Susanne Haun

Meine Vorstellung von Dante Alighieri – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Dante Alighieri, Illustration, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 22. März 2017

 

Dante Alighieri  ist im Mai oder Juni 1265 in Florenz geboren und am 14. September 1321 in Ravenna gestorben. Er war ein Dichter und Philosoph italienischer Sprache. Er überwand mit der Göttlichen Komödie das bis dahin dominierende Latein und führte das Italienische zu einer Literatursprache. Dante ist einer der bekanntesten Dichter des italienischen sowie des europäischen Mittelalters.²

 

Meine Vorstellung von Dante Alighieri - 25 x 25 cm - Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Dante Alighieri – 25 x 25 cm – Tusche auf Aquarellkarton (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Es ist schon 3 Jahre her, dass wir in Florenz waren (siehe hier). Natürlich waren wir auch im Dom und ich habe das Fresko von Domenico di Michelino in der Santa Maria del Fiore von 1465 fotografiert. Das Fresko zeigt Dante als Dichter mit Abbildungen seines Werks die göttliche Komödie. Das Dante-Denkmal steht auf der Piazza Santa Croce in Florenz, Enrico Pazzi schuf es 1865. Nach diesem Denkmal zeichnete ich auch meine erste Version von Dante. Auch sein Kenotaph (Leeres Ehrengrab) in der Basilika Santa Croce ließen wir uns nicht entgehen.

 

 

Meine Vorstellung von Dante Alighieri - 10 x 10 cm - Tusche auf Aquarellkarton - Version 2 Zuschnitt (c) Zeichnung von Susanne Haun

Meine Vorstellung von Dante Alighieri – 10 x 10 cm – Tusche auf Aquarellkarton – Version 2 Zuschnitt (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Bisherige Projektschritte zu Dantes göttlicher Komödie:
#1 Entrada (siehe hier)
#2 Als ich mich zur Tiefe wandt, zu fliehen (siehe hier)
#3 Ich war im Kreis der Wartenden (siehe hier)
#4 Der Gesang vor der Ankunft der Höllenstadt (siehe hier)
#5 Dessen Füsse er mit einer Eisenzange kopfüber hielt (siehe hier)
#6 Der Pechsee des Teufels (siehe hier)
#7 Gesang von der Ankunft der Seelen (siehe hier)
#8 Herrscht im Abgrund keine Ordnung mehr? (siehe hier)

 

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² Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Dante_Alighieri, 19.3.2017, 12:00 Uhr.

 

Florenz – Basilica di San Miniato al Monte – Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Disegno, Kunstgeschichte, Toskana, Vinci, Zeichnung by Susanne Haun on 17. Oktober 2014

Das Wintersemester 14/15 hat am Montag an der FU Berlin begonnen.

Ich finde die erste Woche eines Semesters jedes mal wieder erregend. Vorweg kann ich mich bei dem gransiosen Angebot im Vorlesungsverzeichnis schwer entscheiden, welche Seminare und Vorlesungen ich besuchen werde. Die erforderlichen Module für Kunstgeschichte habe ich bis auf das Vertiefungsmodul abgeschlossen. Dieses letzte Modul dient der Vorbereitung für die Bachelor Arbeit. Es liegt natürlich nahe, dass mein Bachelorthema von der Zeichnung bestimmt sein wird und ich belegte deshalb die Seminare „Zeichnung und Musterbuch im Mittelalter“ und „Das graphische Portrait in der Neuzeit“. Die Literaturliste des Musterbuch-Seminars hat mir schon viele Anregungen zum Lesen offenbart.

Ausblick vom Piazzale Michelangelo, Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Ausblick vom Piazzale Michelangelo, Florenz (c) Foto von Susanne Haun

So vertiefe ich mich gerade in den Artikel „Wandmalerei und Zeichnung in Italien und ihre monumentale Vorstufen“ von Robert Oertel, erschienen in den Mitteilungen des Kunsthistorischen InstiIch gtutes in Florenz.²

Und hier verzahnt sich mein Toskana Urlaub mit dem Studium.
Wir besuchten in Florenz unter anderem den Piazzale Michelangelo und die Basilica di San Miniato al Monte. Der Piazzale ist ein Aussichtsplatz in Florenz, der von Besuchern überfüllt ist. Irgendwann las ich in einem Geo Special zu Florenz, dass es ein romantischer Platz sei. Wer Autos und Andenkenstände für romantisch befindet, wird seine Erwartungen erfüllt sehen.

Die Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

Die Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

So strebten wir weg vom Trubel und zogen uns zur oberhalb gelegenden romanischen Basilica di San Miniato al Monte, deren Bau schon um 1018 begann. Besonders fiel mir auf der hinteren rechten Seite des Langhauses eine Entwurszeichnung für ein Fresko auf. Es ist eine Seltenheit, noch den Entwurf zu sehen. Die Entwurszeichnung auf der unteren groben Putzschicht bleibt in der Regel durch die darüber liegenden Malerei nicht mehr sichtbar, wird damit sogar zerstört.

Die Entwurfzeichnung konnte zu einem früheren Zeitpunkt als das tatsächliche Fresko entstehen. Mißlang sie, konnte sie durch übertünchen getilgt und neu gestaltet werden. Sie diente der Komposition.

Entwurfzeichnung neben Teile des fertigen Freskos in der Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

Entwurfzeichnung neben Teile des fertigen Freskos in der Basilica di San Miniato al Monte (c) Foto von Susanne Haun

Hier können wir uns fragen, ob es für Fresken ursprünglich überhaupt Vorzeichnungen gab, oder ob die Zeichnungen gleich auf dem Putz entstanden? Gab es vor der Hochrenaissance überhaupt Vorzeichnungen, in denen das Ingenium des Künstlers sichtbar wurde?

Ich werde mich in irgendeiner Art dieser Fragen in meiner Bachelorarbeit nähern und merke mir für heute meine Anfänge zur Fragestellung, die ich sicher noch verändern werde. Eine Frage muß sich entwickeln.

Für mich war diese Entwurfzeichnung spannender als die Krypta, die Fassade, der Friedhof und auch der fantastische Ausblick.

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²Oertel, Robert: Wandmalerei und Zeichnung in Italien; die Anfänge der Entwurfszeichnung und ihre monumentale Vorstufen, in: Mitteilungen des kunstgeschichtlichen Instituts in Florenz, 5/1940, 217-314

Von Generation zu Generation – Künstlerviten – Bericht von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Oktober 2013

Heute habe ich einen kleinen Überblick über Künstlerviten vor Vasari erhalten. Vasari gilt als einer der ersten Kunsthistoriker und lebte 1511 – 1574 vorwiegend in Florenz.

Als Einstieg lasen wir in Auszügen die erste Künstlervita von Vasari und erfuhren auch, dass alles in dieser Vita von Vasari erdacht war und nicht der Wahrheit entspricht.

Wie sieht das heute im Zeitalter des Internets aus? Kann ein Künstler es sich überhaupt erlauben, eine Vita zu erdenken? Ist nicht alles nachvollziehbar, recherchierbar?

Bögen (c) Zeichnung von Günter Zeidler

Bögen (c) Zeichnung von Günter Zeidler

Ein sehr interessantes Thema!

Gestern war ich bei meinen Eltern und erzählte von den Westfassaden der Gotischen Kathedralen, die ich gerade in einem anderen Seminar kennenlerne.

Ich war erstaunt, mein Vater schien fast darauf gewartet zu haben und überreichte mir zwei Blätter, auf denen er sich 1952 in seiner Ausbildung zum Kunstglaser mit Bögen und Epochen auseinandergesetzt hat.

Eochen (c) Zeichnung von Günter Zeidler

Eochen (c) Zeichnung von Günter Zeidler

Hier komme ich zu meiner Vita (siehe hier) zurück – die Information, dass ich einer alten traditionellen Glaserfamilie entspringe, ist also tatsächlich wahr 🙂 🙂 🙂 . Mein Bruder führt die Glaserei weiter. Ach ja, das fehlt nur noch die Information, dass ich eine geborene Zeidler bin.

Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna by Susanne Haun on 24. Juli 2012

Im Palazzo Vecchio haben mir besonders die Räume der Eleonora von Toledo gefallen, sie lebte von 1522 – 1562 und sie war die Ehefrau von Cosima I. de‘ Medici. Schon alleine diese Beschreibung würde meiner Fantasie freien Lauf lassen und gleich einer Seifenoper in meinem Kopf Geschichten entstehen lassen.

Gemälde in den Räumen der Eleonora di Toledo (c) Fotos von Susanne Haun

Gemälde in den Räumen der Eleonora di Toledo (c) Fotos von Susanne Haun

Die Bemalung ihrer Räume mit den „weiblichen Tugenden“ faszinierte mich völlig. Ich habe einige fotografiert und zeige sie euch hier.

Sie brauchte acht Söhne und drei Töchter zur Welt, was ganz sicher zur damaligen Zeit eine große Tugend war und sie war auch aufgrund ihrer Unterstützung vieler Künstler Florenz beliebt und hatte einen großen Einfluss. Cosimo I. ließ sie in seiner Abwesenheit als Regentin herrschen, was zur damaligen Zeit nicht üblich war.

In der Gemäldegalerie von Berlin hängt ihr Portrait von Bronzino, so dass ich den Verlust, aufgrund der vielen Menschen nicht in die Uffizien gelangt zu sein, verschmerze. Auch war die Besichtigung des Palastes ein würdiger Ersatz für die Uffizien.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

Palazzo Vecchio und die Räume der Eleonora von Toledo in Florenz – Bericht und Zeichnung von Susanne Haun

Der Dom von Florenz, die Paradiestür und ein Engel – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 23. Juli 2012

Auf dem Piazza del Duomo befinden sich so viele Menschen wie am letzen offenen Öffnungstag vor Weihnachten im beliebtesten Kaufhaus ein jeder Stadt.

Glockenturm von Giotto vom Dom in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Glockenturm von Giotto vom Dom in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Dom kommt von domus dei, Haus Gottes und die Bauzeit für den florenzer Dom betrug 150 Jahre. Der Dom wurde von Brunelleschi der Glockenturm von Giotto gebaut. Zu ehren Bruneschellis wurde lange in Florenz kein höheres Gebäude als der Dom gebaut.

Engel in Florenz 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Engel in Florenz 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das geradeüber liegende Baptisterium fand ich unter anderem wegen des 1401 ausgeschriebenen Kunstwettbewerbs zur Gestaltung der Türen interessant. Es ist also keine Erfindung unserer Zeit, Wettbewerbe um die Kunst zu veranstalten.

Ghiberti gewann den Wettbewerb und gestaltete zuerst die Tür des Nordeingang nach dem Neuen Testament und später für den Osteingang die Porta del Paradiso, die Paradiestür. Aufgrund der großen Hitze und Menschenmenge war es kaum möglich, Dom und Türen in Ruhe zu betrachten. Die 24 Büsten der Türen stellen 24 Renaissancekünstler, natürlich auch Ghiberti dar.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

Der Dom von Florenz, die Paradiestür und ein Engel – Fotos und Zeichnungen von Susanne Haun

Florenz und die Perspektive der Skulpturen – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Emilia Romagna, Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Juli 2012

Wir näherten uns der Innenstadt von Florenz vom Arno her, gingen über die Ponte Grazie zur einen Seite, um dann über die berühmte Ponte Vecchio wieder zur anderen Seite zurück zu wechseln.

Ponte Vecchio in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Ponte Vecchio in Florenz (c) Foto von Susanne Haun

Vor dem Palozzo Vecchio steht eine Kopie des berühmten Davids von Michelangelo. Es war damals eine Sensation, dass der Kopf und die rechte Hand größer von Michelangelo dargestellt wurde, als es von den Proportionen korrekt war. Der größere Kopf steht für Intelligenz (Hirn) und die größere Hand für Tatkraft.

Engelsperspektiven 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

Engelsperspektiven 22 x 17 cm Tusche auf Bütten (c) Zeichnung von Susanne Haun (2)

Die Proportionen der Skulpturen und Gemälde zeichnerisch zu erfassen ist nicht einfach. Sie sind, wenn man sie von unten betrachtet, immer verzerrt durch unser Auge zu sehen. Besonders die Engel sitzen gerne über Türen und in Kirchenecken und schauen auf den Besucher herab.

Wenn ihr die vorherigen Berichte meiner Reise lesen und sehen möchtet, könnt ihr das hier !

 

Florenz und die Perspektive der Skulpturen – Zeichnung von Susanne Haun

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