Flügel an den Rücken gezeichnet. Ein gutes Gefühl war das und ich baute zur Madonna eine innige Beziehung auf.

Mütter und Kinder habe ich schon immer gerne dargestellt, so auch hier gezeigt (-> Klick)  in der Galerie Vinogradov in der Ausstellung Ideale der Schönheit.

Cristina hat sich seit Corona ganz dem Backen verschrieben, ihr findet sie hier auf Instagram @bakingcris. Sind diese Torten- und Backkreationen nicht auch Kunst?

Ich habe noch eine große Leinwand auf meinem Tisch zu liegen, auf der meine eine Interpretation eines Tizians am Entstehen ist. Mal schauen, wo ich die Serie zeigen kann?

Hier in der Bildergalerie auf dem Blog seht ihr die Madonna mit Engel ohne Flügel hängen. 🙂

Findet ihr nicht auch? Der Flügel muss sein!

 

 

Der Engel kann auch käuflich bei singulart erworben werden.

Ihr findet ihn auf der Plattform der Pariser Galerie singulart, wenn ihr dem Link (-> klick) folgt.

 

 

Zitat am Sonntag- Sophie Calle

Posted in Landschaft, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 13. September 2020

 

Beides ist drin, Wahrheit und Fiktion. Es ist so passiert.

Die Erzählung ist eine Auswahl. Schon ist sie Fiktion.

Sophie Calle, Künstlerin

 

Trauminsel III - Zeichnung von Susanne Haun - 50 x 65 cm - Tusche auf Bütten

Trauminsel III – Zeichnung von Susanne Haun – 50 x 65 cm – Tusche auf Bütten

 

Nicht nur die Erzählung ist eine Auswahl – auch meine Zeichnungen spiegeln eine Auswahl wieder, eine Komposition von Dingen, die ich arrangiere und die meine Gradwanderung zwischen innerer und äußerer Wahrheit wiedergibt.

 

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Calle, Sophie. Monopol vor 10 Jahren. Zitiert nach: Buhr, Elke (Hrsg.), Monopol, Berlin 2020, Seite 17.

 

 

Gib mir Asyl im Paradies – Gemälde von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Leinwand, Portraitmalerei by Susanne Haun on 7. September 2020

 

Atelieransicht, Herbst, Asyl im Paradies, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Atelieransicht, Herbst, Asyl im Paradies, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Dieses Gemälde von Susanne Haun ist sehr persönlich. Während die Künstlerin das Bild malte, hörte sie die Musik von der Band Silly speziel das Lied „Asyl im Paradies“. Die Sängerin Tamara Danz wusste zu der Zeit als sie das Lied sang schon, dass ihr Tod nahte. Den Text hörend weinte die Künstlerin beim Erstellen des Bildes. Die Tränen übertrugen sich sinnbildlich in die auf dem Bild laufende sepiafarbende Tusche.

steht es in der Objektbeschreibung der Pariser Galerie Singulart (-> Klick)

Noch heute kann ich das Lied von Tamara Danz nicht hören, ohne zu weinen und zu trauern. Hier könnt ihr das Lied auf youtube hören (-> klick)

Vor kurzem habe ich in der Augsburger Allgemeine Zeitung einen Artikel über die Performance Künstlerin Marina Abramovic gelesen.

Abramovics hat ihr Begräbnis schon geplant. Hier (-> Klick) könnt ihr den Artikel lesen. Wenn ich an meine Beerdigung denke, dann möchte ich das Lied hören. Naja, ich höre dann ja nichts mehr. Aber ich stelle es mir schön vor, wenn dieses Lied gespielt wird.

 

Zitat am Sonntag – Hannah Arendt

Posted in Tiere, Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 6. September 2020

 

Gelb ist der Tag.
Blau ist die Nacht.
Grün liegt die Welt.

(…)

Farben lässt das All erscheinen,
Farben scheiden Ding von Ding.

(…)

Hannah Arendt, 1906 – 1975, Philosophin, politische Theoretikerin und Publizistin.

 

 

Gelb - Grüner - Zaunkönig - Zeichnung von Susanne Haun - 22 x 17 cm - Tusche auf Bütten

 

Ich habe mich für Auszüge ddieses Gedicht als heutiges Zitat entschieden, weil es so gut zu Doreen Trittels und Katja Ottos farbverrückten Wochen passt.

Doreen hat mir zur Farbe in meinen Zeichnungen einige Fragen gestellt und meine Antworten bei sich auf dem Blog in einem Beitrag publiziert.

Ihr seid neugierig geworden?

Dann folgt doch einfach dem Link zu Doreens privaten Blog (-> Klick)

Um euch einen Ausblick zu verschaffen, hier die erste Frage:

Susanne, mit wenigen Linien kannst Du Welten erschaffen. Welche Rolle spielen dabei die Farben für Dich?

Die Farbe in meinen Zeichnungen spielt eine entscheidende Rolle für mich. Ich überlege mir schon vorab, in welcher Farbe ich mein Motiv darstellen möchte. In meinen Zeichnungen bin ich so minimalistisch wie nötig, das gilt auch für die Farbe. Man könnte meine Zeichnungen als monochrome farbig bezeichnen. Ich benutze gerne nur eine Farbe in unterschiedlichen Tonstufen. Die Tonstufe einer Farbe wird durch die Anzahl an Farbpigmenten definiert, die eine Farbfläche besitzt. Je mehr Wasser ich zu der von mir verwendeten Tusche zunehme, desto heller wird der Farbton.

 

Link zum Interview auf Doreens privaten Blog (-> Klick)

 

Farbspielerei Blau (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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Quelle: Arndt, Hannah, Goethes Farbenlehre, in: Ich selbst, auch ich tanze. Die Gedichte, Berlin 2016 (3), Seite 73.

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