Leporello nach Nach Aitutaki Blues - A5, Aquarell von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Ein Leporello zum Aitutaki Blues – Aquarelle von Susanne Haun

Leporello nach Nach Aitutaki Blues - A5, Aquarell von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Leporello nach Aitutaki Blues – A5, Aquarell von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Ich musste die Weltkarte befragen, wo sich die Insel Aitutaki befindet. Sie wurde mir gleich vertrauter als ich sah, dass sie zu den Cook Islands gehört.

Ich verbinde die Cook Islands mit Kartegeografie, Humboldt, warmen Wetter, Entdeckerlust, Gauguin und einem Buch von Lukas Hartmann mit dem schönen Titel „Bis ans Ende der Welt“ , das die Geschichte des Künstlers John Webber auf seinen Reisen mit James Cook erzählt.

Nun gehört auch der Aitutaki Blues dazu, ich werde an die Cook Islands nicht mehr denken können, ohne auch Alzheimer und die so liebevolle Beziehung zwischen Mutter und Sohn im Kopf zu haben.

Leporello nach Nach Aitutaki Blues - A5, Aquarell von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Leporello nach Aitutaki Blues – A5, Aquarell von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Der Podcast Aitutaki Blues

Lukas Schreiber produzierte und moderierte mit seiner Mutter Claudia Schreiber den Podcast „Aitutaki Blues – Die letzte Reise mit meiner Mutter und Alzheimer“ (-> Klick) .

Der Podcast ist sehr intim und ehrlich. Claudia Schreiber berichtet im Podcast, das sie sich mit ihren Beschreibungen zu ihrem Zustand mit fortschreitender Alzheimer Krankheit „nackt macht“. Die Grenze, die in der Regel zwischen den Hörerinnen und Hörern und den Machern eines Podcast vorhanden ist, verschwindet. Mutter und Sohn kommen uns immer näher.

So kam es, dass der Podcast mich zu Tränen rührte.

Ich konnte die kleinen Tücken des Alzheimer Alltags, von denen im Podcast berichtet wird, so sehr mitfühlen. Zum Beispiel die verschwundene Zahnbürste oder das vergessene Mittagessen.

Claudia Schreibers Hinwendung zur Kirche als vertraute Instanz kann ich ebenso nachvollziehen. Singende Menschen in der Kirche, gemeinsames Beten und gemeinsam Hoffnung schöpfen gibt ein starkes Gefühl der Bindung, selbst, wenn man nicht gläubig ist.

Besonders beeindruckend und mutig ist für mich dieser Satz:

„Auf welcher Art und Weise ich sterbe ist meine Sache.“

Claudia Schreiber in der Folge 6: So eine Art von Himmel, Aitutaki Blues.

Der Leporello nach dem Aitutaki Blues

Während des Hörens aquarellierte ich einen Leporello, den ich euch hier gerne zeigen möchte. Der Leporello ist geschlossen 20 x 15 cm groß und besitzt innen 8 und außen die Umschlagseiten und 6 Seiten. Ich begann mit der 8 Seiten langen Fläche und ging dann auf die 6 Seiten Rückseite über. Ausgeklappt beträgt die Größe des Leporellos 20 x 120 cm.

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