Tiere · Zeichnung

Der Esel – Zeichnung von Susanne Haun

Ich habe eine Bibel auf den Schoß und suche den Esel – ich wähle das Evangelium von Lukas aus.

Lukas berichtet von keinem Esel aber über die Krippe und Hirten. Matthäus berichtet weder über Krippe noch Esel aber über die drei Könige. Markus und Johannes  berichten nicht über die Geburt Jesus.

Eselskopf - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell
Eselskopf - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell

Unwillkürlich muss ich ein wenig lächeln, denn im Laufe des Jahres 2011 las ich „Die Bibel nach Biff“ von Christopher Moore, der von der Jugend Jesus aus der Sicht seines Freundes Biff berichtet. Absolut liebens- und  lesenswert!

Wo aber kommt der Esel und auch der Ochse her? Wir sehen oft Bilder, auf denen Maria schwanger auf dem Esel sitzt und von Jesus geführt wird. Aber wahrscheinlicher kommen Ochse und Esel aus einem Matthäus Evangelium aus den Apokryphen. Die Apokryphen sind die Schriften, die es nicht in die Bibel geschafft haben. Ich habe euch schon oft im Zusammenhang mit meinen Engelzeichnungen berichtet.

Ist es nicht erstaunlich, wie sich das, was eigentlich „ausgemustert“ wurde zur eigentlichen Wahrheit verbreitet?

Wie so etwas wohl passiert?

Esel - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell
Esel - Zeichnung von Susanne Haun - 18 x 26 cm - Tusche auf Lanaquarell

3 Kommentare zu „Der Esel – Zeichnung von Susanne Haun

  1. Hallo Susanne, die eigentliche Wahrheit steht auch in der Bibel. Auch wenn wir das immer als Sache der Kirche abtun. Nein, dort stehen geistige Gesetze geschrieben. Das wichtigste geistige Gesetz meiner Meinung nach ist Markus 11,24: „Deshalb sage Ich euch: Alles, was ihr betet und bittet, glaubt, daß ihr es erhalten habt, und es wird euer sein.“
    Gruß
    TW

    1. Ich denke, Thomas, dass die Bibel nicht nur sache der Kirche ist, sondern dass dort die Grundlage unseres Denken liegt.
      Auch wenn die meisten Menschen nicht mehr gläubig sind, haben sie doch die moralischen Vorstellungen und Werte der Bibel übernommen, ohne es groß zu merken.
      Deshalb war es mir persönlich auch so wichtig, dass mein Sohn die Grundlagen des christlichen Glaubens vermittelt bekommt. Das heißt nicht, dass er der Kirche beitreten muss oder nicht eine andere Religon oder gar keine Religion für besser erachten kann. Das ist seine Entscheidung, die er irgendwann treffen wird.

      Ja, das ist ein interessanter Vers aus dem Markus Evangelium, aber nicht so einfach zu bewältigen. Der Glaube alleine denke ich reicht nicht, aber mit Arbeit, Willen, Mut und Glauben ist der Vers für mich auch richtig.

      Ich habe aber gelernt, das Willen und Mut Charaktereigenschaften sind, die genetisch bedingt nicht jedem in die Wiege gelegt werden. Wenn wir diese Eigenschaften gepaart mit der Gabe Wissen anzuheufen, haben, dann haben wir großes Glück, für das wir dankbar sein sollten.

      Danke für deinen Inspirierenden Kommentar, Thomas, einen guten Rutsch
      Susanne

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