Susanne Haun

Eine kleine Gottesanbeterin maschiert durch die Welt – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Juni 2020

 

 

Gottesanbeterin, 25 x 25 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Gottesanbeterin, 25 x 25 cm, Tusche auf Aquarellkarton, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Nina Alice Schuchardt vom Eichhörnchenverlag wohnt in Brandenburg in der Natur und inspiriert mich immer wieder zu Zeichnungen der dortigen Flora und Fauna. Auf ihrem Instagram Account (-> Klick) findet ihr mehr dazu.

Aus meinen Gedanken erscheint die Flora – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Amor, Berühmt, Blumen und Pflanzen, Kunstgeschichte, Portraitmalerei, Tanz, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 8. Juni 2020

 

Aus meinen Gedanken erscheint Flora, 76 x 56 cm, Tusche auf Hahnemühle Leonardo Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Aus meinen Gedanken erscheint Flora, 76 x 56 cm, Tusche auf Hahnemühle Leonardo Büttenpapier, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

Flora ist die mater florum, Mutter der Blumen, ihr Name kommt ursprünglich aus dem griechischen Chloris, die Grüne.

Ich persönlich nehme Abstand vom Grün, meine Flora ist flammend Orange und wird vom blau des Wassers, das für ihre Blumen notwendig ist, umgeben. Orange und blau gemischt ergeben einen  Grünton. Nur am Gemälderand findet sich das Grün wieder.

Die lateinische Sprache machte das griechische chi (X) zum F, wodurch aus Chloris Floris und schließlich Flora wurde.[1] Flora symbolisiert die regenerative Energie der Natur.[3] Laut Ovid gibt Floras Ehemann Zephyros ihr als Mitgift einen fruchtbaren Garten, in lauer Luft und mit einer Quelle frischen Wassers, den Garten füllt er mit edlen Blumen und sagt „Sei du, Göttin, Herrin der Blumen!“.[4] In den Metamorphosen schreibt Ovid, die Göttin Flora  könne die Menge der Blumenfarben (copia) auf ihren Gartenbeeten nicht zählen (Zahlen = numerus), obgleich sie es versucht habe. Matthias Winner vermutet, dass auf Poussins Bild der Flora (siehe hier) das Füllhorn als Menge der Farben, die unzählbar für Flora waren, malte, denn bevor Flora auf der Erde erschien, gab es nur eine Farbe (monocolore). Diese Farben sind für Poussin, generell für alle Maler (also auch mich), notwendig, um die Natur abbilden zu können. Flora ist also ebenfalls ein anderer Name für die Malerei selbst.[5]

[1] Winner, Matthias, Berlin 2007, S. 277 – 278.

[2] Oertel, Robert, Stattgart 1959, S. 4.

[3] Troy, Thomas, New York 1986, S. 225.

[4] Ovidius Naso, Publius, Die Fasten, Fünftes Buch, S. 233, Zeile 212. „arbitrium tu, dea, floris habe!“.

[5] Winner, Matthias, Berlin 2007, S. 287. Ovidius Naso, Publius, Die Fasten, Fünftes Buch, S. 233. In den Zeilen 194 – 231 entwirft Ovid große Teile des von Poussin bildnerisch Dargestellten.

 

So habe ich Poussins Flora vor 3 Jahren in einer Hausarbeit beschrieben. Als sich aus allen Details, die ich euch hier schon von meinem Gedanken im Bild gezeigt habe, die Flora in Erscheinung trat, war ich glücklich. Ich habe dieses Bild nicht mit dem Vorsatz „male ich mal eine Flora“ begonnen sondern mich der Schönheit des Tages in der Natur hingegeben.

 

 

Obwohl das Hahnemühle Büttenpapier Leonardo 800 g/m2 schwer ist welt es sich leicht an den Rändern nach oben. So habe ich beschlossen, meine Flora gleich zu rahmen. Dazu habe ich ein 60 x 80 cm großen Rahmen mit weißer Holzleiste verwendet, das mit 76 x 56 cm kleine Büttenpapier habe ich auf ein blaues Lana Coleur Papier montiert. So kommt der Büttenrand im Rahmen sehr gut zur Geltung.

 

 

 

Das Ende einer Wasserhyazinthe und der Beginn der Züchtung des Wassersalats / Muschelblume – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 28. April 2017

 

Regelmäßig berichte ich über die Wachstumsfortschritte im Garten meines Vaters, vorzugsweise der Flora im Teich.

 

 

Besonders mochte ich die Wasserhyazinthe (siehe hier) und so war der Schrecken groß als wir diese Woche die Reste der so grünen Blume im Wasser entdeckte. Bei Teichpflanzen kann man kaum schlussfolgern, dass man zu viel oder zu wenig gegossen hat. 🙂 War der Frost letzte Woche zuviel für die Pflanze. Eigentlich sah sie sehr robust aus.

Wir werden es mit  Wassersalat   versuchen, M. hat zwei davon mitgebracht und wir haben sie gleich ausgesetzt. Ich mag es, wie der Teich je nach Licht die Farben wechselt, blauer Himmel reflektiert anders als dunkle Wolken im Teichwasser.

 

 

 

Eindrucksvolle Worte: arbiträr

Posted in Eindrucksvolle Worte, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Juni 2015

Arbiträr bedeutet laut Duden dem Ermessen überlassen, beliebig; nach Ermessen, willkürlich.

Ich habe das Wort im Text „Aus der Werkstatt des Hostorikers“ von Marc Bloch gefunden und musste nachschlagen. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, dass ich gerade beim Lesen von philosophischen und historischen Texten den online Duden geöffnet halte. In Wikipedia verschaffe ich mir vor Lektüre einen ersten Eindruck vom Autor. Das empfinde ich für die Einordnung eines Textes als sehr hilfreich.

Jede Zeichnung ist somit subjektiv betrachtet abitär.

Flora, Cy, Possin und ich Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flora, Cy, Possin und ich Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Nachdem ich diese Zeichnung bei der Ausstellung double bind gezeigt habe, bin ich dazu Übergegangen, bei meinen Zeichnungen aus einer Linie auf der Rückseite zu signieren. Ich empfinde die Signatur auf der Vorderseite bei der Anordnung zu mächtig.

Präsentation und Gegenüberstellungen im Museum – Bericht von Susanne Haun

Posted in Ausstellung, Berlin, Betrachtungen zur Kunst, Interpretation der Flora, Zeichnung by Susanne Haun on 26. Oktober 2012

Schon im August war ich im Hamburger Bahnhof, DEM Museum in Berlin für Gegenwartskunst und habe mir die Ausstellung Cy Twombly und die Schule von Fontainebleu angeschaut. Leider ist die Ausstellung schon beendet.

Am Ziel angelangt, Cy Twombly (c) Foto von Susanne Haun

Am Ziel angelangt, Cy Twombly (c) Foto von Susanne Haun

Aber im Hamburger Bahnhof sind immer wieder neue interessante Ausstellungen und Events.
Besonders angesprochen hat mich die folgende Veranstaltungsserie:
Robert Rauschenberg und 9 Evenings, Theatre & Engineering, 13. Oktober 2012 – 30. Juni 2013

1996 wurde der Hamburger Bahnhof nach Umbau mit der Sammlung Erich Marx wieder eröffnet. Im Jahr 2004 wurde das Museum um weitere 6000 qm auf insgesamt 13.000 qm Ausstellungsfläche erweitert. Ich war damals kurz nach der Eröffnung dort und sah mir die Sammlung Flick an. Ich mag den Übergang und die „neue“ Präsentationsfläche.

Die Institution des Kunstmuseums ist noch sehr jung. Eines der ersten Museen, die einer begrenzten Öffentlichkeit zugänglich waren, ist das uns von der documenta bekannte Fridericianum in Kassel, dass 1779, also in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, fertig gestellt wurde.

Flora, Cy, Possin und ich Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Flora, Cy, Possin und ich Version 1 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Vorher wurden Sammlungen nur im privaten Bereich präsentiert. Im 15. Jahrhundert fanden zum Beispiel Veranstaltungen der Medici zur Präsentation ihrer Sammlung in der Tribuna, den heutigen Uffizien statt. Heute kann jeder, der genug Zeit zum Anstehen mitbringt, die Uffizien besichtigen.

Erst im 19. Jahrhundert gibt es die ersten öffentlichen Museen, die Kunst wird zum Bildungsinstrument und erst ab diesem Zeitpunkt an der Uni gelehrt.

Nach diesem Exkurs zum Thema Museum zurück zur Cy Twombly Ausstellung.
Es wurden Arbeiten aus der Sammlung Marx von Twombly gezeigt, die in einem Dialog mit Arbeiten von Künstlern der Schule von Fontainebleu standen. Die Arbeiten könnten unterschiedlicher nicht sein und ich war völlig faszinert von den Gegensätzen und doch wieder Ähnlichkeiten.

Die geteilte Flora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die geteilte Flora (c) Zeichnung von Susanne Haun

Da ich wie immer erfahren wollte, was Twombly so faszinierte, habe ich mir Stiche nach Possins Reich der Flora angeschaut und meinen Füller über das Papier gleiten lassen und Ausschnitte immer wieder in kleine 15 x 15 cm Zeichnungen festgehalten.
Twombly arbeitete sein Bild Empire of Flora inspiriert von Poussins Reich der Flora.

Dieser Ausstellungsbesuch und die Kommunikation der beiden Maler über die Jahrhunderte und den Tod hinweg inspirierte mich so, dass ich mich Ihnen anschloss und das Reich der Flora selber auch interpretierte.

For my english reader:
Already in August, I was at the Hamburger Bahnhof, the Museum in Berlin for contemporary art and had a look at the exhibition Cy Twombly and the School of Fontainebleau. Unfortunately, the exhibition has ended. Because I wanted to learn as always, what Twombly so fascinated on Fontainbleau, I have looked after Possins kingdom of flora and my pen glide across the paper and cut Flora into small 15 x 15 cm recorded drawings.

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Quelle: http://www.hamburgerbahnhof.de/text.php

Komm doch lieber Frühling – Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Blumen und Pflanzen, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Februar 2011

Mein Lieblingsblumenladen sieht von außen sehr unscheinbar aus! - Foto von Susanne Haun

Mein Lieblingsblumenladen sieht von außen sehr unscheinbar aus! - Foto von Susanne Haun

Mein Lieblingsblumenladen hat nach einer zweimonatigen Winterpause wieder geöffnet.

Obwohl er von außen sehr unscheinbar ist, sieht man innen sofort die Liebe, mit der die Blumen arrangiert sind. Ich kaufe meistens einzelne unterschiedliche Blüten und arrangiere sie in Flaschen und schmale Vasen.

Die Anemone habe ich auf dem Postkartenbütten von Hahnemühle gezeichnet. Die kräftigen Farben habe ich dabei in den Hintergrund übernommen.

Bordeaux Anemone - Tusche auf Bütten - 10 x 15 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Bordeaux Anemone - Tusche auf Bütten - 10 x 15 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Die Geschichte der Anemone (Windröschen) gefällt mir ausgesprochen gut. Anemona war ein heiratsfähiges Mädchen (Nymphe) an Floras Hof. Floras Gatte verliebte sich in das Mädchen, worauf Flora sie aus Eifersucht in eine Blume verwandelte.

Violette Anemone - Tusche auf Bütten - 10 x 15 cm - Zeichnung von Susanne Haun

Violette Anemone - Tusche auf Bütten - 10 x 15 cm - Zeichnung von Susanne Haun

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