Susanne Haun

Ein anderes Tier, gleich einem Panther – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 1. April 2020

 

1 Der Panther, Tusche auf Aquarellkarton, 65 x 50 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Der Panther, Tusche auf Aquarellkarton, 65 x 50 cm, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Das Buch des Phropheten Daniels findet sich in meiner Antiqua Taschenbibel von 1972 aus der Württemberischen Bibelanstalt Stuttgart auf den Seiten 950 – 968.

Ich beziehe mich in meinen Panther und Löwen Bild (siehe hier) auf Kapitel 7:

2 Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel wühlten das große Meer auf.
3 Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere.
4 Das erste war wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler. Ich sah, wie ihm die Flügel genommen wurden. Und es wurde von der Erde aufgehoben und auf zwei Füße gestellt wie ein Mensch, und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben.
5 Und siehe, ein anderes Tier, das zweite, war gleich einem Bären und war auf der einen Seite aufgerichtet und hatte in seinem Maul zwischen seinen Zähnen drei Rippen. Und man sprach zu ihm: Steh auf und friss viel Fleisch!
6 Danach sah ich, und siehe, ein anderes Tier, gleich einem Panther, das hatte vier Flügel wie ein Vogel auf seinem Rücken und das Tier hatte vier Köpfe, und ihm wurde große Macht gegeben.

Dieses Kapitel beflügelt meine Fantasie, aber ich glaube nicht, dass mit dem Corona Virus (Covid-19) die Apokalypse begonnen hat. Ich denke, dass der Mensch diese Pandemie in den Griff bekommen wird, ich denke aber auch, dass sich „danach“ viel verändern wird.

Aufgrund der Aktualität meines Bildes habe ich diese Zeichnung auch sofort bei singulart eingestellt (Klick zu meiner Präsenz bei der Pariser Galerie singulart). Gerne könnt ihr euch die technischen Daten zum Bild dort anschauen.

 

 

For my english speaken readers:

Haun continues to draw on the series of her views on the Corona / Covid-19 virus. The apocalyptic book Daniel speaks of a panther:
„6 Then I saw, and behold, another animal, like a panther, that had four wings like a bird on its back and the animal had four heads, and it was given great power.“
This chapter inspires Haun’s imagination, but she doesn’t believe that the Corona Virus (Covid-19) started the apocalypse. She thinks that man will get a grip on this pandemic, but she also thinks that a lot will change after the pandemic.
Haun works with high-quality materials, the picture was created with antique ink from Rohrer & Klingner on Hahnemühle watercolor cardboard.
 

 

Zitat am Sonntag – Daniel 7,19 f – Altes Testament

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 15. März 2020

 

 

Corona - ein Tier ganz furchtbar mit 10 Hoernern auf dem Kopf (c) Susanne Haun

Corona – ein Tier ganz furchtbar mit 10 Hoernern auf dem Kopf (c) Susanne Haun

 

Das vierte Tier war ganz anders als alle anderen,
ganz furchtbar, mit eisernen Zähnen und ehernen Klauen,
das um sich fraß und zermalmte und mit seinen Füßen zertrat, was übrig blieb. […]
Und es hatte zehn Hörner auf seinem Haupt.

Daniel 7,19 f

 

Daniel, (hebräisch דָּנִיּאֵל), ist die Hauptfigur des nach ihm benannten Buchs im Tanach. Danach war er ein jüdischer Traumdeuter und Seher im babylonischen Exil, dem JHWH, Israels Gott, das Ende der Judäa beherrschenden Weltreiche und das folgende ewige Reich Gottes offenbarte. (…) Das Buch gehört zur biblischen Apokalyptik und wurde als eines der letzten Bücher in den jüdischen Bibelkanon aufgenommen.“ (Wikipedia)

Am Mittwoch schrieb Achim Spengler auf seinem Blog A READMILL OF MIND (siehe hier) seine Gedanken zum Coronavirus nieder und begann mit einem Zitat aus der Bibel.

Dieses Zitat verwandelte ich schon beim Lesen in meinen Gedanken in ein Bild und ich setzte mich und zeichnete.

Ich kann noch nicht realisieren, wie der Virus unser Leben einschränkt und auf was für dünnen Beinen Selbstverständlichkeiten wie Toilettenpapier ( 😉 ), Reisen, Bildung, Globalität und das gesellschaftliche Leben stehen.

Aufgrund der Aktualität meines Bildes habe ich meine Zeichnung auch sofort bei singulart eingestellt (Klick zu meiner Präsenz bei der Pariser Galerie singulart) Gerne könnt ihr euch die technischen Daten zum Bild dort anschauen.

Fotos, die während der Arbeit an der Zeichnung entstanden:

 

 

For my english speaking readers:

Under the impact of the news of March 12, 2020, Haun sat down at her desk and drew her perspective on the Corona Virus.

The quarantines imposed are just as bad for artists whose profession largely consists of communication as they are for restaurants, theaters and museums. In addition to the virus, Susanne Haun also had a biblical quote in her head that she discovered on the web:

„The fourth animal was very different from all the others, very terrible, with iron teeth and brazen claws, which ate up and crushed itself and with his feet crushed what was left. (…) And it had ten horns on its head. “ Daniel 7.19 f.

 

Der gesandte Engel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Dezember 2014

„Daniel sprach: Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten.“
Daniel 6,23

Löwe und Engel (c) Zeichnung von Susanne Haun

Löwe und Engel (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

In meinem Reader befindet sich der theologische Weblog von Jörg. Die Beiträge sind in der Regel kurz und knapp. Mal enthalten sie „Menschenweisheiten“, oft enthalten sie Texte aus der Bibel.

Ich halte mich für NICHT Gott-gläubig. Aber trotzdem, ich kann mich der Bibel als unser Kulturerbe auch nicht ganz verschließen. Ich bin getauft und konfirmiert. Aber ich bin auch Naturwissenschaftlerin, Zeichnerin und ich glaube, ich werde langsam zur Platonistin, Realistin. Das wundert mich.

Der Engel aber sprach zu ihnen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 24. Dezember 2012

 

Ich wünsche allen meinen Lesern
einen schönen heiligen Abend.

 

Besinnliche Gedanken, nettes Beisammensein, Geschenke, Essen und was immer ihr euch für den Heiligen Abend
vorstellt.

Hirte und Engel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hirte und Engel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

In jeder Familie gibt es Traditionen.

Bei uns wird gesungen!
Meine Eltern versammeln Kinder und Enkelkinder um sich und bevor die Jüngsten die Geschenke unter dem Baum hervorholen und verteilen, schmettern wir „Oh Tannenbaum“, „Oh du fröhliche“ und „Kommet ihr Hirten“.

Ich wundere mich jedes mal wieder, dass wir all die Weihnachtslieder jedes Jahr aufs Neue singen können und der Text nicht in der warmen Jahreszeit verloren ging. Aber ich denke, was wir von Kindheit an wiederholen, verinnerlichen wir.

Jeder von uns hat seine eigene Vorstellung von Engeln und so sitzen manche gedachten Engel von uns wie im „Himmel über Berlin“ auf der Siegessäule, manche beschützen, andere wiederum wachen über die Menschen oder lehren ihnen Wissenswertes.

Hirte und Engel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hirte und Engel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Als ich als Mädchen zum Konfirmationsunterricht ging, führten wir zu Weihnachten das Krippenspiel auf. Ich war die Maria ohne Text und fand nicht nur meine sondern auch die Rolle des Engels erstrebenswert, der den Hirten und Menschen in der Kirche sagen durfte:

„Fürchtet euch nicht! Denn seht, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Euch wurde heute in der Stadt Davids ein Retter geboren, der ist Messias und Herr.“²

So habe ich heute die Hirten gezeichnet und entgegen meiner sonstigen Art der Engelsdarstellung den Engel als „Gelbes Licht“ symbolisiert, so dass jeder von euch dem Licht die Vorstellung seines persönlichen Engels geben kann.

Hirte und Engel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hirte und Engel 17 x 22 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
I wish all my reades wonderfull Christmas days.
Contemplative thoughts, nice get-togethers, gifts, food and whatever you imagine for Christmas.
In every family there are traditions.
We are singing!
My parents gather children and grandchildren around and before the youngsters bring out the gifts under the tree and distribute, we smash „Oh Christmas Tree“, „Oh Happy Christmas“ and „Come, ye shepherds“.
I am amazed every time again that we all can sing Christmas carols every year again and the text is not lost in the warm season. But I think what we repeatedly from childhood so fast is not lost.

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²Das Evangelium nach Lukas. 2, 8-11.

Engel ohne Flügel und Zöpfe aber mit Begleitzettel – von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Engel, Foto, Kunstgeschichte, Projekt “douple bind”, Zeichnung by Susanne Haun on 1. Dezember 2012

Ich bekomme viele kitschige Engelfiguren geschenkt, jedoch mag ich eigentlich keine Engelfigürchen.

Zum einen habe ich wirklich keinen Platz, sie aufzustellen und zum anderen sind sie zum Teil so total kitschig, dass es mir den Magen zusammen zieht. Schaue ich mir zum Beispiel die Engelskulpturen des Florenzer Doms an und vergleiche sie dann mit dem Nippes, der mir angeschleppt wird, dann sind Welten dazwischen.

1 Bearbeitung von Jürgens Engel Version 3 (c) Susanne Haun

1 Bearbeitung von Jürgens Engel Version 3 (c) Susanne Haun

Aber ehrlich gesagt, als ich heute meine Weihnachtskisten aus dem Keller holte und mir den geballten Engelkitsch anschaute, fand ich sie wieder in ihrer Vielfalt klasse. Manche sind so scheußlich, dass es schon wieder gut ist.

Besonders gefährdet sind bei mir Engelköpfe und Flügel, da mir diese kleinen Figuren auch öfter herunterfallen. Meistens hebe ich sie dann auch noch in allen Einzelteilen auf.

Mit Jürgen Küster habe schon öfter über Engel gesprochen bzw. wegen der Entfernung gemailt. Er ist am Anfang fassungslos gewesen, dass ich immer wieder hartnäckig Engel zeichne. Aber schaue ich zurück in die Vergangenheit finde ich in zwei der ältesten Quellen der Welt, die Bibel und die Apokryphen, so viele Geschichten über die Engel, dass ich einfach fasziniert bin.

6 Engel Gloria mit Gabriel 30 x 20 cm Tushe auf Bütten (c) Zeich

6 Engel Gloria mit Gabriel 30 x 20 cm Tushe auf Bütten (c) Zeich

Jürgen stellt gerne Fragen und ich finde es immer spannend, unter einem anderen Gesichtspunkt als den eigenen, Themen zu betrachten.
Da morgen der erste Advent ist, habe ich mir als erstes diese Frage aus Jürgens Fragentopf gezogen.

Wie findet die religiöse Moral ihren Ausdruck in den Engelsdarstellungen?

Zuerst einmal frage ich mich, was denn eine religiöse Moral ist. Unser moralisches Wertesystem basiert auch heute noch auf die christliche Lehre. Es ist nicht richtig von einer Engeldarstellung zu sprechen. Es gibt eine so große Anzahl an Engel und so unterschiedliche Darstellungen. Die Engel haben Namen und Funktionen.

Interessant finde ich den Engel Gabriel, der Maria Jesus Geburt ankündigte. Es gibt unzählige Darstellungen von Maria Verkündung.

Ich bin nicht übermäßig gläubig und ich bin auch keine Esoterikerin. Mich interessieren die Engel vom künstlerischen Ausdruck und wegen der Geschichte.

„Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt Galiläas, mit Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Manne aus dem Hause David, namens Joseph, und der Name der Jungfrau war Maria.“²

9 Bearbeitung von Bearbeitung von Jürgens Engel Version 4 (c) Susanne Haun (2)

9 Bearbeitung von Bearbeitung von Jürgens Engel Version 4 (c) Susanne Haun (2)

Letze Woche habe ich von Jürgen zwei Fotos von einer Engelfigur mit gebrochenem Flügel gesendet bekommen und habe ihm im Gegenzug ein Foto eines meiner zerbrochenen Engel gesendet.

Jürgens zwei Fotos habe ich heute unter dem Blickwinkel „Erzengel Gabriel“ und „Maria Verkündung“ betrachtet. Eigentlich trägt der Engel auf seinem Banner „Gloria“ für Ruhm. Gloria in excelsis Deo („Ehre sei Gott in der Höhe“).

Ich stülpe den Gabriel darüber, weil wir bisher immer nur von Engel geredet haben, egal welcher dargestellt wird. In diesem Sinne stülpe ich dem Gloria Engel den Gabriel über. So sind wir alle sensibilisiert für die Unterschiedlichkeit der Engel!

3 Start Engel Foto (c)von Susanne Haun Version 2

3 Start Engel Foto (c)von Susanne Haun Version 2

For my English-speaking readers:
I get a lot of kitschy angels, but I actually like no angel figurines. First, I have really no place to establish it and to the other part they are so totally cheesy that I’m had stomach contracts by viewing. I look at, for example, to the angel scultures at the Florence cathedral and then compare it with the trinkets that will be dragged me, then worlds in between. But honestly, when I got my Christmas present boxes from the basement and I beheld the Angel, I found it great again in their diversity. Some are so horrible that it’s good again.

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²Kürzinger, Josef, Dr. Übersetzung des Neuen Testaments, Das Evangelium nach Lukas, 1,26, Augsburg 1999

Der Esel – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 25. Dezember 2011

Ich habe eine Bibel auf den Schoß und suche den Esel – ich wähle das Evangelium von Lukas aus.

Lukas berichtet von keinem Esel aber über die Krippe und Hirten. Matthäus berichtet weder über Krippe noch Esel aber über die drei Könige. Markus und Johannes  berichten nicht über die Geburt Jesus.

Eselskopf - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell

Eselskopf - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell

Unwillkürlich muss ich ein wenig lächeln, denn im Laufe des Jahres 2011 las ich „Die Bibel nach Biff“ von Christopher Moore, der von der Jugend Jesus aus der Sicht seines Freundes Biff berichtet. Absolut liebens- und  lesenswert!

Wo aber kommt der Esel und auch der Ochse her? Wir sehen oft Bilder, auf denen Maria schwanger auf dem Esel sitzt und von Jesus geführt wird. Aber wahrscheinlicher kommen Ochse und Esel aus einem Matthäus Evangelium aus den Apokryphen. Die Apokryphen sind die Schriften, die es nicht in die Bibel geschafft haben. Ich habe euch schon oft im Zusammenhang mit meinen Engelzeichnungen berichtet.

Ist es nicht erstaunlich, wie sich das, was eigentlich „ausgemustert“ wurde zur eigentlichen Wahrheit verbreitet?

Wie so etwas wohl passiert?

Esel - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell

Esel - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell

Berge von der Rolle – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Bibel, Landschaft, Rolle, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 20. April 2010

Heute habe ich meine Rolle lang und ausgiebig betrachtete. Das ist sehr wichtig. Ich habe mir die Übergänge angeschaut und mit überlegt, wo es noch Linien oder Dunkelheiten braucht.

Der Übergang der linken kleinen Amsel war mir zu abgehackt. Ich habe hier die Offenbarung eingefügt. Ich habe mich entschieden, die Posaune dunkel darzustellen, denn verkündet sie nicht unheil und ist unheil nicht dunkel? Das Muster des Oberteils des Engels verläuft in die Wolken und die Wolken stossen an Berge, denn stände ein Engel der Verkündung nicht auf dem Dach der Erde?

Ich war noch nie im Himalaya aber ich war sehr oft im berchtesgardener Land und bin am Watzmann geklettert und gewandert. Den Watzmann habe ich schon aus allen Richtungen gemalt und so war mit klar, dass meine Rolle den Watzmann braucht. Ich arbeite mich ganz entgegen der Bersteigerphilosophie von oben nach unten voran. Heute bin ich bis zur Hälfte des Massivs gekommen.

Die Offenbarung im Gefieder der Amsel - Ausschnitt Rolle von Susanne Haun

Die Offenbarung im Gefieder der Amsel - Ausschnitt Rolle von Susanne Haun

Berge auf der Rolle - Ausschnitt 65 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Berge auf der Rolle - Ausschnitt 65 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Die erste der sieben Posaunen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 12. April 2010

Heute war ich lange im Atelier und so konnte ich leider nicht an meiner Rolle weiter arbeiten, an der ich zuhause arbeite.

So habe ich mir als Zwischen- oder Wechselspiel „Die 7 Posaunen – Offenbarung 8-14“ aus der Bibel zum Thema vorgenommen. Am Wochenende habe ich das Endzeitdrama 2012 gesehen und die Katastrophen erinnerten mich natürlich an die sieben Posaunen.

(1) die erste Posaune: Hagel und Feuer, mit Blut gemischt, fiel auf die Erde. Ein Drittel der Erde und ein Drittel aller Bäume wurden verbrannt, kein Grashalm blieb übrig.

Auf meinen Aquarellbogen fiel mein wiederentdeckter roter polychromos Buntstift. Ich habe diese Stifte lange nicht benutzt und mich an ihrer Brillianz erfreut. Die Tusche war noch halbfeucht und so entstanden interessante Spuren.

Es ist eine Herausforderung von der großen Rolle auf das kleine A4 Papier zu wechseln und erfordert größte Konzentration.

Engel der 1. Posaune - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche und Polychromo auf Bütten - 32 x 24 cm

Engel der 1. Posaune - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche und Polychromo auf Bütten - 32 x 24 cm

Drei Wege – Drei Engel – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 29. März 2010

Ich habe wieder einmal „Die Apokryphen“ vor mir zu liegen. Die Bücher, die es nicht in die Bibel geschafft haben. Sie wurden aussortiert. Das übt natürlich eine große Fazination auf mich aus. Nach welchen Kriterien wurde wohl die Sammlung der Geschichten der Bibel zusammengestellt? Warum vielen einzelne Bücher, wie das Buch Henoch, heraus?

Heute habe ich ein Zitat aus dem vierten Buch Esra, natürlich auch ein Buch der Apokryphen.

Der Engel Uriel spricht:
„Drei Wege bin ich gesandt, dir zu weisen und drei Gleichnisse dir vorzulegen […]“

– Gewicht des Feuers
– Maß des Windes
– Den gestrigen Tag zurückrufen

Modell stand mir wiedereinmal ein Engel vom Friedhof in der Liesenstraße. Die Perspektive des Gesichtes ist genauso schwierif wie die Gleichnisse!

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