Tagebucheintrag 21.03.2021, Dekameron, Geschichten erzählen, Version 1, 20 x 15 cm, Tinte und Aquarell auf Silberburg Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Das Dekameron des Giovanni Boccaccio, Geschichten Erzählen – Zeichnung von Susanne Haun

Manchmal ruhen Projekte eine Weile, so auch meine Auseinandersetzung mit dem Dekameron. Im Grunde habe ich in den letzten Zeichnungen zum Thema „nur“ die Einleitung verarbeitet.
Nun beginnt das Geschichten erzählen.
Das Dekameron ist eine Sammlung von 100 Novellen das Mitte des 14. Jahrhunderts von Giovanni Boccaccio, geschrieben wurde.
In ein Landhaus in der Toskana flüchteten sieben Frauen und drei junge Männer vor der Pest, die 1348 in Florenz tobte. Die aus der Stadt zurückgezogenen Florentiner und Florentinerinnen unterhielten sich während ihrer Quarantäne damit, dass sie sich gegenseitig Geschichten erzählten. Eine oder einer wurde jeden Tag auswählt, den Themenkreis zu bestimmen, innerhalb derer sich die Geschichten bewegen sollten. Jeder der Anwesenden dachte sich eine Geschichte zum Thema aus. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novelle wurde die Quarantäne beendet und die jungen Leute kehren nach Florenz zurück.
Zeichnungen zum Il Decamerone
Schon Mitte November entschloss ich mich, mit Zeichnungen zu diesen Klassiker der Geschichte zu beginnen. Mit den Verschärfungen der Quarantäne Regeln und dem harten Lockdown finde ich es passend, sich mit dieser Geschichte auseinander zu setzen.
Il Decamerone ist italienisch und stammt vom griechischen δέκα déka „zehn“ und ἡμέρα hēméra „Tag“ ab und deutet auf die Anzal der Geschichten hin, die dieses literarische Werk erzählt.
Die Verarbeitung der Geschichte in Zeichnungen von Susanne Haun.

Ich habe auch noch eine Heuschreckenlarve auf meiner Heizung gefunden (c) Foto von Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Kobayashi ISSA

Ich will mich umdrehn,
Heuschreck,
rück!
Kobayashi Issa, 1763 – 1828, japanischer Haiku Dichter
Quelle: Kobayashi Issa,, in: Krusche, Dietrich (Hrsg.), Haiku. München [1994]² 1997, S. 34.
Zeichnung von Susanne Haun

Präsentation Dahlie, Version 3, 32 x 24 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Blumen aus meinem Garten – Zeichnungen von Susanne Haun

Ich mag es, wenn alles bunt blüht und die Strukturen, Formen und Farben der Natur so unterschiedlich aussehen. Besonders schön ist es, wenn ich mitten in der Blütenpracht sitze und zeichne.

Leporello nach Nach Aitutaki Blues - A5, Aquarell von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Ein Leporello zum Aitutaki Blues – Aquarelle von Susanne Haun

Ein Leporello von Susanne Haun nach dem Podcast Aitutaki Blues

Lukas Schreiber produzierte und moderierte mit seiner Mutter Claudia Schreiber den Podcast „Aitutaki Blues – Die letzte Reise mit meiner Mutter und Alzheimer“ (-> Klick) .

Der Podcast ist sehr intim und ehrlich. Claudia Schreiber berichtet im Podcast selber, das sie sich „nackt macht“ mit ihren Beschreibungen zu ihrem Zustand mit fortschreitender Alzheimer Krankheit. Die Grenze, die in der Regel zwischen den Hörerinnen und Hörern und den Machern des Podcast vorhanden ist, verschwindet. Mutter und Sohn kommen uns immer näher.

So kam es, dass der Podcast mich zu Tränen rührte. Auch meine Mutter war von dieser heimtückischen Krankheit betroffen. Ich verarbeitete die Situation mit einem Gemälde mit dem Namen „Dantes Barke des Vergessens“. Es ist ein intimes Bild, hier erhaltet ihr einen Eindruck davon.

Mit der verbrachten Zeit mit meiner Mutter im Hinterkopf, konnte ich mit den kleinen Tücken des Alzheimer Alltags, von denen im Podcast berichtet wird, mitfühlen. Zum Beispiel die verschwundene Zahnbürste oder das vergessene Mittagessen.

Claudia Schreibers Hinwendung zur Kirche als vertraute Instanz kann ich nachvollziehen, singende Menschen in der Kirche, gemeinsames Beten und gemeinsam Hoffnung schöpfen gibt ein starkes Gefühl der Bindung, selbst, wenn man nicht gläubig ist.

Umgang mit Zeit - 20 x 15 cm - Rapidograph und Buntstift auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Zitat am Sonntag – Paulo Coelho

„Wenn du denkst,
Abenteuer seien gefährlich,
versuche es mit Routine.
Diese ist tödlich.“
Paulo Coelho, 1947 geboren, brasilianischer Schriftstelle
Quelle: Abreißen, loslassen, Kalender 2019, Diogenes, Samstag, 2. März 2019
Zeichnung von Susanne Haun

Der Wolf, einsamer Jäger, 148 x 42,5 cm, Acryl auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Der einsame Wolf, Jäger und Gejagter – Gemälde von Susanne Haun (Übermalung)

Der einsame Wolf, Jäger und Gejagter – Gemälde von Susanne Haun (Übermalung)
Noch vor einiger Zeit war der Wolf vom Aussterben bedroht, mühsam wurde er wieder in den Wäldern angesiedelt. Aufgrund des Jagdverbots der Wölfe vergrößerte sich die Population wieder und der Wolf hat eine Überlebenschance.
Doch der Mensch ist Mensch, schon werden wieder Stimmen laut, dass das Jagdverbot aufgehoben wird, weil der Wolf eben Wolf ist und Nutztiere jagd.
Es erscheint mit wie ein immer währender Kreislauf. Haben Tiere eine Chance, gegen den Menschen zu bestehen? Ist der Mensch der grausamste, brutalste Jäger?
Diese Fragen im Kopf entstand der Wolf auf der Leinwand.

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